DEP0017431DA - Boden für die Spindelantriebstrommel von Spinn- und ähnlichen Maschinen und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Boden für die Spindelantriebstrommel von Spinn- und ähnlichen Maschinen und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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Description
Die Trommelböden der Spindelantriebstrommeln der Spinnmaschinen werden vornehmlich aus Guss gefertigt. Es zeigt sich jedoch, dass diese Trommelböden aus Grauguss manche Mängel aufweisen. Vor allem lässt sich der Grauguss schlecht verzinnen, was zur Folge hat, dass die Trommelmäntel,die auf die Trommelböden aufgelötet werden, sich sehr leicht lösen. Infolge der hohen Beanspruchung der Trommeln kommt häufig ein Lösen des Trommelbodens vom Trommelmantel vor, was den Ausbau der Trommel und eine zeitraubende Reparatur notwendig macht. Gerade die Verbindungsstelle zwischen Trommelboden und Trommelmantel ist die Stelle der Spindelantriebstrommel, die am höchsten beansprucht ist. Insbesondere bei Selfaktoren, bei denen in einer Minute mehrfach die Drehrichtung der Trommel geändert wird, wirkt sich dies sehr nachteilig aus. Auch lässt sich der Grauguss mit dem Blechmantel praktisch nicht durch Punktschweissen verbinden. Selbst wenn ein Punktschweissen von Grauguss möglich wäre, so würde sich dies infolge der hohen Wandstärke, die durch das Verwenden von Guss bedingt ist, schwierig gestalten. Die hohe Wandstärke würde beim Punktschweissen Leistungen erfordern, durch die die Gefahr des Verziehens des Trommelmantels und vor allem die Gefahr des nicht exakt zentrischen Befestigens des Trommelmantels auf den Trommelböden in erhöhtem Masse besteht.
Die Naben der Trommelböden sind meistens durch einen Schlitz in zwei Teile geteilt, wobei durch einen Klemmring mittels einer Schraube die beiden Teile der Nabe zusammengepresst werden und durch ein Reibungsschluss mit dem Lagerzapfen erreicht wird. Bei den bekannten Trommelböden aus Grauguss kommt es häufig vor, dass bei einem starken Anziehen der Klemmschraube ein Teil der Gussnabe wegbricht, wodurch der Trommelboden zerstört ist.
Die Trommel muss einer kostspieligen Reparatur unterzogen werden, wenn sie nicht überhaupt unbrauchbar ist. Um diese Brüche zu vermeiden, wird die Nabe besonders lang gewählt. Trotzdem ist es nicht möglich, derartige Brüche bei Gussnaben in jedem Fall zu vermeiden.
Die nachstehend beschriebene Erfindung überwindet diese Nachteile. Es wird ein gezogener Stahlblechtopf mit einer aus Stahlblech bestehenden rohrförmigen Nabe durch Schweissen oder Vernieten verbunden. Das Rohr wird in bekannter Weise aufgeschlitzt. Das Stahlrohr kann wesentlich stärker auf Dehnung beansprucht werden, wodurch diese rohrförmige Nabe bedeutend kürzer gehalten werden kann. Es wird dadurch Material und Arbeitszeit gespart. Insbesondere ist das Aufsägen derart langer Schlitze sehr schwierig, zeitraubend und erfordert sehr viel Werkzeuge. Werden nun kurze Naben aus Stahlblech verwandt, so ergeben sich wesentliche Einsparungen an Arbeits- und Maschinenzeit. Das Abbrechen der beiden Lappen der Nabe wird nun vermieden. Die Nabe kann nun viel stärker mit dem Klemmring und der Klemmschraube an den Trommelzapfen gepresst werden. Insbesondere sind die Reibungsverhältnisse zwischen der Stahlblechnabe und der Stahlwelle wesentlich günstiger als zwischen der Stahlwelle und einer Gussnabe, wobei noch zu berücksichtigen ist, dass ein Hinzutreten von Fett und Öl sich bei den meist offenen Lagerstellen und Teilen nicht vermeiden lässt. Demgegenüber bewirkt die Stahlblechnabe ein Festfressen in der Stahlwelle, wodurch ein unbeabsichtigtes Lösen nicht mehr in Frage kommt.
Der topfförmige, aus Stahlblech bestehende Hauptteil des Trommelbodens kann in seiner Wandstärke wesentlich schwächer gehalten werden als der Trommelboden aus Guss. Dadurch wird erreicht, dass der gesamte Trommelboden wesentlich leichter wird, was sich in entscheidender Weise auf den Lauf der gesamten Trommel auswirkt, da der Trommelboden einen beträchtlichen Teil des Gesamtgewichtes der Trommel darstellt. Auch ist der gepresste und geschweisste Trommelboden, wie in der Erfindung dargestellt, von homogenem Material, sodass das Auswuchten der Trommelböden leicht und schnell erfolgen kann, wobei
unter Umständen das Auswuchtgewicht vorher schon festgelegt werden kann.
Um bei der geringen Wandstärke des topfförmigen Hauptteils des Trommelbodens eine höhere Steifigkeit zu erhalten, sind radial verlaufende Versteifungsrippen eingepresst. Es können auch an Stelle der Versteifungsrippen konzentrische Versteifungsrillen angebracht werden. Der topfförmige Hauptteil wird zweckmässigerweise gewölbt, wodurch sich ebenfalls eine Erhöhung der Steifigkeit ergibt.
In Figur 1, 2 und 3 ist die Ausbildung des Trommelbodens in schematischer Weise dargestellt. Die aus einem Rohrstück bestehende Nabe 1 besitzt einen kurzen Schlitz 2. Der Klemmring 3 bewirkt, dass die Schraube 4 die beiden Teile der Nabe so zusammenpresst, dass ein sicherer Reibungsschluss zwischen der rohrförmigen Stahlnabe und einer in diese eingeschobenen Stahlwelle entsteht. Der Trommelbodentopf 7 besitzt eine nabenförmige Ausbuchtung 5, die gleichzeitig mit dem Trommelbodentopf 7 in einem Arbeitsgang gezogen werden kann, wobei der Boden 6 entfernt werden muss. Der Trommelbodentopf 7 wird durch Schweissen mittels der Schweissnaht 10 oder durch Punktschweissen mit der Nabe 1 verbunden. Der Trommelbodentopf 7 besitzt ausserdem noch die konzentrischen Versteifungsrillen 8. Der Anschlagbund 9 wird zweckmässigerweise beim Ziehen ebenfalls mit angebracht, wobei dieser den Rand bildet, an dem das Blech mittels des Blechhalters der Ziehpresse festgehalten wird.
In Figur 2 ist ein ähnlicher Trommelboden dargestellt, bei dem Versteifungsrippen 11 quer zur Achse angeordnet sind.
In Figur 3 ist eine andere Ausbildung eines Trommelbodens dargestellt, bei der an die Nabe 1 ein Rand 12 angepresst ist. Der Rand 12 wird mit dem Trommelbodentopf 7 durch Nieten 13 oder durch Verschweissen, zweckmässig Punktschweissen, verbunden.
Claims (6)
1.) Trommelboden für die Spindelantriebstrommel von Spinn- und ähnlichen Maschinen, dadurch gekennzeichnet, dass der Trommelboden aus 2 Stücken aus Stahlblech besteht, wobei der topfförmige Hauptteil (7) mit der rohrförmigen Nabe (1) durch Schweissen oder Vernieten verbunden ist.
2.) Trommelboden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der topfförmige Hauptteil radial eingepresste Versteifungskehlen (11) besitzt.
3.) Trommelboden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der topfförmige Hauptteil konzentrische Versteifungsrillen (8) besitzt.
4.) Verfahren zur Herstellung eines Trommelbodens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den topfförmigen Hauptteil (7) eine Nabe (5) angepresst wird, die auf die rohrförmige Nabe (1) aufgeschoben und mit dieser verschweisst oder vernietet wird.
5.) Verfahren zur Herstellung eines Trommelbodens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an die rohrförmige Nabe (1) ein Rand (12) angepresst wird, der durch Vernieten oder Schweissen mit dem topfförmigen Hauptteil (7) verbunden wird.
6.) Verfahren zur Herstellung des Trommelbodens nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der topfförmige Hauptteil (7) mit der rohrförmigen Nabe (1) durch eine einfache Randnaht verschweisst wird.
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