DEP0001282DA - Verfahren zur Herstellung von Schneide- und Rostschutzmitteln - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Schneide- und RostschutzmittelnInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Schneidemittel, das als vollwertiger Ersatz für die bisher verwendeten reinen Schneideöle dient und für Zerspanungsarbeiten aller Art mit Vorteil verwendbar ist. Auch als Rostschutzmittel eignet es sich gut. Man hat bisher für bestimmte Arbeiten, beispielsweise für die Bearbeitung auf Automaten, für Räumarbeiten u.dgl., ausschließlich reines Schneideöl verwendet, für leichtere Zerspanungsarbeiten, z.B. zum Bohren, Seifenwasser oder auch Emulsionen von Öl in Wasser, die aber wenig stabil sind. Im ersten Falle werden verhältnismäßig große Ölmengen benötigt, deren Versand erhebliche Unkosten verursacht und deren Aufbewahrung ziemlich große Lagerräume und Lagergefäße erfordert, ganz abgesehen von der schwierigen Beschaffbarkeit und den hohen Kosten des verwendeten Öles.
Wie auf Grund zahlreicher Versuche festgestellt wurde, kann in diesen und allen anderen Fällen das reine Schneideöl ohne jede Beeinträchtigung der Wirkung durch eine Emulsion aus einem Emulgator mit Mineralölzusatz ersetzt werden. Diese Emulsion wird im wesentlichen durch ein Konzentrat gebildet, das aus einem Emulgator, dem Mineralöl und einem die Stabilität des Konzentrats sicherstellenden aufklärenden Wasserzusatz besteht. Als Emulgator kann eines der handelsüblichen Präparate
Verwendung finden; mit etwa 60 Teilen dieses Emulgators werden etwa 40 Teile Mineralöl gemischt, das gegebenenfalls mit einem sog. Hochdruckzusatz (Aktivator) versehen sein kann; dazu kommen dann 10 Teile Wasser. Derartige Hochdruckzusätze, als welche beispielsweise Schwefel, organischer Phosphor und gegebenenfalls Chlor-Verbindungen und auch Fettstoffe, welche die Druckfestigkeit des Schneidemittels erhöhen, verwendet werden können, verhindern, daß das Schneidemittel bei sehr hohen Schneid- bezw. Preßdrücken am Werkstück durch das Werkzeug abgedrückt und dadurch die Kühlwirkung bezw. die Standzeit des Werkzeuges beeinträchtigt werden. Dadurch wird insbesondere die Leistungsfähigkeit des Schneidemittels bei der Bearbeitung von Stellen mit hoher und höchster Festigkeit, z.B. zum Gewindeschneiden, Räumen usw. erhöht. Die Zusätze können schon dem Öl als auch dem Konzentrat oder schließlich der Emulsion auf chemischem oder physikalischen Wege, unter Umständen auch durch einfaches Einrühren beigegeben werden. Diese Emulsion kann als Wasser-in-Öl-Emulsion oder als Öl-in-Wasser-Emulsion ausgeführt sein. Je nach dem Verwendungszweck wird dieses Ausgangskonzentrat r oder weniger großen Menge Wasser verrührt. Für normale Schneidvorgänge empfiehlt sich im allgemeinen eine Lösung von 1 Teil Emulsion in 4 Teilen Wasser, also eine 20%ige Konzentration; für einfachere Fälle genügen schon etwa 3% des Konzentrates auf 100%ige Lösung. Für Räumarbeiten, Automatenarbeit u.dgl. empfiehlt sich eine stärkere Lösung bis etwa 40% Konzentrat.
Zur Mischung wird vorteilhaft enthärtetes Wasser bis zu höchstens 15° deutscher Härte verwendet.
Gegenüber der Verwendung reiner Schneideöle bringt die Anwendung der Emulsion nach der Erfindung nicht nur eine wesentliche Ersparnis an Öl mit sich; da ein großer Teil des neuen
Schneidemittels aus Wasser besteht, das erst an Ort und Stelle von Fall zu Fall beigemischt wird, gestalten sich auch der Versand und die Aufbewahrung der in einem Betriebe benötigten Schneideölmengen viel einfacher und raumsparender. Ein weiterer Vorteil besteht in der leichten Anpassung an die verschiedenen Verwendungszwecke und der dadurch erzielten großen Wirtschaftlichkeit im Verbrauch von Schneideölen, ferner darin, daß bei Verwendung dieses Schneidemittels die Kühltemperatur gleich der Wassertemperatur ist, weshalb die Schnittgeschwindigkeiten erhöht werden können. Das neue Schneidemittel ist nicht brennbar und kann benutzt werden, ohne daß dadurch die häufig so lästigen Ausschläge an den Händen der Arbeiter hervorgerufen werden.
Infolge der Viskosität des Schneidemittels ist der Ölhaftverlust am Werkstück bedeutend geringer als bei Verwendung selbst des dünnflüssigsten reinen Schneideöles.
Soll die gleiche Emulsion als Rostschutzmittel verwenden werden, so müssen hierzu nur die zu schützenden Teile je nach der Konzentration des Mittels mehr oder weniger lang in diese eingetaucht werden, beispielsweise bei schwacher Konzentration etwa bis zu 10 Minuten.
Claims (4)
1) Verfahren zur Herstellung von Schneide- und Rostschutzmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst aus einem Emulgator, Mineralöl und Wasser ein Konzentrat hergestellt und dieses mit Wasser verdünnt wird.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung des Konzentrats etwa 60 Teile Emulgator, etwa 40 Teile Mineralöl und etwa 10 Teile Wasser verwendet werden.
3) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Konzentrat mit etwa 60 - 97% Wasser verdünnt wird.
4) Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem verwendeten Mineralöl ein Hochdruckzusatz (Aktivator) zugesetzt wird.
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