DEP0013762DA - Ausgleichsstoß für erdverlegte Schienen, insbesondere Rillenschienen. - Google Patents
Ausgleichsstoß für erdverlegte Schienen, insbesondere Rillenschienen.Info
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Description
Es ist bekannt bei Gleisanlagen aller Art, wie beispielsweise auch bei den Rillenschienen von Strassenbahngleisen, sogenannte Ausgleichsstösse zu verwenden, welche die Aufgabe haben, die durch Temperaturwirkungen oder Bodenbewegungen auftretenden Längenänderungen der Schienen auszugleichen. Derartige Ausgleichsstösse werden je nach den vorherrschenden Bedingungen als Press- oder Zerrungsstösse ausgebildet und verlegt. Bei den bisher bekannten Ausgleichsstössen waren in der Regel die den Stoss bildenden Schienenteile in einer Zwangsführung gelagert und lagen mit schräg zur Schienenachse verlaufenden Flächen gegeneinander an. Die Anordnung dieser Schrägflächen hatte dabei den Zweck, die auftretende Stosslücke schlagfrei zu überbrücken. Im einzelnen waren bei den bekannten Ausgleichsstössen die beiden Enden der Schienen mit durchgehenden Schrägschnitten versehen, an welche sich von aussen ein besonders gestaltetes Ausgleichsstück grosser Länge anlegte. Eine derartige Ausbildung war ungewöhnlich kompliziert und teuer, insbesondere weil für das Ausgleichsstück, welches die Stosslücke überbrückte, die Herstellung eines besonderen Werkstückes aus einem Sonderprofil notwendig war. War der Hub des Ausgleichsstosses beispielsweise durch Zerrungen erschöpft, so mussten hierbei besonders kurze Schienenstücke zusätzlich in das Normalgleis eingesetzt werden, welche wieder für sich zwei schlagempfindliche Stösse bildeten und infolge ihrer provisorischen Ausbildung und Verlegung beim Fahrbetrieb zu einer empfindlichen Schädigung des Gleiskörpers - infolge ihrer Wirkung als sogenannte Pumpstösse - und der Fahrzeuge führten. Nachteilig war fernerhin, dass eine Veränderung der
Spur beim Arbeiten des Stosses eintrat.
Bei offen verlegten Reichsbahngleisen ist es bereits bekannt zum Ausgleich von Temperaturänderungen die Schienenstösse derart zu gestalten, dass im Steg und Fuss der Schiene der übliche Stumpfstoss vorhanden war, während der Kopf der Schiene schräg geschnitten war und der Schrägschnitt zur Vermeidung eines spitzen Auslaufes an der Fahrkante hier in einem Abstand von 10 mm rechtwinklig zu dieser gebrochen war. Dieser bekannte Schienenstoss war in seiner Herstellung kompliziert und teuer und es ging bei ihm ein wesentlicher Anteil der durch den Schrägschnitt zu überbrückenden Stosslücke infolge der gebrochenen Fahrkanten verloren. Ausserdem war er für die Aufnahme von durch Temperatureinflüsse und Bodenbewegungen hervorgerufenen Gleisveränderungen weder bestimmt noch geeignet, zumal bei ihm die Schienenstossenden lediglich durch eine Lasche verbunden waren und nicht von einer Zwangsführung aufgenommen wurden.
Die Erfindung betrifft demgegenüber einen neuen Ausgleichsstoss, insbesondere für erdverlegte Rillenschienen in Bergbaugebieten und hat sich vornehmlich zum Ziel gesetzt, einen Ausgleichsstoss zu schaffen, welcher aus den normalen Schienenprofilen ohne kostspielige Sonderwerkstücke gebildet wird und notfalls an beliebigen Punkten des Gleises an Ort und Stelle hergestellt werden kann. Erfindungsgemäss wird dies im wesentlichen dadurch erreicht, dass die Stossenden der Schienen im Schienenkopf mit einem bis zum Stegansatz gehenden den ganzen Schienenkopf in einer Ebene durchdringenden Schrägschnitt gegeneinander anliegen und Steg und Schienenfuss in an sich bekannter Weise stumpf voneinander stossen. Am Fuss des einen Schienenendes wird gemäss der Erfindung eine Grundplatte befestigt, welche den Stoss überbrückt und als Führung für das andere Schienenende dient. Diese Führung kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass die Grundplatte den Fuss der beweglichen Schiene mit seitlichen Führungsleisten umfasst. Für diesen Zweck der Führung können jedoch auch beliebig andere Mittel Anwendung finden.
Der Ausgleichsstoss nach der Erfindung besitzt den Vorzug einer denkbar einfachen Ausbildung. Der Schrägschnitt des Schienenkopfes gewährleistet ein schlagfreies Befahren des Stosses, während
die stumpf voneinander stossenden Flächen des Steges und Schienenfusses die bei Presstössen auftretenden Kräfte aufnehmen und die Führung der Schienen mit Hilfe der Grundplatte die Beibehaltung einer stets gleichbleibenden Spur beim Arbeiten des Ausggleichsstosses gewährleistet.
Der durch die Erfindung geschaffene Ausgleichsstoss ist insbesondere als Ausgleichsstoss für Bodenbewegungen, wie sie beispielsweise in Bergbaugebieten unter den Abbauwirkungen auftreten geeignet. Zur Erläuterung der hierbei vorliegenden Verhältnisse sei darauf hingewiesen, dass sowohl die Zerrung als auch die Pressung über einem Abbaugebiet nicht stetig ist.
Bei der Berechnung eines Beispieles, für das zwar ungünstige, in der Praxis jedoch durchaus mögliche Bedingungen zugrunde gelegt wurden, ergaben sich folgende Werte:
Für jeweilige Schienenlängen von 15 m zeigen sich am Einwirkungsgrad Dehnungen von 18 mm, die bis zum Dehnungsmaximum auf 78 mm ansteigen, bis zum Abbaurand hin bis auf 10 mm fallen und dass in Pressung übergehen. Das Pressungsmaximum zeigt dabei einen Betrag von 58 mm.
Bei gelaschten Stössen kann nicht mit gleichen Stosslücken gearbeitet werden, da Zerrungen sowohl als auch Pressungen je nach Lage zum Abbau in stark unterschiedlicher Grösse eintreten. Die Mehrzahl der erdverlegten Gleise, insbesondere bei Strassenbahnen, ist heute auf die gesamte Länge verschweisst. Demzufolge muss ein Verfahren zur Aufnahme von bergbaulichen Längenänderungen insbesondere bei erdverlegtem, verschweisstem Gleise darauf abgerichtet sein, Zerrungen sowohl als auch Pressungen an besonders geeigneten Stellen in grösserem Umfange und für längere Strecken als 15 m durch geeignete Vorrichtungen aufzunehmen.
Infolge der Einfachheit seiner Ausbildung und der ausnutzbaren Länge der Überbrückung der Stosslücke ist der Ausgleichsstoss nach der Erfindung für die Beherrschung dieser Verhältnisse hervorragend geeignet. Bei Anwendung auf Rillenschienen ergibt sich hier-
bei noch der zusätzliche Vorteil, dass infolge der Gestaltung derartiger Schienenprofile die Spitze des Schrägschnittes auch bei verhältnismässig flachen Schnittwinkeln gut abgestützt wird.
Der Ausgleichsstoss nach der Erfindung kann sowohl als Presstoss wie auch als Zerrungsstoss eingebaut werden. Als Presstoss ist es bei Erschöpfung des eingestellten Spiels nur notwendig, ein Schienenende im Kopf schräg und im Steg und Fuss gerade zur Einstellung eines neuen Spieles abzuschneiden. Bei einem Zerrungsstoss kann zur Einstellung eines neuen Spieles ein Schienenstück entsprechend grösserer Länge, jedoch normalen Profils in den Stoss eingesetzt werden. Sowohl bei Pressung als auch Zerrung können grössere zu erwartende Bewegungen durch die Einschaltung entsprechend schräg geschnittener Zwischenstücke zwischen die Schienenenden des Stosses beherrscht werden.
Weitere vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung sind aus der Zeichnung ersichtlich, in welcher die Erfindung beispielsweise erläutert ist. Es zeigt:
Fig. 1 einen Ausgleichsstoss nach der Erfindung in Seitenansicht,
Fig. 2 einen Schnitt gemäss der Linie II-II der Fig. 1,
Fig. 3 den Ausgleichsstoss in Draufsicht und
Fig. 4-9 zwei weitere Ausführungsbeispiele in Seitenansicht, Querschnitt und Draufsicht.
Die beiden aneinanderstossenden Rillenschienen 1 und 2 sind im Schienenkopf 3 etwa in 45 Grad und in den Stegen 4 und den Füssen 5 gerade geschnitten, so dass sie hier stumpf voreinander stossen. Die Schienenenden werden durch Laschen besonders zusammengehalten, welche in ihrem Bolzen in Langlöchern 7 geführt sind. Unter dem Fuss der Schiene 2 ist eine Grundplatte 8 beispielsweise durch Schweissung befestigt, auf der die Führungsleisten 9 angeordnet sind, welche den Fuss 5 der Schiene 1 umfassen und führen.
Der Schrägschnitt der Schienenköpfe 3 bewirkt ein schlagfreies Befahren des Stosses, während die stumpf voreinander stos-
senden Stege und Schienenfüsse die Kräfte bei Pressungen aufnehmen und es verhindern, dass sich die Schienen aneinander vorbeischieben. Die durch die Grundplatte 8 mit den Führungsleisten 9 geschaffene Führung gewährleistet die Aufrechterhaltung der Spur beim Arbeiten des Stosses. Die Führungsleisten 9 beginnen erst in einer gewissen Entfernung von der Stosstelle, um die Herstellung eines neuen Schnittes der Schiene bei Erschöpfung des eingestellten Spieles eines Presstosses zu erleichtern. Bei einem Dehnungsstoss wird ein neues Spiel dadurch ermöglicht, dass die Schiene 1 gegen eine an ihrem Ende entsprechend geschnittene Schiene grösserer Länge ersetzt wird.
Wie aus der zeichnerischen Darstellung der Figuren 4 - 6 ersichtlich, kann die Erfindung auch in der Weise verwirklicht werden, dass die Stossenden der Schienen 1 und 2 nicht unmittelbar voreinander stossen, sondern dass zwischen diesen Stossenden ein mittleres an seinen Enden entsprechend geschnittenes Ausgleichsstück 10 eingefügt ist. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung sind beide Stossenden der Schienen 1 und 2 mit einer Grundplatte für die Führung des Mittelstückes 10 versehen und mit dem Mittelstück 10 durch in Langlöchern geführte Laschen verbunden. Je nach dem, ob der Ausgleichsstoss auf Pressung oder Zerrung arbeitet, werden nach Erschöpfung seines Hubes kürzere oder längere Mittelstücke 10 eingefügt.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 - 9 sind zwischen den Stossenden der Schienen 1 und 2 ein mittleres Ausgleichsstück 10 und zwei Zwischenstücke 11 und 12 eingefügt. Die Enden der Schienen 1 und 2 und die Stücke 10 bis 12 sind auf der Grundplatte 8 durch klemmplattenartige Leisten 13 geführt und gehalten. Die einzelnen Stosstellen sind durch die Laschen 6 überbrückt, die gegen die entsprechenden Bolzen der Schienenenden 1 und 2 und des Ausgleichsstückes 10 in Langlöchern 7 geführt sind, während sie an den Bolzen der Zwischenstücke 11 und 12 mit runden Bohrungen anliegen. Nach Erschöpfung des Hubes, welcher durch die Schräglücken zwischen den Schienen 1 und 2 und den Stücken 11 bis 12 bestimmt wird, wird das Ausgleichsstück 10 bei Pressung gegen ein nächst kleines Ausgleichsstück ausgewechselt und hierbei wieder der gesamte Stoss in die Ausgangsstellung gebracht.
Bei Zerrung arbeitet der Stoss umgekehrt, d.h. bei Erreichung des maximalen Abstandes der Schräglücken wird ein nächst grösseres Ausgleichsstück 10 eingebaut, nachdem vorher der Stoss im Gesamten mit seinen verschiedenen Schräglücken wieder zur Anlage gebracht wurde. Bei einer derartigen Ausführungsform der Erfindung ist es möglich, mit verhältnismässig einfachen Mitteln einen Ausgleichsstoss mit einem grossen wirksamen Hub zu schaffen.
Die Erfindung ist jedoch mit den dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispielen keineswegs erschöpft, vielmehr kann der ihr zugrunde liegende Vorschlag, einen Ausgleichsstoss unter Verwendung nur normaler Schienenteile zu schaffen, noch auf beliebig andere Art verwirklicht werden. Insbesondere können für die Führung der Schienenenden in stets gleicher Spur die verschiedensten Mittel zur Anwendung gelangen.
Claims (5)
1. Ausgleichsstoss für erdverlegte Schienen insbesondere Rillenschienen in Bergbaugebieten, bei dem die in einer Zwangsführung gelagerten Schienenteile mit schräg zur Schienenachse verlaufenden Flächen gegeneinander anliegen, dadurch gekennzeichnet, dass die Stossenden der Schiene im Schienenkopf mit einem bis zum Stegansatz gehenden, den ganzen Schienenkopf in einer Ebene durchdringenden Schrägschnitt gegeneinander anliegen und den Steg und Schienenfuss in an sich bekannter Weise stumpf voreinander stossen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Fuss des einen Schienenendes eine Grundplatte befestigt ist, welche den Stoss überbrückt und als Führung für das andere Schienenende dient.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte den Fuss der beweglichen Schiene mit seitlichen Führungsleisten umfasst.
4. Vorrichtungen nach Anspruch 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Stossenden der Schienen ein oder mehrere Zwischenstücke eingeschaltet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schienenfüsse der Schienen bzw. Zwischenstücke durch auf einer Grundplatte befestigte klemmplattenartige Leisten geführt sind.
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