DEP0001628MA - Unterdrückung von Gitterströmen - Google Patents

Unterdrückung von Gitterströmen

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DEP0001628MA
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Bernhard München Philberth
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Description

Diese Erfindung dient dem Zwecke in Elektronenröhren Ströme von Gittern positiver Spannung zu unterdrücken. Im besonderen dient diese Erfindung der Unterdrückung von Schirm- und Steuergitterströmen.
Die Schirmgitterströme schränken die Anwendbarkeit und Leistungsfähigkeit von Schirmgitterröhren beträchtlich ein, da die Kühlmöglichkeit der am Schirmgitter abgegebenen Wärmeleistung des Schirmgitterstromes begrenzt ist. Diese Einschränkung ist besonders bei Röhren hoher Leistung (Senderöhren) für die Technik sehr einschneidend. Steuergitterströme verhindern weitgehend eine leistungslose Steuerung im positiven Steuergitterspannungsbereich, während leistungslose Steuerung ausschließlich im negativen Steuergitterspannungsbereich hohe Anodenspannungen erforderlich macht.
Nach dem Stande der Technik wird die Unterdrückung von Schirmgitterströmen dadurch angestrebt, daß das Schirmgitter im Elektronenstrahlschatten des Steuergitters angeordnet wird. Die Wirkung solcher Anordnung reicht jedoch für Röhren hoher Leistung nicht aus, zumal da bei posi- tiven Spannungen des Steuergitters mitunter sogar der Elektronenstrahl auf das Schirmgitter konzentriert wird und die Schattenwirkung verlorengeht. Die Unterdrückung von Steuergitterströmen ist bis jetzt noch nicht möglich.
Erfindungsgemäß werden Gitterströme in Schirm- oder Steuergittern von Elektronenröhren dadurch unterdrückt, daß vor das betreffende Gitter, dessen Strom unterdrückt werden soll, noch ein weiteres Gitter, das "Ablenkgitter", angebracht wird. Dieses Ablenkgitter ist dabei so vor dem Schirm- bzw. Steuergitter angeordnet, daß die Leiter des Schirm- bzw. Steuergitters in der Richtung des Elektronenfluges hinter den Leitern des Ablenkgitters liegen (Schattenwirkung des Ablenkgitters). In einer Schirmgitterröhre kann entweder dem Schirmgitter oder dem Steuergitter oder sowohl dem Schirm- als auch dem Steuergitter je ein Ablenkgitter vorgesetzt werden.
Die Spannung dieses Ablenkgitters ist niederer als die Spannung des Schirm- bzw. Steuergitters (z.B. gleich der Kathodenspannung 0, oder z.B. negativ). Die Spannung des Ablenkgitters kann über leitende Zuführungen eingestellt werden, oder automatisch durch statische Aufladung im Elektronenstrahl erhalten werden. Bei der niederen Spannung des Ablenkgitters ist eine entsprechend höhere Spannung des Schirm- bzw. Steuergitters notwendig.
Die Abstände des Ablenkgitters vom Schirm- bzw. Steuergitter werden nach Möglichkeit klein gehalten gegenüber der Maschenweite des Ablenkgitters, um das elektrische Feld im Kathodenraum nicht unnötig durch abschirmende Wirkung des Ablenkgitters zu schwächen.
Die gitterstromunterdrückende Wirkung des Ablenkgitters kommt so zustande, daß das elektrische Feld zwischen Schirm- bzw. Steuergitter und Kathode durch das Ablenkgitter so gestaltet wird, daß in Richtung auf die Leiter des Ablenkgitters und des dahinterliegenden Schirm- bzw. Steuergitters zufliegende Elektronen vor dem Ablenkgitter (durch zu der Kathodenoberfläche parallele elektrische Feldkomponenten) abgelenkt werden und zwischen den Leitern des Schirm- bzw. Steuergitters hindurchgeführt werden.
Bei Schirmgitterröhren mit Ablenkgitter vor dem Schirmgitter ist es wegen der höheren Schirmgitterspannung zweckmäßig zwischen Anode und Schirmgitter das bekannte Bremsgitter anzubringen, um das Auftreffen von Anodensekundärelektronen auf das Schirmgitter zu unterdrücken. Zweckmäßig werden die Leiter des Bremsgitters hinter den Leitern des Schirmgitters in einer Linie mit dem Ablenkgitter angebracht. Bei Schirmgitterröhren mit Ablenkgitter vor dem Schirmgitter wird zweckmäßig das Schirmgitter zusammen mit dem Ablenkgitter in den Elektronenstrahlschatten des Steuergitters gestellt, wie es von Schirmgitterröhren ohne Ablenkgitter bekannt ist.

Claims (1)

  1. Anordnung zur Unterdrückung der Gitterströme von Schirm- und Steuergittern in Elektronenröhren, dadurch gekennzeichnet, daß in geringem Abstand vor dem Schirm- und bzw. oder Steuergitter ein, bzw. je ein, weiteres Gitter mit kleinerer Spannung als die Schirm- bzw. Steuergitterspannung derart angeordnet ist, daß der Elektronenstrahl durch die Zwischenräume des Schirm- bzw. Steuergitters gelenkt wird und der Auffall von Elektronen auf das Schirm- bzw. Steuergitter weitgehend vermieden wird.

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