DEP0009230MA - - Google Patents

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DEP0009230MA
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cooling
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Description

■\ ν.
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 19. Februar 1953 Bekanntgemacht am 16. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
In der letzten Stufe der Herstellung von Waschseife wird die flüssige und warme Seifenmasse durch Kühlung unter Druck zum Erstarren gebracht und dabei in feste und dichte Seifenstücke verwandelt.
Die hierfür verwendeten Maschinen arbeiten entweder nicht kontinuierlich und erfordern die Einrichtung großer Kühlanlagen, oder sie arbeiten kontinuierlich in einem komplizierten und kostspieligen Fließverfahren.
Die Erfindung bezweckt die Schaffung einer Anlage, die durch rasche Kühlung unter Druck die fortlaufende Herstellung von Waschseife in Strängen beliebigen Querschnitts nach einem Fließverfahren ermöglicht.
Da die Seife in Strangform gekühlt und gepreßt wird, erfolgt die Kühlung auf vier statt nur zwei Seitenflächen, und die einzelnen Seifenstücke werden beim Austritt aus der Maschine mit einem einzigen Schnitt in gewünschter Größe erhalten.
Durch eine solche Maschinenanlage werden Zeit, Arbeitskosten und Kraft im Vergleich zu den bisher üblichen Verfahren gespart.
Die Anlage nach der Erfindung weist mindestens einen drehbaren Scheibenkörper auf, der an seinem Umfang eine offene kreisförmige Rinne vom Querschnitt des gewünschten Stranges trägt, die von einem mit Zu- und Ableitungen zum Umlauf einer Kühlflüssigkeit versehenen Kühlraum umgeben und auf der Außenseite von einem dünnen endlosen biegsamen Stahlband geschlossen ist, welches um einen Teil des Umfanges der Rinne und um eine am freien Ende der tragenden Welle gelagerte Vorgelegescheibe läuft. Auf der Außenseite
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des Bandes ist ein aus Gummi oder ähnlichem Material bestehender Hohlkörper vorgesehen, der einen durch für den ganzen Umlauf des Bandes
■', genügend lange Schläuche mit den Zu- und Ableitungen der Kühlflüssigkeit verbundenen Kühl-• raum bildet. Dabei ist ein aus biegsamem und elastischem Material bestehendes Mundstück zur Einführung der flüssigen Seife in jede der umlaufenden Rinnen einerseits an die vom Kessel oder
ίο den Behältern herkommenden festen Leitungen angeschlossen und berührt andererseits die Innenflächen der von einem biegsamen Band geschlossenen Rinne unter Druck.
Die Zu- und Abfluß leitungen der Kühlflüssigkeit können als Bohrungen in der die rotierenden Scheibenkörper tragenden Welle ausgebildet sein, während die die Bohrungen in der Welle mit den Kühlräumen verbindenden Leitungen aus Gummi oder Kunststoff bestehen können.
In den Zeichnungen sind einige Ausführungsformen der Anlage nach der Erfindung schematisch und beispielsweise dargestellt.
Abb. ι ist eine Seitenansicht eines Kühlkörpers; Abb. 2 ist ein Schnitt nach Linie A-A der Abb. 1; Abb. 3 ist ein Querschnitt in vergrößertem Maßstab durch die Kühlrinne nach Linie B-B der
. Abb. ι;
Abb. 4 ist die Ansicht eines Mundstückes für die Zufuhr der flüssigen Seife in die Kühlrinne;
Abb. 5 ist ein Schnitt durch das Mundstück nach Linie C-C der Abb. 4.
Der in den Abb. 1 bis 5 dargestellte Kühlkörper besteht aus einer festen Zuleitung 6" mit einem Mundstück oder einer Düse 1 für die Zufuhr der flüssigen und warmen Seife in die Kühlrinne 8 der umlaufenden Scheibe 2, die einen mit dieser Kühlrinne 8 versehenen Kranz trägt (Abb. 1). Die Scheibe 2 wird von einem Motor über ein stufenloses Getriebe 4 und die Zahnräder 3 angetrieben (Abb. 2). Die Umlaufgeschwindigkeit richtet sich nach der zur Erstarrung notwendigen Zeit, die vom jeweiligen Querschnitt des Seifenstranges abhängt.
Die die Rinne 8 tragende Scheibe 2 ist auf eine
Welle 5 aufgekeilt, an deren Enden Stutzen 6 und 7 für den Ein- und Austritt der Kühlflüssigkeit vorgesehen sind.
Auf der Welle 5 können je nach der gewünschten stündlichen Leistung eine oder mehrere Schei-
.... ben 2 angebracht werden.
· Die Rinne 8, in welcher die Seife gepreßt und gekühlt wird, ist auf drei Seiten ihres Querschnittes von einem von der Kühlflüssigkeit durchströmten Hohlraum 9 umgeben (Abb. 2 und 3).
Die vierte Seite der Rinne 8 ist durch das Stahlband 10 dicht verschlossen; eine ebenfalls von Kühlflüssigkeit durchströmte Gummirinne 13 ist auf das Stahlband zusammen mit der aus Kunststoff bestellenden Unterlage 12 aufgenietet.
Das Band umschlingt die Rinne 8 längs eines bestimmten Bogenteiles und wird so gegen die Rinne 8 angedrückt, daß eine gedichtete Leitung entsteht, in welche die zu kühlende Seife eingeführt ,wird. Um -den erforderlichen Druck gegen die Rinne zu erzielen, ist das Stahlband endlös ausgebildet und läuft um die Riemenscheibe 17 (Abb. 1). Die Spannung des Stahlbandes läßt sich durch Verstellung des Lagers 15 und der Scheibe 17 mittels der Schraube 16 regeln,
Die Scheibe 17 ist auf dem frei tragenden Ende eines am Lager 15 angebrachten Zapfens drehbar, um den Durchgang der zum Kreislauf der Kühlflüssigkeit in den Kühlräumen dienenden Gümmischläuche2i, 22, 23 und des Rohres 24 zu ermöglichen.
Wie aus den Abbildungen, insbesondere Abb. 2, ersichtlich, strömt die Kühlflüssigkeit, in Pfeilrichtung von der Zufuhrleitung 6 kommend, durch die an einem Ende der Welle 5.befindliche axiale Sacklochbohrung 20, an deren Boden der zur Verbindung mit dem Kühlraum 9 dienende Schlauch 21 angeschlossen ist. An einer geeigneten Stelle des Kühlraumes 9 ist der Schlauch 22 angeschlossen, der mit einem an der äußeren Fläche 13' des Kühlraumes 13 befindlichen Stutzen verbunden ist. Von einer anderen geeigneten Stelle.der äußeren Fläche 13' ausgehend, stellt der Schlauch 23 die Verbindung mit dem auf der Welle 5 befestigten Rohr 24 her, das seinerseits mit der an dem anderen Ende der Welle 5 befindlichen Sacklochbohrung 25 und dadurch mit dem Auslaß 7 in Verbindung steht.
Die Kühlflüssigkeit durchströmt also während des Betriebes die Leitungen 20 und 21, den Kühlraum 9, den Schlauch 22, den Kühlraum 13,. den Schlauch 23, das Rohr 24 und die Ausbohrung 25, um schließlich zum Auslaß 7 zu gelangen. Die durch die Schläuche zwischen den Kühlräumen und den festen Leitungen hergestellte Verbindung ermöglicht den gewünschten Kreislauf, ohne daß die Schläuche schädliche Verdrehungen erleiden, die zu Störungen des Betriebes führen könnten, weil die Scheibe 17 an dem freien Ende ihres Tragzapfens gelagert ist und die Drehbewegung der Scheibe 2 und des Stahlbandes 10 dadurch nicht behindert wird. . .
Aus Abb. 2 ist auch ersichtlich, in welcher Weise die Rinne 8 durch das Stahlband 10 abgedichtet wird, indem das die äußere Umfangsfläche der Rinne 8 umschlingende Band auch an die seitlichen Außenflächen der Rinne durch eine geeignete Spannung angepreßt wird. Die Einstellung dieser Spannung geschieht durch Verstellung des Stützlagers 15.
Abb. 4 und 5 stellen das für die Einführung der Seife in die Rinne 8 und gleichzeitig zur dichten Verbindung mit der festen Zuleitung 5 dienende Mundstück 1 dar. Dieses in Gestalt eines Pyramidenstumpfes ausgebildete und aus einem biegsamen und elastischen Werkstoff bestehende Mundstück ι wird vom Druck der zuströmenden flüssigen Seife so weit gedehnt, daß die Berührungsflächen des Mundstückes mit den Innenwänden der Rinne 8 und des Bandes 10 sicher abgedichtet werden. . .
Die Arbeitsweise der beschriebenen Maschine ist folgende: In die von der Rinne 8 und vom Band 10 gebildete geschlossene Leitung wird die vom Koch-
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kessel oder von sonstigen Behältern zufließende, flüssige und warme Seife unter Druck mittels einer Pumpe oder der im Kessel verdichteten Luft eingeführt. Gleichzeitig wird die Scheibe 2 gedreht, um die Rinne 8 zu füllen. Da die Kühlräume 9 und 13 von kaltem Wasser oder von Kühlsole durchströmt werden, wird die in die Rinne 8 eingeführte Seife rasch und stark auf allen vier Seiten gekühlt, so daß sie unter Druck erstarrt.
Um zu verhindern, daß noch nicht erstarrte Seife aus der Rinne ausfließt, wenn sie die höchste Stelle der Rinne überschreitet, wird bei der Inbetriebsetzung der Maschine die Ausmündung der Rinne mit einem hölzernen Stopfen od. dgl. verschlossen.
Auf diese Weise wird die Seife während der für die Erstarrung notwendigen Zeit in der Rinne zurückgehalten.
Wenn die von der Scheibe 2 mitgenommene Seife eine Dreiviertelumdrehung zurückgelegt hat, wird sie zumeist genügend abgekühlt sein. Sollte das nicht der Fall sein, wird die Scheibe zum Stillstand gebracht und solange stehengelassen, bis die in der Rinne 8 befindliche Seife erstarrt ist. Danach löst sich die noch im plastischen Zustand befindliche, jedoch genügend feste Seife durch ihr Eigengewicht von der Rinne 8 ab, von der sich auch das Band 10 schon gelöst hat. Die Seife gelangt dann zu einer bogenförmigen und mit waagerecht hin- und hergehender Bewegung arbeitenden Schneidvorrichtung 18, mittels deren einzelne Stücke vom Strange abgeschnitten werden.
Sobald die der Rinne 8 zuerst zugeführte Seifenmenge abgekühlt und erstarrt ist, wird selbstverständlich der hölzerne Stopfen entfernt. Während des weiteren Betriebes der Maschine wird er dann nicht mehr notwendig sein, weil die aus der Rinne 8 austretende feste Seifenmasse selbststopfend gegen die weiter in die Rinne 8 eingeführte flüssige Seife wirkt.
Die geschnittenen Stücke fallen auf ein Förderband 19, welches sie der Weiterverarbeitung, d. h. Stempelung, Trocknung und Verpackung, zuführt. Die mit der beschriebenen Anlage erzielten Vorteile sind erheblich, weil das Fließverfahren eine wesentliche Herabsetzung der Betriebskosten und die Erzeugung dichter Seifenstücke gleichförmiger Struktur ohne Ausschuß ermöglicht.

Claims (2)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Anlage zur kontinuierlichen Herstellung von Waschseife in Strängen beliebigen Querschnittes durch Kühlung unter Druck, gekennzeichnet durch mindestens einen drehbaren Scheibenkörper (2), der an seinem Umfang eine offene kreisförmige Rinne (8) vom Querschnitt des gewünschten Stranges trägt, die von einem mit Zu- und Ableitungen zum Umlauf einer Kühlflüssigkeit versehenen Kühlraum (9) umgeben und auf der Außenseite von einem dünnen endlosen biegsamen Stahlband (10) geschlossen ist, welches um einen Teil des Umfanges der Rinne (8) und um eine am freien Ende der tragenden Welle gelagerte Vorgelegescheibe (17) läuft, während auf der Außenseite des Bandes ein aus Gummi oder ähnlichem Material bestehender Hohlkörper (13) vorgesehen ist, der einen durch für den ganzen Umlauf des Bandes genügend lange Schläuche (22, 23) mit den Zu- und Ableitungen (6, 7) der Kühlflüssigkeit verbundenen Kühlraum bildet, wobei ein aus biegsamem und elastischem Material bestehendes Mundstück (1) zur Einführung der flüssigen Seife in jede der umlaufenden Rinnen einerseits an die vom Kessel oder den Behältern herkommenden festen Leitungen angeschlossen ist und andererseits die Innenflächen der von einem biegsamen Band (10) geschlossenen Rinne (8) unter Druck berührt.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zu- und Abflußleitungen der Kühlflüssigkeit als Bohrungen (20, 25) in der die rotierenden Scheibenkörper (2) tragenden Welle (5) ausgebildet sind und die die Bohrunrungen in der Welle mit den Kühlräumen verbindenden Leitungen aus Gummi oder Kunststoff bestehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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