DEP0013183DA - Parallelführung, insbesondere für Zeichengeräte - Google Patents

Parallelführung, insbesondere für Zeichengeräte

Info

Publication number
DEP0013183DA
DEP0013183DA DEP0013183DA DE P0013183D A DEP0013183D A DE P0013183DA DE P0013183D A DEP0013183D A DE P0013183DA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
guide according
parallel guide
rollers
roller
parallel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Volkach Klein
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Publication date

Links

Description

Die Erfindung betrifft eine Parallelführung, die insbesondere für Zeichengeräte geeignet ist.
Es ist eine Parallelführung bekannt, die aus zwei durch Parallelgestänge gebildeten, aneinander angelenkten Armen besteht und ein Zeichengerät, z.B. eine Zeichenmaschine, in gleichbleibender Richtung über ein Zeichenbrett zu führen erlaubt. Dieses Gerät hat den Nachteil, dass es aus einer Vielzahl von Teilen besteht. Dadurch ergibt sich auch ein grosses Gewicht. Dieses bedingt ein ebenso grosses Gegengewicht. Das ganze Gerät ist deshalb sehr schwer und unhandlich. Hierzu kommt, dass zur Gewährleistung der Parallelität eine sehr grosse Fertigungsgenauigkeit nötig ist. Durch seine acht Parallelogrammlager ist bei nicht genügend genauer Fertigung die Verwendbarkeit des Gerätes in Frage gestellt. Schon infolge des gewöhnlichen Lager- und Gelenkspiels ergeben sich Abweichungen von der Parallelität, also Zeichnungsungenauigkeiten, wenn zwei Parallelogrammseiten spitzwinkelig zueinander stehen. Ausserdem ist der Bewegungsbereich des Zeichengerätes beschränkt, weil die Gestänge bereits bei einem nicht sehr kleinen Gelenkarmwinkel aneinanderstossen.
Die Erfindung behebt diesen Nachteil dadurch, dass an jedem Arm der aus mehreren, vorzugsweise aus zwei gelenkig miteinander verbundenen Armen bestehenden Vorrichtung zwei Rollen gleichen Durchmessers kraftschlüssig mit einem Seiltrieb verbunden sind. Diese Ausbildung bietet dadurch, dass die Seiltriebstränge in jeder Lage den gleichen Abstand voneinander haben, Gewähr für die Aufrechterhaltung der Parallelität. Bei zwei oder mehreren gelenkig verbundenen Armen sind die zwei auf der gleichen Achse sitzenden Rollen des gleichen Gelenkes aneinander befestigt. Sie können aus einem Stück gefertigt sein.
Zur sicheren Beibehaltung der eingestellten Richtung ist die auf der Seite der Zeichenbretthalterung befindliche Rolle feststellbar. An der am Ende des freien Armes angebrachten Rolle ist das parallel zu führende Arbeitsgerät befestigt.
Bei Verwendung eines um seine Achse drehbaren Arbeitsgerätes, beispielsweise einer Winkelmesseinrichtung, empfiehlt es sich, Drehachse und Rollenachse zusammenzulegen. Zum Spannen des Seiltriebes können in einen oder in beide Stränge längsveränderliche Glieder, beispielsweise Spannschlösser eingefügt sein. Die Verwendung zweier Spannschlösser gestattet durch die Verkürzung des einen Stranges und die Verlängerung des anderen Stranges den Ausgleich kleiner Fertigungsungenauigkeiten. Es kann auch der Gelenkarm selbst, der zweckvoll aus einem hohlen Stab besteht, in seiner Länger veränderlich sein, um auch dadurch die Spannung des Seiltriebes regeln zu können.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung in Gestalt einer Parallelführung für ein Zeichengerät dargestellt. Fig. 1 zeigt das ganze Gerät in Ansicht, während die Figuren 2, 3 und 4 das obere, mittlere und untere Gelenk im Schnitt veranschaulichen.
An dem Zeichenbrett 1 ist die Halterung 2 befestigt, welche die Achse 3 trägt, auf der die Gabel 5 und die zwischen deren Schenkel befindliche Rolle 6 gelagert sind. Diese ist mittels des Bolzen 4 starr mit der Halterung verbunden. An der Gabel 5 sitzt der Armteil 8, der als Rohr ausgebildet ist, das an seinem freien Ende die Gabel 7 trägt, die mittels der Mutter 9 längsverschoben werden kann. In der Gabel 7 sitzt die Doppelrolle 11 drehbar auf der Achse 10, die gleichzeitig der Gabel 16 des anderen Armteils 14 als Achse dient. Die Rollen 6 und 11 sind durch Seiltrieb 12 miteinander verbunden, der mittels Spannschloss 13 gespannt werden kann. Der Armteil 14 greift einerseits in die Gabel 7 ein. Er kann durch mehr oder weniger tiefes Einschrauben in das Gewinde 17 in der Länge verändert werden. Andererseits ist er an der Gabel 15 befestigt, welche die Rolle 18 aufnimmt.
Die Rollen 11 und 18 sind durch den Seiltrieb 20 miteinander verbunden, der in jedem Strang ein Spannschloss 21 und 22 besitzt. An der Rolle 18 ist der Zeichenkopf 19 befestigt. Zum Gewichtsausgleich dient das an dem Gestänge 23 sitzende Gegengewicht 24.
Bei der Bewegung des Armes wickelt sich der Seilzug auf die Rollen 6 und 11 je einerseits so viel auf, wie er sich anderseits abwickelt. Das gleiche geschieht bezüglich der Rollen 11 und 18 und des zugehörigen Seilzuges. Dabei behalten die Rollen ihre zueinander bezügliche Winkelstellung bei. Es erfährt ihnen gegenüber der jeweilige Arm 8 bzw. 14 eine gewisse Drehbewegung. Die Parallelogramme, welche einerseits von den beiden an die Rollen gelegten parallelen Seilsträngen, andererseits von den entsprechenden Rollendurchmessern gebildet sind, bleiben während der geschilderten Vorgänge stets unverändert. Hierauf ist es zurückzuführen, dass das Arbeitsgerät stets in seiner Arbeitsrichtung verbleibt und immer die günstigste Arbeitsstellung aufweist, gleichviel in welcher Lage auf dem Zeichenbrett es sich befindet.
Die Seilstränge sollen auf den Rollen nicht gleiten. Es ist deshalb zweckvoll ein das Rutschen des Seiles verhinderndes Mittel vorgesehen. Es können z.B. die Seilstränge jedes Armes an einer Rolle befestigt z.B. angepunktet sein. Das gleiche Ziel ist aber auch erreichbar, indem das Seil mehrfach um die Rollen herumgeschlungen wird. Ebenso ist es durch geeignete Enge bzw. Konizität der Rollenrillen möglich, eine rutschsichere Seilbewegung zu gewährleisten. In vielen Fällen genügt es, die Rollenrillen in geeignetem Masse aufzurauhen z.B. zu riffeln.
Die Parallelführung hat wegen ihres einfachen Aufbaus ein geringes Gewicht, sodass das Gegengewicht ebenfalls leicht sein kann. Das Gerät ist deshalb bequem zu bedienen. Es besteht nicht die Gefahr vorzeitiger Ermüdung des Zeichners. Von besonderem Vorteil ist die Betriebssicherheit des Gerätes, der vergrösserte Bewegungsbereich der Arme, die Unabhängigkeit von kleinen Fertigungsungenauigkeiten und die dauernde Sicherung der Parallelität.

Claims (8)

1) Parallelführung mit mehreren, vorzugsweise zwei Gelenkarmen, insbesondere für Zeichengeräte, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem Arm zwei Rollen gleichen Durchmessers durch einen Seiltrieb kraftschlüssig verbunden sind, wobei auf der Seite der Zeichenbretthalterung (2) befindliche Rolle (6) feststellbar ist und die Endrolle des freien Armes das parallel zu führende Arbeitsgerät z.B. den Zeichenkopf (19) trägt.
2) Parallelführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen (11) zweier aneinander anschliessender, gelenkig miteinander verbundener Arme starr aneinander befestigt und auf einer gemeinsamen Gelenkachse gelagert sind.
3) Parallelführung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden gekoppelten Rollen (11) aus einem Stück bestehen.
4) Parallelführung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 mit einem um seine Achse drehbaren Arbeitsgerät z.B. einer Winkelmesseinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Geräteachse in der Rollenachse liegt.
5) Parallelführung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Seiltrieb (12, 20) in einem oder beiden Strängen längenveränderlich ist.
6) Parallelführung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Arme (8, 14) längenveränderlich sind.
7) Parallelführung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Armteil (8, 14) aus einem hohlen Stab besteht, der die die Rollen (6, 11, 18) umgreifenden Gabeln (5, 7, 15, 16) trägt, in denen die Rollenachsen gelagert sind.
8) Parallelführung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch ein das Gleiten des Seiles auf der Rolle verhinderndes Mittel.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2121814C3 (de) Rollenvorrichtung mit mehreren Rollen für einen Flaschenzug
DE3917545A1 (de) Vorrichtung und verfahren zum wenden von lasten
DE2907878A1 (de) Fadenzufuhrvorrichtung, insbesondere fuer zwirnmaschinen
DE3311736C2 (de)
DE3015366C2 (de) Verlitzmaschine mit halbautomatischer Spulenwechselvorrichtung
DEP0013183DA (de) Parallelführung, insbesondere für Zeichengeräte
DE935281C (de) Dreibockrohrlegewinde
CH283011A (de) Zweiriemchen-Streckwerk.
EP0026466B1 (de) Schrappgerät für Betonbereitungsanlagen
DE483669C (de) Ortsbewegliche Blechschere mit kreisfoermigen Schneiden
DE456550C (de) Knotenfaenger fuer Garnkontrollvorrichtungen
DE544744C (de) Tragbare Vorrichtung zum Gewindeschneiden an Rohren
DE2532957A1 (de) Vorrichtung zum drehen von profileisen, insbesondere von schienen um ihre laengsachse
EP3273199B1 (de) Fernsteuerbarer reinigungsautomat für die reinigung von industriellen anlagen und anlagenteilen
DE2620668C3 (de) Vorrichtung zur Höhenverstellung von Stützen für Schalungsgerüste o.dgl.
DE2227682A1 (de) Vorrichtung zum ein- und ausbau einer zugangstuer
DE689762C (de) Kaemmvorrichtung fuer laufende Faeden, Baendchen o. dgl., insbesondere an Schlichtmaschinen
DEP0001575MA (de) Bauaufzug
DE696737C (de) Am Werkstueck, insbesondere aus Holz anschlagbares Fuehrungsgestell fuer eine ortsbewegliche Bohrmaschine u. dgl.
DE657727C (de) Nachspannvorrichtung fuer Fahrdraehte oder andere Leitungsteile elektrischer Bahnen
DE916700C (de) Kettenspannvorrichtung fuer Eimerkettenbagger
DE702878C (de) Vorschubgetriebe fuer eine Konusschermaschine
CH448682A (de) Halterung für Bohrmaschinen
DE312000C (de)
DE500841C (de) Flecht- oder Kloeppelmaschine