DEP0008813DA - Elektronenstrahlschalter - Google Patents
ElektronenstrahlschalterInfo
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Description
T θ 1 e f u η k e η
Gesellschaft für drahtlose Telegraphie m.b.IL
Gesellschaft für drahtlose Telegraphie m.b.IL
Dachau, den 23«9
lilektr onenstr ah Ischalt er e
J3rf indungs ge genstand ist ein llelcfciOiienstrahlschcilter für Vi elf ach-Hachrichtenübermittlung
nach dem Yerfahren der wechselzeitigen Übertragung j 'beispielsweise für Multiplextelephonie* Bei einem derartigen
Schalter überfährt ein scharf gebündelter Kathodenstrahl periodisch ,mit genügender Frequenz, eine Folge von Schaltsegment eil, an denen
die verschiedenen Nachrichtenkanäle liegen. Bei Geber und -i^mpfängei laufen die koimautierenden Strahlen streng synchron und konphas, sodaeß
in ordern Augenblick die gerade am Empfänger eintreffende Sendung in der richtigen Kanal hineingelangte
Zur Begrenzung des Übersprechens ist es üblich, die .Sinzel elektroden, an denen die verschiedenen Verbindungen endigen und die, vom Primärstrahl
getroffen j bei geeigneter Schaltung Sekundär elektronen abgeben, in gegeneinander metallisch abgeschirmt en Ii)nt la dungs kammern unter zubrit
gen« In -SiId I5 a3 ist dies schematisch angedeutet. R ist die Schaltröhre
mit dem Elektronenstrahlerzeuger E bekannter Art, A-^-Ap sind ' die Platten eines Ablenkkondensators , der beim Beschicken mit einer
sägezahnförmig verlaufenden opannung den Strahl 8 in der Richtung des Pfeils P über den (anstelle gewöhnlicher Segmente angeordneten) Sntladungskammern
mit den Kanalelektroden 1,2,3·.... fächern lässt . Der abtastende Primärelektronenstrom tritt in die Ent ladungs kamm er η
der Reihe nach durch Öffnungen eine Sr trifft darin gemässBild I5
b, schräg zur Sinfausrichtung P stehende Elektroden K-^, K0 , an
denen die zeitlich schwankenden Kanalspannungen liegen und von denen beispielsweise Belcundärelektronen in gesteuerter Menge zu Sinzelanoden
A1?äp9ea* übergehen (in anderen Fällen kann eine allen Bntladungskammern
1, 2, -.·... £®aeins_ame_ Anode vorgesehen sein). 1,11,.,, bezeichnen die anlcommenden bezv/, abgehenden Hachrichtenkanäle, L-^5
Lp, eeeo<, kleine Induktivitäten zur kompensation der Kapazitäten Α-,-y
K1 s A9 - Kp5 βοββ? was für die Erzielung möglichst steiler Abtast-
impulse wesentlich ist.
In Bildj.1,c, sind die Entladungskammern. der besseren Verständlichkeit halber längs einer Geraden angeordnet, wahrend aus elektronenoptischen
Gründen der Aufbau nach Bild lsa, der Wirklichkeit näher kommt..
Die für die erfolgreiche Anweänduiig von illektronenstrahlschaltern der beschriebenen Art zu besagten Zwecken entscheidende Bedingung
ist ,iiie bemerkt, ein hinreichend schwaches übersprechen von Kanal zu Kanal« Ss muss datier der elektrostatische Durchgriff der Kanalelektroden
E-^5Kp, ··.'.. ο aufeinander (bezw. bei gemeinsamer Anode in deren
Haum hinein) so gering wie nur irgend möglich gemacht werden, zumal die oekundärelektronen geringe Austritts geschwindigkeit en haben, also
leicht beeinflussbar sind. Urn dieser Bedingung zu genügen, ist es erforderlich (vgl0 Bild I5 b und c), die EintrittsÖffnungen O1,O0,
der Sntladungskammern 1S2? <..*»<> für den Schaltstrahl so klein wie nur
irgend angängig zu machen, weil ja die elektrischen Kraftlinien von Kammer zu Kammer allein durch diese off nuns en hindurchtreten, falls die
Abschirmung sonst vollständig ist. Hiergegen spricht jedoch die Habwendigkeit, für jeden Kanal eine hinreichende ImpuIs 1 eistung zu erziei
len. Wird nämlich aus dem soeben angegebenen Grunde die einzelne Kammeröffnung g beliebig verkleinert, so wird gleichzeitig bei ste^
tig abgelenktem Schaltstrahl, ά.ΐι. bei konstanter Ablenkgeschwindigkeit,
die Dauer seines' Verweile ns in jeder Sritladungskainmer entspreche» kürzer , und da wir nicht imstande sind, diese Einbusse durch Steigern
der Str all 1st romstärke nach Wunsch auszugleichen, so verlieren wir schliesslicii an Impulsleistung, die durch das Produkt von <%it
un&dstromstärke, cdso durch eine umgesetzte Ladungsmenge, bestimmt wird ο
Die Erfindung vermeidet diese Schweierigkeit durch Einführen einer Z§£iJd^^ beim Überfahren
der Sntlädungskammern 1,2...... Das Diagramm Bild l,c, erläutert den Erfindungsgedanken in Gestalt der x-t-Kurve, wo t die Zeit .
und χ die Ablenkung bedeutet. Den Eintrittsöffnungen O-j,Ops <>»... <
>. *. entspredhen festliegende Werte von s mit konstanten Differenzen· An diesen Orten der Strahlablenkung soll die IPahrbewegung des Strahls
erfindunppgemäss gebremst 9 zwischen ihnen entsprechend beschleunigt werden« Man erreicht dies, in-dem man mit Hilfe bekanntef-Schaltciittel
der ansteigenden Gerade U1^ des iblenksäge zahne s die Dreieckskurven €r
?P überlagert φ Js ergibt si au die 'ireppeukurve 1', und man sieht nun £ sofort s dass der ochaltstrahl sich an den Orten der Eintritts öffnungen
O15 0oj O73966OO jeweils einige Zeit aufhält, uli danach beschleunigt
auf die nächste Öffnung überzugehen. Den Verweils teilen entsprechen die'bei geeigneter Form der Dreieckskurve I^ horizontalen 'ieile
der Kurve Ϊ«
Dank solcher Jchrattbej2e_guns des ochaltstrahls können die TBintrittsögfnungen
0-, 5 Op9 <,«,<.<> wirksam, verkleinert werden, weil ja nunmehr bei
unveränderter si££.i®£§£ dciialtgescnwindigkeit die Jbtastjzeit für g'eden Kanal infolge des örtlichen Terweileiis des Straftis in der engen
Eintritts öffnung nieder dea gleicnen Wert erreichen kann, wie bei stetiger ablenkung und entsprechend grösserer Bintrittsöffaung. Ilan kann
auf diese weise sogar die Abtastzeit noch erheblich ver^längern, ohne den Vorteil der verkleinerten Sintrittsöffnungen preiszugeben, und
zwar dadurch 5 dass man die Gestalt der Dreiecks kurve -Pp in i^ild l,c, sovieit Twie möglich der Form I?r annähert, ffür die Bewegungssteuerung
des 3chaltstraljls sind dann die Kurven ¥-, und F7 -überlagert zu denken.
Die notwendige Hiasengenauiglieit der Ablenkung relativ zu den Orten iz der Eintritts öffnungen ist erreichbar, uenn man einen der Ilanäle selbei
zur Gleichlauf korrektur benutgt. Die hierzu erforderliche 3ch öl tu ngstechnik ist den Tachnann geläufig.
Bild 2 bezieht sich auf einen Ulektronenstrahlschalter mit kreisendeiii, durch ein -freiifeld abgeleoicten strahl, j Ii er zu uerdeu oekanntlich bei
magnetischem Drehfeld zv/ei um 90 phasenverschobene ^inusströme gleiche] iüiiplitude, bei statischem Drelafeld zwei um 90° phasenverschobene tsinus»
spannungen xi^sin vrt und A.oos.wt ver\?endet9 von tdenen nach Bild 2 die
erste AblenkSOannunc U_ für die Z~Koordianate, die zweite die ^blenicspannung Uy für die ϊ-ICoordinate liegfert. Überlagert ja an diese oinusspaanungen
von. der öchslteruülaufs-iCreisfrequenz ¥/, in der durch Bild 2 veranschaulichten Phasenlage, eine in aer ümplitude sinusförmig an-
und abschwellende liarmoiiiscne-- von ώ, wo oei die Ordnung ζ aiii aieser
liarraonischeri duren aie iCanalzaxil üestinmit wird, so resultiert bei unveränderter
mittlerer Umlaufgeschwindigkeit und bei richtig dosierter der üusatzfrequena lT.w. (Έ ganze Zahl) die gewünschte ,saiaai4>-
Schritt- .oder oprungbewegung des Jchaltstrahls von. einer Eintrittsöffnung zur nächsten 9 und es können so alle mit Bezug auf Bild 1
abgeleiteten forteile auch beim Rotations sch alter erreicht werden« Die f^'ir ein gewähltes Zeit verhältnis der Verweildauer zur Sprungdauer
notwendige ^iirvenf orn der Zusatzspanmingea U, und Usy, deren Laxima und I iniraa, wie ersichtlich, um 90 phasenverschoben sind,
lässt sich leiciib er..iitbeln; sie nähert sich mit dem 'Jachsen jen^es Zeit verhältnis s es dem OIiaraliOer der ioirve ?·, in Bild 1, c« d*h«
ausser der Gruadhariiiomischen luv; sind Höhere Ilamaonische, erforderliche
Durch die beschriebenen üiittel ist es in vielen Fällen sogar £ioglich9
in dem Eleicbronenstratilschalter zu offenen Kanslelektroden bezvz· au schmälsten iclialtsegmentea mit gross en trennenden Zwischenräumen überzugehen,
wobei dann stets der Vorteil darin besteht, dass die breiten l'rennlücken eine vollständigere kapazitive Entkopplung der Kanäle
ermöglichen und infolge des weiteres Abstandes der Kanal elektrodeηs
die aunuiexir äusserst schmal sein dürfen, auch das übersprechen reduziert ist»
Claims (1)
- Patentansprü ehe1· Elektronenstrahls ehalt er für Vielkanal-Üb ertragung und Verfahren zum Betriebe desselben, dadurch gekennzeichnet, dass der abgelenkte fächern·* de oder kreisende Schaltstrahl nicht stetig, sondern schritt- oder sprungweise von Segment zu Segment bewegt wird· «2· Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dassTdie^Sintrittsoffnungen der den Wachrichtenkanälen zugeordneten Sntla^dungskanmern entsprechend dem längeren Verweilen des Strahls in ihnen verkleinert sind.imp das tifoeBiapaiietoaia a\\ we*m*ni»mi*5· Verfahren zur Ablenkung des Stra^hls in Schaltern nach Anspruch 1 und 21 gekennzeichnet durch tiberlagern einer Dreieck- bis sägezahnförmigen Kurve höherer !Frequenz über die normale Sägezahnkurve zur Erzielung einer Treppenkurve ( T in Bild l,c).4· Verfahren zur kreisförmigen Bewegung des Strahls in Sprüngen nach An- -spruch 1, gekennzeichnet durch Überlagern einer sinusförmig an- und abschwellenden Wechselspannung höherer Frequenz, mit 90° Phasenunterschied des An- uüd Abschwellens, über die beiden Sinus spannungen des Drehfeldes, wM^WWMoMllhH^äiiftM^ wobei die höher-frequente Wechselspannung außer ihrer Brundfrequenz, die durch die Kanalzahl bestimmt ist, Harmonische eäSalten kann, um ein besonders günstiges Verhältnis der Verweildauer zur Sprungdauer zu erzielen.
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