DEP0008223MA - - Google Patents

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DEP0008223MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 21. August 1952 Bekanntgemacht am 29. Dezember 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Die bisherigen Wettscheine, z. B. für den Fußballtoto, sind teilweise dreiteilig ausgebildet, damit ein Teil beim Wetter verbleibt, der zweite bei einer Sicherungsstelle hinterlegt· und der dritte zur Auswertungsstelle gehen kann. Die Sicherung gegen Betrug genügt bisher nicht immer den zu stellenden Anforderungen. Deshalb nehmen verschiedene Toto-Unternehmungen' die Wettscheine aus Sicherheitsgründen vor Beginn der Spiele oder der Auslosung auf Mikrofilm auf. Da die Auswertung der Originalwettscheine, mit oder ohne Schablonen, wegen der geringen Größe der Felder und in Anbetracht der anfallenden großen Menge von Zetteln und der geforderten Schnelligkeit erhebliche Schwierigkeiten macht, bietet der Mikrofilm, unabhängig von der mit ihm erzielten zusätzlichen Sicherheit, die Möglichkeit und dien Vorzug, die Auswertung der Wettscheine zu erleichtern und zu beschleunigen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Auswertung und Kontrolle von Wettscheinen, wobei Wettscheine auf einen - Mikrofilm in millimetergenau gesicherter Lage aufgenommen und zwecks Ablesung auf eine Lesefläche projiziert werden, wobei ferner beim Ablesen des Films eine dem Wettergebnis entsprechende ebenfalls millimetergenau hergestellte Filmschablone zwischen Film und Ablesefläche zwischengeschaltet wird; ferner wird nach der Erfindung der Film auf eine durchscheinende Wand projiziert und bei einer weiteren Ausführungsform das Bild von Film mit odeir ohne
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Schablone durch die durchscheinende Wand auf eine weitere parallel dazu angeordnete Fläche, insbesondere einen Spiegel, projiziert.
Der Vorteil des Erfindungsgegenstandes besteht darin, daß zwei Personen gleichzeitig die Ablesung bei der Auswertung und Kontrolle von Wettscheinen vornehmen können. Die Wettscheine brauchen nur noch zweiteilig zu sein, der Film bildet also den bisher üblichen dritten Teil dies Wettscheines,
ίο der zur Auswertung geht. Ausgewertet werden nur verfilmte Wettscheine, und zwar dann wie folgt: Die numerierten Filmspulen von z. B. 30 m, deren Anfangs- und Schlußaufnahmen gekennzeichnet sind, werden in ein Lesegerät eingelegt, in welchem man sie mit der gewünschten Schnelligkeit ablaufen lassen kann. Dabei'kann jedoch eine dem Wettergebnis entsprechende" Filmschablone vorgeschaltet werden, welche die richtige Tipreihe und alles nicht Erforderliche abdeckt; diese Schablone wird zweckmäßig im gleichen Einlegeappäorat bzw. Aufnahmeapparat verfilmt. Man kann so die Auswertung der Wettscheine leicht vornehmen, wenn die Voraussetzungen nach der Erfindung eingehalten sind, die genau maßgetreue Aufnahme der Wettscheine auf den Film u. dgl. und die damit übereinstimmende Aufnahme der Abdeckschablone, welche dem Wettergebnis entspricht.
Die Auswertung kann aber auch ohne Schablone erfolgen, indem man Tipreihenfeisten vorschaltet, welche über das Bild hinweg verschiebbar sind.
Bei der Menge der auszuwertenden Scheine und
der notwendigen Schnelligkeit der Auswertung und Kontrolle standen gerade für den Fachmann der Verwendung des an sich bekannten Verfahrens der Mikrofilmaufnahme erhebliche Bedenken entgegen. Im weiteren Ausbau der Erfindung begnügt sich diese nicht mit der Verwendung eines üblichen Lesegerätes, sondern benutzt eine erhebliche Vergrößerung, deren Abbildung auf eine senkrechte Fläche geworfen wird, so daß der Auswerter von seinem Arbeitsplatz aus deutlich die Einzelscheine laufend übersehen und die Geschwindigkeit, des Vorbeilaufes des Films mach Wunsch regeln und das jeweilige Ergebnis vermerken · kann. Dabei wird es z. B. zwei Auswertern, die vor derselben Projektionsfläche sitzen, gleichzeitig möglich, auszuwerten, indem der eine z. B. die obere, der andere die untere Projektionsreihe der Wettscheine beobachtet, wobei ein gutes gleichzeitiges Übersehen vieler Tipreihen möglich ist.
Der Vorteil der Erfindung wird nun noch gesteigert, wenn man als Projektionsfläche eine durchscheinende Wand z. B. aus Milchglas verwendet und parallel dazu hinter einen entsprechend1 großen Spiegel aufstellt, um eine zweite Projektion gleichzeitig zu schaffen, die nun: von entsprechenden Arbeitsplätzen aus zu Kontrollzwecken beobachtet werden kann.
Jeder Auswerter oder jede Kontrollperson, d. h.
alle haben die Möglichkeit, den Weiterlauf des Films bei Fehlern anzuhalten, sie vermerken die Ergebnisse auf entsprechenden Maschinen und geben dem Bediener des Lesegerätes elektrisch gesteuerte Zeichen, wenn ein Film ausgewertet und kontrolliert ist. Das kann z. B. so geschehen, daß jeder Auswerter und Kontrolleur eine Anzeigelampe für den Bedienungstisch des Lesegerätes hat, deren Aufleuchten das Ende der Bearbeitung anzeigt, so daß bei Aufleuchten aller vier Lampen (für das Beispiel von vier Arbeitsplätzen) der Film ausgewertet und kontrolliert ist und der nächste anlaufen kann.
Für die Aufnahme der Wettscheine genügen Negativfilme, für die Aufnahme der Schablone mit dem richtigen Wettergebnis ist ein Positivfilm herzustellen. Neu ist demnach die millimetergenaue Aufnahme der Scheine auf Filmen,' die Projektion derselben gegebenenfalls unter Einschaltung einer Schablone auf die Vergrößerungsfläche, die Verwendung einer durchscheinenden Projektionsfläche mit dahintergeschalteter zweiter Projektionsfläche (Spiegel).
Eine der Ausführung dieses Verfahrens dienende Vorrichtung ist in einer beispielsweisen Ausführumgsform in der Zeichnung in Seitenansicht, zum Teil im Schnitt dargestellt. Dabei bezeichnet 1 den Reflektor des Lesegerätes, 2 eine in einem Grundsockel mit Rahmen gehaltene durchsichtige Scheibe, 3 den in einem zweiten Grundsockel mit Rahmen gehaltenen Spiegel, 4 den dem Beschauer zugewandten einen Arbeitsplatz vor der Fläche 2 (der zweite Arbeitsplatz oder weitere liegen dahinter), 5 den vorderen Arbeitsplatz vor dem Spiegel 3 (weitere liegen dahinter), 6 das Numeriergerät für die Auswerter bzw. Kontrollpersonen.
A bezeichnet die vom Auswerter A zu beobachtende obere, B die vom Auswerter B zu beobachtende untere Projektionsreihe, entsprechend C und D für die Prüfer C und D vor dem Spiegel für das Beispiel von vier Arbeitsplätzen.
Statt der Vorsatzlinse mit Schablone können auch Schablonen mit Rastern vor der Mattglasscheibe eingeschaltet bzw. Tip reihenleisten vorgeschaltet werden, ohne daß man sich von dem Erfindungsgedanken entfernt, welcher in den technisehen Einzelheiten dem offenbarten Grundprinzip entsprechend vielfach abgeändert werden kann. Die erreichte Auswertung wird dann mit den B^Scheinen verglichen, mit dem Film zur Sicherung gegen Fälschungen od. dgl., so daß auf schnellste und sicherste Weise die Gewinnermittlung erfolgt. Erst in dieser Zusammenstellung wird die Anwendung des Mikrofilmverfahrens z. B. im Totobetrieb wirtschaftlich durchführbar. Eine weitere, zusätzliche Sicherung kann dadurch geschaffen werden, daß gleichzeitig ein Positivfilm angefertigt und verschlossen aufbewahrt wird.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zur Auswertung und Kontrolle von Wettscheinen, wobei Wettscheine auf einen Mikrofilm in millimetergenau gesicherter Lage aufgenommen und zwecks Ablesung auf eine Lesefläche projiziert werden.
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  2. 2. Verfahren nach Anspruch ι, dadurch gekennzeichnet, daß beim Ablesen des Films eine dem Wettergebnis entsprechende ebenfalls millimetergenau hergestellte Filmschablone zwischen Film und Ablesefläche zwischengeschaltet wird.
  3. 3. Verfahren zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Film auf eine durchscheinende Wand projiziert wird.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3., dadurch gekennzeichnet, daß das Bild von Film mit oder ohne Schablone durch die durchscheinende Wand auf eine weitere parallel dazu angeordnete Fläche, insbesondere einen Spiegel, pxojiziert wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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