DEP0009449DA - Rundfunkempfangsgerät mit Skalenbeleuchtung und Netzanschluß - Google Patents
Rundfunkempfangsgerät mit Skalenbeleuchtung und NetzanschlußInfo
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Description
Rundfunkempfangsgeräte, die mit einem Netzanschlußteil versehen sind, arbeiten heute in der Regel mit Huckvakuumgleichrichtern, da diese Art von Gleichrichterröhren bei niedrigen Stromverbrauch der Geräte sich besonders bewährt haben. Es ist ferner üblich, die Rundfunkgeräte mit einer Skalenbeleuchtung auszustatten und zu diesem Zweck eine Skalenbeleuchtungslampe in einem besonderen Stromkreis vorzusehen. Bei den Allstromgeräten wird zu diesem Zweck in der Regel in dem Kreis der Skalenlampe ein temperaturanhängiger Widerstand (Urdox) vorgesehen, um ein Durchbrennender Lampe kurz nach dem Einschalten, d.h. solange das Gerät noch nicht Strom aufnimmt, zu verhüten. Die für eine niedrige Spannung, z.B. 18 Volt, bemessenen Skalenlämpchen brennen verhältnismässig leicht durch und die hat dann zur Folge, daß das ganze Gerät nicht in Betrieb genommen werden kann. Außerdem sind die temperaturabhängigen Widerstände verhältnismässig teuer.
Gegenstand der Erfindung ist einen Anordnung, die diese Verhältnisse vereinfacht und es ermöglicht, ohne einen besonderen Beleuchtungskreis auszukommen.
Es ist bekannt, an Stelle von Hochvakuumgleichrichtern in Rundfunkempfangsgeräte gasgefüllte Gleichrichterröhren einzubauen. Es bestand aber ein Vorurteil gegen den Gebrauch dieser Röhren bei Rundfunkgeräten, da diese Röhren nur für den Betrieb größerer Stromverbraucher für wirtschaftlich gehalten wurden.
Es ist ferner bekannt, gasgefüllte Leuchtstoffröhren für die Raumbeleuchtung zu verwenden. Diese Röhren arbeiten mit kalten Kathoden und haben in der Regel sehr große Abmessungen, um die genügenden Lichtstärken zu erzielen.
Gemäß der Erfindung wird nun eine gasgefüllte Leuchtstoffröhre mit Glühkathode gleichzeitig zur Beleuchtung der
Skala und zur Gleichrichtung im Netzanschlußteil verwendet. Diese Anordnung hat den Vorteil, daß ein besonderer Skalenlampenkreis mit Regelwiderstand in Fortfall kommt und nur die sonst übliche Hochvakuum-Gleichrichterröhre durch die neuartige Röhre ersetzt zu werden braucht. Die Röhre selbst ist zweckmässig so ausgebildet, daß sie bezüglich ihrer Lichtstärke, Größe, Formgebung und Halterung den in Rundfunkgeräten üblichen und dem Gerätetyp angepassten Aufbau aufweist. Die Ausführung kann z.B. so getroffen sein, daß eine zentral gelegene Glühkathode von mehreren Anodendrähten oder einem halbzylindrisch gebogenen Anodenblech umgeben ist, während die zylindrische Wandung der Röhre den Leuchtstoff trägt. Es kann auch zweckmässig sein, der Lampe eine flache oder ovale Form zu geben.
Weitere Einzelheiten geben aus dem im folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiel hervor, das in den Figuren dargestellt ist.
Fig. 1 zeigt die Ansicht einer Röhre und Fig. 2 eine weitere Ausführungsform derselben.
Die Röhre enthält auf einem Sockel 1 in einem zylindrischen Glaskolben 2 die Kathode 3 und die Anode 4, die sich in einer Gesamtatmosphäre, z.B. Quecksilberdampf, befinden. Die Kathode ist beispielsweise in der Mittelachse der Röhre angeordnet und um sie herum befinden sich mehrere, z.B. sechs Anodendrähte. Die Wandung des Glaskolbens ist mit Leuchtstoff 5 belegt, der von den von der Glühkathode ausgehenden Elektronen zum Leuchten angeregt wird. Beim Betrieb wir die Netzspannung hinter dem Gleichrichter entnommen, wie dies an sich bekannt ist. Die Lampe wird im Gerät derart angeordnet, daß das Licht auf die Skala fällt oder auf einen hinter der Skala befindlichen Reflektor.
Auch hier ist es möglich, auf die zur Skalenbeleuchtung bekannten Anordnungen zurückzugreifen. Neuartig ist es jedoch, den Netzgleichrichter gleichzeitig zur Skalenbeleuchtung vorzusehen und zu diesem Zweck das von der Leuchststoffschicht ausgehende Licht der Leuchtstoffröhre zu benutzen. Der Leuchtstoff hat zweckmässig eine lange Nachleuchtdauer, um ein möglichst flimmerfreies Licht zu erzielen. Außerdem ist es zweckmässig, Entstörungsmaßnahmen vorzusehen, z.B. Hochfrequenzdrosseln, anzubringen und gegebenenfalls die Leuchtstoffröhre gegen den Empfänger abzuschirmen, um eine Beeinflussung der Hochfrequenzstufen des Empfängers zu vermeiden.
Fig. 2 zeigt eine etwas andere Ausführung der Röhre, die in diesem Fall eine halbzylindrische Anode 6 besitzt, auf deren gegenüberliegender Seite der Röhrenkolben 7 mit dem Leuchtstoff 8 versehen ist. Die Anode dient hier gleichzeitig als Reflektor, um das Licht in Richtung auf die Skala zu lenken.
Claims (3)
1. Rundfunkempfangsgerät mit Skalenbeleuchtung und Netzanschluß, dadurch gekennzeichnet, daß eine zur Beleuchtung der Skala vorgesehene gasgefüllte Leuchtstoffröhre mit Glühkathode gleichzeitig als Netzanschlußgleichrichter geschaltet ist.
2. Leuchtstoffröhre mit Gasfüllung für ein Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anode gitterförmig ausgebildet ist, z.B. aus Drähten besteht und der Glaskolben eine Leuchtstoffschicht langer Nachleuchtdauer trägt.
3. Leuchtstoffröhre nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anode als Halbzylinder ausgebildet ist und der Kolben auf der dieser gegenüberliegenden Seite die Leuchtstoffschicht trägt.
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