DEP0008673DA - Röhrenverstärker mit durch Kathodenwiderstand erzeugter Gittervorspannung - Google Patents
Röhrenverstärker mit durch Kathodenwiderstand erzeugter GittervorspannungInfo
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Description
Zur Erzeugung der Gittervorspannung von Verstärkerstufen ist die Verwendung eines zwischen Kathode und Minuspol geschalteten Ohmschen Widerstandes bekannt. Soll bei der Aussteuerung der Verstärkerstufe eine Gegenkopplung vermieden werden, so muss die am Kathodenwiderstand erzeugte Wechselspannung kurzgeschlossen werden, was im allgemeinen durch einen grösseren Kondensator geschieht. Sein Wechselstromwiderstand wächst bekanntlich mit abnehmender Frequenz und bei Verstärkern zur Übertragung sehr tiefer Frequenzen z.B. Bruchteilen von Hertz, wird der Aufwand an Kapazität untragbar hoch, wenn man Verluste an Verstärkung vermeiden will.
Die Erfindung ermöglicht den Fortfall des Überbrückungskondensators für den Kathodenwiderstand dadurch, dass ein wählbarer Teil der Anodengleich- und Wechselnspannung über ein Schaltelement mit geringem Wechselstromwiderstand über den Kathodenwiderstand zum Minuspol abgeleitet ist. Neben der Gittervorspannung entsteht dadurch am Kathodenwiderstand eine mit der Gittervorspannung gleichphasige Spannung, welche dem durch den Anodenwechselstrom bedingten der Gittervorspannung gegenphasigen Spannungsabfall entgegenwirkt.
Diese Kompensation kann je nach dem gewählten Anteil der aus dem Anodenkreis entnommenen Spannung vollständig sein oder einem bestimmten Gegenkopplungsgrad entsprechen.
Als Schaltelement mit geringem Wechselstromwiderstand, das gleichzeitig für Gleichstrom durchlässig sein muss, kann grundsätzlich eine Elektronenröhre benutzt werden. Wird deren Steuergitter an den Minuspol der Schaltung statt an Kathode gelegt, so tritt eine Versteilerung der Kompensationswirkung ein. Besonders vorteilhaft ist auch die Anwendung einer Glimmröhre, deren Strom sich bekanntlich bei kleinen Spannungsschwankungen stark ändert. Diese kann gleichzeitig mit Spannungsteilerabgriffen zur Entnahme konstanter Teilspannung eingerichtet sein, z.B. zur Entnahme der Schirmgittervorspannung der Verstärkerröhre.
Die Entnahme des Anodenspannungsanteiles von einem Teil des Anodenwiderstandes hat auch den Vorteil, dass die Elektronenröhre oder die Glimmstrecke gleichzeitig als Entkopplungsglied wirken und den Anodengleichstrom sieben.
In der Abb. 1 ist die Erfindung beispielsweise für eine Röhrenstufe dargestellt. Sie kann in jeder Stufe des Verstärkers Anwendung finden.
Zur Erzeugung der Gittervorspannung ist die Verstärkerröhre 1 in bek. Weise mit einem Kathodenwiderstand 2 versehen. Der Aussenwiderstand 3 weist einen wählbaren Abgriff 4 auf, der mit der Anode einer Elektronenröhre 5 verbunden ist, deren Kathode an der Kathode der Röhre 2 liegt. Gelangt eine positive Halbwelle der Steuerspannung (gestrichelt gezeichnet) an das Steuergitter der Röhre 1, so fällt unter dem wachsenden Anodenstrom das Potential des Abgriffpunktes 4 und damit auch der Strom durch die Röhre 5 und den Kathodenwiderstand 2. Dem Spannungsanstieg am Widerstand 2 unter dem wachsenden Anodenstrom wirkt also das Absinken des Stromes im Nebenweg entgegen. Diese Wirkung wird durch eine Zusatzsteuerung der Röhre 5 verstärkt, deren Vorspannung wachsender Kathodenspannung negativer wird. Der Abgriff 4 kann so eingestellt bzw. vorberechnet werden, dass der gewünschte Kompensationsgrad erzielt wird.
Ein weiteres Schaltungsbeispiel zeigt die Abb. 2, gemäß der zur Ableitung der Teilspannung die Glimmstrecken 6 verwendet sind. Einer geringen Spannungsänderung am Abgriff 4 entspricht eine verhältnismässig grosse Stromänderung durch die Glimmröhren und den Kathodenwiderstand 2. Darüber hinaus ist die Glimmstecke im Punkt 7 als Spannungsverteiler zur Erzeugung des Schirmgitterpotentials abgegriffen.
Claims (6)
1.) Röhrenverstärker mit durch Kathodenwiderstand erzeugter Gittervorspannung dad.gek., dass ein wählbarer Teil der Anodengleich- und Wechselspannung über ein Schaltelement mit geringem Wechselstromwiderstand über den Kathodenwiderstand zum Minuspol abgeleitet ist.
2.) Verstärker nach Anspr.1, dad. gek., daß der abgeleitete Anteil der Ausgsangsspannung derart gewählt ist, dass die bei Aussteuerung am Kathodenwiderstand auftretende Wechselspannung kompensiert ist.
3.) V erst. nach Anspr.1, dad. gek., daß der abgeleitete Anteil der Ausgangsspannung einem gewünschten Gegenkopplungsgrad entspricht.
4.) Verst. nach Anspr.1-3, dadurch daß als Schaltelement mit geringem Wechselstromwiderstand eine Elektronenröhre benutzt ist, deren Steuerspannung ganz oder teilweise gleich der am Kathodenwiderstand auftretenden Spannung ist.
5.) Verst. nach Anspr. 1-3, dad.gek., daß zwischen den Spannungsabgriff am Ausgangswiderstand der Verstärkerröhre und ihre Kathode eine Glimmstrecke geschaltet ist.
6.)Verst. nach Anspr. 1-4, dad.gek., daß die Glimmstrecke als Spannungsteiler zur Erzeugung von Hilfsgitterpotentialen, insbes. der Schirmgitterspannung, benutzt ist.
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