DEP0003570DA - Verfahren zur Herstellung von linoleumartigen Belagstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von linoleumartigen Belagstoffen.

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DEP0003570DA
DEP0003570DA DEP0003570DA DE P0003570D A DEP0003570D A DE P0003570DA DE P0003570D A DEP0003570D A DE P0003570DA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
nitrocellulose
ropes
activating agent
agents
mixtures
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Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Dr. Bietigheim Boppel (Württ.)
Karl Bietigheim Eichstädt (Württ.)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Forbo Holding AG
Original Assignee
Deutsche Linoleum Werke AG
Publication date

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Description

üirma Deutsche .uinoleuin- <" e r k e
■■;?,
Verfahren zur Herstellung von linoleuiaartigea Belagstoff ea«
Qa ist bekannt linoleumartige, elastische Belagmassen herzustellen durch Pressen oder halsen von Gemischen aus Ititrocellulose und w'eiohmachungsoiittel sowie U1UIl- und ä'arbstoffene Das ./esentliche bei diasea Verfahren ist die Auswahl der .Veichmachungsniittele Diese sind nur dann verwendbar, wenn sie die Fähigkeit besitzen, die nitrocellulose vollständig zu gelatinieren, indem aus Nitrocellulose und Weichmacher ein thermoplastisches Sei gebildet wird, das dann als Bindemittel für die £üll- und Farbstoffe der Belagstoffmischung dient» Weichmacher, die diese Selatinierfähigkeit für Nitrocellulose nicht besitzen, wie z.,3* üizinusölj lassen sich wohl, sofern sie nur eine gewisse Verträglichkeit mit der Nitrocellulose zeigen, benutzen, um Eilm® oder Lackschichten, die auf nitrocellulose als Grundstoff basieren, weichzumaohenj zur Herstellung eines füllstoffbindenden Plastikums, das als Srundlage für einen linoleuiaartigen Belag dienen kann, sina sie jedoch nicht zu brauchen»
Infolgedessen ist die Auswahl geeigneter ϊ/eichaacher für die Herstellung eines Bodenbelags auf Grundlage von Hitrooellalos®
Württembergisches
2O.JR1J4SI 05533
Lgndesoe ve rfc <s c? r,i t
schwierig* diese Schwierigkeit wird noch dadurch erhöht, dass auch verschiedene nitrier- und Yiskositätsgrade von nitrocellulose wieder jeweils die Verwendung verschiedenartiger .ieichmseher zur Gelierung .erfordern« So seigt z«B. der χ ir die bekannten Yerfahren typische weichmacher, das 1Hr ikresy !phosphat, wohl gute &©latinierfähigk®-it für üitroceliulose alt einera Stickstoffgehalt von lü bis Il Prozent« Wollen mit höheren Stickstoffgehalt en dagegen löst bgzw· gelatiniert- er nicht tashr* Aber gerade derartige Bitrocelluloson müssen ihrer leichteren Sugiinglicnkeit halber in immer grosser em Umfange sur Terarbsitung mit herangeajgeii werden® Bs gibt zwar auch weichmacher, die solche stickstoXfreicheren Wollen gelatinieren^ doch sind diese einmal sehr schwer. sugäiigliGii> auf der anderen Seite versagen gerade sie häufig wieder bei Sollen niedrigeren Stickstoffgehaltes»
überraschenderweise konnte nun festgestellt werden, dass es möglich is*fe? bisher unverwendbare, weil nicht genügend gelatinierende btzw* nicht ausreichend weichmachende "lieichmaciier zu aktivieren, d#h* in ©iaen Sustand zu versetzen^ in v^elchem sie die fehlenden Eigenschaften gewinnen, derart, dass man auch mit ihrer Hilf© aam Sen jeweiligen Sitrocellulosen als fiillstofifcin-. d®nde Ifoeaen geeignete Pleatika gewinnen kann« Dieme Alesixrierung läsfft sick ®xz±ml®SL durch ve-rhältni^iässig klein® Zusätze aätze von etwa-1 bis 10 Prozenten genügen häufig - gewisser harse, die im" Belag Varbleiben, sowie auch gewisser Lös uns amlttel, die bei der weiteren Yerarbeitung der Beiagmasse wieder ausgetrieben werden, woraus in Sonderheit emichtlioh ist, dass hier
Württembergisches
eine zunächst absolut nicht zu erwartende, neuartige Wirkung dieser Zusäts® eintritt, insofern als das einmal gebildete Sei such nach der "wieder-entfernung des Aktivierungsmittels, soweit dieses flüchtig ist, erhalten bleibt« Als i&tivataren haben sich v7eichhaxze.j Lösungsmittel und Stabilisatoren bestimmter chemischer Konstitution wirksam gezeigt«
Das neue Texfahr en besteht also darin, dass ein zur Herstellung Ton Belagmassen geeignetes Plastilina hergestellt wird aus LTitro00llulose und einem diese an sich nicht oder nor. schlecht gelatinierenden b^w* weichraachenden Weichmacher, der aber durch Zusatz eines geeigneten Aktiyieruiigsmittels in einen Zustand erhöhter rärksamkeit versetzt wird, worauf man das erhaltene Blastikum in bekannter ϊ/eise unter Zusatz von. Siill- und farbstoff en. zu einer Belaginasse ferarbeitet«
Beispiel 1
?50 Seile '£ri&resylphosphat werden durch Auflösen von 7g5 fellen Ao©taldeh^dhaxz aktiviert und sodann mit 500 Seilen ej^er Iitrocellulose mit 12-1^ Stickstoff in ein Plastitoim übergeführt* In dieses Plastikum werden
7SO Seile -Holzmehl und
200 Seile Sarben mittels Knetmaschinen und Walzwerken eingearbeitet und die so erhaltene Masse schliesslich. durch i/alaen oder Pressen su fertio-en Belägen
Württembergisches Beispiel 2
Seile wasser feuchte -«itracellaiose mit e-'.nem Stickstoff gehalt von et.va 10,& je werden mit feilen eines JEriglykolesters aas Vorlaafföttsäaren der Psxaffinoxjdation versetzt und Teile AetnyliihenYlurethan hinzugefügt« ^eim Kneten der Mischung scheidet sich alsbald aas Anfeuohtwasser der iiitrocellalose ab, und diese bildet mit dem «»'eichmachsr ein homogenes Plastikum, das sodann mit Seilen Korkmehl and
Seilen farben in gleicher './eise.wie in Beispiel 1 zu einem Belagstoff weiterverarbeitet wird*
3eispiel 3
Zu einer Mischung, von
300 Seilen Nitrocellulose mit einem Stickstoffgehalt von
Qa» 10g 5 $ und
500 !Seilen eines Phenolesters von sulfochlorierten
i'ischer-X'rapsch-Bradiikten werden 30 Seil© £etratardrofuran hinzugefügt und die Masse nach
Auskneten* tewpiu Ausdampfen des Auf euchtwassers mit SOO Seilea Kortaehl und
100 'ieilen i'ärbe gemischt und i

Claims (4)

Beispiel 4 Württembergisclies 250 Teile eines Phthalsäureester von aliphatischen Monoalkoholen mit a üi& ü, ΕοΑΙβαβΐοίΑΙΡΦπβα werden mit 8 Seilen ehlorisrtm. Diphenyl versetzt und die xischung zur Clelatinierung von 150 Seilen nitrocellulose mit eineni it ick stoff gehalt von 12-13 $* verwendet, iiach erfolgter Gelatinierung wird die Masse mit 300 Seilen Holzmehl und 250 Seilen Faxben wie bei Beispiel 1 au einem Belagstoff Paten t anaprtlche .s Gemischen von nitrocellulose, iieichmachungsmittel und farbstoffen? dadurch gekennseichnet, dasjj^s^n Veichmachiangsmittel verwendet, die an sich keine £&higke±t oder ungenügendes *»ie>enmachungsveraögen f?lr cellulose besitzenBxmä^ä£me durch Su3ats geeigneter «/©ichharze ?erf ahjf an.nach Anspruch 1, dadurch gekannte lehnst, dass aan eis Aictivlercu^sainel leichtflich-ci^e Lö9un£saittel in re- ri n' i.a Württernbergischis LI 05833 PATENTANWÄLTE PROF. DR. H. GÖLLER ■ DR.-ING. W. HÖGBR · STUTTGART ρ 5570 IVo/39b D A 21 067 <ä°3 20o10oi950 Patentansprüche
1) Verfahren zur Herstellung von linoleumartigen Belagstoffen aus Gemischen von Iitrocellulose9 Weiehmaclmngsmitteln^ sowie Püll- und Farbstoffe^ äa&areh gek@smaeichn©t9 dass man Weichmaehungsmittel yerw©nd@t9 di@ an sich keine ausreichende Gelatinierfähigkeit oder kein genügendes Weich» machungsvermb'gen für Nitrocellulose besitzen und diese mit solchen Weiehharzon9 leicht flüchtigen Lösungsmitteln oder Stabilisatoren aktiviert, die mit nitrocellulose verträglich sindc
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Aktivierungsmittel Kondensationsprodukte von Aldehyden oder chloriertes Diphenyl verwendet.
3) Verfahren nach Anspruch 19 dadurch gekennzeichnet, dass man als Aktivierungsmlttel leicht flüchtige Lösungsmittel in geringer Menge verwendet wie Z0B8 Tetrahydrofuran oder andere die Gelierung der Nitrocellulose beschleunigende Lösungs« mittel β
4) Verfahren nach Asiapruch 1g dadurch gekennzeichnets dass man als Aktivierungsmittel Stabilisatoren wie Z6B0 alkyl- und ary!-substituierte Harnstoffe und Urethan© verwendete

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