DEP0014281DA - Staubsammler für Hauben zum Auffangen und Ableiten des trockenen Bohrstaubes, insbesondere im Bergbau. - Google Patents
Staubsammler für Hauben zum Auffangen und Ableiten des trockenen Bohrstaubes, insbesondere im Bergbau.Info
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Description
Zur Verhütung der Staubentwicklung beim Bohren im Gestein, namentlich bei nach oben gerichteten Bohrungen im Bergbau, ist es vorgeschlagen worden, den Staub mit einer Haube aufzufangen, welche am Durchtritt des Bohrers in die Haube eine allseitig elastisch gegen den Bohrer angepresste Dichtung und einen gedichteten Übergang zum Bohrloch aufweist sowie mit einem seitlichen Stutzen zum Ableiten des Bohrmehles ausgerüstet ist. Die so ausgebildete Haube verhütet selbst bei trockenem Bohren das Auftreten einer unangenehmen und lästigen Staubentwicklung.
Durch die Erfindung soll ein Staubsammler für die Hauben geschaffen werden, der die Beseitigung des anfallenden und aufgefangenen Bohrstaubes ohne Belästigung und Neuaufwirbelung sowie ohne die Handlichkeit der Haube beeinträchtigende oder ihre Benutzung und das Bohren erschwerende Vorkehrungen zulässt und ausserdem keine ins Gewicht fallenden Kosten verursacht.
Nach der Erfindung ist als Staubsammler ein an den Arbeitsstutzen der Haube anschliessbarer und nach erfolgter Füllung zusammen mit der Füllung wegzuschaffender dichter Papierbeutel vorgesehen. Ein solcher Papierbeutel ist einerseits billig, so dass er durch seine nur einmalige Benutzung keine nennenswerten Kosten verursacht, und fängt andererseits als dichter Behälter den Bohrstaub auf, der durch seine Beseitigung zusammen
mit dem eingelaufenen Staub keine Belästigung durch letzteren auch bei der Beseitigung des Staubes verursacht und damit die Verhütung der Staubentwicklung sowie Belästigung durch den Staub in vollkommener Weise zulässt. In Strebbetrieben mit Blindortversatz können die gefüllten Beutel einfach entsprechend weit in das Blindort geworfen oder im Damm des Blindortes zwecks nachfolgendem Verpacken abgestellt werden. Im Aufbruch müssen die gefüllten Tüten nach Beendigung der Bohrarbeit mit der Fördereinrichtung zur Sohle gefördert werden, um anschliessend entweder zum Tage geschickt oder in einem Streb mit Fremdversatz verpackt zu werden. Die Papierbeutel sind nicht sperrig und daher an den vielfach raumbeengten Arbeitsplätzen gut anwendbar. Das Mitführen der Reservebeutel ist infolge des geringen Raumbedarfes der leeren Beutel und des geringen Gewichtes mühelos. Die Ausführung der Beutel ist so, dass die Beutel bei rauher Behandlung durch Stösse und Fallen keine Beschädigungen erleiden oder in ihrer Betriebsbereitschaft beeinträchtigt werden. Ihre Anlieferung erfolgt am besten in gefaltetem Zustand, damit die Beutel möglichst wenig Luft enthalten.
Ein besonderer Vorteil der Erfindung besteht auch darin, dass durch sie ein Staubpolster an das Bohrloch gebracht ist, welches explosionsverhütend wirkt, wenn beispielsweise eine Gasansammlung angebohrt ist und diese durch irgendwelche Umstände zur Entzündung gelangt. In einem solchen Falle schlägt die Zündflamme zunächst in den Gesteinsstaub im Beutel. Bei stärkeren explosionsartigen Zündungen wird der Beutel zerrissen, so dass der im Beutel befindliche Staub herausgewirbelt wird und sich eine Staubsperre bildet, die ein Fortpflanzen der Explosion verhütet. Gleiche Verhältnisse sind gegeben, wenn der Druck der Gasansammlung zu einem Zerreissen des Beutels führt, wodurch sich sofort vor Eintritt einer Zündung eine Staubwolke bildet, die das Entstehen einer Explosion ausschliesst.
Das Auffangen von Staub in Beutel ist an sich bekannt, so z.B. bei Staubsaugern. In der Regel handelt es sich hierbei um Beutel aus Textilstoff, aus welchen der Staub entfernt werden muss und hierbei erneut aufgewirbelt wird, wodurch die schädlichen Folgen eintreten können, die durch das Auffangen des Staubes vermieden werden sollen. In solche Stoffbeutel sind auch bereits Papierbeutel poröser Ausführung eingesetzt worden. Diese Papierbeutel sollen als Filter den Staub zurückhalten, welcher von einem Luftstrom in den Beutel geführt wird. Solche Beutel setzen das Vorhandensein eines den Staub mitnehmenden Luftstromes voraus. Ausserdem treten bei der Herausnahme eines in einem Stoffbeutel eingesetzten Papierbeutels zur Entfernung des gesammelten Staubes bereits Staubbelästigungen ein und ist die Herausnahme des Einsatzbeutels ein zeitraubender und lästiger Vorgang. Im Bergbau ist der entwickelte Staub derart fein, dass er die Poren des Papiers zusetzen würde, so dass bereits nach kurzer Betriebsdauer ein weiteres Arbeiten unmöglich wäre. Diesen bekannten
Beutelanwendungen gegenüber besteht die Erfindung in dem Auffangen des frei ablaufenden Bohrstaubstromes bei Hauben der vorerwähnten Art mittels eines dichten Papierbeutels, der zusammen mit dem Staub der Beseitigung anheimfällt.
Zweckmässig ist der Beutel an seinem Einlaufhals mit einer Schlaufe versehen. Die Schlaufe gestattet es, den Papierbeutel vor seiner Abnahme vom Stutzen zuzubinden, so dass bei der Abnahme ein Entweichen von Staub nicht stattfinden kann. Ein besonderes Mitführen von Zubindematerial erübrigt sich durch die vorgesehene Schlaufe.
Es empfiehlt sich, den Beutel oberhalb der für die Füllung vorgesehenen Höhe mit einem Luftauslassventil zu versehen. Hierdurch kann etwa im Beutel eingeschlossene Luft während der Füllung entweichen.
Im einzelnen kann der Papierbeutel mit einem dem Ableitstutzen der Haube angepassten Einfüllhals versehen auf den Ableitstutzen aufsteckbar sein und der Ableitstutzen einen über den aufgesteckten Hals des Beutels schiebbaren Spannring tragen. Als Spannring kann ein Gummiring oder ein Ring aus einer Schraubenfeder oder ein solcher in Weichgummi eingebetteter Ring dienen.
Hierbei ist es vorteilhaft eine Rundumrille als Raste für den Spannring in der den Beutel festlegenden Stellung vorzusehen. Durch die Raste ist eine besonders wirksame Festklemmung und eine Sicherung gegen ungewolltes Lösen erreicht.
Es ist möglich, den zum Aufstecken des Beutels bestimmten Teil des Ableitstutzens bis zu einem die Aufsteckung begrenzenden Verstärkungssprung zu verdicken und die Verdickung von letzterem aus auf der dem Beutel abgewandten Seite konisch auf den Durchmesser des Ableitstutzens zu verjüngen. Die Folge hiervon ist, dass der Spannring beim Zurückstreifen auf den konischen Teil Ablauf hat und daher leichter zurückgeht, jedoch nicht ungewollt zum Vorschub gelangen kann. Ausserdem wird der Spannring beim Vorstreifen über den konischen Teil geweitet, so dass er sich ohne weiteres über den aufgestockten Beutelhals schieben lässt. Für das Aufstocken des Beutels
ist durch den Verstärkungssprung ein Anschlag geschaffen.
Eine Verbesserung der Aufsteckung lässt sich dadurch erreichen, dass der Verstärkungssprung zu einem den Beutelrand übergreifenden Überwurf vorgezogen ist. Hierdurch kann der Beutelrand beim Aufstecken taschenartig eingeschoben werden.
Eine andere Art der Ausbildung des Ableitstutzens zur Anbringung des Beutels besteht darin, den Ableitstutzen mit einer den aufgesteckten Beutelteil übergreifenden und zur Anlage an letzterem durch den Spannring zu bringenden Überwurfmanschette aus nachgiebigem Werkstoff auszurüsten. Als nachgiebiger Werkstoff für die Manschette kommt beispielsweise Leder oder Gummi in Frage.
Da der Beutelhals zur Gewährleistung eines bequemen Aufstockens vorteilhaft einen etwa grösseren Durchmesser als der Ableitstutzen hat und sich infolge dieses Umstandes beim Überschieben des Spannringes in Falten legen würde, was zu einer Rillenbildung führen würde, die beim Füllen des Beutels Luft und Staub entweichen liesse, ist eine weiche Zwischenlage, vornehmlich aus Gummi, zwischen Beutelhals und Ableitstutzen zu empfehlen. Diese Zwischenlage kann im Beutelhals vorgesehen sein und sich auf die ganze Aufstecklänge erstrecken. Sie kann aber auch nur im Bereich der Rundumrille des Ableitstutzens vorgesehen sein. Vorzuziehen ist die Dichtungslage am Ableitungsstutzen selbst, an welchem sie entweder auf die ganze Aufstecklänge oder im Bereiche der Rundumrille angeordnet ist. In diesem Falle wird eine Verteuerung der Beutel durch die Dichtungslage vermieden. Nach ihrem Verschleiss wird die Dichtungslage erneuert.
Die Zeichnung veranschaulicht verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung.
Abb. 1 lässt eine mit dem Sammler ausgerüstete Haube im Aufriss erkennen.
Abb. 2 gibt im Längsschnitt das Aufsteckende des Ableitstutzens mit dem Hals herausgezeichnet wieder.
Abb. 3 zeigt eine andere Ausbildung des Aufsteckendes des Ableitstutzens im Längsschnitt.
Abb. 4 ist ein Längsschnitt durch das mit Überwurfmanschette ausgerüstete Aufsteckende des Ableitstutzens.
Die mit 1 bezeichnete Haube weist einen Ableitstutzen 2 für den Bohrstaub auf. An den Ableitstutzen ist ein dichter Papierbeutel 3 als Sammler angeschlossen. Der Papierbeutel hat die Form eines Sackes mit verengtem Einfüllhals 4, welcher auf den Ableitstutzen aufgesteckt ist. An dem Übergang 5 des Beutels kann an dem Einfüllhals 4 ein Luftauslassventil vorgesehen sein. Die Füllung des Beutels mit Bohrstaub erfolgt bis zu dem Übergang 5. Um den Hals ist eine Schlaufe 6 gelegt, die durch die Laschen 7 gezogen ist.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 1 ist das Ende 8 des Ableitstutzens 2, auf welches der Papierbeutel mit seinem Hals 4 aufgesteckt wird, verdickt und mit einer Rundumrille 9 versehen. An der das Aufstecken begrenzenden Stelle ist ein Verstärkungssprung 10 vorgesehen. Letzterer bildet einen Anschlag für den Rand des Beutelhalses. Auf der dem Beutel abgewandten Seite ist der Ableitstutzen vom Verstärkungssprung aus konisch verjüngt. Zur Festlegung des Beutelhalses auf dem Ableitstutzen ist ein Spannring 11 vorgesehen, der durch eine Schraubenfeder gebildet ist. Der Spannring wird aus der in Abb. 3 gezeigten Stellung zur Festlegung des Beutels in die aus Abb. 2 ersichtliche Stellung geschoben. In dieser Stellung legt sich der Spannring in die Rundumrille als Raste ein. 16 bezeichnet die am Ableitstutzen vorgesehene Dichtungslage aus Gummi.
Gemäss Abb. 3 ist der Verstärkungssprung 10 zu einem den Beutelrand übergreifenden Überwurf 12 vorgezogen.
Das Ausführungsbeispiel nach Abb. 4 weist eine Überwurfmanschette 13 am Ableitstutzen auf. Die Überwurfmanschette kann aus Gummi bestehen und ist durch den Wulst 14 am Ableitstutzen festgelegt. Sie erweitert sich trichterförmig nach unten und wird durch Herunterstreifen des Gummiringes 11 gegen das Ende des Ableitungs-
stutzens mit zwischenliegendem Hals des Papierbeutels gepresst. Der untere Ring 15 an der Manschette begrenzt das Herunterstreifen des Ringes 11.
Claims (9)
1. Staubsammler für Hauben zum Auffangen und Ableiten des trockenen Bohrstaubes, insbesondere im Bergbau, gekennzeichnet durch einen an den Ableitstutzen der Haube anschliessbaren und nach erfolgter Füllung zusammen mit der Füllung wegzuschaffenden Papierbeutel.
2. Staubsammler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Papierbeutel an seinem Einlaufhals mit einer Schlaufe versehen ist.
3. Staubsammler nach Anspruch 1 oder den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass am Beutel oberhalb des Höchstspiegels der Füllung ein Luftauslassventil vorgesehen ist.
4. Staubsammler nach Anspruch 1 oder den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Papierbeutel mit einem dem Ableitstutzen der Haube angepassten Hals versehen auf den Ableitstutzen aufsteckbar ist und der Ableitstutzen einen über den aufgesteckten Hals des Beutels schiebbaren Spannring trägt.
5. Staubsammler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zum Aufstecken des Beutels bestimmte Teil des Ableitstutzens bis zu einen die Aufsteckung begrenzenden Verstärkungssprung verdickt ist und von letzterem aus sich auf der dem Beutel abgewandten Seite konisch verjüngt.
6. Staubsammler nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verstärkungssprung zu einem den Beutelrand übergreifenden Überwurf vorgezogen ist.
7. Staubsammler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ableitstutzen mit einer dem aufgesteckten Beutelteil übergreifenden und durch den Spannring
zur Anlage am Beutelhals zu bringenden Überwurfmanschette aus nachgiebigem Werkstoff versehen ist.
8. Staubsammler nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Ableitstutzen eine Rundumrille als Raste für den Spannring in der den Beutel festlegenden Stellung vorgesehen ist.
9. Staubsammler nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Ableitstutzen und Beutelhals eine Dichtungslage aus weichem Werkstoff, z.B. Gummi, vorgesehen ist.
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