DEP0011609DA - Trägerfrequente Übertragung eines Rundfunkkanals über Trägerfrequenz-Fernsprechsysteme - Google Patents
Trägerfrequente Übertragung eines Rundfunkkanals über Trägerfrequenz-FernsprechsystemeInfo
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Description
In vielen Fällen sollen auf Fernkabelnetzen, die im allgemeinen für Telephoniebetrieb gedacht sind, auch Rundfunksendungen übertragen werden. Dies macht insbesondere dann Schwierigkeiten, wenn es sich um ältere Fernkabel handelt, die vielpaarig sind und unter Umständen dazu noch ehemals pupinisierte Strecken darstellen, die im Lauf der Entwicklung der letzten Zeit und beim Uebergang auf die moderneren Firmen der Trägerfrequenztelephonie entpupinisiert worden sind. An Rundfunkübertragungsleitungen werden naturgemäss wesentlich höhere Ansprüche bezüglich der Qualität der Sprache und Musik gestellt.
Es liegt nun nahe, Rundfunkkanäle unter Weglassung einer entsprechenden Anzahl von Sprechkanälen bezw. Vorgruppen über den Gruppen- und Leitungsteil der Trägerfrequenzsysteme gemeinsam mit dem Rest der Sprechkanäle zu übertragen. Diese Lösung befriedigt nicht wegen der gegenseitigen Störungen, in erster Linie infolge Kombinationstonbildung in den beiden Uebertragungswegen gemeinsamen Gruppenteil. Auch eine Uebertragung unterhalb der Sprechsysteme kann nicht in Frage kommen, während solche oberhalb der Sprechsysteme kürzere Verstärkerabstände erfordern würde.
Gemäss der Erfindung wird zu Einsparung eigener Rundfunkleitungsverstärker und -weichen eine normale trägerfrequente Fernsprechübertragungsanlage gegenüber Frequenzbreite benutzt, wobei die Sende- und empfangsseitigen Frequenzumsetzeinrichtung der Sprechkanäle weggelassen und an deren Stelle die Frequenzumsetzer des Rundfunkkanals angeschaltet werden, sodass eine gleichzeitige Uebertragung von Rundfunkkanal und Sprechkanälen und damit deren gegenseitige Strömung durch Klirrprodukte vermieden wird, die im Gruppen- und Leitunsverstärkerteil der Trägerfrequenzsysteme auftreten.
Weiterhin brauchen die Rundfunksysteme jetzt keinen eigenen Leitungsteil, also keine Verstärker, Umsetzer, und Filter mehr, sondern lediglich die Sende- und Empfangsfrequenzumsetzer. Ferner ist man bezüglich der Frequenzlage innerhalb des Uebertragungsbereichs der Trägerfrequenzsysteme verhältnismässig freizügig und kann sie so wählen, dass Störfrequenzen aus Nachbarstämmen des Kabels möglichst wenig hörbar sind. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung macht man dies z.B. auf die Weise, dass man die Trägerfrequenz des Rundfunkbandes so gross macht, wie die Nullfrequenz parallellaufender Sprechkanäle.
Man wird ferner dafür sorgen, dass dauernd übertragene Frequenzen hohen Pegels, wie z.B. die Pilotenfrequenzen parallellaufender Trägerfrequenzsprechsysteme, ausserhalb des Rundfunkbandes liegen, und dass bei Einseitenbandübertragung des Rundfunkbandes dieses in Kehrlage zu den parallellaufenden Trägerfrequenzsprechkanälen betrieben wird.
Ein weiterer Vorteil der Anordnung gemäss der Erfindung ist, dass plötzlicher Bedarf an Rundfunkleitungen verhältnismässig einfach befriedigt werden kann, weil stets eine Reihe, normalerweise für Fernsprechbetrieb benutzter Kanäle für Umschaltung auf Rundfunkbetrieb bereit gehalten werden können. Sie können nachher ohne weiteres wieder für Sprechbetrieb verwendet werden.
Eine weitere besonders vorteilhafte Ausführung der Erfindung besteht darin, dass bei Verwendung von Kabeln mit 24fach Vierdraht-Trägerfrequenzsystemen, die die untere Hälfte der Kanäle in Regellage und die obere Hälfte in Kehrlage übertragen, auf einer Leitung mit Zweiseitenbandbetrieb das Rundfunkband so gelegt wird, dass seine Trägerfrequenz in der Mitte des Vielfachbandes (60 kHz) liegt und somit die beiden Seitenränder invers zu den Sprechkanälen der Parallelsysteme liegen.
Auch bei Freileitungen ist eine Anwendung dieses Gedankens möglich, indem z.B. bei Freileitungen mit geringeren Nebensprechdämpfungen, insbesondere bei einer mit einem 3fach und einem 12fach Zweidrahtsystem belegten Freileitung das 3fach System für Rundfunk verwendet wird und nicht ein freigeschaltetes Parallelsystem.
Claims (6)
1. Trägerfrequente Uebertragung eines Rundfunkkanals über Trägerfrequenz-Fernsprechsysteme, dadurch gekennzeichnet, dass eine normale trägerfrequente Fernsprech-Uebertragungsanlage genügender Frequenzbreite benutzt ist, derart dass die sende- und empfangsseitigen Frequenzumsetzeinrichtungen der Sprechkanäle weggelassen und an deren Stelle die Frequenzumsetzer des Rundfunkkanals angeschaltet sind.
2. Übertragungssystem nach Anspruch 1) dadurch gekennzeichnet, dass das Rundfunkband innerhalb des zur Verfügung stehenden Trägerfrequenzbandes so gelegt wird, dass zur Verminderung von Nebensprechstörungen aus parallellaufenden anderen Trägerfrequenz-Fernsprechsystemen die Trägerfrequenz (Nullfrequenz) des Rundfunkbandes mit der Nullfrequenz parallellaufender Sprechkanäle übereinstimmt.
3. Übertragungssystem nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Rundfunkband so gelegt wird, dass dauernd übertragene Frequenzen hohen Pegels, wie z.B. die Pilotfrequenzen parallellaufender Träger-Fernsprechsysteme die durch Nebensprechen in das für Rundfunk benutzte Trägerfrequenzsystem gelangen, ausserhalb des Rundfunkbandes liegen.
4. Übertragungssystem nach Anspruch 1, 2 und 3 dadurch gekennzeichnet, dass die Frequenzfolge bei Einseitenbandübertragung des Rundfunkbandes invers zur Frequenzfolge parallellaufender Trägerfrequenzfernsprechkanäle gewählt wird.
5. Übertragungssystem nach Anspruch 1,2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung von Kabeln mit 24fach Trägerfrequenzsystemen, die die untere Hälfte der Kanäle in Regellage und die obere Hälfte in Kehrlage übertragen auf einer freigeschalteten Leitung mit Zweiseitenbandbetrieb das Rundfunkband so gelegt wird, dass sein Träger in der Mittel des Vielfach-Bandes (60kHz) liegt und somit die beiden Seitenbänder invers zu den Sprechkanälen der Parallelsysteme liegen.
6. Übertragungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Freileitungen mit geringeren Nebensprechdämpfungen die Rundfunkbänder für beide Richtungen nicht auf einem auf derselben Leitung betriebenen freigeschalteten Dreikanalsystem betrieben werden.
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