AT235540B - Tafel- oder bahnförmiger Schichtkörper für Bau- und Verkleidungszwecke - Google Patents

Tafel- oder bahnförmiger Schichtkörper für Bau- und Verkleidungszwecke

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AT235540B
AT235540B AT297260A AT297260A AT235540B AT 235540 B AT235540 B AT 235540B AT 297260 A AT297260 A AT 297260A AT 297260 A AT297260 A AT 297260A AT 235540 B AT235540 B AT 235540B
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  Tafel- oder bahnförmiger Schichtkörper für Bau- und
Verkleidungszwecke 
Die Erfindung betrifft einen Tafel- oder bahnförmigen Schichtkörper fUr Bau- und Verkleidungs- zwecke, bestehend aus einer Schicht aus einem wärmehärtbaren Kunststoff, einer Schicht aus einem thermoplastischen Kunststoff und einer Verbindungsschicht. Der härtbare Kunstharzkörper kann   z. B.   ein
Melaminharz sein und eine Verschleissschicht bilden. 



   Es sind Kunstharzschichtplatten bekannt, die einen Unterlagskörper aufweisen, auf welchem eine dünne, aus Melaminharz bestehende Verschleissschicht aufgebracht ist, in welche auch meist ein einfarbiges oder gemustertes, nach aussen hin sichtbares   deckendes Papier ("Overlaypapier") eingebettet   ist. Der   plattenförmigeUnterlagskörper   besteht   z. B.   aus einem Phenolharz. Das genannte Papier oder   ein zusätz-   lich zu diesem aufgebrachtes Papierblatt schliesst ein Ineinanderfliessen der beiden noch ungehärteten Kunstharze aus.

   Dieses Ineinanderfliessen würde die Oberflächengüte in mechanischer Hinsicht verschlechtern und   demEnderzeugnis   ein missfarbiges Aussehen verleihen, weil die Phenolharze oder sonstige für die Herstellung des Unterlagskörpers in Frage kommenden wärmehärtenden Kunstharze in ausgehärtetem Zustand eine Braunfärbung zeigen. 



   Weiters sind bereits Platten bekannt, deren Unterlagskörper aus einem thermoplastischen Kunststoff besteht und mit einer Deckschicht aus   härtbaremKunststoff   durch   eineZwischenschichtverbunden   ist, wobei für   dieverbindung einer Platte aus Polyester-Isocyanat mit Polyvinylchlorid   (PVC) vorgeschlagen worden ist, als Verbindungsschicht ein Gewebe vorzusehen, das mit weichgemachtem PVC bestrichen ist. 



   Der   erfindungsgemässeSchichtkörper   besteht darin, dass die Verbindungsschicht aus einem Polyvinylchlorid-Mischpolymerisat besteht, in welche gegebenenfalls Fasern, insbesondere Asbestfasern eingebettet sind. 



   Gegenüber der bekannten Verwendung eines Gewebes als Verbindungsschicht ergeben sich durch die Erfindung folgende Vorteile :
Wenn die Verbindungsschicht aus einem Gewebe besteht, so ist ihre Anwendung auf Fälle beschränkt, in denen die eventuelle Sichtbarkeit der Gewebeeinlage bei durchsichtigen Erzeugnissen nicht stört, was schon eine gewisse Einengung der Anwendbarkeit des älteren Vorschlages mit sich bringt. Ein anderer Nachteil liegt darin, dass sich das Gewebe bei   dünnemSchichtkörper strukturmässig durchdrückt ;   es ist von aussen als eine Art Profilierung sichtbar. In fabrikatorischer Hinsicht ist der Vorschlag kompliziert : Man muss das Gewebe mit einer flüssig gemachten Substanz bestreichen und das dadurch schwierig zu handhabende Gewebe dann auf die Unterlage aufbringen.

   Es ist hiebei darauf zu achten, dass schnell weitergearbeitet wird, damit die Verbindungsschicht nicht trocknet. Die Erfindung vermeidet diese Nachteile und schafft einwandfreie Verbindungen zwischen Stoffen, die man bisher nur unter Anwendung umständlicher Verfahren verbinden konnte, nämlich Hart-oder Weich-Polyvinylchlorid einerseits und Phenol-, Harnstoff- oder Melaminharze anderseits. 



   Der erfindungsgemässe Schichtkörper benutzt eine Verbindungsschicht aus einem Material, welches von den beiden in weichplastischem bis flüssigem Zustand befindlichen, je von einer Seite auf die Verbindungslage wirkenden Kunststoffen teilweise durchdrungen wird ; das so erhaltene mehrschichtige, vorzugsweise flächige Gebilde lässt man unter Druckanwendung erkalten. in der praktischen Durchführung kann man so vorgehen, dass man auf die Platte aus Polyvinylchlorid das PVC-Mischpolymerisat aufbringt 

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 und dieses mit Papier bedeckt, worauf auf letzteres das noch flüssige oder weichplastische Melaminharz aufgebracht wird, welches in das Papier oberflächlich eindringt.

   Der so entstandene Schichtkörper wird unter Einwirkung von Druck und Wärme gepresst, wobei auch die Mischpolymerisat-Verbindungsschicht plastisch bis flüssig wird und ihrerseits oberflächlich in das als Verbindungslage wirkende Papier eindringt. 



   Als PVC-Mischpolymerisat eignet sich   z. B.   ein solches mit 13% Acetatgehalt. Ähnliches gilt beispielsweise für Polystyrol als thermoplastisches Schichtmaterial, das zweckmässig mit einer Verbindungsschicht aus einem   PVC-Mischpolymerisat,   welches Styrolbutadienkomponenten enthält, versehen wird. 



  Ferner hat sich gezeigt, dass man die Bindefähigkeit zwischen der thermoplastischen Unterlage und der aus härtbarem Kunststoff bestehenden Verschleissdeckschicht dadurch verbessern kann, dass der Verbindungsschicht Faserstoffe, z. B. Asbestfasern einverleibt werden. Gute Erfolge haben solche Zusätze bei PVC und deren Mischpolymerisaten gezeigt. Diese Faserzusätze, die in Mengen von 20 bis 50% des Gewichtes der Verbindungsschicht in Betracht kommen, wirken beim Aushärten der Verschleissdeckschicht unter Druck einem Wegfliessen des noch weichen Harzes entgegen und bewähren sich somit vor allem bei solchen Harzen, die bei grösseren Drücken ausgehärtet werden müssen. 



   Als härtbare Kunststoffe eignen sich besonders Niederdruckharze, die bei Temperaturen von 140 bis 1700 und Drücken von 15 bis 30 kg/cm2 härten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Tafel- oder bahnförmiger Schichtkörper für Bau-und Verkleidungszwecke, bestehend aus einer Schicht aus einem wärmehärtbaren Kunststoff, einer Schicht aus einem thermoplastischen Kunststoff und einer Verbindungsschicht, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsschicht aus einem Polyvinylchlorid-Mischpolymerisat besteht, in welche gegebenenfalls Fasern, insbesondere Asbestfasern eingebettet sind.
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