DEP0006803DA - Anordnung zum Ausgleich von Anodenstromschwankungen - Google Patents
Anordnung zum Ausgleich von AnodenstromschwankungenInfo
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Description
Bei Röhren, die der Verstärkung von Gleichspannungen dienen, kommt es sehr genau auf die Konstanthaltung des Anodenruhestromes an, da eine Schwankung dieses Stromes eine an das Gitter angelegte Gleichspannung vortäuscht. Wenn man auch bei Betriebsbeginn durch Eichen einen vorgeschriebenen Anodenruhestrom einstellen kann, so ist dieser doch während des Betriebes Änderungen unterworfen, die hauptsächlich durch Netzspannungsschwankungen hervorgerufen werden. Es ist bekannt, die Anodenspannung durch Glimmstrecken konstant zu halten oder den Einfluss ihrer Schwankungen genügend weit zu verringern.
Bei Änderungen der Netzspannung schwankt aber auch die Heizspannung der Röhre und eine Konstanthaltung der Heizspannung ist nur mit verhältnismässig grossem Aufwand zu erreichen.
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Ausgleich von Schwankungen des Anodenstromes einer Verstärkerröhre infolge von Heizspannungsschwankungen und besteht darin, dass eine mit der Heizspannung schwankende Gittervorspannung derart an die Röhre gelegt ist, dass ihr Einfluss den der Heizspannungsschwankungen aufhebt. Eine solche Gittervorspannung m einfachsten durch Gleichrichtung der auf die erforderliche Spannung transformierten Heizspannung selbst erzeugt. Bei Verstärkerschaltungen, die den Einfluss von Anodenspannungsschwankungen auf anderem Wege ausgleichen und infolgedessen Röhren mit un-
stabilisierter Anodenspannung aufweisen, kann für diese Röhren die Kompensationsspannung auch von der Anodenspannung abgegriffen werden. Dazu wird zweckmässig ein Vorwiderstand in den Kathodenstromkreis der Röhre gelegt, der, wenn der Kathodenstrom der zu regelnden Röhre nicht ausreicht, notfalls noch vom Kathodenstrom anderer Röhren mit durchflossen werden kann. Zur Erhöhung des den Vorwiderstand durchfliessenden Stromes kann man auch einen Parallelwiderstand zur Röhre anordnen. Durch Änderung dieses Widerstandes lässt sich auch die Grösse der Regelwirkung der Schaltung gemäss der Erfindung in gewissen Grenzen einstellen.
Wird zur Regelung die gleichgerichtete Heizspannung verwendet, so ergibt die erforderliche Spannung einen wesentlich höheren als den im normalen Betrieb für die Röhre benutzten Wert für die Gittervorspannung. Infolgedessen arbeitet die Röhre an einem verhältnismässig ungünstigen Arbeitspunkt. Dies kann man dadurch vermeiden, dass man als Vorwiderstand einen mit dem durchfliessenden Strom veränderlichen Widerstand insbesondere z.B. eine Glühlampe verwendet. Die Wirkung einer solchen Glühlampe mag an einem Zahlenbeispiel verdeutlicht werden. Ist bei einer Netzspannungsänderung um plus/minus 10% eine Änderung der Gitterspannung um plus/minus 0,3 Volt nötig, so kann man dies mit einer Glühbirne für 3,8 Volt und 70mA ausregeln, wenn man den sie durchfliessenden mittleren Strom zu 30mA wählt. Mit diesem Strom braucht die Lampe 0,6 Volt, und die Spannung an ihr ändert sich bei einer Stromänderung von plus/minus 10% um plus/minus 0,3 Volt. Die zusätzliche Gittervorspannung für die Röhre ist damit 0,6 Volt, hat also eine tragbare Grösse erreicht.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen der Anordnung gemäss der Erfindung als Beispiele dargestellt und zwar zeigt
Figur 1 eine Anordnung mit von der Heizspannung der Röhre abgenommener Regelspannung,
Figur 2 eine Anordnung mit von der Anodenspannung der Röhre abgegriffener Regelspannung.
In Figur 1 stellt V die zu regelnde Röhre R(sub)G den zugehörigen Gitterableitwiderstand, R(sub)A den Anodenswiderstand der Röhre dar. Über U ist von der Heizungszuführung zur Röhre V eine Spannung abgenommen, die über den Gleichrichter G auf den Vorwiderstand R(sub)V wirkt und an ihm die zusätzliche Gittervorspannung erzeugt. Der Vorwiderstand R(sub)V ist wechselstrommässig durch den Kondensator <Nicht lesbar> (sub)V überbrückt.
In Figur 2 stellt wieder R(sub)G den Gitterableitwiderstand und R(sub)A den Anodenwiderstand der zu regelnden Röhre V dar. R(sub)V ist der Zusatzvorwiderstand (z.B. Glühbirne) oder Heissleiter, an dem die zur Regelung erforderliche erhöhte Gittervorspannung erzeugt wird, R(sub)Z der im Bedarfsfalle zum normalen Kathodenwiderstand R(sub)K, zur Röhre V und zu ihrem Anodenwiderstand R(sub)A parallel geschaltete Widerstand, der für die Erhöhung des durch R(sub)V fliessenden Stromes sorgt.
R(sub)V ist bei der Anordnung gemäss dieser Figur 2 als Heissleiter ausgebildet.
Claims (6)
1. Anordnung zum Ausgleich von Schwankungen des Anodenstromes einer Verstärkerröhre infolge von Heizspannungsschwankungen, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit der Heizspannung schwankende Gittervorspannung derart an die Röhre gelegt ist, dass ihr Einfluss den der Heizspannungsschwankungen aufhebt.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gittervorspannung durch Gleichrichtung der auf die erforderliche Spannung transformierten Heizspannung selbst erzeugt ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Gittervorspannung eine von der ungeregelten Anodenspannung abgegriffene Spannung verwendet ist.
4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gittervorspannung an einem in der Kathodenzuleitung zu einer oder mehreren Röhren liegenden Widerstand abgegriffen ist.
5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erhöhung des Stromes durch den Vorwiderstand im Anodenkreis ein zur Röhre und ihren normalen Arbeitswiderständen parallel liegender Widerstand angeordnet ist.
6. Anordnung nach Anspruch 3,4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit dem ihn durchfliessenden Strom veränderlicher Widerstand als Vorwiderstand benutzt ist.
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