DEP0006379DA - Drehbank - Google Patents

Drehbank

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Publication number
DEP0006379DA
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DE
Germany
Prior art keywords
exp
turret head
lathe
guide body
bearing block
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Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Emil Bielefeld Lührmann
Heinrich Bielefeld Obloh
Original Assignee
Dürkoppwerke AG, Bielefeld
Publication date

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Description

Die Erfindung betrifft eine, die üblichen Einrichtungen, wie Längs- und Quersupport aufweisende Drehbank in Vereinigung mit einem sowohl um seine Eigenachse drehbaren als auch in der Arbeitsachse längsverschiebbaren Revolverkopf und mit verschiedenen nacheinander in Arbeitsstellung zu bringenden Werkzeugen, wie Stählen, Bohrern, Fräsern u.dgl.
Die Bearbeitung von Werkstücken in verschiedenen Arbeitsstufen, wie beispielsweise Plandrehen, Bohren, Fräsen, geschah bisher im allgemeinen unter Anwendung von Plandrehbänken bzw. Revolverdrehbänken oder automatischen Revolverdrehbänken (Automaten). Die zu bearbeitenden Werkstücke mussten bei solchen Werkzeugmaschinen infolge ungeeigneter Anordnung der Werkzeughalter zueinander und der Schwierigkeiten bei Abstandsveränderungen zu wiederholten Malen ein- und aus- bzw. umgespannt werden, was nicht nur zeitraubend war, sondern auch recht umständliche und kostspielige Mehrarbeiten verursachte.
Ausserdem liess die Einstellgenauigkeit der verschiedenen Werkzeuge - die in entsprechender Reihenfolge zum Einsatz gelangen - insbesondere die Einstellmöglichkeit im rechten Winkel zum Werkstück sehr zu wünschen übrig.
Hier Abhilfe zu schaffen, ist Zweck der Erfindung und wird erreicht durch Anwendung einer Drehbank mit einem parallel zur Hauptspindel auf einem Schlittenführungskörper verschiebbaren Revolverkopf, bei der erfindungsgemäss die Schlittenführung um eine zur Hauptspindel parallele Achse in einem Lagerbock an der Rückseite des Maschinenbettes in die Arbeitsstellung aus- und einschwenkbar gelagert ist.
Die Zeichnung stellt den Gegenstand der Erfindung beispielsweise dar. Es zeigen:
Abb. 1 eine Drehbank nach der Erfindung in Stirnansicht von rechts,
Abb. 2 die Drehbank bei Ausübung eines Arbeitsganges in Vorderansicht,
Abb. 3 eine Draufsicht zu Abb. 2 und
Abb. 4 die Darstellung der Werkzeugmaschine bei Ausübung von zwei voneinander abweichenden, aber zu gleicher Zeit ausführbaren, Werkgängen.
Es soll mittels der Drehbank ermöglicht werden, ohne Umspannen des Werkstückes insbesondere auch zusätzliche Werkgänge auszuführen.
Mit a ist in der Zeichnung das Drehbankbett, mit b der Spindelstock, mit c der Support, mit d der Räderkasten, mit e die Räderplatte und mit f der Revolverkopf bezeichnet.
Der Revolverkopf (Sternrevolverkopf) ist um eine horizontale Achse f(exp)1 (s. Abb. 2) drehbar und für die Schaltung der Werkzeuge mit einem Mechanismus, ähnlich wie bei einer normalen Revolverbank, ausgestattet.
Der Revolverkopf lässt sich nach oben ausschwenken, und zwar dadurch, dass er um eine stark dimensionierte Welle f(exp)2 in einem ebenfalls entsprechend stark gehaltenen, an der Rückseite des Drehbankbettes befestigten Lagerbock f(exp)3 drehbar ist.
Der auf der Achse f(exp)1 gelagerte Revolverkopf f ist dabei unmittelbar an einem Schlitten f(exp)4 gehalten, der in Längsrichtung der Revolverdrehbank verschiebbar und mit einem entsprechenden schlittenartigen Lagerstück f(exp)5 verbunden ist, wobei ein Schlittenführungskörper j mittels der Welle f(exp)2 im Lagerbock f(exp)3 drehbar ist.
Das Ausschwenken des Revolverkopfes geschieht durch einfache Aufwärtsbewegung unter Zuhilfenahme eines mit dem Lagerstück f(exp)5 verbundenen Handhebels f(exp)6, bei dessen Betätigung bzw. Verschwenken in horizontaler Ebene die Längsverschiebung des Revolverkopfes erfolgt.
Eine am hinteren Ende des Schlittens f(exp)4 angebrachte Stellschraube f(exp)7 dient als Anschlag und Begrenzungsmittel für die von dem, den Revolverkopf tragenden Schlitten f(exp)4 auszuführenden Bewegungen.
Der Revolverkopf f findet in der ausgeschwenkten Stellung (wie in Abb. 1 der Zeichnung strichpunktiert angedeutet) durch einen Einsteckbolzen g oder in sonst beliebiger Weise seine Sicherung und nimmt hierbei seine Aussergebrauchsstellung ein. Zwecks Sicherung des Revolverkopfes f sowohl in seiner Gebrauchs- als auch Aussergebrauchsstellung ist der Führungskörper j mit einem Widerlagerarm i versehen. Der Einsteckbolzen g ist in der hochgeschwenkten Stellung des Revolverkopfes beispielsweise in einem Führungsauge des Lagerbockes f(exp)3 geführt derart, dass er gleichzeitig einen Ansatzlappen h des Widerlagerarmes i, der sich an dem Schlittenführungskörper j befindet, durchgreift.
In der Arbeitsstellung des Revolverkopfes f legt sich der Widerlagerarm i des Schlittenführungskörpers von unten gegen einen Anschlagarm j(exp)1, der an dem Lagerbock vorgesehen ist, wobei die beiden Teile i und j dann beispielsweise durch eine Klemmschraube oder ein ähnliches Sicherungsmittel fest miteinander verbunden werden.
Der den Revolverkopf tragende Lagerbock f(exp)3 ist in ganzer Länge des Schlittenbettes der Drehbank mittels einer Prismenführung verschieb- bzw. ein- und feststellbar, sodass er sich bei der Bearbeitung von Werkstücken, die seine Inanspruchnahme nicht erfordert, entsprechend längsverschieben lässt, um während dieser Zeit nicht hinderlich zu sein. Der Lagerbock ist ferner so ausgebildet, dass er sich im Bedarfsfalle auch von der Drehbank abnehmen lässt.
Der üblicherweise auch eine Zentrierspitze tragende Revolverkopf ist demnach durch einfaches Verschwenken in vertikaler Ebene leicht in eine Arbeits- oder Ausserarbeitsstellung zu verbringen.
Der den Revolverkopf tragende Lagerbock lässt sich gegebenenfalls auch ohne besondere Schwierigkeiten an eine bereits in Benutzung genommene Drehbank anbauen.
Mit einer Revolverdrehbank gemäss der Erfindung lassen sich alle vorkommenden Dreharbeiten in zuverlässigster Weise ausführen, ausserdem lässt dieselbe aber noch zusätzlich die
Benutzung von mehreren Werkzeugen, wie Zentrierbohrer, Spiralbohrer, Bohrstahl, Reibahle sowie Gewindeschneidkopf oder mehrschneidigen Spezialwerkzeugen ohne weiteres zu, sodass in einer Spannung des Arbeitsstückes an der Maschine Arbeiten mit den vorstehend genannten, ähnlichen oder auch anderen Werkzeugen vorgenommen werden können.
Es ist möglich, jeweils zu bearbeitende Werkstücke mittels eines Einzelwerkzeuges (s. Abb. 2) oder aber, wie aus Abb. 4 der Zeichnung hervorgeht, auch gleichzeitig durch zwei Werkzeuge zu bearbeiten, wobei das in das Futter k eingespannte Werkstück l an seinem kopfartig ausgebildeten Teil zweckmässig durch eine in dem Drehbankbett befestigte Lünette abgestützt wird. Im letzteren Falle geschieht demnach die Bearbeitung des Werkstückes ausser durch ein in dem Support eingespanntes Schneidwerkzeug noch durch ein in den Revolverkopf eingespanntes Schneidwerkzeug. Während der Zeit der Doppelbearbeitung eines Werkstückes ist dann der Reitstock n entsprechend nach rechts zu verschieben, sodass er nicht hinderlich wirkt.
Revolverdrehbänke im Sinne der Erfindung sind ausserordentlich einfach in ihrer Handhabung und gewährleisten ausser einer beträchtlichen Arbeitsersparnis eine grösstmögliche Genauigkeit der auszuführenden Arbeiten. Eine Nachbehandlung bearbeiteter Werkstücke von Hand ist nicht mehr erforderlich.
Die Drehbänke lassen sich infolgedessen jeweils als Drehbank oder Revolverbank oder aber gleichzeitig als Spitzendrehbank und Revolverbank verwenden.

Claims (7)

1. Drehbank mit einem parallel zur Hauptspindel auf einem Schlittenführungskörper verschiebbaren Revolverkopf, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlittenführungskörper (j) um eine zur Hauptspindel parallele Achse (f(exp)2) in einem Lagerbock (f(exp)3) an der Rückseite des Maschinenbettes (a) in die Arbeitsstellung ein- und ausschwenkbar gelagert ist.
2. Drehbank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerbock (f(exp)3) am Drehbankbett verschieb-, ein- und feststellbar ist.
3. Drehbank nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass für das Ausschwenken des Revolverkopfes (f) ein Handhebel (f(exp)6) o.dgl. vorgesehen ist.
4. Drehbank nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlittenführungskörper (j) des Revolverkopfes (f) in der Arbeits- und Aussergebrauchsstellung durch ein Verbindungsmittel gesichert ist.
5. Drehbank nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnete, dass der Schlittenführungskörper (j) für den Revolverkopf (f) mit einem Widerlagerarm (i) versehen ist zur Sicherung des Revolverkopfes, der einerseits in der Gebrauchs- und andererseits in der Aussergebrauchsstellung dient.
6. Drehbank nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Revolverkopf (f) in der Hochstellung durch einen Einsteckbolzen (g) gesichert ist, der ein Führungsauge des Lagerbockes und einen Ansatzlappen (h) des Widerlagerarmes (i) des Schlittenführungskörpers (j) durchgreift.
7. Drehbank nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der den Revolverkopf (f) tragende Lagerbock (f(exp)3) am Drehbankbett (a) selbst befestigt ist.

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