DEP0001754BA - Tiegelöfen - Google Patents
TiegelöfenInfo
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Description
Tiegelöfen, vornehmlich zum Schmelzen von Metall, mit Beheizung durch heiße, insbesondere verbrennende Gase, auch solche durch Öl- oder Staubverbrennung beheizte sind bekannt. Es kommt dabei darauf an, eine wirksame und zugleich gleichmäßig verteilte Wärmeübertragung auf das Schmelzgut zu erhalten.
In dieser Hinsicht bezweckt die Erfindung eine erhebliche Verbesserung. Erfindungsgemäß sind der Eintritts- und der Austrittskanal in der Ofenwandung für den den Tiegel umspülenden Wärmeträger, z.B. heiße Gase, tangential in gleichem Kreissinne, aber in verschiedener Höhe geführt. Infolgedessen nehmen die heißen Gase einen kreisenden Weg um den Tiegel und geben auf diesem langen Wege den größten Teil ihrer Wärme an den Tiegel und das Schmelzgut in ihm ab. Ein gleich guter Erfolg kann nicht erreicht werden, wenn allein der Eintrittskanal tangential gerichtet ist, vielmehr trägt die ebenfalls tangentiale Ausrichtung des Austrittskanals zu einer geordneten kreisenden Umspülung des Tiegels wesentlich bei. Die Wirksamkeit dieser Maßnahme ist nicht davon abhängig, daß etwa ein Gas-Luftgemisch im Ofen verbrannt wird; es kann auch eine Beheizung durch eine Ölfeuerung oder eine Staubfeuerung oder mittels außerhalb des Ofens erhitzter Luft oder Gase durch die tangentiale Zu- und Ableitung gemäß der Erfindung verbessert werden.
In dem besonderen Falle, daß es sich um einen kippbaren Tiegelofen handelt, wird die Anwendung der Erfindung dadurch erleichtert, daß das Mundstück der Düsenanordnung, durch welche Brennstoff oder Heizgas dem Ofen zugeführt wird, mit dem Fundament fest verbunden ist und in der Grundstellung des kippbaren Tiegelofens in eine in der Ofenwandung dafür vorgesehene Öffnung eintaucht oder einen am kippbaren Ofen angebrachten Zuleitungsstutzen in sich aufnimmt.
Bei den bekannten kippbaren Öfen hat man zum Unterschied von dieser neuen Art des Anschlusses des Ofens an die Brennstoffzuleitung den Weg durch die hohle Kippachse angewendet. Dies
hat verschiedene Nachteile, vor allem den Nachteil, daß man in der Wahl der Einmündungsstelle des brennbaren Gemischs keine Freiheit hat. Die Kippachse muß nämlich mit Rücksicht auf die zum Kippen notwendige Kraft oder das Kippmoment gewählt werden. Diese Rücksichtnahme erschwert natürlich eine solche Anordnung des Eintrittskanals, wie sie für die Erzielung eines möglichst langen Weges der heißen Gase rund um den Tiegel notwendig oder erwünscht ist. Weiterhin ist die völlige Loslösung des Mundstückes der Brennstoffzuleitung und/oder der Luftzuführung von dem kippbaren Tiegelofen für die Herstellung günstig, weil sie zu einer erheblich einfacheren Anordnung führt, und es ist auch die Betriebssicherheit größer; das Mundstück der Zuleitung oder der Brenner, der von dem Mundstück gebildet wird, sind bei gekipptem Ofen frei zugängig und können leicht ausgewechselt werden oder bei einem Wechsel des Brennstoffs leicht ausgetauscht werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird durch drei Abbildungen erläutert.
Fig. 1 gib einen lotrechten Mittelschnitt durch einen Tiegelofen,
Fig. 2 einen Horizontalschnitt in Höhe des Austrittskanals und
Fig. 3 einen Horizontalschnitt in Höhe des Eintrittskanals wieder.
Die Wandung des kippbaren Ofens ist A. Sie umschließt mit Abstand einen Tiegel F, der von einem Sockel G getragen wird. Die Kippachse ist durch eine Linie J-J angedeutet. Zum Kippen wirkt eine Hebkraft K an einer oder zwei Ösen L. Der Ausguß ist bei H.
Zur Beheizung dient ein Brenner B, der in der senkrechten Stellung des Tiegelofens in einer Manschette C steckt, die am Kippofen angebracht ist. Der Brenner ist aber nicht am Ofen befestigt, sondern durch einen kleinen Bock M mit dem Fundament verbunden, macht also die Kippbewegung des Ofens nicht mit. Der Eintrittskanal D führt, wie aus Fig. 3 hervorgeht, tangential in den den Tiegel umgebenden Raum zwischen dem Tiegel und der Ofenwand. Da gemäß Fig. 2 auch der Austrittskanal E im gleichen Kreissinne tangential aus diesem Raume herausführt, umkreist der Strom der heißen Verbrennungsgase den Tiegel. Der Weg der Verbrennungsgase rund um den Tiegel ist dadurch aufs äußerste verlängert, und die Wärmeverteilung erstreckt sich
fast völlig gleichmäßig über die ganze Tiegeloberfläche. Das ergibt eine gute Wärmeausnutzung und eine hohe Schmelzleistung. Wenn dann die Abgaswärme der aus der Öffnung E austretenden Gase in einem Trockenofen o.dgl. noch verwertet wird, hat man eine recht gute Gesamtwärmeausnutzung. Auf der Innenseite der Ofenwand A kann ein Wulst oder Leitblech in Schraubenlinienform den kreisenden Weg der heißen Gase sichern, wenn der Zwischenraum zwischen Tiegel und Ofenwand dies notwendig machen sollte.
Claims (2)
1) Tiegelofen, vornehmlich zum Schmelzen von Metall, in welchem der Tiegel von heißen Gasen umspült wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Eintritts- und der Austrittskanal in der Ofenwandung für die heißen Gase tangential in gleichem Kreissinne, aber in verschiedener Höhe geführt sind.
2) Kippbarer Tiegelofen nach Anspruch 1 mit einer Brennstoff- oder Heizgaszuführung durch eine Düsenanordnung, dadurch gekennzeichnet, daß das Mundstück der Düsenanordnung mit dem Fundament fest verbunden ist und in der Grundstellung des kippbaren Ofens in eine in der Ofenwandung dafür vorgesehene Öffnung eintaucht oder in ähnlicher Weise Anschluß an den kippbaren Ofen findet.
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