DEP0002288BA - Verfahren zur Herstellung von Verbundholz - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Verbundholz

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DEP0002288BA
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veneers
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composite wood
wooden panels
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Expired
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English (en)
Inventor
Eduard Berlin Petri
Original Assignee
Verbundglas GmbH, Berlin
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Description

Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Verbundholz wie Sperrholz, Hartholz u.dgl. durch Trockenverleimung, bei dem unter Anwendung von Wärme und Druck zwischen zwei oder mehreren Furnieren und Holzplatten oder zwischen zwei oder mehreren Holzplatten als Bindemitteln Folien aus thermoplastischen Massen eingelegt werden. Erfindungswesentlich für das neue Verfahren ist die Verwendung von Polyvinylderivaten, für die als Bindemittel benutzten Folien oder Zwischenschichten. Der Vorteil, der in der Verwendung dieser Polymerisate für die Herstellung von Verbundholz liegt, ist darin zu erblicken, dass die Zwischenschichten aus Polyvinylchloriden hohe Eigenelastizität und Bruchdehnung aufweisen, sodass ene Vorbehandlung solcher Folien vor ihrer Verwendung bei der Herstellung des Verbundholzes nicht erforderlich ist. Es ist für die Verwendungsmöglichkeiten solcher Zwischenschichten an sich gleichgültig, ob zu ihrer Herstellung ausser den Polymerisaten noch übliche Weichmacher und sonstige Zusätze benutzt worden sind. Vor allem ist es nicht erforderlich, Folien vor ihrer Verwendung besonderen mechanischen Massnahmen wie Recken und Dehnen zu unterwerfen im Gegensatz zu der an sich bereits bekannten Verwendung von Folien aus Polystyrol. Die Verwendung von Polystyrolfolien zu dem in
Rede stehenden Zweck ist nämlich nachteilig deshalb, weil infolge der geringen Elastizität und Bruchdehnung dieser thermoplastischen Masse Folien zunächst einer mechanischen Streckung und Dehnung unterworfen werden müssen, ehe man sie überhaupt als Folien bei der Herstellung von Verbundhölzern verwenden kann.
Mit der an sich bekannten Verwendung härtbarer Kunstharze zur Herstellung von Verbundhölzern hat die erfindungsgemässe Verwendung von Polyvinylchloriden den Ausschluss von Lösungsmitteln mit den sich daraus ergebenden Vorteil gemein, weist aber darüber hinaus gegenüber der Verwendung von härtbaren Kunstharzen noch den Vorteil auf, dass die Zwischenschichten als solche infolge ihrer günstigen mechanischen Eigenschaften, insbesondere in Bezug auf Dehnung, Zugfestigkeit, Biegefestigkeit, diese Eigenschaften dem Fertigprodukt verleihen.
Die Verarbeitung von Folien aus den polymerisierten Vinylchloriden erfolgt in üblicher Weise durch Heisspressen, wobei man den Pressvorgang erfindungsgemäss noch dadurch besonders glatt gestalten kann, wenn man zwischen mehrere Lagen des Verbundholzes Platten aus gut wärmeleitenden Baustoffen, vorzugsweise Messing, Aluminium u.dgl. einlegt. Ausser der Erhöhung der Wärmeleitfähigkeit erreicht man dadurch auch noch besondere Effekte in bezug auf die Oberflächengestaltung der Verbundkörper.
Man kann auch Folien aus Polyvinylchlorid verwenden, die mit Metall- oder Gewebeeinlagen ausgerüstet sind. Die Vereinigung der Holzplatten bzw. Furniere mit den Folien aus Polyvinylchlorid zum Verbundholz erfolgt unter Anwendung von Druck und Wärme in hydraulischen Pressen oder in Autoklaven.
Die Scherfestigkeit der Verleimung veranschaulichen folgende Werte, die nach der Prüfbestimmung gemäss RAL 093 C durchgeführt worden sind:
Grösse der geprüften Leimfläche: etwa 2,5 cm(exp) 2
Scherfestigkeit in kg/cm(exp)2
Im nassen Zustand nach 48 Stunden Lagerung unter Wasser wurden erhalten die Werte:
Da bekanntlich für Sperrholz aus Birkenfurnieren eine Scherfestigkeit von mindestens 20 kg/cm(exp)2 im trockenen und mindestens 7,5 kg/cm(exp)2 im nassen Zustand verlangt werden, ergibt sich der Vorzug des neuen Verbundholzes.
Die Herstellung von Verbundholz nach der Erfindung kann auch so bewirkt werden, dass man zwischen die einzelnen Lagen der Furniere bzw. Holzplatten das entsprechend zerkleinerte Polymerisat aufbringt und die verleimende Folie gleichzeitig mit der Pressung zum Verbundkörper erzeugt.

Claims (4)

1. Verfahren zur Herstellung von Verbundholz durch Trockenverleimung, bei dem unter Anwendung von Wärme und Druck zwischen zwei oder mehreren Furnieren und Holzplatten oder zwischen zwei oder mehreren Holzplatten als Bindemittel Folien aus thermoplastischen Massen eingelegt werden, dadurch gekennzeichnet, dass Folien aus Polyvinylchlorid benutzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anwendung von mit Einlagen aus Drähten, Netzen oder Geweben versehenen Folien.
3. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle einer fertig gebildeten Folie aus Polyvinylchlorid vorzugsweise zerkleinertes Polymerisat zwischen den Furnieren bzw. Holzplatten eingebracht wird und mit der Pressung zum Verbundkörper gleichzeitig die verleimende Folie gebildet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass man zwischen die einzelnen Furniere bzw. Stapel von Furnieren vor dem Pressen Platten aus gut wärmeleitendem Material, vorzugsweise Messing oder Aluminium einlegt.

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