DEP0009572DA - Vorrichtung zur Abfederung der Spinntopfwelle bei hängenden Spinnzentrifugen - Google Patents
Vorrichtung zur Abfederung der Spinntopfwelle bei hängenden SpinnzentrifugenInfo
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Description
iitenz.: ρ 9572 VII/29a D fjftj 54^21 Pos.693/5
Vorrichtung zur Abfederung der Spinntopf welle bei hängenden Spinnzentrifugen«, ^
h o
Dr. Heinrich Hampel Oberhaus ea/Bhld »
Beim Zentrifugenspinnen oder —zwirnen von Kunstseidefäden oder von veretreckten<3$unten pflegen ungleiche !Fadenablage, beschädigte
Spinntöpfe oder fehlerhaftes Aufsetzen der Spinntopfe me.hr oder weniger grosse fiotations-ünbalanzen zu verursachen, die in
überlagerten Kreiselschwingungen (Butationsbewegungen) ihren Ausgleich suchen. Bei nicht vorhandener Ausgleichsmöglichkeit,
d.h. bei völlig starrer Welle, fahren sie zu einer schnellen Lagerabnutzung.
Bei stehenden Spinnzentrifugen der heute üblichen Bauart wird die auftretende Kreiselbewegung durch die dünne Laval-Spindel
abgefangen, die mit ihrem unteren Ende in einer hohlgebohrten Antriebswelle sitzt und am oberen Lnde etwa 2 — 3 mm freies
Spiel hat. Ihre Elastizität liefert den zur Schwingungsdämpfung und zur Aufrichtung der Kreiselachse erforderlichen Kraftimpuis,
Bei hängenden Spinnzentrifugen wird die innere wellenbohrung für den JPadendurchgang in Anspruch genommen. Ausserdem ist die
verwendete Antriebswelle wegen ihres grossen Durchmessers nicht mehr elastisch. Die unvermeidlichen Spinntopf-Kreiselschwingungen
sind daher auf andere »7eise abzufangen und zu dämpfen.
x,s wurde gefunden, dass der unterhalb einer hängenden Zentrifuge angeordnete Spinntopf ausreichende Gelegenheit zu gedämpften
Kreiselschwingungen erhalt, wenn man zwischen dem unteren
dem Drehteller, auf den der 'ederbägel anordnet, die mehrfach abgewinkelt sind. Mit ihrem oberen Ende werden sie an der Zentrifugenweile
oder an einem dort angebrachten Wellenflansch oder Gibehalter befestigt. Hierzu können schwalbenschwanzförmige
Nuten dienen, die in axüiaialer Sichtung der Antriebswelle, dem 7>relleiiflansch oder der Olbecher-Aussenwand eingeschnitten sind.
Ihr unteres Enae ist mit dem aufgeoogenen Hand des Drehtellers verbunden. Im allgemeinen genügen drei Federbügel, die gleich-
massig über den Drehte11er-Umfang verteilt sind. Die Anzahl der Federbügel kann indessen auch über diese Zahl ainausgehen.
Zur .Erzielung einer leichten «.bnenmbarkeit des Drehtellers erfolgt die Befestigung der federbügel am oberen Zeilenende, insbesondere
am dort befindlichen 0!becher derart, dass dort aofesiai verlaufende schwalbenschwanaförmige Nuten eingescnnitten sind,
in die entsprechend geformte, am oberen Ende der federbügel befindlicae Abschr&gungen passen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungs— gemässen Vorricntung dargestellt.
Pig. 1 zeigt eine Aussenansicht der hangenden Spinnzentrifuge,
Pig. 2 veranscnaulicht in vergrössertem Masstab einen Vertikalschnitt durch die Abfederungvorricntung,
Pig. 3 zeigt eine Dnteransicht der Zentrifuge bei abgenommenem Drehteller,
Pig. 4 lässt einen Horizontalschnitt in .Richtung a-b (Fig. 2) erkennen.
Pig. 5 zeigt den abgenommenen Drehteller, Pig. 6 und 7 erläutern Einzelheiten.
Die hangende Spinnzentrifuge besteht aus dem Antriebsmotor (Pig.l) mit anschliessender Lagerhülse 2 und dem untergehängten
Spinntopf 3· #©!" Spinntopf 3» der, wie oben angeführt, im Vorliegenden eine Spinnhülse ist, wird mit seinem oberen Rand in
einen Teller 4 (Drehteller) eingesetzt und dort durch drei Schleuderfedern 5 festgehalten (Pig.4 und 7)· An «έβΕ*unteren
* ι t ·
iinde kann die Spinnhülse 3 duren einen aufgesetzten Siebboden (Pig.l) abgeschlossen sein. Das zu verzwirnende Fadenbündel"-wird
von oben her durch den Padentrichter 7 zugeführt.
Die hohl ausgeführte Zentrifugenwelle 8 (Pig.2), die von dem Padentrichter 7 und einem Padentrichter-Pührungsrohr 9 durchzogen
wird, tragt an ihrem unteren Lnde einen mitrotierenden ölbecher Io, der von einer dicht anliegenden Schutzhaube 11
umschlossen ist.
Die dynamische Beweglichkeit der Spinntopf-Hotationsachse wird durch drei Federbügel 12 gewänrleistet, die je viermal
rfifihx«inkiig abgebogen sind. An ihrem unteren Ende sind sie, durch liete 13 an dem aufgebogenen Rand des Drehtellers 4 befestigt
(Pig. 2 und 7)· Am oberen Enäe 14 besitzen die Federbügel 12 (Pig.4 und 5) abgeschrägte Kanten- Hiermit werden sie in drei
sehwaibenschwanzförmi.g ausgeführte Hutungen 15 eingeschoben . -(VMg-2.), dl_e in die Äussenwandung dee niitro tier enden ölbechers
eingeschnitten sina. .IaGh dem .Einschieben der Federbügel 12 werden drei Madenscnrauben 16 vor ge schraubt (ixg.2, 5 und 6).,
die im Boden des Qlbeehers Io angebracht sind (Pig.2). Die konisch ausg-e führt en ILopfe 17 dieser Schrauben (?ig«5 und 6) passen in
.entsprechende Bonrungen der federbügel 12 und halten- diese Bügel in ihrer vorgeschriebenen lage unverrückbar fest. Zentrifugalkräfte
können hieran nichts ändern, weil sie die Scnrauben 16 nach aussen drücken. Wenn der Drehteller 4 abgenommen werden soll
(Fig.5), schraubt man die drei .Madenschrauben 1,6 um ihre Kopflänge zurück j, worauf man .die Federbügel 12.aus den Hüten 15
(Fig.3) nach unten abziehen kann. Bei abgenommenem Drehteller sind die öl-Entleerungsschrauben 18 frei zugänglich. .
Aufgrund ihrer Tiermaligen Abwickelung erlauben die am Drehteiler-Umfang gleichmässig verteilten Federbügel 12 der Spinntopf-fiGtation3ach.se
in jeder Richtung ein ungehindertes Ausweichen« Sie kann &uf diese Weise allen zusätzlichen liutationsbewegungen
und dem Wiederaufrichten der Kreiselachse völlig frei nachgeben, Die kreiselaufrichtende und schwingungsdämpfende Kraft wird durch
die Elastizität der Federbügel 12 und infolge der hängenden Bauart zusätzlich auch durch die Schwerkraft geliefert. Ein Kippen
aus der Gleichgewichtslage, das bei unzulässig frohen stehenden Spinntöpfen au befürchten wäre, kann nicht eintreten, weil der
hängende Topf zwangsläufig einem stabilen Gleichgewicht zustrebt.
■Die' 'Federbügel ersetzen in vollendeter Weise die heute ver- ?jenaete ireie laval-Welle stehender Spinnzentrifugen. Aufgrund
ihrer abgewinkelten Anordnung und des dadurcn wesentlich verlängerten Hebelarmes kann jeder Bügel 12 und damit auch die
Spirmhülse 3 den auftretenden Schwingungen erheblieh besser und weicher nachgeben als bei Verwendung einer elastischen ¥ertü:al-■w-eile-Die
iLopplungsf estigkeit zwischen den starr und nachgiebig rotierenden Massen.und damit die Höhe der kritischen Drehzahl
hängt von den Elastlzitätseigenschaiten der Federbügel 12 ab.
Mit Bücksicht auf die im iüinstseidebexrieb (z.B. Viskoseseide) vielfältige chemische Beanspruchung werden die Federn 12 mit ihren
Befestigungsnieten und -schrauben aus rostfreiem Cr-M-Mo-5tan& hergestellt» Beim Yerzwirnen von verstreckten Garnen können für
die Federbügel gewöhnliche Stähle benutzt werden.
Claims (2)
1. Vorrichtung zur Abfederung der Spinntopfwelle bei hängenden Spinnzentrifugen, denen das .zu verzwirnende Fadenbündel durcn
die nonle Antriebewelle zuläuft, dadurch gekennzeichnet, dass der suit aufsetzen des Spinntopfes bzw. der Spirmhülse (3)
dienende Teller (4) durch mehrfach abgewinkelte Federbügel (12) mit dem unteren Ende der hohlen Zentrifugenwelle (S) oder einsm
dort angebrachten n-ellenflansch oder ölbehälter (io) verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Federbügel (12) an- ihrem oberen Ende (14) abgeschrägt und
in as&ifceial verlaufende Kuten (15) der Zentrifugenwelle (S) oder der Glbecher-Aussenwand (lo) eingeschoben sind, während
sie am anderen linde an der Innenwanciung des aufgebogenen Bandes des Drehtellers (4) befestigt sind.
3· Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Federbügel (12) in den Hüten (15) der Zentrifugenwelle (3)
oder des mitrotierenden Ölbechers (lo) durch Madenschrauben (16) mit konischem -Kopf (17) gesichert sind, die in radialer Sichtung
in den Boden des Ölbechers (io) einschraubbar sind.
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