DEP0011390MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 23. Februar 1954 Bekanntgemacht am 4. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Gegenstand der Erfindung ist ein gewindeloser Kippbügelverschluß für Behälter mit Ausflußöffnungen,,
insbesondere Quetschtuben und Flaschen oder andere Behälter.
Tuben werden im allgemeinen in bekannter Weise durch Schraubkappen mit einer Dichtungseinlage verschlossen. Diese Schraubkappen bewirken
eine sehr gute Abdichtung der Tubenöffnung, geben aber im Gebrauch zu mancherlei
ίο Ärgernissen Anlaß, die aus dem täglichen Umgang
mit Zahnpasta-, Rasierkrem-, Hautkrem-, Frisierkrem- und vielen anderen Tuben, allgemein bekannt
sind. Daß ein echtes Bedürfnis besteht, die Schraubkappe durch andersartige Verschlüsse zu
ersetzen, beweisen die zahlreichen Vorschläge für die verschiedensten gewindelosen, mit der Tube in
festem Zusammenhang bleibenden Verschlußvorrichtungen, wobei auch der um eine Achse
schwenkbare Kippbügelverschluß bereits mehrfach in der Literatur zu finden ist.
Es mögen wohl vor allem Schwierigkeiten herstellungstechnischer Art die Ursache dafür gewesen
sein, daß sieh trotz aller bekanntgewordenen Vorschläge der Schraubkappenverschluß
nach wie vor behauptet hat. Ein wesentlicher Nachteil der bekannten Kippbügelverschlüsse
ist die fehlende Sicherung der Kippbügellagerung, weshalb der Verschlußbügel mit dem die Öffnung
des Mundstückes verschließenden Element bereits nach kurzer Benutzungszeit nicht mehr hält, ins-
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P 11390 XII/81c
besondere, wenn der Dichtungsdruck einen größeren Wert haben soll.
Der Zweck der Erfindung ist, durch eine besondere Ausbildung der Verschlußteile die fabrikatorischen
Schwierigkeiten zu überwinden und trotz Verzichtes auf ein Gewinde eine zuverlässige
Abdichtung der Gefäßöffnung zu erzielen.
Die Erfindung besteht darin, daß an den beiden Bügelenden Nasen vorgesehen sind, die sich gegen
ίο auf dem Behälter angebrachte Backen legen.
Bei dem erfindungsgemäßen, schwenkbaren Bügelverschluß für Tuben, Flaschen od. dgl. Behälter,
der aus einem elastischen Werkstoff besteht, greifen dessen Bügel in Zapfenlager ein. Der
Anpreßdruck des , die Behältermündung verschließenden
Elementes wird in bekannter Weise durch die Spannung'erhalten, die in den Bügeln in
Verschlußstellung herrscht. Diese Bügelspannung ergibt sich aus der elastischen Verformung der
Bügel. Das charakteristische Merkmal des erfindungsgemäßen Verschlusses ist die Anordnung von
Nasen an den Bügelenden, die im Zusammenwirken mit diesen zugeordneten festen Backen,
gegen die sich die Nasen anlegen, die Bügel dagegen sichern, daß die Zapfen am Bügel aus ihren
...... Lagerstellen heraustreten und der Verschlußkörper
von dem Behältermundstück abfällt.
Die Bügel des schwenkbaren Verschlußteiles sollen vorzugsweise so ausgebildet sein, daß sie
von. dem die Mündung des Behälters verschließenden Element, einem Deckel od. dgl., ausgehend
in Richtung zu ihren freien Enden hin konvergieren.
Der erfindungsgemäße Bügelverschluß soll nicht nur fest am Kopf der mit diesem zu verschließenden
Behälter angebracht werden. Es ist auch möglich, ihn an einem entsprechend ausgebildeten,
besonderen Kopfstück anzubringen, welches auf das Gewinde des Mundstücks von Tuben, Flaschen usw. aufgeschraubt werden kann.
In der Zeichnung ist der erfindungsgemäße Verschluß für Tuben, Flaschen od. dgl. Behälter
an Hand einiger Ausführungsbeispiele dargestellt, die nachstehend im einzelnen näher beschrieben
sind. Es zeigt
Fig. ι einen erfindungsgemäßen Tubenverschluß im geschlossenen Zustand in Vorderansicht und
zur Hälfte im Schnitt,
Fig. 2 eine Seitenansicht, teilweise aufgebrochen, Fig. 3 dön Verschluß in der Offenlage,
Fig. 4 eine andere Ausführungsform des Verschlußbügels,
Fig. 5 ein auf das Gewinde einer Tube aufsetzbares Kopfstück für den Verschlußbügel im Längsschnitt
und
Fig. 6 eine Draufsicht dazu.
Der Verschlußbügel des Verschlusses besteht aus einem Stück, aus elastischem Material, beispielsweise aus thermoplastischem Kunststoff. An den Enden . der Verschlußbügelarme A befinden sich die beiden Lagerzapfen Z sowie zwei Nasen N, die leicht keilförmig-auslaufen und deren Seitenkanten leicht gerundet sind. An der Unterseite des scheibenförmigen. ^Deckels M, welcher im Durch- , messer etwas größer ist als der Außendurchmesser der Tubenmündung und der im; Mittelteil des Verschlußbügels Hegt, befindet sich ein Ansatz ,S", welcher dem Dichtungsring Έ Halt gibt. Der Dichtungsring T besteht aus elastischem Werkstoff, beispielsweise Kautschuk, Polyäthylen oder ahnlichem. Der Innendurchmesser des Dichtungsringes T ist etwas ideiner als der größte Durchmesser des Ansatzes S.
Der Verschlußbügel des Verschlusses besteht aus einem Stück, aus elastischem Material, beispielsweise aus thermoplastischem Kunststoff. An den Enden . der Verschlußbügelarme A befinden sich die beiden Lagerzapfen Z sowie zwei Nasen N, die leicht keilförmig-auslaufen und deren Seitenkanten leicht gerundet sind. An der Unterseite des scheibenförmigen. ^Deckels M, welcher im Durch- , messer etwas größer ist als der Außendurchmesser der Tubenmündung und der im; Mittelteil des Verschlußbügels Hegt, befindet sich ein Ansatz ,S", welcher dem Dichtungsring Έ Halt gibt. Der Dichtungsring T besteht aus elastischem Werkstoff, beispielsweise Kautschuk, Polyäthylen oder ahnlichem. Der Innendurchmesser des Dichtungsringes T ist etwas ideiner als der größte Durchmesser des Ansatzes S.
An dem Tuberihals sind zwei Backen B vorgesehen.
Das Tubenmundstück weist seitlich zwei sich gegenüberliegende, _nicht durchgehende zylindrische
Lagerstellen L' auf, die mittig hinter den Backen B liegen.
' Das Zusammensetzen des erfindungsgemäßen Verschlusses erfolgt in nachstehend beschriebener
Weise: Durch einen leichten Druck wird der Dichtungsring T auf den Ansatz 6* aufgebracht, wo er
infolge der konischen Verjüngung von S Halt findet und sich gegen den scheibenförmigen
Deckel M anschmiegt. Sodann wird der Verschlußbügel in Lage der »Offen«-Stellung (Fig. 3)
so an das Tubenmundstück gedrückt, daß die beiden Lagerzapfen Z in die Lagerbohrungen L einrasten,;
dabei gleiten die Nasen N über die Backen B hinweg. go
Das Schließen: und Öffnen geschieht wie folgt: Wird durch Fingerdruck der Verschlußbügel in
Richtung des Pfeiles 3' bewegt (Fig. 3), so schieben
sich die Nasen N in stärkerem Maße hinter die Backen B; erst dann gleitet der Ansatz S auf den
Rand der Tubenmündung auf; dadurch entstehen in den elastischen Armen A des Verschlußbügels
Biegespannungen, welche im Verlauf der weiteren Schließbewegung wieder kleiner werden, bis sie
eine Größe erreichen, die genügt, um den Dichtungsring T in »Geschlossenx-Stellung (Fig. 2)
abdichtend gegen die Tubenmündung zu drücken. Bei der Konstruktion muß die Dimensionierung
von Verschlußbügel und Tubenmundstück so erfolgen, daß dieser Mindestanpreßdruck in »Geschlossene-Stellung
durch die elastische Verformung des Verschlußbügels erzeugt wird.
Der Verschluß läßt sich nach beiden Seiten in Richtung der Pfeile χ öffnen (Fig. 2). Erst durch
Druck auf den Verschlußbügel in Pfeilrichtung χ no
gleitet der Ansatz 5* auf den Rand der Tubenmündung,
und der Vorgang verläuft umgekehrt wie beim Schließen. Hieraus ergibt sich leicht erkennbar die Aufgabe des Ansatzes S, der sowohl das
unbeabsichtigte Öffnen des Verschlusses verhindert als auch den Dichtungsring T sicher festhält.
Die Lagerzapfen sind in allen Phasen des Schließ- bzw. Öffnungsvorganges gesichert, so daß
sie unter Einwirkung der elastischen Bügelspannungen nicht aus den Lagerbohrungen, welche
eine nur sehr geringe Tiefe haben, beispielsweise nur ι mm, herausspringen können. Diese Sicherung
ist ein wesentlicher. Teil des Erfindungsgedankens und beruht auf folgendem Vorgang:
Beim Schließen vergrößert sich der Abstand des Bügelmittelteiles von der gedachten Drehachse,
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wodurch in den Armen A des Verschlußbügels elastische Spannungen entstehen, die den Anpreßdruck
P- (Fig. i) zur Folge haben. Durch diesen Anpreßdruck P wird die in Austrittsrichtung des
Tubeninhaltes wirkende Reaktionskraft R hervorgerufen, welche an den, mit den Lagerzapfen in
den Lagerbohrungen festgehaltenen schräg gestellten Armen A des Verschlußbügele Kraftkomponenten
Q in Pfeilrichtung erzeugt, die ihrerseits
ίο mit der Armlänge ein Drehmoment bewirken, das
sich an den durch die Backen B und die Wandungen
der Lagerbohrungen L gebildeten Widerlagern als Einspannmoment auswirkt und zur
Folge hat, daß die Lagerzapfen Z um so stärker in die Lagerbohrungen L gepreßt werden, je größer
der Anpreßdruck P wird.
Die Tuben, die mit dem erfindungsgemäßen Verschluß versehen werden sollen, können wie bisher
üblich hergestellt werden. Es sind keine Hinterschneidungen vorhanden. Eine Materialeinsparung
gegenüber der bisherigen' Ausführung mit Gewindestutzen
ist möglich. Das Aufschneiden des Mundstückgewindes entfällt; dafür sind die beiden
Lagerstellen L anzubringen. Es ist außerdem möglich, die Lagerstellen L bereits beim Herstellungsvorgang
durch zwei in der Matrize gelagerte, seitlich bewegbare Kerne anzubringen. Der die
Lochkerne ein- und ausfahrende Mechanismus kann in sehr einfacher Weise durch den Druck des
Preßstempels der Spritzmaschine betätigt werden. Der erfindungsgemäße Verschlußbügel ist ebenfalls
frei von Hinterschneidungen; die Spritzform erfordert normalerweise keinen beweglichen Kern.
■ Eine Materialeinsparung gegenüber der bisherigen Schraubkappe ist gut möglich. Die Abmessungen
der Lagerzapfen Z, der Nasen N und der Backen B können in so weiten Grenzen variieren,
daß deren festigkeitsmäßige Auslegung keine Schwierigkeiten bereitet.
Der erfindungsgemäße Verschlußbügel läßt sich auch in Verbindung mit einem Zusatzteil gemäß
Fig. 5 und 6 ausführen. Dabei würde die gebräuchliche Tube mit Gewindestutzen beibehalten und
mit dem Zusatzkopfteil mit den Lagerstellen L, den Backen B und einem dem Tubengewinde entsprechenden
Muttergewinde versehen sein. In dieser Form ergibt der erfindungsgemäße Bügelverschluß
einen sehr handlichen und ansprechenden Verschluß vor allem für Flaschen, beispielsweise
für Haarwasser- u. dgl. Flaschen, wobei der Kopfteil jede zur Form der Flasche passende Gestaltung
haben kann. Grundsätzlich ist jedoch auch möglich, Gebrauchsflaschen von vornherein mit
Backen B und eingepreßten Lagerstellen' L zu versehen
und durch den erfindungsgemäßen Verschlußbügel zu verschließen.
Claims (3)
1. Schwenkbarer Verschluß für Behälter mit Ausflußöffnungen,, insbesondere für Tuben
und Flaschen, aus elastischem Werkstoff, dessen Bügel in Zapfenlager eingreifen und bei
dem der Anpreßdruck des Verschlußelements in Verschluß stellung durch Spannung in den
Bügeln, bewirkt durch elastische Verformung, gegeben ist, dadurch gekennzeichnet, daß an
den beiden Bügelenden (A) Nasen (N) ,vorgesehen
sind, die sich gegen auf dem Behälter angebrachte Backen (B) legen.
2. Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die vom Deckel (M) ausgehenden Bügel in Richtung zu ihren freien Enden (A) hin konvergieren.
3. Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß er als aufschraubbarer Teil ausgebildet ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 857 626, 878 178, 899472, 816325;
schweizerische Patentschriften Nr. 248 711, 169532;
USA.-Patentschrift Nr. 1 910 913;
britische Patentschrift Nr. 482 840.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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