DEP0010300MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 17. August 1953 Bekanntgemacht am 28. Juni 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
In den für Niederdruck-Dampfutnlaufheizungen im Bahnbetrieb benutzten Dampfeinlaßreglern erfolgt
die Entspannung des Dampfes in einem thermisch nach dem Dampfbedarf gesteuerten Dampfeinlaßventil,
dem meist eine Düse nachgeschaltet ist, um mittels deren Strahlwirkung das durch die
Heizanlagen strömende Dampf-IJuift-Gemisch nach
Abscheiden des Kondensats im Kreislauf zum Reglerfühler zurückzuführen. Die einzelnen Heizkörper
bzw. -schlangen liegen, besonders bei Wagen mit Einzelabteilen, im Nebenschluß zur Niederdruck-Umlaufleitung,
und an ihren Abzwieigstellen sind Schöpfflächen vorgesehen. Zur Einstellung der
Heizleistung derselben dienen handeinstellbare Abteilschieber oder -ventile, deren Wirksamkeit
jedoch oft dadurch beeinträchtigt wird, daß die Schöpf leistung der Abzweige stark von der Umlaufgeschwindigkeit
bzw. -menge des Dampf-Luft-Gemisches in der Hauptumlauf leitung abhängt, die
ihrerseits je nach dem Dampfbedarf stark wechselt. Um eine genauere Regelung derselben zu ermöglichen,
wird erfindungsgemäß die zu den Einzelheizkörpern führende Vorlaufleitung mit bis auif
einige m WS entspannten Dampf betrieben, der dem Haupteinlaßregler aus seiner Zwischenkammer
zwischen Einlaßventil und Düse entnommen und durch ein Überströmventil auf einen konstanten
bzw. gesetzmäßig festgelegten Druck geregelt wird. Der Querschnitt der Abteilventile wird alsdann nur
klein. Seine prozentuale Änderung überträgt sich
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jedoch vermöge des an ihm wirksamen vorbestimmten Druckgefälles genauestens auf die sekundlich
durchgelassenen Dampf mengen und ermöglicht die
' ■ Einstellung beliebiger Heizleistungen. Zugleich mit
dieser Maßnahme wird an die Düse des Dampf- - einlaßreglers ein Niederdruckkreis angeschlossen,
in welchem vollentspanntes Dampf-Luft-Gemisch strömt, und an den die Rückläufe der Einzelheizkörper
angeschlossen sind, um sie bei Absperren
ίο ihrer Regelventile von hier aus zwecks Abkühlmöglichkeit
zu belüften. Dieser Niederdruckkreis nimmt den Überschuß dampf der Heizkörper in sich
auf und führt ihn, soweit er nicht unterwegs niederschlägt, über die Heizung des Seitenganges zum
Entwässerer und zur; Düse zurück. Auf diese Weise wird durch die Hubstellung der Abteilventile die
Seitengangheizung 'der Witterung entsprechend nebenbei mitgeregelt.
Eine Dampf heizungsanlage dieser Art für Wagen mit Einzelabteilen ist in Abb. 1 beispielsweise dargestellt.
Der Dampf zweigt über ein Sieb aus der Dampfhauptleitung
ι ab zum Dampfeinlaßregler 2. Dieser liegt unter dem Wagen und besteht wie üblich aus
einem durch Ausdehnungskörper 9 (Aluminiumrohr oder Wellrohrkörper mit Arbeitsflüssigkeit)
gesteuerten Einlaßventil 3 und einer Zwischenkaimmer 4, von der eine Steigleitung zum Vorlauf 5
und eine Düse 6 zum Rücklauf 7 der Einzelheizkörper 8 führt. Je ein Paar Heizschlangen 8 ist
über Handabsperrschieber oder -ventile 10 an den Vorlauf 5 angeschlossen, während an der Anschlußstelle
zum Rücklauf Saugflächen 11 vorgesehen werden können. Die Rücklaufleitung 7 führt zur
gegenüberliegenden Längsseite des Wagens über die Seitengangheizung 12 zum Entwässerer 14 und
von diesem zum Fühler 9 und zur Saugseite der Düse 6 des Dampf einlaßreglers 2 zurück. Da die
Übergangsstellen zur Seitengangheizung meistens tiefer liegen, führt von dort je ein Entwässerungsrohr
16, das an der Dampfhauptleitung entlanggeführt werden kann, zum Entwässerer, ebenso das
vom Rücklauf 7 ausgehende Entwässerungsrohr 17. Die Seitengangheizung 12 wird hiernach gespeist
aus der Düse 6, die den Umlauf im Niederdrucksystem bewirkt und dort eine gewisse Grundlast
beisteuert sowie aus dem gemeinsamen Dampf-Luft-Gemisch führenden Rücklauf 7 der Heizkörper
8, dessen Dampfgehalt von der jeweiligen Stellung der Abteilventile 10 abhängt. Um die
steuernde Wirkung der letzteren auf die Seitengangheizung noch zu verbessern bzw. nicht auf den
nur zeitweise vorhandenen Überschußdampf der Abteilheizschlangen zu beschränken, können hinter
den Ventilen 10 kleine Abzweige 18 vorgesehen
werden, die je Abteil unmittelbar etwas Dampf in den Rücklauf "liefern.'
Die Enden der Vorlauf leitung 5 können durch kleine Öffnungen-19" in den Rücklauf 7 entwässern,
die zweckmäßig so angeordnet werden, daß ihr Austrittsstrahl ebenfalls den Umlauf fördert.
Die Querschnitte der Abteilventile werden so
: klein bemessen, daß im Beharrungszustand bei
Vollast, also bei offenen Ventilen, sich in der Zwischenkammer 4 des Reglers und im Vorlauf 5
ein Dampfdruck von etwa 1 m WS einstellt, der' es
gestattet, die nicht abstellbare Vorlaufleitung eng zu halten, ohne daß das Druickgef alle an den Abteilventilen
wesentlich verschieden ausfällt. Die Tem-, peratur des Reglerfühlers 9 beträgt hierbei etwa
. 900 C. .
In der Steigleitung zum Vorlauf 5 wird erfindungsgemäß ein Überströmventil 20 angeordnet,
das bei Überschreiten des obengenannten Druckes (im WS) öffnet und alsdann durch eine Umgangsleitung
21 etwas Dampf unmittelbar zum Reglerfühler 9 übertreten läßt. Dadurch wird der Dampfdruck
im Vorlauf konstant gehalten und kann bei Schließen von Abteilventilen nicht ansteigen. Ohne
dieses Ventil 20 würde er das nämlich tun, da der Einlaßregler seinerseits die Seitengangheizung auf
Vollast zu steuern sucht. Beim Drosseln oder Schließen von Abteilventilen übernimmt also das
Überströmventil die Druckregelung im Vorlauf und der Reglerfühler 9 erkaltet.
Durch diesen konstanten Vorlaufdruck sind für die Handregelung der Abteilventile die günstigsten
Vorbedingungen geschaffen. Es ergibt sich nur noch der Nachteil, daß beim Anheizen, d.h. bei
noch kaltem Rohrsystem, die Einströnikraft des go
Dampfes ebenfalls auf diesen Regeldruck beschränkt werden würde und etwas mehr Zeit erfordern
würde. Aus diesem Grund wird das Überströmventil 20 mit einem Abdeckschwimmer 27 versehen,
wie in Abb. 2 dargestellt.
Nach Abb. 2 besteht das Überströmventil aus einem Gehäuse 23, dem Sitz 24 und dfem feder- oder
gewichtsbelasteten Ventilkörper 25. Dieser kann Kugelform haben und mit einer konusartigen
Drosselfläche versehen sein, um beim Anhuib.den Querschnitt zwecks Vermeidung von Geräuschen
allmählich freizugeben. Der Dampfeintritt erfolgt durch den Stutzen 26, der Stutzen 29 führt zum
Vorlauf 6, der Stutzen 28 ,zur Umgangsleitung 21.
Um das Überströmventil beim Beginn des Anheizens außer Betrieb zu halten, dient der becherförmige
Schwimmer 27. Im Ruhezustand liegt er auf Stützzapfen 32 auf. Beim Anstellen der Heizung ist
der Dampfbedarf derselben so groß, daß durch das am Spalt 30 entstehende Druckgefälle der Schwim- n0
mer angehoben wird und mit seinem Bodenkonuis die Zugangsöffnung 31 zum Überströmventilsitz 24
verschließt. Der Dampfdruck kann also durchschlagen und durch sämtliche Ventile und Düsen
mit Vollkraft Dampf strömen, bis nach einigen Minuten der Reglerfühler 9 warm wird und die
Steuerung beginnt. · Durch die von dort aus eingeleitete Drosselung (bis auf Vollast) vermindert
sich das am Spalt 30 wirkende Gefälle, der Schwimmer fällt ab und gibt das Überströmventil
frei. Sobald nun die Abteilventilc gedrosselt oder geschlossen werden, bleibt der Vorlaufdruck gleichwohl
konstant, und der Seitengang erhält entsprechend weniger Dampf. >
Eine andere Form des Überströmventils 20 ist in Abb. 3 dargestellt. Hier führt der Stutzen 34 zum
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Vorlauf 6, und die Gewichtsbelastung 35 wird zugleich als Stauscheibe benutzt. Dadurch regelt sich
der Vorlaufdruck selbsttätig, so daß er mit zunehmender Dampfmenge ansteigt. Bei offenen
Abteilventilen und beim Anheizen ist er am höchsten. Beim Drosseln der Abteilventile sinkt er ab,
so daß sich dann die Leistung im Seitengang in zunehmendem Maße ebenfalls verringert.
Eine generelle Handstelleinrichtung für den gesamten Wagen ist bei dieser Heizanordnung nicht
notwendig. Will man sie anwenden, so würde man am einfachsten hinter dem Überströmventil 20
einen Schieber 38- in die Vorlauf leitung 5 einbauen.
Da der Vordruck desselben konstant bleibt, läßt sich die Leistung damit beliebig drosseln. Man
kann statt dessen auch mit der Handstelleinrichtung die Belastung des Überströmventilkörpers 25 verändern, falls dieser federbelastet ist.
Beim Abstellen mittels Schieber 38 kann zugleich eine Verbindungsleitung 40 zwischen dem
Eintrittsstutzen 26 (bzw. Vorlauf 6) und dem Umgang 21 freigegeben werden, so daß der Einlaßregler
2 sofort schließt. Letzterer kann .alsdann dazu benutzt werden, die Hauptdampfleitung 1 zu
entwässern, falls diese nach dem Wagenende hin kein Gefälle besitzt.
Die voribeschriebene Art der Heizanlage eignet sich besonders für Wagen mit selbsttätiger Temperaturregelung.
Zu diesem Zweck werden lediglich Magnetventile vor oder hinter die Handventile 10
geschaltet und die Abteile mit elektrischen Thermostaten versehen. Der Flur bedarf keines Thermostaten,
da er sich durch die bei Kälte höhere, bei milder Witterung tiefere Anzahl der durchschnitt-Hch
offenen Abteilventile selbsttätig mitregelt. Hierin liegt ein großer Vorteil, da wegen der Luftströmungen
im Seitengang Thermostaten dort doch meist versagen bzw. schwer richtig unterzubringen
sind.
Auch die Heizkörper 41 der Vorräume und sonstigen
Nebenräume werden durch die Abteilventile mitgeregelt, wofür man sie zweckmäßig . in den
Nebenschluß legt zum Rücklauf 7 und mit Schöpfflächen an ihn anschließt.
Claims (7)
- Patentansprüche:I. Niederdruck-Umlauf heizung für Personenwagen mit mehreren Räumen, bei der der Dampf in einem Einlaßregler entspannt wird, dessen Ventil von einem dem Rücklauf ausgesetzten Reglerfühler gesteuert wird und den Dampf in eine Zwischenkammer entläßt, an die eine Umlauf leitung über eine Düse angeschlossen ist, durch deren Strahlwirkung das durch die Umlaufleitung strömende Dampf-Luift-Gemisch nach Abscheiden des Kondenswasser zum Reglerfühler zurückgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelheizkörper (8) einerseits an eine unmittelbar von der Zwischenkammer (4) des Einlaßreglers (2) abgehende Vorlaufleitung (5) und andererseits an die im wesentlichen dem Rücklauf und gegebenenfalls der Heizung der Nebenräume dienende Umlaufleitung (7) angeschlossen sind.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Dampfdruck in der Vorlaufleitung (5) durch ein an die Zwischenkammer (4) des Einlaßreglers (2) angeschlossenes Überströmventil (20) auf einen bestimmten Wert gehalten wird.
- 3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Überströmventil (20) in Abhängigkeit von der Strömungsmenge beim Anheizen selbsttätig unwirksam gemacht wird.
- 4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Überströmkanal (31) des Überströmventils (20) durch einen der Strömung ausgesetzten beweglichen Staukörper (27) verschließbar ist (Abb. 2).
- 5. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch ge- -80 kennzeichnet, daß der Ventilkörper des Überströmventils durch einen der Strömung ausgesetzten Staukörper (35) zusätzlich belastet ist (Abb. 3).
- 6. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß hinter den Reglerventilen (10) der Einzelheizkörper (8) kleine Abzweige (18) zur Umlaufleitung (7) vorgesehen sind, die zwecks gleichzeitiger Steuerung der Wärmezufuhr ZUi den Nebenräumen unmittelbar etwas Dampf in den Rücklauf liefern.
- 7. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein in Schließstellung die Entwässerung gestattendes Absperrorgan (38) in der Vorlaufleitung (5) derart angeordnet ist, daß bei abgesperrter Vorlaufleitung die Dampfhauptleitutig(i) durch den Einlaßregler (2) hindurch entwässert wird.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 907303, 847915; österreichische Patentschrift Nr. 71 209.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen1 609 547/22 6. 56
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