DEP0010176DA - Einrichtung zum automatischen Steuern eines vorher festgelegten, in seiner Länge stufenlos einstellbaren Arbeitsweges - Google Patents

Einrichtung zum automatischen Steuern eines vorher festgelegten, in seiner Länge stufenlos einstellbaren Arbeitsweges

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DEP0010176DA
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English (en)
Original Assignee
Achenbach Söhne GmbH. Buschhütten
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Description

Patentanwalt Dip§.°ing.
W- Caninenberg
W (Sieg)
§4/1
Mr. 1115.
Beschreibung.
Einrichtung zum automatischen Steuern eines vorher festgelegten, in seiner Länge stufenlos einstellbaren Arbeitsweges,
Firma Achenbach Söhne, G-.m.b.H., Buschhütten, Krs. Siegen in Westfalen.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung, mit der von einer dauernd umlaufenden Bewegung, wie z.B. der der Antriebsscheibe oder der des Antriebsvorgeleges einer Richtmaschine im Walzwerkbetrieb oder von einem anderen Vorgang allgemein eine andere, etwa und vorzugsweise eine gradlinige Bewegung eines mit einem Schaltnocken o, dgl. verbundenen Organes abgeleitet wird/um eine andere Maschine oder Vorrichtung mit Hilfe von Elektromagneten oder auch von mechanischen Mitteln in eine hin- und hergehende - also schwingende - Bewegung zu versetzen. Dabei kann der Weg des Schaltnockens auf jedes beliebige Mass stufenlos eingestellt werden, und der Schaltnocken kann, in Unterbrechung des von ihm gesteuerten Arbeitsspieles an jeder beliebigen Stelle seines Weges durch besonderen Singriff stillgesetzt und vom Stillstand aus nach Belieben in rechts- oder linkslaufende Bewegung versetzt werden. Die Genauigkeit der Bö-
wegung des Schaltnockens auf dem jeweils eingestellten Wege ist für die höchsten Anforderungen eines maschinellen Betriebes ausreichend. Mit der gleichen Einrichtung kann über die gradlinige Bewegung des Schaltnockens statt einer hin- und hergehenden auch eine auf jedes Mass stufenlos einstellbare umlaufende Links- und Hechtsbewegung ausge-
o führt -werden. Die umlaufende Bewegung kann auch über 360 hinaus auf jedes beliebig^ Bogenmass eingestellt werden. Die Einrichtung ist besonderes vorteilhaft, wenn bei einer Anlage ein Arbeitsspiel in einem festen Verhältnis zu einer anderen Bewegung oder einem anderen Vorgang ausgeführt werden soll. Der Antrieb der Schalteinrichtung kann in diesem Falle mit mechanischen littein erfolgen oder auf elektrischem Wege mittels elektrischer Welle. Die letztere Antriebsart hat gegenü/ber dem Antrieb mit mechanischen Mitteln den Vorteil, dass die Einrichtung unabhängig von der Hauptmaschine aufgestellt werden kann.
Ss versteht sich von selbst, dass die primäre Antriebsbewegung,statt von irgend einer in der betreffenden Anlage vorhandenen Arbeitsmaschine abgeleitet zu werden, auch von einer eigens dafür aufgestellten laschine hergegeben werden kann,
Nach der Erfindung geschieht die Steuerung beispielsweise mit Hilfe eines endlosen Stahlbandes oder Kette oder eines
ψ
Seiles, das in wagerechter Anordnung über Führungsrollen läuft, die vom Hauptantrieb der betreffenden Anlage so
angetrieben werden, dass der obere lauf des Steuerbandes in einem ganz bestimmten Sinne läuft und mit einer Geschwindigkeit, die derjenigen der vom Hauptantrieb hervorgerufenen Bewegung gleich oder ein ganzes Yielfaches oder auch ein Bruchteil von derselben ist. Zu diesem Zwekke kann z.B. eine Art Laufkatze dienen, welche - bej/der vorausgesetzten Anordnung - in festen Schienen zwischen dem oberen und unteren lauf des Steuerbandes auf Kugeloder Hollenlagern geführt ist, und oberhalb des oberen oder unterhalb des unteren Bandlaufes den Schaltnocken trägt. Diese Laufkatze wird abwechselnd mit dem oberen und dem unteren BandHauf gekuppelt, z.B. mit Hilfe von zwei in ihr eingebauten Elektromagneten, deren Steuerung z.B. durch zwei in der Uähe des Steuerbandes, d.h. im fege des Schaltnockens, in dem jeweils gewünschten Ehytmus der abgeleiteten Bewegung entsprechendem Abstand angeordnete Schalter erfolgen kann, so dass er zuerst um ein Stück mit dem einen Lau/f des Steuerbandes läuft, dann umgekuppelt wird und die gleiche Strecke mit dem anderen zurückläuft. Die Steuerung der Magneten kann aber z.B. auch durch einen mit der Laufk/a/"tze verbundenen Ums chalet er erfolgen, dessen Betätigung durch verstellbare Anschläge geschieht, Gleichzeitig mit dem Umkuppeln der Laufkatze erfolgt auch das Umsteuern der Magnetkupplung zum Antrieb für die abgeleitete» Schwingbewegung durch zwei andere Schalter, die mit denjenigen für die Schalt-Xaufkatze an einem gemeinsamen
Träger untergebracht sein können und wie diese durch, den Schaltnocken der Laufkatze gesteuert werden.
Das Stillsetzen der Laufkatze vor Beendigung ihres eingestellten Weges kann durch Abschalten ihrer Kupplungsmagnete erfolgen, notfalls unter Anwendung einer Bremsvorrichtung zwischen der Laufkatze und ihren Führungsschienen. Anstatt des umlaufenden Steuerbandes oder auch eines entsprechenden Seiles oder einer Kette konnte auch erfindungsgemäss ein Steuerrad mit verstellbarem Anschlag benutzt werden, mit der Massgabe, dass dessen Umfang stets ein ganzes Vielfaches der gewünschten Länge des Bewegungsmasses sein müsste.
Das Ausschalten des durch die Vorrichtung nach der Erfindung zu steuernden Arbeitsspieles kann auf verschiedenste Art und Weise geschehen.
Die Steuerung könnte erfindungss;emass bei Verwendung eines Steuerbandes sowohl als auch eines Steuerrades auch mittels Photozelle erfolgen, wobei das Steuerband oder -rad je nach der gewollten Bewegungslänge mit entsprechenden Schlitzen für den Licht-Durchlass-zu versehen wäre.
Eine der vielen Möglichkeiten der Anwendung der neuen Erfindung ist z.B. im Walzwerksbetrieb die Steuerung der bekannten Teilscheren zum Zerlegen von langen Metall bändern in gleiche Teile von beliebig einstellbarer Länge, also einer sogenannten fliegenden Schere, die während der Dau-
er des Schnittes in der gleichen Richtung und mit der gleichen Geschwindigkeit mit dem durchlaufenden Metallband mitlaufen, also entweder auf einer Schlittenführung hin- und herbewegt oder sonst irgenwie in entsprechende Schwingung versetzt werden muss.
Dabei wäre dann das Steuerorgan mit seiner Führung zweckmassig unterhalb des Führungstisches für das durch die Schere laufende, zu teilende Metallband anzuordnen, der auch Träger der Schalter oder Anschläge für die Steuerung des SchaItnockenträgers sein könnte, und der Antrieb des Steuerorgans wäre etwa vom Hauptantrieb der gewöhnlich der Schere vorgeschalteten Richtmaschine zu entnehmen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Abb. 1 zeigt die Steuervorrichtung in Seitenansicht, Abb. 2 und S zeigen in grösserem lasstab die Schaltkatze mit dem Schaltnocken in Ansicht von vorn und von der Seite, Abb. 4 die G-esamtanlage in Ansicht von da?r Seite.
Die Richtmaschine a ist von einem Motor in bekannter Weise über Vorgelege b angetrieben. An sie schliesst an die fliegende Sch.e/re c mit festem Unterr und beweglichem Obermesser, deren Ständer d auf einem Schlitten e beweglich ist- Der Träger des 0bermessers wird vom Hauptantriebsmotor aus ebenfalls über das Vorgelege f mittels Kurbel g und Schubstange h auf und abbewegt.
Unter dem Führungstisch i für das zu teilende Band ist das endlose Steuerband k über zwei Rollen 1 geführt.
Zwischen Ober- und Unterlauf des Steuerbandes k ist in zwei Schienen m mittels Antifriktionslagern η die Schaltkatze ο geführt, die unterhalb des Schaltband-TJnterlaufes die Schaltkufen ρ trägt. Unter dem Führungstisch i sind zwei elektrische Doppel-Schalter q und q} mit Kontaktrollen r und Rückstell federung angebracht, deren Abstand von einander veränderbar ist.
In die Schaltkatze ο sind zwei Elektromagnete s eingebaut, welche zum Kuppeln der Schaltkatze jeweils mit dem oberen oder unteren Bandlauf k dienen. Das Kuppeln mit dem oberen oder unteren Bandlauf geschieht jeweils durch einen Schalter q. be zw. q}- durch Kontakt mit der Anschlagskufe p, und zwar vermittelt der Schalter q. die Kupplung mit dem oberen Bandlauf, der die Katze auf den Schalter q. zu bewegt, der dann die Umkupplung auf den unteren Bandlauf k bewirkt der den Wagen wieder mit zurücknimmt,
Damit ein sicheres und gleich schnelles Anziehen des Steuerbandes k durch die Elektromagnete an den Anschlagkatzen ο erfolgen kann, muss der Abstand des Stahlbandes von den Elektromagneten über die Länge der Anschlagkufen in einem Abstand von etwa 1 mm mittels Rollen t geführt werden. Beim Ausschalten der Elektromagnete geht das Steuerband mittels Federkraft auf die Entfernung von etwa 1 mm zurück. Die nicht angezogene Seite des Steuerbandes bewegt sich mit der Relativgeschwindigkeit an dem Anschlagstück vorbei .
Wie Abb. 2 zeigt, sind in den Sehaltergehausen q und q* je zwei Schalter vereinigt, die gleichzeitig von den Schaltkufen ρ gesteuert werden, von denen der eine im vorliegenden Falle die Magnetkupplung der Scheeren-Schwingvorrichtung, der andere die Kupplung zwischen Schaltkatze und Steuerband schaltet.
Die Wirkungsweise der dargestellten Vorrichtung nach der Erfindung ist folgende:
Bei stillstehender Anlage steht die Schaltkatze ο mit den Kufen ρ unter dem der Scheire c zunächst liegenden Steuerschalter q.. Die Schaltkatze ist mit dem Oberlaimf des Steuerbandes k magnetisch gekuppelt. Wird nun der Scheerenantrieb über das Vorgelege b eingeschaltet, so läuft gleichzeitig das Steuerband k an und nimmt die Schaltkatze ο mit, während der Sche^renständer d auf dem Schlitten e
und das zu teilende Band mit gleicher Geschwindigkeit mitläuft, und der Antrieb des Obermessers in G-ang kommt. Sobald nun die Schaltkufen ρ den zweiten Steuerschalter q. erreichen, wird die Arbeitsspule des Schaltmagneten für den Schlittenantrieb aus- und die Bremsspule eingeschaltet, so dass der Schlitten stillsteht, und gleichzeitig die Schaltkatze ο vom oberen Steuerbandlauf ab- und an dem rücklaufenden unteren angekuppelt wird, so dass die Schaltkatze nach der Scheire zu zurücklauft, Während der Vorwärtsbe-
f
wegung des Schlittens führt das Sche^renmesser einen Schnitt aus, kehrt wieder in seine Ausgangsstellung zurück und kann
dabei im let;2ten Augenblick' den Schlittenantrieb abschalten.
Während die Schaltkatze zur Scherte zurückläuft, läuft das zu- teilende Band um die gleiche Strecke vorwärts. Beim Erreichen der Endstellung beim Schalter q. wird die Scha Itkatae wieder vom enteren Steuerbamdlauf ab- und an dem oberen angekuppelt und gleichzeitig die Bremsspule der Schlittenantriebskupplung ab- und deren Arbeisspule eingeschaltet, so dass der Schlitten wieder mit dem Teilband läuft, u.s.w.

Claims (6)

  1. Patentansprüche :
    l) Einrichtung zum automatischen Steuern eines vorher festgelegten, in seiner Länge stufenlos einstellbaren Arbeitsweges einer Arbeitsmaschine mit Hilfe eines einen Schaltnocken bewegenden Steuerorganes, dadurch gekennzeichnet, dass dem Steuerorgan, beispielsweise einem über zwei angetriebene Hollen geleiteten endlosen Stahlband der mit zwei Magnetspulen ausgerüstete Träger eines Schaltnockens zugeordnet ist und zur Steuerung des Schaltnockenträgers dieser mittels Elektromagneten oder mechanischer Einrichtungen abwechselnd mit dem hin- und dem rücklaufenäen Teil des Stahlbandes gekuppelt wird, wobei der Schaltnockenträger noch zur Steuerung von anderen Arbeitsvorgängen benutzt wird.
  2. 2) Steuereinrichtung nach Anspruch, 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Bahn des Schaltnockens (p) oder an ihm selbst Schalter angeordnet sind, deren Betätigung den jeweils gewünschten Arbeitsvorgängen entspricht,
  3. 3) Steuereinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Steuerorgan ein endloses Seil oder eine endlose Kette benutzt wird.
  4. 4) Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeich-
    net, dass der Antrieb des Steuerorgans mittels elektrischer Welle von einer anderen Arbeitsmaschine übertragen wird.
  5. 5) Steuereinrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle des Steuerbandes eine Steuerscheibe benutzt wird, deren Umfang ein ganzes Vielfaches oder ein Bruchteil des jeweils einzustellenden Arbeitsweges ist,
  6. 6) Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Steuerung des Arbeitsweges in Verbindung mit einem endlosen Band oder einem Steuerrad eine Photoael-Ie vorgesehen ist.

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