DEP0002605DA - Durch Druckmittel gesteuertes Wendegetriebe, insbesondere für die Antriebsmotoren von Schiffen. - Google Patents
Durch Druckmittel gesteuertes Wendegetriebe, insbesondere für die Antriebsmotoren von Schiffen.Info
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Description
Zum Umsteuern der Drehrichtung der von Brennkraftmaschinen, vorzugsweise Dieselmotoren, angetriebenen Propellerwelle von Schifften werden Wendegetriebe benutzt, die besonders bei größeren Leistungen vielfach durch ein Druckmittel z.B. Öl, gesteuert werden. Als Druckmittelquelle dient im allgemeinen eine Zahnradpumpe, die bei den benannten Bauarten derartiger Wendegetriebe häufig am Boden innerhalb des Getriebegehäuses untergebracht ist. Das Steuerorgan, z.B. ein Steuerschieber, sowie das zum Einstellen des Druckes dienende Regulierventil und das Filter für das Druckmittel werden häufig außen auf dem Getriebegehäuse angebracht, wobei für die Führung des Druckmittels besondere, zum größten Teil außerhalb des Getriebegehäuses verlaufende Rohrleitungen erforderlich sind, die leicht undicht werden und Beschädigungen ausgesetzt sind. An der Steuerungseinrichtung auftretende Störungen sind hierbei nur schwer zu beheben, da z.B. die Pumpe nur nach dem Ausbau des ganzen Getriebes zugänglich ist. Da diese Getriebe schweren Betriebsbedingungen ausgesetzt sind, auch nicht von Fachleuten bedient werden (z.B. Fischereifahrzeugen), können die Störungen der Steuerungseinrichtung einen längeren Ausfall des ganzen Fahrzeuges zur Folge haben.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und die Steurungseinrichtung des Wendegetriebes so auszubilden, daß alle Teile der Steuerung leicht zugänglich sind und an diesen auftretende Störungen
in kurzer Zeit behoben werden können. Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die wesentlichenTeile der Steuerung wie Druckmittelpumpe, Filter, Regurlierventil, Steuerorgan, usw., sowie deren Verbindungsleitungen sämtlich in einem das Getriebegehäuse seitlich abschließenden Deckel untergebracht werden. Diese Teile werden vorzugsweise in dem propellerseitigen Gehäusedeckel angeordnet. Die Vereinigung aller Steuerungsteile in nur einem Gehäusedeckel ergibt eine leichte Zugänglichkeit und gute Übersichtlichkeit der Steuerung, und jegliche Rohrleitungen kommen in Fortfall. Die vorzugsweise als Zahnradpumpe ausgebildete Druckmittelpumpe wird zweckmäßig im unteren Teil des Getriebegehäuses angeordnet und steht mit dem Ölsumpf in unmittelbarer, offener Verbindung, sodaß das Öl der Pumpe auch bei Schräglage des Getriebes zufließen kann. Die Antriebswelle der Zahnradpumpe wird vorzugsweise in einer Zwischenwand des Getriebegehäuses gelagert und über ein Zahnrad von der Getreibewelle angetrieben. Um ein Zerschäumen des Öles durch das untere Zahnrad zu verhindern, ist es zweckmäßig gegen Zutritt des Öles abgeschirmt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung in Figur 1 im Längsschnitt und Figur 2 im Querschnitt dargestellt. Das Wendegetriebe besteht aus dem antreibenden Kegelrad 1, das auf der als Hohlwelle ausgebildeten Nabe 2 des Gehäuseteiles 3 der Vorwärtskupplung unverdrehbar befestigt ist. Der getriebeseitige Gehäuseteil 3 ist über das zylindrische, mit einer Inneverzahnung versehene Mittelstück 4 mit dem motorseitigen Gehäuseteil 5 verschraubt, das durch die Zahnkupplung 6 mit dem Schwungrad 67 des Motors verbunden ist. Die Vorwärtskupplung ist eine Lamellenkupplung, deren innerer Lamellenring 7 mit den beiden Scheiben 8 und 9 fest auf der Getriebewelle 10 sitzt. Mit dem Antriebskegelrad 1 stehen die beiden Kegelritzel in Eingriff, die auf radialen Zapfen 12 befestigt sind. Letztere sind in dem drehbaren Ritzelträger 13 gelagert. Die Kegelritzel 11 greifen in das angetriebene Kegelrad 14 ein, das unveränderbar auf der Welle 10 befestigt ist. An der dem Propeller zugewandten Seite des zylindrischen Ritzelträgers 13 ist der Innenzahnkranz einer Lamellenkupplung 15
angebracht, deren andere Hälfte 16 an dem seitlichen Gehäusedeckel 17 befestigt ist. Die Lamellen 15 werden durch den Kolben 18 mittels Drucköl gegeneinander und gegen die Reibfläche der festen Scheibe 16 gepreßt. Die Vorwärtskupplung hat ähnliche Lamellen 19, die durch den Kolben 20, dem Drucköl durch den Kanal 21 zugeführt wird, zusammengepreßt werden.
In dem propellerseitigen Gehäusedeckel 17 ist das Lager 22 für die Getriebewelle 10 untergebracht, deren anderes Ende durch das Lager 23 gegen das Gehäuse 5 der Vorwärtskupplung zentriert und abgestützt ist. Dieses ist an beiden Seiten mittels der Lager 24 und 25 in dem Getriebegehäuse 26 gelagert.
Die zur Erzeugung des Öldruckes dienende Zahnradpumpe 27 ist im unteren Teil des propellerseitigen Gehäusedeckels 17 untergebracht und steht durch den Kanal 28 in offener Verbindung mit dem Ölsumpf des Getriebegehäuses. Sie wird durch das auf der Welle 29 sitzende Zahnrad 30 angetrieben, das mit einem auf der Nabe des Antriebskegelrades 1 befestigten Zahnkranz 31 in Eingriff steht. Das Zahnrad 30 ist durch eine senkrechte Zwischenwand 32 gegen den Ölsumpf abgeschirmt, wodurch ein Zerschäumen des Öles durch das Zahnrad 30 verhindert wird. Zwischen der Antriebswelle 29 und der Pumpenwelle 33, auf der das Zahnrad 34 der Zahnradpumpe 27 befestigt ist, sitzt eine Zahnkupplung 33, die auch durch eine elastische Kupplung ersetzt werden kann und es infolge ihrer axialen Verschiebbarkeit ermöglicht, daß die Zahnradpumpe 27 leicht aus dem Gehäusedeckel 17 entfernt werden kann. Die Antriebswelle 29 ist motorseitig in der Wand 68 gelagert, die das Getriebe gegen die Vorwärtskupplung abschließt, und propellerseitig in einer Zwischenwand 69, die gleichzeitig die Zahnkupplung 35 abstützt.
Die Druckseite der Zahnradpumpe 27 ist durch einen im Gehäusedeckel 17 angebrachten Kanal 36 mit dem gleichfalls an diesem angeordneten Spaltfilter 37 verbunden, das über den Kanal 38 mit dem Regulierventil 39 und durch den Kanal 40 mit den Steuerschieber 41 in Verbindung steht. Von dem Steuerschieber 41 zweigen ein zum Nanometer 42 führender Kanal 43 sowie die Kanäle 44,45 und 46 ab. Der Kanal 44 führt zum Kolben 18 der Rückwärtskupplung und der Kanal 45 zu dem in der
Welle 10 angebrachten Kanal 21 und weiter durch die radiale Bohrung 47 in der Scheibe 8 zum Kolben 20 der Vorwärtskupplung. Der Kanal 21 ist am Ende der Welle 10 durch Stopfen 48 verschlossen. Der Kanal 46 nimmt das aus den beiden Kupplungen zurückfließende Öl auf und leitet es in den Ölsumpf des Gehäuses zurück. Von dem Regulierventil 39 zweigt ein Kanal 49 ab, der durch den Kanal 50 zu der in der Nabe des angetriebenen Kegelrades angebrachten Ringnuts 51 führt. Diese steht durch die radiale Bohrung 52 mit einem in der Getriebewelle 10 angebrachten Kanal 53 in Verbindung, der am Wellenende durch den durchbohrten Stopfen 54 verschlossen ist. Die Kanäle 55,56 und 57 leiten das Drucköl den Lagerstellen zu und schmieren diese. Durch den Kanal 57 gelangt das Öl weiter in die radiale Bohrung 58, die oben durch den Stopfen 59 verschlossen ist, und durch die Bohrung 60 zu den Verzahnungen der Ritzel 11, wodurch auch die Verzahnungen der Kegelräder 1 und 14 geschmiert werden. Durch die Bohrung im Stopfen 54 gelangt das Öl in das Lager 23 und durch den Spalt zwischen den Kupplungsgehäuse 5 und der Scheibe 9 zu der Verzahnung der Außenlamellen 19 und weiter durch die im Kupplungsteil angebrachte Öffnung 61 infolge der Fliehkraftwirkung in das Getriebegehäuse , wobei durch das vom Gehäuseoberteil zurückfließende Öl die Lager 24 und 25 der Vorwärtskupplung geschmiert werden. Das motorseitige Lager 25 ist durch eine federnde Ringscheibe 62 nach außen abgeschlossen. Etwa durchsickerndes Öl wird durch den Lagerdeckel 63 am Austritt gehindert und von der Ringnute 64 aufgefangen, von wo es durch die Kanäle 65 und 66 in den Ölsumpf zurückgeleitet wird.
Sämtliche wesentlichen Teile der Ölsteuerung, wie Zahnradpumpe 27, Filter 37, Regulierventil 39, Steuerschieber 41 und Nanometer 42 sowie die entsprechenden Kanäle sind im Gehäusedeckel 17 angeordnet. Dadurch wird ein sehr übersichtliche, leicht zugängliche und leicht bedienbare Einrichtung geschaffen. Etwaige an diesen Teilen eintretende Störungen können daher leicht und mit geringem Zeitaufwand be-
hoben werden. Vor allem sind auch Rohrleitungen vermieden, sodaß Undichtigkeiten oder Beschädigungen der sämtlich innerhalb des Getriebegehäuses befindlichen Druckölleitungen nicht eintreten können. Hierdurch wird die Betriebssicherheit des Wendegetriebes erheblich gesteigert, und dadurch auch die Sicherheit und Wirtschaftlichkeit des Schiffsantriebes.
Claims (4)
1) Durch Druckmittel gesteuertes Wendegetriebe, insbesondere für die Antriebsmotoren von Schiffen, dadurch gekennzeichnet, daß die wesentlichen Teile der Druckmittelsteuerung und ihre Verbindungskanäle in einem Deckel angeordnet sind, der das Getriebegehäuse an der dem Motor abgewendeten Seite abschließt.
2) Wendegetriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckmittelpumpe (27), vorzugsweise eine Zahnradpumpe, im unteren Teil des Gehäusedeckels (17) angeordnet ist und mit den Ölsumpf des Getriebegehäuse in unmittelbarer, offener Verbindung steht.
3) Wendegetriebe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebswelle (29) der Zahnradpumpe in einer Zwischenwand (69) und der motorseitigen Abschlußwand (68) des unteren <Nicht lesbar> Gehäuseteiles gelagert ist.
4) Wendegetriebe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnradpumpe (27) durch eine axial verschiebbare Kupplung (35) mit der Antriebswelle (29) verbunden ist.
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