DEP0005542DA - Gummistahlfeder - Google Patents
GummistahlfederInfo
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Description
Abshlirif t!
Ernst Ereissig mud ' (22a) Erefeld-Uerdingen..
Ernst Florian 'Ere iss ig Krefelder Str. 64
Gummis tahl feder,
Vorliegende Erfindimg betrifft eine neue Gummistahlfeder, bei welcher, die Federarbeit durch, den Stahl aufgenommen wird, während
der Gummi rein dämpfende funktion hat. !Diese Feder n '.- einen Ersatz der gebräuchlicher
Blattfeder dar welche nicht nur Federungs-, sonder^aueh Steuerorgan für die Achse ist. Sie ist auf Biegung beansprucht
und wird durch die Reibung zwischen den einzelnen Federlagen gedämpft. Bekanntlich ist diese Reibungsdämpfung von sehr sohleet
tem Einfluss auf den Lauf der Fahrzeuge, da sie hochfrequente Se ib schwingung en erzeugt, die die Fahrt für den FahrsSgast sehr
unangenehm gestalten und auch die Haltbarkeit leichtverderblicher .Güter, wie Obst u. dergl.., in ungünstigem Sinne beeinflussen.
Diese Mangel werden durch den Gegenstand der Erfindung beseitigt, da die molekulare Dämpfung des Gummis die unangenehmen Reib schwin,
gungen vermeidet und so die Güte der Federung wesentlich erhöht. Gegenüber reinen Gummifederungen hat der Anmeldungsgegenstand-den
Torteil, dass der Stahl zur .Hauptsache die elastische Arbeit aufnimmt, somit nur ein geringes· Gummivolumen erforderlich ist,
wogegen reine Gummifederungen in den meisten Fällen nicht untergebracht werden können, weil der erforderliche Raum für das
notwendige Gummivolumen nicht vorhanden ist.
Im Sinne grosstraöglieher Stahl- be sw. Gewichtseinsparung wirkt auch die Beanspruchungsart der Feder, die den Stahl in der
Hauptsache auf reinen Zug und Druck ausnutzt, so dass eine grosse Arbeitsfähigkeit des Materials bei kleinstem Stahlvolumen gewährleistet
wird.
In der Zeichnung ist die'Erfindung in 3 Abbildungen im Schnitt dargestellt.
Wie aus Abb.1 ersichtlich ist, besteht.die Feder aus einem Zuggurt a tind einem Druckgurt b, die beide aus dünnem
Flachstahl gefertigt sind, und'zwar ist der Druckgurt "b von bedeutend kleinerem Querschnitt als der Zuggurt a mit Rücksicht
auf die unterschiedliche Ursprungsfestigkeit bzw.Dauerfestigkeit von Zug und Druck. Um die zusätzlichen Biegungsbeanspruchtoigeii,
die im Stahl bei der !Biegung der Feder eintreten, nach Möglichkeii klein au halten, müssen die Querschnittsbreiten möglichst gross
gewählt werden, die Querschnittsdicken aber so klein wie möglich., da ja die Biegung proportional zur Blattdicke geht. Zweckmässig wird
man für hoehbelastete Federn den Gurt 8, oder b oder beide Gurtungen ■ aus mehreren dünnen lamellen zusammensetzen, um die BiegungsbeazL-spruohungen.
herabzumindern.
Der Druckgurt b ist beispielsweise, wie in Abb. 1 dargestellt, im unbelasteten Zustand gestreckt, während der Zuggurt a sich .
dachförmig über dem Druckgurt b aufbaut« Beide Gurte sind an den Enden auf eine bestimmte Länge miteinander verschweisst oder durch
andere Mittel miteinander verbunden, und der verschweisste Teil su einem Auge c umgebogen, in welches die Federbolzen eingehängt werden.
Der Zwischenraum zwischen den Lagen a und b - in Abb. 1 schraffiert gekennzeichnet - wird mit Gummi ausgefüllt, und zwar mit einer so
harten Gummig.ualität, dass durch die aus Zug- und Druckgurt herrührenden Pressungen im Gummi keine allzugrossen Federungen, die
auf eine Annäherung von Zug- und Druckgurt hinarbeiten, entstehen können. Man wird auch nach Möglichkeit den kreuzweise schraffierten
Gummiteil d in einer noch härteren Gummiquälitat ausführen, um die Äuflagerkräfte, die in der gezeichneten Pfei!richtung vom Auflager e
auf die'Feder übergeleitet werden, ohne grosse Deformationen auf 'den Zuggurt a zu überführen« Es ist auch ohnea weiteres möglich, die
harte Einlage d aus einem anderen Werkstoff su fertigen, und zwar aus einem Werkstoff von verhältnismässig hpher Elastizität. In der
Mitte der Feder ist in der Füllung d eine' Bohrung f vorgesehen, durch welche ein BoIsen durchgeführt werden kann, um mittels zusätzlicher
Mittel die Feder an einer Verschiebung auf dem Achslager e zu hindern. Selbstverständlich können" auch mehren solcher Bolzen
angeordnet sein, wie ja auch die Form der Feder unter Einhaltungdes Grundprinzips verschiedenartig gestaltet werden kann.
So. z.B. kann der Druckgurt von. vornherein entsprechend gekrümmt
ausgeführt werden, wie in Abb_. 2 dargestellt. Wesentlich ist nur,
dass dabei das Prinzip des Trägers gleicher Festigkeit beibehalten wird, damit die Gummifüllung keine Scherkräfte zu übertragen braucht.
Es kann auch eine Federform gemäss Ajpb_.__5 zur Anwendung kommen, wobei die Feder nicht nur zwei Belasttuigspunkte c hat, sondern im
Gegensatz su den Abbildungen 1 und 2 auch zwei Unterstütsungspunlcte besitzt, so dass die Abstände zwischen Zug- und Druckgurt zwischen
diesen beiden Unterstükungsptuikten e gleich gross bleiben.
Auf die 3,2ig eg ebene Weise können alle Möglichkeiten der Blattfeder ausgenutzt werden, ganz; besonders ihre !hervorragende Fälligkeit
als Steuerorgan der Achse, ohne indessen - wie bereits -vorerwähnt die ausserordentliohen Fachteile dieser Blattfeder in Kauf nehmen
au müssen» ■
Der Zuggurt a kann aber auch aus Drähten sehr hoher Festigkeit gebildet werden, und swar aus Drähten von sehr kleinem Querschnitt,
so dass einmal infolge der sehr hohen festigkeit solcher Drähte, stHE andern aufgrund der kleinen Querschnittsabmessungen, welche die
Bi8gtrngsbeanspruchung stark herabmindern, eine nach weitergehende Ausnutzung des Stahls ermöglicht wird.
Claims (1)
1.) Grumniistahlf eder, dadurch, gekennzeichnet, dass Stalillamellen (a,b) von beliebigem Querschnitt, aber möglichst kleine!1 Querschnittsstärke, so miteinander verbunden ?/erden, dass sie die Gurtungen
eines Trägers gleicher Festigkeit bilden, wobei der Abstand zwischen diesen Gurtung en durch eine elastische Füllung (s.B,
Gummi o.a.,) ständig erhalten, bleibt und so dem Stahl in der Hauptsache die Aufnähme der elastischen Arbeit auf Zug und Druck
bjgfew. Biegung in Hebenbeanspruchung übertragen wird, während der Gummi hauptsächlich die Dämpftings arbeit aufzunehmen hat,·
ο line namhafte Biegung oder Scherung.
2») Grurnmistahlfeder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der Druckgurt (b) einen geringeren Querschnitt hat als der ■ Zuggurt (a), und dass die Lamellen (a) und (b) Je nach Bedürfnis
_aus dünnen Lamellen oder Drähten gebildet werden«
3«) (rummistalilfeder nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung, der beiden Lamellen (a) und (b)
an den Enden dtirch Sehweis sung erfolgt und diese Enden zn Federaugen (c) umgebogen werden« . ■ ' ■
4·) Gummistahlfeder nach den Ansprüchen 1 Iois 3? dadurch gekennzeichnet, dass zur Überleitung der Auflagerkräfte auf den
Zuggurt (a)· an den Auflagern der Feder härtere Füllungen (d) eingebaut sind, welche den Druck mit Sicherheit übertragen,
und dass aussserdem in diesen Füllungen (d) Bohrungen (f) für Befestigungsbolsen angeordnet sind, die die Feder am seitlichen
Abrutschen von dem Auflager hindern,
5*) Gummistahlfeder nach den Ansprüchen 1 bis 4? dadurch gekennzeichnet, dass die leder nicht nur in zwei Endpunkten belastet
wird, sondern dass noch zwei Stützpunkte (e) angeordnet sind (ibb. 3).
ICr e f e Id-U e r d ing en, d en 3 · Augus t 1 9 4 8. ■
κι
Ereissig und Ernst Florian Ere iss i
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