DEP0006412DA - Verfahren zum Stabilisieren von Bohröl-, Ziehöl-, Gleitöl- oder Tauchbad-Emulsionen - Google Patents
Verfahren zum Stabilisieren von Bohröl-, Ziehöl-, Gleitöl- oder Tauchbad-EmulsionenInfo
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Description
Es ist bekannt, dass Bohröl-, Ziehöl-, Gleitöl- oder Tauchbadeemulsionen bei Salzzusätzen, beispielsweise von Rostschutzsalzen, brechen, ausflocken bzw. sich in ihre Bestandteile Öl und Wasser trennen. Nur in einem einzigen Falle ist es unter ganz bestimmten Voraussetzungen möglich gewesen, ganz geringfügige Mengen 0,025-0,5% Nitritsalze ohne die oben beschriebenen schädlichen Auswirkungen zu wässrigen Ölemulsionen zuzusetzen. Dieser geringfügige Nitritzusatz gibt aber nicht immer einen vollkommenen sicheren Rostschutz. Gänzlich unmöglich ist aber gewesen, auch nur geringe Mengen anderer Rostschutzsalze, wie Chromate, Phosphate, Chlorate, Karbonate, Cynaide usw., geschweige denn höhere Prozentsätze, auch nicht von Nitriten, dem Bohröl ohne die schädlichen Beeinflussungen zuzusetzen.
Es hat sich aber nun gezeigt, dass bereits kleine Zusätze von Alkalisilikaten genügen, um die Konsistenz von wässrigen Bohr-, Zieh-, Gleit- und Tauchbadeemulsionen in Bezug auf ihre Berechnungs-, Ausflockungs- und Trennungsbestreben weitgehender zu stabilisieren und aufnahmefähig für geringe
Mengen von Salzzusätzen oben beschriebener Art zu machen, ohne die nachteiligen Einwirkungen befürchten zu müssen. Alkalisilikatzusätze haben aber den Nachteil, dass sie verklebende Rückstände beispielsweise auf bearbeiteten Werkstücken und Maschinenteilen hinterlassen. -
Nimmt man nun für die Stabilisierung der wässrigen Ölemulsionen statt der Alkalisilikate Kieselsäure-Anhydrid, so erreicht man eine viel bessere Stabilität der Ölemulsionen in Bezug auf Salzzusätze und die schädlichen Ablagerungsrückstände treten nicht auf. Insbesondere hat sich Kieselsäure-Anhydrid bewährt, welches chemisch vollkommen indifferent ist, einen pH-Wert von 4-5 hat und eine Teilchengröße von 4-20 Millimikron besitzt. Ein Gramm dieses nach besonderem Verfahren hergestellten Kieselsäure-Anhydrid enthält rund 1100 * 10(exp)15 Teilchen und besitzt eine Oberfläche von 300-350 m(exp)2. Infolge dieser unerhörten Oberflächenwirkung erreicht man eine im Bezug auf Salzzusätze unerreichte Stabilität der Ölemulsionen. Schon ganz geringfügige Mengen von 0,02% Kieselsäure-Anhydrid oben beschriebener Art gestattet es, Salze zu den Ölemulsionen zuzusetzen, ohne ein Brechen oder eine Ausflockung der wasserlöslichen Ölemulsionen befürchten zu müssen. Auch bleiben bei Zusatz so geringfügiger Mengen von Kieselsäure-Anhydrid keine klebrigen oder sonstigen nachteilig bemerkbaren Rückstände auf den Werkstücken und Maschinenteilen zurück. Man hat es in der Hand, durch weitere Zusätze von Kieselsäure-Anhydrid der beschrie-
benen Art mit seiner chemisch vollkommenden Indifferenz, die wässrige Ölemulsionen noch besser zu stabilisieren und die Aufnahmefähigkeit für Salzzusätze zu erhöhen.
Claims (3)
1.) Verfahren zum Stabilisieren von Bohröl-, Ziehöl-, Gleitöl- oder Tauchbadeemulsionen, insbesondere solchen, die geringe Mengen rostschützender Salze, wie Nitrite, Chromate, Phosphate, Chlorate, Karbonate, Cynaide enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass den Emulsionen Alkalisilikate zugesetzt werden.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass den Emulsionen Kieselsäure-Anhydrid, z.B. 0,02% zugesetzt wird.
3.) Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zugesetzte Kieselsäure-Anhydrid chemisch vollkommen indifferent ist, größte Reinheit, gleichmäßige Struktur und eine Teilchengröße zwischen 4-20 Millimikron aufweist und einen pH-Wert von 4-5 besitzt.
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