DEP0009573MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 13. April 1953 Bekanntgemacht am 19. Januar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Naßreinigen von Textilien mittels umlaufender,
mit einer Reinigungsflüssigkeit benetzter und in zwei Gruppen angeordneter Bürstenwalzen. Zweckmäßig
besteht dabei die eine Gruppe der Walzen aus einem Paar sich gegenläufig drehender Bürstenwalzen
mit ortsfesten Wellen und die andere Gruppe aus mindestens einer durch Lagerung in einem
raumbeweglichen Halter ortsbeweglichen Bürstenwalze.
Die Erfindung bezweckt, die Gesamtvorrichtung so auszubilden, daß einerseits zu ihrer Bedienung
nur eine einzige Person erforderlich ist und andererseits jede Stelle der zu reinigenden Waren,
z. B. Kleidungsstücke, ihrem Verschmutzungsgrad entsprechend behandelt werden, kann. Erfindungsgemäß
soll eine unter Flüssigkeitsdruck stehende Düse etwa über der halben- Länge der Bürstenwalzen
der ersten Gruppe angeordnet sein. Die Textilien können infolgedessen zunächst zwischen
dem feuchten Teil der Bürstenwalzen gereinigt werden, während der trockene Teil dieser ortsfesten
Walzen, zum stärkeren Durchbürsten und Abstreifen der Reinigungsflüssigkeit dient. Die angebürstete
Ware kommt dadurch tropffrei aus der stationären Bürsteinrichtung heraus. In der Regel
können dabei besonders stark, verschmutzte Teile, z.B. Ärmel, Kragen und Unterränder eines Klei-
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dungsstückes usw./ noch nicht genügend gereinigt werden. Die erforderliche Nachbehandlung dieser
Teile erfolgt in einer erfindungsgemäßen nachgeschalteten ortsbeweglichen Naßreinigung, während
die übrigen Teile des Kleidungsstückes nicht mehr weiter behandelt zu werden brauchen. Auf
diese Weise erreicht man eine vollkommene Reinigung aller Teile der betreffenden Ware unter
geringstmöglichem Aufwand an Arbeit und Reinigungsflüssigkeit. Die Bedienungsperson hat die
Ware nur in die stationäre Bürstein>richtung zu bringen, aus dieser tropffrei wieder herauszunehmen
und dann erforderlichenfalls einzelne besonders stark verschmutzte Stellen oder Teile
mit der ortsbeweglichen Bürsteinrichtung nachzureinigen.
Besonders zweckmäßig ist es, den raumbeweglichen Halter der anderen Gruppe von Bürstenwalzen
als so tief gezogenes Gehäuse auszubilden, daß dieses Gehäuse mit seiner flanschartig verbreiterten
Unterfläche auf der nachzureinigenden Ware aufliegt. Dadurch wird jedes Umherspritzen
der mittels einer Düse unter Druck zugeführten Reinigungsflüssigkeit verhindert und gleichzeitig
der im Bereich der Bürstenwalze oder -walzen befindliche Teil der Ware während der Nachreinigung
glattgehalten. Zur Handhabung der raumbeweglichen Bürsteinrichtung genügt also eine Person,
ohne daß sich die Ware während dieses Vorganges unter dem Einfluß der rotierenden Bürstenwalze
oder -walzen verziehen oder zusammenkrumpeln kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht, und zwar zeigt in
vereinfachter Darstellung
Abb. ι eine teilweise- im Schnitt gehaltene Vorderansicht einer Gesamtvorrichtung zum Naßreinigen
und Nachbehandeln von Textilien,
Abb. 2 die dazugehörige Draufsicht auf die Vorrichtung sowie in vergrößertem Maßstab,
Abb. 3 und 4 je einen Querschnitt durch die Teile der stationären Bürsteinrichtung,
Abb. 5 einen Querschnitt durch die raumbewegliche Bürsteinrichtung und
Abb. 6 einen> entsprechenden Längsschnitt durch diese Einrichtung.
An einem kastenartigen Gestell mit einem durchlaufenden
Arbeitstisch, der mit Schlitzen 7 und 8 versehen ist, befinden sich im Wege der Warenbewegung
berechnet hintereinander je ein Paar gegenläufig rotierender Bürstenwalzen 3 und 1,
dahinter eine raumbewegliche Bürsteinrichtung 19 und 20 und eine raumbewegliche Düse 18. Die zu
reinigende Ware, z. B. ein Kleidungsstück, wird zunächst durch den Schlitz 7 den Bürsten 3 zugeführt
und trocken ausgebürstet. Ein unterhalb der Bürstenwalzen 3 vorgesehener Sack 5 od. dgl.
fängt die ausgebürsteten Schmutzteilchen 6* auf und
verhindert, daß diese Teilchen im Innern des Vo.rrichtungsgestells umherfliegen.
Nach dem trockenen Ausbürsten wird die vorgereinigte Ware aus dem Schlitz 7 wieder herausgezogen
und durch den Schlitz 8 den Bürstenwalzen ι zugeführt, und zwar zunächst derjenigen
Hälfte dieser Bürsten, die von einer Düse 9. aus ständig mit Seifenlauge oder einer anderen Reinigungsflüssigkeit
benetzt ist. Danach wird die Ware zwischen die trockenbleibende Hälfte der Bürstenwalzen
ι verschoben und hier die Reinigungsflüssigkeit nochmals kräftig, durchgebürstet sowie abgestreift.
Alsdann kann man die Ware tropffrei aus dem Schlitz 8 herausziehen.
Unterhalb des Schlitzes 8 befindet sich ein geschlossener Behälter 4, der die Bürstenwalzen 1 umschließt
und auf dessen Boden sich die abgestreifte Reinigungsflüssigkeit sammelt. Oberhalb des Flüssigkeitsstandes
ist in dem Behälter 4 ein- Sieb 15 vorgesehen, so daß die im Behälter zwischen den
Bürsten 1 befindliche Ware nicht in die Flüssigkeit eintauchen kann. Eine Pumpe 13 wälzt die
Reinigungsflüssigkeit zwischen dem Boden des Behälters 4 und der Düse 9. Zum Antrieb der
Pumpe 13 dient ein Motor 14, dessen Welle mittels
Riementrieben od. dgl. auch mit den ortsfesten Wellen der Bürstenwalzen 1 und 3 in Verbindung
steht. Diese Riementriebe dienen gleichzeitig als Rutschkupplung, wenn die Bedienungsperson der
Vorrichtung versehentlich mit einer Hand zwischen die Bürstenwalzen 1 oder 3 gerät. Durch den
dabei ausgelösten Widerstand wird die Rotation 90, dieser Bürsten, die zwecks leichteren Auswechselns
nur einseitig gelagert sind, zeitweilig unterbrochen, so daß die Bedienungsperson ihre Hand unverletzt
wieder herausziehen kann,
Die raumbewegliche Bürstengruppe besteht aus
einer Bürstenwalze 20, die über eine biegsame Welle 16 von einem Motor 10 in Rotation zu versetzen
und von einer Düse 19 aus mit Reinigungsflüssigkeit benetzt ist. Die Teile 19 und 20 sind in
einem raumbeweglichen Gehäuse 21 untergebracht, das mit seiner flansehartig verbreiterten Unterfläche
auf die nachzureinigende Stelle der aus der stationären Bürsteinrichtung kommenden Ware von
der Bedienungsperson aufgedrückt wird. Ein an die Düse 19 angeschlossener biegsamer Schlauch
17 steht über ein mittels eines Fußschalters od. dgl.
zu betätigendes Absperrorgan 11 mit der von der Pumpe 13 zur Düse 9 führende Flüssigkeitsleitung
in Verbindung.
Die mit der raumbeweglichen Einrichtung 19 bis
21 nachbehandelte Ware kann gegebenenfalls noch mit der Düse 18 zum Entfernen von Flecken u. dgl.
in bekannter Weise vordetachiert werden. Zu diesem Zweck kann die Düse 18 über Fußschalter
22 und 23 od. dgl. wahlweise mit Dampf oder Preßluft oder einem Gemisch dieser Mittel versorgt
werden: An den Arbeitsstellen der Einrichtungen
18 sowie 19 bis 21 ist der Arbeitstisch der Vorrichtung
zweckmäßig etwas nach dem Behälter 4 hin geneigt und enthält eine. Abflußöffnung 12, die
über eine Rohrleitung mit diesem Behälter in Verbindung steht.
Wie Abb. 2 zeigt, kann der Arbeitstisch auch aus mehreren im stumpfen Winkel aneinanderstoßenden
Platten bestehen oder auch halbmondförmig gekrümmt sein, damit die einzelnen Arbeitsstellen
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Claims (2)
- P 9573 VII/8ader Vorrichtung leicht von einer einzigen Person zu bedienen sind. Alle mit der Reinigungsflüssigkeit in Berührung kommenden Teile der Vorrichtung, insbesondere die Platte des Arbeitstisches, werden zweckmäßig aus korrosionsbeständigem Material gefertigt. An der Stelle des Schlitzes 8 ist der Arbeitstisch vorzugsweise etwas nach unten gezogen, um die Bürstenwalzen ι abzudecken und ein Herausspritzen, der diesen Bürsten zugeleiteten Reinigungsflüssigkeit aus dem Schlitz 8 zu verhindern (Abb. 3). Ebenso verhindert das möglichst tief über die Bürstenwalze 20 heruntergezogene Gehäuse 21 ein Umherspritzen der durch die Düse 19 dieser Bürste zugeführten Reinigungsflüssigkeit.Wohlgemerkt gehören nur die in den Ansprüchen gekennzeichneten "Merkmale zur geschützten Erfindung.Patent α ν s ρ γ, ι" ch.E:ι. Vorrichtung zum Naßreinigen von Textilien mittels umlaufender, mit einer Reinigungsflüssigkeit benetzter und in zwei Gruppen angeordneter Bürstenwalzen, wobei die eine Gruppe aus einem Paar sich gegenläufig drehender Bürstenwalzen mit ortsfesten Wellen und die andere Gruppe aus mindestens einer durch Lagerung in einem raumbeweglichen Halter ortsbeweglichen Bürstenwalze besteht, dadurch gekennzeichnet, daß eine unter Flüssigkeitsdruck stehende Düse (9) etwa über der halben Länge der Bürsten walzen (1) der ersten Gruppe angeordnet ist, so daß die. Textilien zwischen dem feuchten Teil der Bürstenwalzen vorgereinigt werden, während der trockene Teil der Bürstenwalzen zum stärkeren' Durchbürsten und Abstreifen der Reinigungsflüssigkeit dient, so daß die angebürstete Ware tropffrei herauskommt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der raumbewegliche Halter der anderen Gruppe von Bürstenwalzen (20) als so tief gezogenes Gehäuse (21) ausgebildet ist, daß das Gehäuse mit seiner flanschartig verbreiterten Unterfläche auf der zu reinigenden Ware aufliegt, wodurch ein Umherspritzen der mittels einer Düse (19) unter Druck zugeführten Reinigungsflüssigkeit verhindert und der im Bereich der Bürstenwalze (20) oder -walzen befindliche Teil der Ware während des Anbürstens glattgehalten wird.Angezogene Druckschriften:Deutsche Patentschriften Nr. 322 444, 255 202, 3SI, 172 566.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen509 629'24 1. 56
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