DE814918C - Elektrisches Entladungsgefaess mit einem gerichteten Elektronenbuendel - Google Patents
Elektrisches Entladungsgefaess mit einem gerichteten ElektronenbuendelInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J29/00—Details of cathode-ray tubes or of electron-beam tubes of the types covered by group H01J31/00
- H01J29/02—Electrodes; Screens; Mounting, supporting, spacing or insulating thereof
- H01J29/06—Screens for shielding; Masks interposed in the electron stream
Landscapes
- Cathode-Ray Tubes And Fluorescent Screens For Display (AREA)
- Electrodes For Cathode-Ray Tubes (AREA)
- Vessels, Lead-In Wires, Accessory Apparatuses For Cathode-Ray Tubes (AREA)
Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 27. SEPTEMBER 1951
ρ 265ος/ VIII c/ Ji g D
ist als Erfinder genannt worden
In elektrischen Entladungsröhren mit gerichtetem
Elektronenbündel, die zur Wiedergabe von Fernsehbildern dienen, entsteht durch das Elektronenbündel
ein Lichtfleck auf dem Bildschirm. Letzterer kann ein Leuchtschirm oder eine stellenweise erhitzte
dünne Metallplatte sein. Die Lichtintensität des Lichtflecks wird größer, insbesondere bei Verwendung
eines metallenen Auffangschirms, je höher die die Elektronen beschleunigende Spannung gewählt
ist.
Die Steigerung der Beschleunigungsspannung bei gleichbleibendem Röhrendurchmesser stößt auf
Schwierigkeiten. Diese Schwierigkeiten können allerdings durch eine Vergrößerung des Querschnitts
des Röhrenteils, in dem die Feldelektroden untergebracht sind, wesentlich herabgesetzt werden; es
ist aber unerwünscht, den Röhrendurchmesser zu vergrößern mit Rücksicht auf die Zunahme des
Durchmessers der Spulen, die zum elektromagnetischen Konzentrieren und Richten des ao
Bündels verwendet werden und die außerhalb der Röhre angebracht sind. Folglich erhöht sich die zur
Erzeugung der gewünschten Feldstärke erforderliche Energie, und größere Speisevorrichtungen
sind notwendig. as
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einige Maßnahmen, welche bezwecken, die Beschleunigungsspannung
bei gleichbleibendem Röhrenquerschnitt wesentlich zu steigern.
Eine der Ursachen, welche einer Erhöhung der Beschleunigungsspannung bei der üblichen Anordnung
des Elektrodensystems auf dem am Glashals der Röhre durch Anschmelzung befestigten
Röhrenfuß im Wege stehen, besteht darin, daß der
isolierte Wandteil, über den die Potentialverteilung auftritt, sich von der Anode bis über die Kathode
hinaus erstreckt, so daß zur Höhe der Emissionsfläche der Kathode die Wand ein wesentlich höheres Potential
aufweist als die Kathode. Dies ist günstig zum Entstehen unregelmäßiger Spannungsverteilungen
über die Wand, welche Gleitfunkentladungen und Wanddurchschläge herbeiführen können, indem
bei gleichmäßiger Verteilung der Spannung über
ίο die isolierte Wand in der Höhe der Kathode bereits
so hohe Spannungsunterschiede zwischen der Wand und den mit der Kathode zusammenwirkenden
Elektroden entstehen, daß an der Oberfläche dieser Elektroden infolge kalter Emission auf derRöhrenwand
auftreffende Elektronen ausgelöst werden.
Nach der Erfindung ist die Kathode an einem zylinderförmigen Isolator befestigt, der in den Glashals
der Röhre paßt; die der Wand zugekehrte Oberfläche des Isolators besitzt eine anhaftende, leitfähige
ao Schicht, die mit der Kathode verbunden oder mit einem nach außen geführten Leiter versehen ist. Im
letzteren Fall kann der Leiter mit einem geerdeten Punkt der Speisevorrichtung verbunden werden,
wenn, wie es häufig der Fall ist, die Kathode mit
as diesem Punkt über einen in der Speisevorrichtung
liegenden Widerstand in Verbindung steht.
Es ergibt sich, daß das Auftreten von Gleitfunkentladungen eine besonders nachteilige Folge haben
kann, wenn diese Entladungen eine hohe Feldstärke in der Umgebung der Kathode herbeiführen. Die
sich daraus ergebende, forcierte Elektronenentladung kann eine solche Herabsetzung der
Emissionsfähigkeit einer Oxydkathode herbeiführen, daß die Röhre dadurch praktisch unbrauchbar wird.
Es wurde zwar versucht, das Auftreten von unregelmäßigen Wandaufladungen bei Hochspannungsentladungsröhren
dadurch zu vermeiden, daß die Entladungsstrecke von einem Metallschirm umgeben wird. Eine bekannte Bauart, bei welcher dieser
Schirm als Teil der Wand 'ausgebildet ist, kommt im vorliegenden Falle nicht in Frage. Bei einer
weiteren bekannten Bauart befindet sich der Schirm zwischen der Wand und den Elektroden, und er
ist mit der Anode verbunden. Diese Bauart hat den Nachteil, daß der Röhrendurchmesser wesentlich
größer sein muß als der Durchmesser der Elektroden. Da die Ladung des Schirms abgeführt wird,
entsteht außerdem ein Elektronenverlust, der von der Kathode der Röhre geliefert werden muß, die
daher schwerer belastet wird.
Wandaufladungen können auf kalte Emission an den Elektrodenrändern zurückzuführen sein. Um
diese Erscheinung zu vermeiden, versucht man die Elektrodenoberfläche mit einer solchen Genauigkeit
zu bearbeiten, daß sie keine Unebenheiten aufweist;
man verwendet hierfür meist ein Metall, dessen Austrittsarbeit hoch ist.
Gemäß einer früheren' Überlegung wurde angenommen, daß bei Elektronenstrahlröhren mit gerichtetem
Elektronenbündel, wobei die Röhre von einer oder mehreren Magnetspulen umgeben ist, um
den Elektronenstrahlengang beeinflussen zu können und daher der Röhrendurchmesser möglichst herabgesetzt
werden muß, durch Anbringung eines von den Elektroden isolierten Metallschirms zwischen
der Wand und der der Kathode am nächsten liegenden Feldelektrode, das Auftreten von Emissionserscheinungen
an Elektroden, wo dies nicht gewünscht wird, mit großer Sicherheit vermieden werden kann; hierbei erstreckt dieser Schirm sich
von der Wand aus in den Zwischenraum der FeJdelektroden, endet in diesem und schneidet die Elektronenbahnen,
die sonst die Feldelektroden mit der Wand verbinden würden. Bei solchen Emissionserscheinungen zur Auslösung gelangende Elek-
tronen, welche auf der Röhrenwand endenden Bahnen folgen, können an der Wandoberfläche
Sekundärelektronen auslösen und auf diese Weise zum Einleiten eines elektrischen Funkenüberschlags
hinreichend große Potentialverschiebungen herbeiführen. Enden die Kraftlinien, längs denen sich die
Elektronen bewegen, auf einem isoliert angeordneten Schirm; so wird sich dieser Schirm in negativem
Sinne aufladen, so daß keine weitere Elektronenzuführung mehr erfolgen kann. Der Schirm kann
selbst, weil er keine Funktion im Elektrodensystem zur Erzeugung des Elektronenbündels erfüllt, eine
zur Vermeidung kalter Emission günstige Form aufweisen.
DieseLösungbefriedigt aber nochnicht undsieist besonders zur Vermeidung nachteiliger Folgen eines
Funkenüberschlags ungeeignet. Ein solcher Überschlag entlädt nicht nur den isoliert angeordneten
Schirm, sondern bewirkt auch eine starke Aufladung des letzteren in entgegengesetztem Sinne und somit
das Auftreten großer elektrischer Feldstärken zwischen dem Schirm und der Kathode mit der
bereits im vorstehenden angedeuteten nachteiligen Folge.
Gemäß einem weiteren Kennzeichen der Erfindung ist in einer Elektronenstrahlröhre, deren Elektrodensystem
im Glashals der Röhre angeordnet ist und deren Kathode in der oben angegebenen Weise zu
einem zylinderförmigen an der der Wand zugekehrten Oberfläche mit einer leitenden Schicht
versehener Isolator befestigt ist, zwischen der Wand und der der Kathode am nächsten liegenden Feldelektrode
ein Metallschirm vorgesehen, der sich von der Wand aus in den Zwischenraum der Feldelektroden
erstreckt und in ihm endet und der elek- no trisch leitend mit' der leitenden Schicht auf dem
Kathodenisolator verbunden ist. In diesem Falle wird die infolge eines Überschlags zugeführte elektrische
Ladung durch den mit der leitenden Schicht verbundenen Leiter ohne nachteilige Folgen abgeführt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Teils einer Kathodenstrahlröhre dargestellt, der das
Elektrodensystem enthält, bei dem die Erfindung angewendet ist. iao
Die Glaswand 1 umgibt die elektronenemittierende Kathode 2 und die Beschleunigungsanode 3.
Die Kathode 1 ist an einem zylinderförmigen Isolator 4 befestigt, der in den Glashals der Röhre
paßt und aus einem keramischen Werkstoff bestehen 1*5
kann. Die Anode 3 ist mittels Federorgane 5 in der
Röhre festgeklemmt. Zwischen der Kathode und der Anode wird ein Spannungsunterschied von 20000
bis 30000 Volt angelegt.
Die Isolierung4 dient gleichzeitig zur Anordnung der Regelelektrode 6, der eine Spannung zugeführt
wird, die sich zwischen dem Kathodenpotential und einem negativen Wert von einigen hundert Volt
ändern kann.
Die der Röhrenwand zugekehrte Oberfläche des Rings 4 ist mit einer haftenden leitenden Schicht 7
versehen, mit der ein Zuführungsleiter 8 verbunden ist. Dieser negative Leiter wird mit einem geerdeten.
Punkt der Hochspannungsquelle verbunden. Bei einer bestimmten Schaltung, in der die Regelspannung
von einem Widerstand geliefert wird, der in Reihe mit der Kathode geschaltet ist, so daß die negative
Spannung als der Spannungsverlust in diesem Widerstand entsteht und von dem den Widerstand
durchlaufenden Verbrauchsstrom des Geräts erzeugt wird, besitzt die leitende Schicht das gleiche
Potential wie die Regelelektrode. In anderen Fällen, bei denen eine getrennte Spannungsquelle zur
Lieferung der Regelspannung verwendet wird, kann die leitende Schicht direkt mit der Kathode verbunden
sein.
Die während des Betriebs angelegte Anodenspannung tritt zwischen der leitenden Schicht 7 und
einem auf der Röhrenwand angebrachten leitenden Belag 10 auf, an dem die Klemmfedern 5 zurUnter-Stützung
der Anode 3 anliegen. Eine möglichst gleichmäßige Verteilung der Spannung längs der
Röhrenwand begünstigt eine gute Wirkung der Röhre und verringert die Möglichkeit des Auftretens
von Störungen. Wenn aber die Röhrenwand von Elektronen getroffen wird, die eine zur Auslösung
von Sekundärelektronen hinreichende Geschwindigkeit aufweisen, so können Potentialunterschiede auftreten,
die zur Erhöhung des Spannungsgradienten längs der Wandoberfläche Anlaß geben. Ein hierdurch
verursachter Spannungsüberschlag wird sich von dem leitenden Belag 10 aus einen Weg zum
anderen Hochspannungspol bahnen. Durch Anbringung eines Metallschirms 9, der sich von der
Wand aus in den Raum zwischen den Feldelektroden erstreckt und in ihm endet und der elektrisch leitfähig
mit der leitenden Schicht auf dem Kathodenisolator verbunden ist, wird verhütet, daß dieser
Überschlag zur Kathode durchdringen kann. Obzwar durch die Anbringung der leitenden Schicht auf der
der Wand zugekehrten Kathodenisolatorfläche und deren Verbindung mit einem geerdeten Punkt der
Hochspannungsquelle die Möglichkeit einer unregelmäßigen Wandaufladung bereits wesentlich herabgesetzt
wird, treten bei einem etwaigen Überschlag infolge des Vorhandenseins des Schirms praktisch
keine nachteiligen Folgen auf, da die elektrische Ladung in diesem Falle längs des kürzesten Wegs
abgeführt wird, ohne unerwünscht hohe Feldstärken in der Nähe der Kathode verursachen zu können.
Claims (2)
1. Elektrische Entladungsröhre mit einem gerichteten
Elektronenbündel, bei welcher der Zwischenraum zwischen zwei Feldelektroden, die
für Hochspannung voneinander isoliert sind, von einer Wand eines Isoliermaterials umgeben
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Kathode an einem zylinderförmigen Isolator befestigt ist,
der in den Glashals der Röhre paßt und dessen der Wand zugekehrte Oberfläche eine anhaftende
leitende Schicht aufweist, die mit der Kathode verbunden oder mit einem nach außen
geführten Leiter versehen ist.
2. Elektrische Entladungsröhre nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
der Röhrenwand und der der Kathode am nächsten liegenden Feldelektrode ein Metallschirm
angeordnet ist, der sich von der Wand aus in den Zwischenraum zwischen den Feldelektroden
erstreckt und in ihm endet, und daß der Schirm elektrisch leitend mit der leitenden
Schicht des Kathodenisolators verbunden ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1556 4. Sl
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL655588X | 1947-09-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE814918C true DE814918C (de) | 1951-09-27 |
Family
ID=19795220
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEP26509D Expired DE814918C (de) | 1947-09-12 | 1948-12-24 | Elektrisches Entladungsgefaess mit einem gerichteten Elektronenbuendel |
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| FR (1) | FR971541A (de) |
| GB (1) | GB655588A (de) |
| NL (1) | NL72660C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1192752B (de) * | 1960-01-18 | 1965-05-13 | Gen Electric | Elektronenstrahlroehre, insbesondere fuer Hochspannungen, mit elastisch gehalterten,den Strahl steuernden Elektroden und Verfahren zur Herstellung der Roehre |
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| GB519111A (en) * | 1938-06-09 | 1940-03-18 | Pye Ltd | Improvements in and relating to cathode ray tubes |
| NL59615C (de) * | 1940-03-29 | |||
| US2379488A (en) * | 1943-10-08 | 1945-07-03 | Du Mont Allen B Lab Inc | Centering device for electron guns |
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1948
- 1948-07-29 US US41364A patent/US2523099A/en not_active Expired - Lifetime
- 1948-09-09 GB GB23720/48A patent/GB655588A/en not_active Expired
- 1948-09-10 FR FR971541D patent/FR971541A/fr not_active Expired
- 1948-12-24 DE DEP26509D patent/DE814918C/de not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB655588A (en) | 1951-07-25 |
| FR971541A (fr) | 1951-01-18 |
| US2523099A (en) | 1950-09-19 |
| NL72660C (de) |
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