DEP0003672BA - Empfangsanordnung für frequenzmodulierte Schwingungen - Google Patents
Empfangsanordnung für frequenzmodulierte SchwingungenInfo
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Description
Die Erfindung beschäftigt sich mit einer Empfangsanordnung für frequenzmodulierte Schwingungen. Zur Demodulation solcher Schwingungen werden diese beispielsweise durch einen Modulationswandler in amplitudenmodulierte Schwingungen umgesetzt; durch Gleichrichtung der gewonnenen amplitudenmodulierten Schwingungen wird dann die dem Verbraucher zuzuführende NF-Spannung erhalten.
Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine solche Anordnung in einfacher Ausführung mit einem guten Wirkungsgrad zu schaffen. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die frequenzmodulierten Schwingungen dem Gitter einer in einer Schaltung mit zeitlich sich ändernder Entdämpfung arbeitenden Röhre, deren Schwingkreis auf eine neben der frequenzmodulierten Trägerfrequenz liegende Frequenz abgestimmt ist, zugeführt werden und infolge der zeitlich sich ändernden Entdämpfung die Schwingspannung des Schwingkreises verstärken, wobei letztere in ihrer Amplitude infolge Auf- und Abwanderung der frequenzmodulierten Schwingungen auf einer Flanke der Resonanzkurve des Schwingkreises entsprechend der Frequenzmodulation beeinflusst wird.
Zur Erläuterung der Erfindung ist in der Figur ein Ausführungsbeispiel in Form einer Empfangsschaltung zur Darstellung gebracht, welche mit einer zwei Elektrodensysteme, Hexode HS und Triode TS, enthaltenden Rundfunkröhre zusammenarbeitet. In dieser
Empfangsschaltung werden die einfallenden frequenzmodulierten Schwingungen, welche an der Sendestelle z.B. durch Frequenzmodulation einer Trägerfrequenz von 84 MHz mit einem Hub von beispielsweise +/- 75 kHz entstanden sind, einem auf 84 MHz abgestimmten Kreis I zugeführt. Mit diesem Kreis ist das Gitter 1 des Hexodensystems HS verbunden, so dass in diesem System eine HF-Verstärkung der frequenzmodulierten Schwingungen erfolgt. Diese beeinflussen über das Gitter 3 des Hexodensystems HS das Gitter des Triodensystems TS, welches mit einer Schaltung zusammenarbeitet, deren Dämpfung in einer bei Pendelrückkopplungsempfängern üblichen Weise zeitlich verändert wird, und zwar beträgt die Pendelfrequenz infolge der hier gewählten Bemessung von R und C (Zeitkonstanten) 100 kHz. Infolge der in der Zeit des Pendelvorganges sich ändernden Entdämpfung verstärken die dem Gitter des Triodensystems TS zugeführten FM-Schwingungen die Schwingspannung des Schwingkreises II, und zwar wird letztere, da der Schwingkreis II beispielsweise auf 84, 3 MHz, also auf eine neben der frequenzmodulierten Trägerfrequenz liegende Frequenz abgestimmt ist und demzufolge die frequenzmodulierten Schwingungen auf einer Flanke der Resonanzkurve des Schwingkreises II auf- und abwandern, in ihrer Amplitude entsprechend der Frequenzmodulation beeinflusst. Die Intensität dieser amplitudenmodulierten Schwingungen wird infolge der zeitlich sich ändernden Entdämpfung der mit dem Triodensystem TS zusammenarbeitenden Schaltung, deren Stärke und Dauer so groß bemessen ist, dass auch beim Auftreten von kleinen Anfangsamplituden das Triodensystem TS ausgesteuert wird, verstärkt. Außerdem erfolgt durch Gittergleichrichtung in dem Triodensystem TS eine Demodulation, so dass die erhaltene NF-Spannung zum Gitter 3 des Hexodensystems HS gelangt und nach NF-Verstärkung in diesem System als verstärktes NF-Spannung NFv dem Verbraucher zugeführt ist.
Die eben beschriebene, durch geschickte schaltungstechnische Verknüpfung der bekannten Pendelrückkopplung mit der bekannten Flankensteuerung erzielte Anordnung besitzt bei geringem Aufwand eine hohe Empfindlichkeit mit einem dem Frequenzhub entsprechenden breiten Empfangsband. Durch die Zwischenschaltung der Hochfrequenzstufe im Hexodensystem HS zwischen dem Empfangskreis und der erfindungsgemäßen Röhrenschaltung (TS, RC, II) wird eine Entkopplung zwischen der Antenne und der Röhrenschaltung erzielt. Durch einen Kondensator C(sub)3 kann die restliche noch
von der Antenne ausgestrahlte Oszillatorspannung kompensiert und somit kein Nachbarempfänger gestört werden. Infolge des einfachen Aufbaues kann die Empfangsanordnung z.B. als Vorsatzgerät für bisher nur amplitudenmodulierte Schwingungen aufnehmende Geräte benutzt werden bzw. ohne zusätzlichen Röhrenaufwand das Mischrohr eines Überlagerungsempfängers zwecks Empfang frequenzmodulierter Schwingungen umgeschaltet werden. Als Vorsatzgerät lässt sich die beschriebene Anordnung, sofern die Abstimmelemente besonders klein gehalten werden, also beispielsweise die Kondensatoren C(sub)1 und C(sub)2 als Trimmerkondensatoren ausgebildet werden, in einem kleinen Kästchen unterbringen, wobei die Speisespannungen durch Einsatz von Zwischensockeln zwischen Sockelfassung und Sockel einer oder mehrerer bereits vorhandener Röhren dem ursprünglichen Gerät entnommen werden können.
Claims (7)
1. Empfangsanordnung zur Umwandlung frequenzmodulierter Schwingungen in amplitudenmodulierte Schwingungen, dadurch gekennzeichnet, dass die frequenzmodulierten Schwingungen dem Gitter einer in einer Schaltung mit zeitlich sich ändernden Entdämpfung arbeitenden Röhre, deren Schwingkreis auf eine neben der frequenzmodulierten Trägerfrequenz liegende Frequenz abgestimmt ist, zugeführt werden und infolge des Schwingkreises verstärken, wobei letztere in ihrer Amplitude infolge Auf- und Abwanderung der frequenzmodulierten Schwingungen auf einer Planke der Resonanzkurve des Schwingkreises entsprechend der Frequenzmodulation beeinflusst wird.
2. Empfangsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zeitliche Entdämpfung nach Art eines Pendelrückkopplungsempfängers durch eine Kondensator- und Widerstandsanordnung bestimmt wird.
3. Empfangsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aus den mittels der Röhrenschaltung erhaltenen amplituden-
modulierten Schwingungen durch Gittergleichrichtung in demselben Röhrensystem die entsprechenden NF-Spannung gewonnen wird.
4. Empfangsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch Einsatz einer die von der Antenne aufgenommenen frequenzmodulierten Schwingungen verstärkenden Röhrenstufe (Hexodensystem) vor der Röhrenschaltung eine Entkopplung zwischen dieser und der Antenne erfolgt.
5. Empfangsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch einen Kondensator die restliche noch vor der Antenne ausgestrahlte Oszillatorspannung kompensiert und somit für den praktischen Fall kein Nachbarempfänger gestört wird.
6. Empfangsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der die frequenzmodulierten Schwingungen verstärkenden Röhrenstufe eine Mehrgitterröhre benutzt wird, deren weiterem Gitter die in der Röhrenschaltung umgewandelten amplitudenmodulierten Schwingungen nach ihrer Demodulation zur NF-Verstärkung zugeführt werden.
7. Empfangsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine ein Hexoden- und ein Triodensystem enthaltende Röhre benutzt wird, von der das Gitter des Triodensystems durch die dem einen Gitter des Hexodensystems zugeführten frequenzmodulierten Schwingungen nach ihrer HF-Verstärkung und das weitere Gitter des Hexodensystems durch die aus den in der Röhrenschaltung umgewandelten amplitudenmodulierten Schwingungen erhaltene NF-Spannung beeinflusst wird.
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