DEP0015095DA - Vorrichtung zur Herstellung von Kathoden für indirekt geheizte Elektronenröhren - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung von Kathoden für indirekt geheizte ElektronenröhrenInfo
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Description
In indirekt geheizten Elektronenröhren benutzt man als Träger für die Emissionsmasse eine Kathodenhülse, in der isoliert der Heizer zum Aufheizen der Kathode angeordnet ist. Um die Emissionsmasse auf die Kathodenhülse zu bringen, werden verschiedene Verfahren angewendet. Es ist bekannt, die Emissionsmasse durch Spritzen oder kataphoretische Bedeckung auf die Kathodenhülse aufzutragen. Außerdem hat man Kathoden nach dem sogenannten Schmierverfahren hergestellt. Es gibt hierfür 2 Wege: Bei dem ersten Verfahren wird die Kathode durch ein Rädchen mit Emissionsmasse bedeckt. Dabei wird das Rädchen mittels einer Spindel an der Kathode entlang geführt. Bei dem zweiten Verfahren wird ein Blechstreifen, dessen Breite der Bedeckungslänge der Kathode entspricht, mit Emissionsmasse benetzt und dann die Masse an der Kathode abgestrichen. Dieses Verfahren hat den Nachteil, dass an dem Rädchen bzw. an dem Schmierblech Emissionsmasse haften bleibt, dort angetrocknet und zur ungleichmäßigen Bedeckung oder sogar zu Störungen beim Bedecken führt.
Bei direkt geheizten Kathoden hat man den aus Wolfram- oder Nickeldraht bestehenden Heizfaden durch ein einfaches Tauchen des Fadens in eine Emissionsmasse mit einer ausreichend dicken Emissionsschicht bedeckt.
Um dieses Verfahren zur Herstellung von Kathoden für indirekt geheizte Elektronenröhren verwenden zu können, wird erfahrungsgemäß vorgeschlagen, eine Vorrichtung zu verwenden, die aus einem drehbaren Dorn, auf den die Kathodenhülse gesteckt wird, und einem schwenkbaren Hebel mit einer V-förmigen Aufnahme besteht, die in ein Gefäß mit Emissionsmasse eintaucht und dann die Emissionsmasse an die Kathodenhülse abgibt. Dabei bestimmt die Breite der Aufnahme die Länge der Bedeckungsschicht auf der Kathodenhülse. Die neue Vorrichtung lässt sich unter Verwendung eines Rundlauftisches mit mehreren Positionen so ausgestalten, dass das Verfahren automatisch durchgeführt werden kann und Kathoden in größerer Anzahl bedeckt werden können.
Nach dem neuen Verfahren lassen sich je nach der Konzentration der Flüssigkeit gleichmäßige Schichten mit einer Dicke von z.B. 20 bis 35 (my) herstellen. Dieses Verfahren hat weiterhin gegenüber der kataphoretischen Bedeckung den Vorteil, dass die Schwierigkeiten, die dabei auftraten, vermieden werden. Bekanntlich kommt es bei der kataphoretischen Bedeckung sehr genau auf die Korngröße, die Leitfähigkeit der Lösungsmittel und damit die Sauberkeit derselben an. Außerdem zeigen die kataphoretischen Bäder besonders in der Massenfertigung eine schnelle Ermüdung, und zwar dadurch, dass die Masseteilchen, die für eine bestimmte Bedeckungsspannung eine bestimmte Größe haben müssen, frühzeitig verbraucht sind. Demgegenüber kann die Tauchmasse wie eine Spritzmasse zusammengesetzt sein, d.h., es kann beispielsweise der Binder, Collodiumwolle, bereits enthalten sein, so dass im Gegensatz zur kataphoretischen Bedeckung ein nachträgliches Tauchen oder Bestreichen der Kathode mittels Binder nicht nötig ist. Gegenüber dem Spritzverfahren hat das Tauch-
verfahren wiederum den Vorteil, dass erhebliche Mengen an Emissionsmasse eingespart werden. Ein Anhaften und Antrocknen von Emissionsmasse in der V-förmigen Aufnahme tritt nicht auf, da diese nach jeder Kathodenbedeckung wieder in die Flüssigkeit zurückgetaucht und mit der im Vorratsgefäß befindlichen Masse umspült wird.
Die Abbildungen zeigen in schematischer Darstellung, teilweise im Schnitt, Ausführungsbeispiele der neuen Vorrichtungen.
In Abb. 1 ist eine Vorrichtung zum Bedecken einer Kathode dargestellt. Die Kathodenhülse 1 wird auf einen Dorn 2 geschoben, der durch die Welle 3 mit dem Dornfutter 4 in dem Lager 5 drehbar angeordnet ist, so dass der Dorn entweder direkt oder über ein Getriebe in Drehung versetzt werden kann. Die V-förmige Aufnahme 6 sitzt an dem Schwenkarm 7 und taucht beim Bewegen desselben in das mit Emissionsmasse gefüllte Gefäß 8 ein. Beim Herausschwenken der V-förmigen Aufnahme aus dem Gefäß bleibt soviel Emissionsmasse daran haften, dass diese ausreicht, um beim Eintauchen der rotierenden Kathode in die Aufnahme die Kathode mit einer Emissionsschicht von ausreichender Dicke zu bedecken. Um ein leichtes Arbeiten der Vorrichtung zu gewährleisten, ist eine Stellschraube 9 und eine Gegenfeder 10 an der Vorrichtung vorgesehen, die insbesondere den Weg des schwenkbaren Hebels 7 festlegt.
Die Abb. 2 zeigt eine automatische Vorrichtung zum Bedecken einer größeren Anzahl von Kathoden. Es wird ein vertikal angeordneter Rundlauftisch 1 mit beispielsweise 8 Positionen verwendet, der ein Malteserkreuz 2 besitzt, dessen Antrieb über das Zahnrad 5 erfolgt. Auf jeder der Positionen ist ein Kathodenhalter 4 angeordnet. Auf 6 Positionen werden diese Kathodenhalter durch das Antriebsrad 5 in Rotation versetzt, während sie auf 2 Positionen
mit Hilfe der Kurve 6 stillgesetzt sind. Auf diesen beiden Positionen erfolgt das Aufstecken der noch nicht bedeckten und das Herunternehmen der bereits bedeckten Kathodenhülsen. Zum Auftragen der Emissionsmasse dient der Schwenkarm 9 mit dem V-förmigen Verteiler 8. Die Betätigung des Schwenkarmes erfolgt durch die Kurvenscheibe 9. Die Emissionsmasse ist in dem gefäß 10 enthalten. Über 3 Positionen ist ein Trockenofen 11 angeordnet, um die Emissionsmasse auf den Kathodenhülsen zu trocknen.
Claims (3)
1. Vorrichtung zur Herstellung von Kathoden für indirekt geheizte Elektronenröhren, dadurch gekennzeichnet, dass ein drehbarer Dorn, auf den die Kathodenhülse gesteckt wird, und ein schwenkbarer Hebel mit einer V-förmigen Aufnahme vorhanden ist, die in ein Gefäß mit Emissionsmasse eintaucht und dann die Emissionsmasse an die Kathodenhülse abgibt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Aufnahme die Länge der Bedeckungsschicht auf der Kathodenhülse bestimmt.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rundlauftisch beispielsweise mit 8 Positionen vorhanden ist, der es gestattet, die Kathoden mit Hilfe der neuen Vorrichtung automatisch zu bedecken.
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