DEP0008778DA - Verfahren zur Herstellung von Papier - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Papier

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DEP0008778DA
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DE
Germany
Prior art keywords
paper
resin
aminotriazines
alkalis
melamine
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Dominique Pelgroms
Original Assignee
Papeteries Steinbach & Cie Société Anonyme, Malmedy
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Description

Die vorliegende Erfindung hat die Herstellung eines Papieres zum Gegenstand, das dazu dient, eine empfindliche Emulsionsschicht aufzunehmen und nicht den Uebelstand des "Durchschlagens" aufweist, der sehr oft bei derartigen Papieren festgestellt wird.
Das Rohpapier, das für photographische Zwecke bestimmt ist, ist ein Papier von besonderer Beschaffenheit, dessen Leimung ganz besonders sorgfältig durchgeführt werden muss.
Normalerweise enthält die photographische Unterlage eine Barytschicht, die aus einem Bariumsalz gemischt mit einem Weichmacher, z.B. Gelatine, besteht.
Es kommt aber vor, dass diese Barytschicht durch eine Gelatineschicht ersetzt wird, oder auch, dass die empfindliche Emulsion unmittelbar auf das Rohpapier aufgetragen wird.
In diesen drei Fällen besonders aber in den beiden letzteren, muss die Unterlage sehr gut geleimt sein. Eine weniger gut geleimte Unterlage würde gewissermassen die Rolle eines Lösch- papiers spielen. Die Emulsion würde mehr oder weniger tief in das Papier eindringen und das photographische Papier würde nach der Belichtung und Entwicklung mattere und mehr oder wenigere empfindliche Flecken aufweisen.
Andererseits muss ein photographisches Papier nach der Belichtung in dem Entwicklungs- und Fixierbad behandelt und darauf manchmal für Stunden in Wasser gespült werden und muss deshalb eine ausreichende Leistung aufweisen, um der auflösenden Wirkung dieser Flüssigkeiten zu widerstehen.
Um nun ein Papier ausreichend zu leimen, verwendet man im allgemeinen das natürliche Harz oder Colophonium.
Dieses Harz wird vorzugsweise in eine Harzseife umgewandelt, sie es durch caustische Soda (Na OH), sei es durch Natriumcarbonat (Na(sub)2 CO(sub)3).Eine Emulsion von Harz in Ammoniak eignet sich nicht, weil dieses Produkt einen ungünstigen Einfluss auf gewisse Emulsionen hat.
Der Hersteller einer photographischen Unterlage ist also gezwungen, zwischen den beiden ersten Produkten zu wählen.
Wie oben gesagt wurde, muss die photographische Papierunterlage gut geleimt sein.
Daraus folgt, dass die Menge des zuzusetzenden Harzes im allgemeinen grösser ist als es für andere feine Papiere notwendig sein würde. Das schliesst dann gleicherweise eine grössere Menge Alkali ein. Wenn auch während der Raffinage in den Holländern dieses Alkali mehr oder weniger durch die schwefelsauren Alaunlösungen neutralisiert wird, verbleibt doch immer ein Rest in dem auf der Maschine gebildeten Bogen.
Hier tritt nun die Erscheinung zutage, die die Grundlage für den Uebelstand ist, von dem zu Anfang die Rede war: da das Alkali sehr hygroskopisch ist, hält es leicht Wasser in dem Papier zurück. Wenn nur im geringsten die feuchten Pressen der Papiermaschine nicht gleichmässig in ihrer ganzen Ausdehnung drücken, ist die Verteilung des Wassers in dem Bogen ungleichmässig, was beim Laufen des Papiers über die Trockentrommeln den Fehler des "Durchschlagens hervorruft, der jetzt in genauerer Art beschrieben sein möge.
Das Papier mit diesem Fehler zeigt nach seinem Durchgang durch die photographischen Bäder eine gewisse Durchsichtigkeit.
Diese Durchsichtigkeit kann entweder mehr oder weniger gleichmässig über die ganze Fläche des Papiers oder ungleichmässig vorhanden sein, d.h. in Flecken; es bietet dann dasselbe Aussehen wie ein trockenes Papier mit Oelflecken. Diese Flecken gegen also eine Durchsichtigkeit, wenn man den Bogen auf dem Negatoscop oder vor einem natürlichen oder künstlichen Licht betrachtet; sie erscheinen dagegen in der Form von dunkelgrauen Markierungen ind den weissen Partien und von schwarzen in den halbgetönten oder dunklen Partien, wenn man das Photo über einem dunklen Untergrund oder in rasantem Licht betrachtet.
Um diesem Uebelstand abzuhelfen, müsste man also die oben erwähnten Alkalien fortlassen; aber das es unmögliche ist, das Harz in der gewünschten Form in Abwesenheit dieser Alkalien einzuführen, musste man, um das Harz zu ersetzen, nach einem Stoff suchen, der diese Produkte nicht erfordert.
Gemäss der Erfindung wird dieses Ziel dadurch erreicht, dass man die oben erwähnten Harzseifen ganz oder zum grösseren Teil ersetzt durch aldehydische Kondensationsprodukte der Aminotriazine, die man erhält, indem man Aldehyde oder Substanzen, die geeignet sind, Aldehyde abzugeben, mit Aminotriazinen oder ihren Derivaten reagieren lässt, wie sie in dem belgischen Patent Nr. 417 292 beschrieben sind, wobei diese synthetischen Harze getrennt oder in Mischung verwendet werden können. Als Aminotriazin wird vorteilhaft Gebrauch gemacht von 2-4-6 Trimin 1-3-5 Triazin, genannt Melamin. Dieses lässt sich leicht in reinem warmen Wasser lösen und gibt dem Papier in Gegenwart von Formaldehyd einen Leimungsgrad, der gleichartig dem mit Colophonium erzielten ist.
Man erhält so ein Papier ausgezeichneter Qualität, selbst ohne eine besondere Leimung, noch eine Barytbehandlung zu Hilfe nehmen zu müssen.
Es ist bekannt, dass die aldehydischen Kondensationsprodukte der Aminotriazine, besonders das Melamin, ein sehr wasserfestes Papier zu erhalten gestatten. Das synthetische Harz kann in den Raffinierturm namentliche in Gegenwart von Aluminiumsulfat eingeführt werden, wobei die überschüssige Säure neutralisiert wird.
Ausserdem ist festgestellt worden, dass photographisches Papier, das das Melamin-Harz enthält und Aluminium-Chlorür
(oder ein anderes Salz einer einbasigen Säure) in dem Verhältnis von etwa 0,25 bis 5 % mit Bezug auf das Gewicht der trockenen Pulpe, keine Bläschen aufweist, nicht dem "Kräuseln" oder dem Ablösen der Emulsion unterworfen ist, und der Friktion widersteht, besonders wenn es praktisch frei ist von radikalen, anorganischen, mehrwertigen Säuren.

Claims (6)

1. Verfahren zur Herstellung eines als Unterlage für eine empfindliche Emulsionsschicht geeigneten Papieres, dadurch gekennzeichnet, dass die normalerweise hierzu benutzte, aus Colophonium und Alkalien gebildete Harzseife wenigstens zum grösseren Teil durch aldehydische Kondensationsprodukte der Aminotriazine, getrennt oder in Mischung, ersetzt wird, wobei die Masse frei von Alkalien gehalten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Harzseife, wenigstens zum grösseren Teil, durch das Melamin-Harz oder 2-4-6 Triazin ersetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Melamin oder Analoge in Lösung in reinem warmem Wasser in Gegenwart von Formaldehyd oder Analogen in die Türme eingeführt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die aldehydischen Kondensationsprodukte der Aminotriazine in dem Verhältnis von etwa 0,25 bis 5 % bezogen auf das Gewicht der trocknen Pulpe verwendet werden.
5. Papier zur Aufnahme einer empfindlichen Emulsionsschicht, dadurch gekennzeichnet, dass es als Leimungssubstanz aldehydische Kondensationsprodukte der Aminotriazine, vorzugsweise in einem Verhältnis von etwa 0,25 bis 5 % bezogen auf das Gewicht der trocknen Pulpe, enthält, wobei das Papier praktisch frei von Alkalien ist.
6. Papier nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass es als Leimungssubstanz Melamin, des in Gegenwart von Formaldehyd in den Prozess eingeführt ist, vorzugsweise in dem Verhältnis von 0,25 bis 5 % bezogen auf das Gewicht der Trocknen Pulpe, enthält.

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