DEP0009918DA - Verfahren zum Herstellen einer Isolierung für Bauwerke aller Art, insbesondere einer Grundmauerisolierung - Google Patents
Verfahren zum Herstellen einer Isolierung für Bauwerke aller Art, insbesondere einer GrundmauerisolierungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen einer Isolierung für Bauwerke aller Art, insbesondere einer Grundmauer- und Wandisolierung.
Die Erfindung macht es sich zur Aufgabe, nicht nur eine erhöhte Feuchtigkeitsdichtigkeit zu erzielen, sondern darüber hinaus insbesondere beim Verlegen der Steine übereinander, also bei Vertikalverlegung, eine grössere Haftfähigkeit der Steine an den Wänden, also eine innige Haftung der Isoliersteinschichten an seitlichen oder lotrecht aufgeführten Bauwerkteilen, beispw. Wänden, zu erreichen. Die Erfindung ist aber auch zur Isolierung von Fußböden, Bassins o.dgl. geeignet.
An sich ist es bekannt, die Dichtung von Dehnungsfugen im Unterlagsbeton der Fahrbahnen von Brücken und Strassen dadurch zu bewirken, dass die Fugen mit elastischer Isoliermasse ausgegossen und durch flach verlegte, mit Steinkohlenteer getränkte Ziegelsteine, die in den Beton eingelassen werden, abgedeckt werden und dabei diese in elastischer Isoliermasse einzubetten, und dass schliesslich der Unterlagsbeton und die Fugendeck-Ziegelsteine nochmals durch mit
Steinkohlenteer getränkte Ziegelplatten, die ebenfalls in heisser Isoliermasse verlegt werden, abgedeckt werden, wobei auch die Stossfugen mit Isoliermasse ausgegossen werden.
Diese Art der Dichtung von Dehnungsfugen eignet sich nicht ohne weiteres für die Herstellung von Grundmauer-Isolierungen, insbesondere kann man damit nicht lotrechte Bauwerksteile, insbesondere Wände, Konsolen, Dachgesimse o.dgl. isolieren. Schliesslich sind die mit Steinkohlenteer getränkten Ziegelsteine noch stark wasserdurchlässig, denn gebrannte Ziegelsteine lassen sich eben nicht genügend durchtränken, da sie nicht genügend aufnahmefähig sind. Noch weniger ist dies bei glatten Ziegelplatten der Fall.
Die Praxis hat bewiesen, dass die Isolierung gegen Grundwasser und Feuchtigkeit bisher sehr unvollkommen ist. Auch die früheren Isolierungsmittel, wie z.B. Pappe, Kautschukbahnen, Jutegewebe, Blei, Kupfer, an deren Stelle man seit einiger Zeit solche oberflächlich imprägnierten Ziegelsteine gebrauchte, stellen eine sehr primitive Isolierung dar. Beim Abbruch bombenbeschädigter Bauwerke hat sich herausgestellt, dass die eingebauten Isoliermittel völlig korrodiert, z.T. überhaupt nicht mehr zu finden waren. Eine Folge davon waren auch die oft anzutreffenden feuchten und muffigen Wohnungen. Abgesehen davon sind die bekannten Isolierungsmittel heute schwer zu beschaffen und teuer. Die behelfsweise dazu verwandten imprägnierten Ziegelsteine besitzen eine verhältnismässig grosse Wasserdurchlässigkeit; ausserdem besitzen sie den Nachteil, dass sie an lotrechten Wänden überhaupt nicht haltbar angebracht werden können. Sie sind glatt und rutschen bei Vertikalverlegung ab.
Hier setzt die Erfindung ein. Sie hat erkannt, dass die Isoliersteine aus einem durch und durch getränkten Kunststein bestehen müssen, um weitestgehend isolierfähig zu werden, und dass es notwendig ist, sie mit einer rauhen haftfähigen Oberfläche zu versehen, die innig mit einer Imprägnierschicht verbunden ist
und einen Bestandteil derselben darstellt.
Beim Verlegen solcher Steine in insbesondere heissen Isoliermassen wird eine grosse Haftfähigkeit am Mauerwerk erzielt und die Ablösung und Rutschgefahr vermieden.
Die Erfindung besteht darin, dass zum Herstellen einer Isolierung für Bauwerke aller Art, insbesondere Grundmauerisolierungen, Schichten aus Kunststeinen, die unter Zusatz von bituminösen Massen wie Teer, Bitumen, Pech o.dgl. gepresst sind und nach ihrer Herstellung in Isoliermassen, insbesondere Erdöl-, Steinkohlen- oder Holzteer, Asphalt o.dgl. getaucht und anschießend besandet worden sind, in vorzugsweise heisse Isoliermasse gebettet und mit einer Isolierdeckschicht versehen werden.
Die Kunststeine können aus einem Gemisch von hydraulischen Bindemitteln und Zuschlagstoffen wie Gesteinssplitt, Gesteinsmehl, Hochofenschlacke, Trümmerschutt o.dgl. bestehen, denen die bituminösen Massen zugesetzt sind.
Ferner können die Steine aus bituminiertem Zement unter Verwendung von Zuschlagstoffen, wie Gesteinsmehle, Sandmehle, Hochofenschlackenmehle, Quarzsandmehle o.dgl. gegebenenfalls unter Zusatz von Kalk, Magnesit o.dgl. bestehen.
Der Erfindungsgedanke lässt sich in verschiedener Weise durchführen. Nachstehend sind einige Beispiel beschrieben. Ein Gemisch von hydraulischen Bindemitteln, z.B. Zement, Gips, evtl. auch noch Kalk und Magnesit und Zuschlagstoffen, wie Gesteinssplitt, Gesteinsmehle, Sand, Sandmehl, Quarzsand, Quarzsandmehle, Hochofenschlacke, Hochofenschlackenmehle, Kies, Trümmerschutt o.dgl. wird mit bituminösen Massen, Teer oder Pech, insbesondere Erdöl- oder Steinkohlenteerpech innig vermengt und dann die Masse in Steinform gepresst. Nach Trocknung der Steine werden diese in Isoliermassen, insbesondere Erdöl- oder Steinkohlenteer, Asphalt o.dgl. getaucht, wobei vorwiegend heisse Isoliermassen Anwendung finden, und an-
schliessend eine Besandung der Steine bzw. der Isolierschicht vorgenommen, so dass sich der Sand innig mit den Isoliermassen verbindet und in diese eindringt. Die Steine können dann nochmals vorgetrocknet werden und werden gegebenenfalls in nicht völlig getrocknetem Zustande zweckmässig im Verband zu Isoliersteinschichten verlegt und dabei in zweckmässig heisser Isoliermasse gebettet. Dabei werden auch die Fugen zwischen den Steinen gut mit Isoliermasse ausgefüllt. Schliesslich werden die Steine noch mit einer Isolierdeckschicht aus gleicher Isoliermasse versehen.
Die Herstellung der Kunststeine kann auf kaltem Wege oder unter Anwendung von Wärme erfolgen.
Eine andere Herstellungsweise der Kunststeine ist die, dass die vorgepressten, aus Zuschlagstoffen und hydraulischen Bindemitteln bestehenden Kunststeine nachträglich mit Bitumen-Emulsion durchtränkt und anschliessend nochmals gepresst werden, wonach die Steine in gleicher Weise in heisser Isoliermasse eingebettet, die Fugen ausgegossen werden und schliesslich noch eine Oberflächenisolierung zwecks Aufbringen einer Isolierdeckschicht vorgenommen wird.
Schliesslich können die gepressten Isoliersteine unter gleichzeitiger Flächenbesandung mit einer Flächenimprägnierung aus Erdöl- oder Steinkohlenteerpech versehen und anschliessend einem Trockenprozess unterzogen werden, um die Besandung mit der Isolierschicht fest zu verbinden.
Insbesondere die so angebrachte, innig mit der Isolierdeckschicht verbundene Besandung erreicht eine vorzügliche Haftfähigkeit, so dass die Steine bei Vertikalverlegung innig haften, aber auch bei Horizontalverlegung eine Rutschgefahr hintangehalten wird.
Claims (6)
1) Verfahren zum Herstellen einer Isolierung für Bauwerke aller Art, insbesondere Grundmauerisolierungen, dadurch gekennzeichnet, dass Schichten aus unter Zusatz von bituminösen Massen, wie Teer, Bitumen, Pech o.dgl., gepressten Kunststeinen in vorzugsweise heisse Isoliermasse gebettet und mit einer Isolierdeckschicht versehen werden.
2) Kunststein zum Herstellen einer Bauwerksisolierung nach dem Verfahren nach Anspruch 1, bestehend aus einem Gemisch von hydraulischen Bindemitteln, Zuschlagstoffen wie Gesteinssplitt, Gesteinsmehl, Hochofenschlacke, Trümmerschutt o.dgl. und bituminösen Massen.
3) Kunststein zum Herstellen einer Bauwerksisolierung nach dem Verfahren nach Anspruch 1, bestehend aus bituminiertem Zement und Zuschlagstoffen wie Gesteinsmehl, Sandmehl, Hochofenschlackenmehl, Quarzsandmehl o.dgl., ggf. unter Zusatz von Kalk, Magnesit o.dgl.
4) Verfahren zum Herstellen von Kunststeinen zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Kunststeine nach Anspruch 2 oder 3 mit Bitumen-Emulsion o.dgl. getränkt und nochmals gepreßt werden.
5) Verfahren zum Herstellen von Kunststeinen zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Kunststeine nach Anspruch 2 oder 3 in Isoliermasse getaucht, dann besandet und gegebenenfalls anschliessend nochmals einem Trockenprozeß unterworfen werden.
6) Verfahren zum Herstellen von Kunststeinen zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Kunststeine nach Anspruch 2 oder 3 mit einer Flächenimprägnierung, anschliessend mit einer Flächenbesandung versehen und dann getrocknet werden.
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