DEP0011870DA - Verstärker, insbesondere Rundfunkempfänger, mit Brummkompensation. - Google Patents
Verstärker, insbesondere Rundfunkempfänger, mit Brummkompensation.Info
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Description
Bei Verstärkern, insbesondere Rundfunkempfänger, mit Netzanschlussbetrieb ist es bekannt, in die Heizleitung ein Entbrummpotentiometer einzuschalten, mit Hilfe dessen die Brummströme in den beiden Heizfädenhälften, die kapazitiv oder durch schlechte Isolation auf das Gitter gelangen, symmetriert und dadurch kompensiert werden. Mit dieser Massnahme gelingt es jedoch lediglich, den Heizbrumm zu vermindern, nicht aber den aus der Anodenspannung und den Vorstufen kommenden Brumm. Zur Verminderung dieser Brummstörungen war bisher im Netzteil ein beträchtlicher Aufwand an Siebmitteln sowie Abschirmung erforderlich.
Die Erfindung schlägt demgegenüber eine Brummkompensation vor, mit Hilfe deren bei kleinem Sieb- und Abschirmaufwand eine Verminderung des Gesamtbrumm des Gerätes möglich ist.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass dem Gitter einer Röhre, vorzugsweise der Endröhre, eine dem Netzsiebteil entnommene, vorzugsweise einstellbare, Kompensationsspannung zugeführt wird.
Der Vorteil dieser Massnahme liegt darin, dass die im Gerät auftretende Brummspannung durch eine Spannung gleicher Frequenz, Kurvenform und Amplitude, aber entgegengesetzter Phase kompensiert wird, wodurch im Idealfall eine völlige Vernichtung des Brumms möglich ist.
Die Kompensationsspannung wird am zweckmässigsten an einem im negativen Zweig der Netzsiebkette liegenden Widerstand abgegriffen. Die zur Erzielung der Kompensationswirkung erforderliche Grösse der Spannung ist an einem Schleifkontakt dieses Widerstandes einstellbar. Es ist jedoch auch möglich, die erforderliche Grösse der Spannung an einem Versuchsmuster zu ermitteln und bei Bau der Geräteserie entsprechende Festwiderstände vorzusehen. Die Kompensation erfolgt vorzugsweise am Gitter der Endröhre, da man an dieser Stelle den Gesamtbrumm des Gerätes erfasst. Es ist jedoch auch möglich, die Kompensation am Gitter einer Vorröhre durchzuführen. Die Heranführung der Kompensationsspannung erfolgt am einfachsten über einen Kondensator an das am Gitteranschluss gegenüberliegende Ende des Gitterwiderstandes, wobei die Gittergleichspannung, die an einem anderen Punkt der Schaltung abgegriffen wird, über einen Vorwiderstand zugeführt ist.
Die Erfindung und weitere Einzelheiten sind im folgenden in drei Ausführungsbeispielen anhand der Abb. 1 bis 3 erläutert.
In Abb. 1 ist die Prinzipschaltung eines Rundfunkempfängers mit Netzbetrieb dargestellt. Hierin bezeichnet 1 den Mischteil, 2 den Zwischenfrequenzteil und 3 den Gleichrichterteil. Das Vorrohr des Niederfrequenzverstärkers ist mit 4 und das Endrohr mit 5 bezeichnet. Der Netzteil besteht aus dem Übertrager 6, dem Gleichrichterrohr 7, den Siebkondensatoren 8 und 9, und dem Siebwiderstand 10. Der im negativen Zweig des Netzteiles liegende Widerstand 11 dient zur Erzeugung der Gittergleichspannung für das Endrohr und die Vorröhren sowie erfindungsgemäss zur Entnahme der Kompensationsspannung, die an dem Schleifkontakt 12 einstellbar abgegriffen und über den Kondensator 13 an das freie Ende des Gitterwiderstandes 14 herangeführt ist. Die Gittervorspannung für das Endrohr wird am Ende des Widerstandes 11 abgegriffen und über den Vorwiderstand 15 an den gleichen Punkt herangeführt. Letzterer Widerstand hat den Zweck, die Kompensationsspannung ausschliesslich über den Kondensator 13 zu
leiten und die vom Abgreifpunkt der Gittervorspannung kommende Brummspannung zu blockieren. Der zweite Schleifkontakt 16 des Widerstandes 11 dient zur Einregulierung der Gittervorspannung für die Vorröhre, welche über die aus dem Widerstand 17 und dem Kondensator 18 gebildete Siebkette sowie das Lautstärkepotentiometer 19 an das Gitter herangeführt wird. Von Bedeutung ist ferner, dass in die vom Anodenwiderstand 20 über den Kopplungskondensator 21 zum Gitter der Endröhre geführte Leitung in Vorwiderstand 22 eingeschaltet ist, der eine kapazitive Belastung des Gitterkreises der Endröhre und damit eine Phasendrehung an dieser Stelle verhindert, welche für eine einwandfreie Brummkompensation unzulässig wäre.
Bei der vereinfachten Ausführungsform der Abb. 2 besitzt der Widerstand 11 erfindungsgemäss nur einen Schleifkontakt 12, an dem sowohl die Gittervorspannung der Vorstufe als auch die Kompensationsspannung abgegriffen wird. Die Siebkette 17, 18 verhindert auch hier das Eindringen der Brummspannung in das Vorrohr 4.
In Abb. 3 ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt, die insbesondere für einfachere Geräte in Betracht kommt. Hier ist der Empfangsteil mit 23, das Endrohr mit 24, das Netzgleichrichterrohr mit 25 bezeichnet. Der Netzsiebteil besteht aus den Kondensatoren 26 und 27 sowie den Widerständen 28 und 29. Erfindungsgemäss wird hier die Kompensationsspannung an einem Festpunkt, nämlich am Ende des Widerstandes 29 zugleich mit der Gittervorspannung abgegriffen und über den Widerstand 30 an das Gitter der Endröhre 24 direkt herangeführt. Die Grösse der Kompensationsspannung wird durch entsprechende Bemessung des Widerstandes 28 einreguliert, welch letzterer entweder ein vorher bestimmter Festwiderstand ist, oder mit Hilfe des Schleifkontaktes 31 einreguliert wird. Die Phasendrehung am Gitter wird wiederum durch einen in Reihe mit dem Kopplungskondensator 32 liegenden Vorwiderstand 33 verhindert.
Claims (7)
1. Verstärker, insbesondere Rundfunkempfänger, mit Brummkompensation, dadurch gekennzeichnet, dass dem Gitter einer Röhre, vorzugsweise der Endröhre, eine dem Netzsiebteil entnommene, vorzugsweise einstellbare Kompensationsspannung zugeführt wird.
2. Verstärker, insbesondere Rundfunkempfänger, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompensationsspannung an einem im negativen Zweig der Netzsiebkette liegenden Widerstand (11) abgegriffen wird.
3. Verstärker, insbesondere Rundfunkempfänger, nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompensationsspannung über einen Kondensator (13) an das dem Gitteranschluss gegenüberliegende Ende des Gitterwiderstandes (14) und die Gittergleichspannung über einen Vorwiderstand (15) an den gleichen Punkt zugeführt wird.
4. Verstärker, insbesondere Rundfunkempfänger, nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompensationsspannung der Endröhre zugeführt wird und an dem für die Gittervorspannung der Vorstufe vorgesehenen Kontakt (12) vorzugsweise einstellbar, abgegriffen wird und dass in die Gitterleitung der Vorstufe eine Siebkette (17, 18) eingeschaltet ist.
5. Verstärker, insbesondere Rundfunkempfänger, nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompensationsspannung am netzseitigen Ende des im negativen Zweig der Netzsiebkette liegenden Gittervorspannungswiderstandes abgegriffen und dem dem Gitteranschluss gegenüberliegenden Ende des Gitterwiderstandes (30) der Endröhre direkt zugeführt wird und
dass der im positiven Zweig der Netzsiebkette liegende Siebwiderstand (28) nach der erforderlichen Größe der Kompensationsspannung bemessen ist.
6. Verstärker, insbesondere Rundfunkempfänger, nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der im positiven Zweig der Netzsiebkette liegende Siebwiderstand (28) einstellbar ist.
7. Verstärker, insbesondere Rundfunkempfänger, nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in Reihe mit dem Gitterkopplungskondensator (21, 32) der zur Brummkompensation benutzten Röhre ein Vorwiderstand (22, 33) eingeschaltet ist.
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