DEP0000871MA - Verfahren und Vorrichtung zum Blasen von Schlackenwolle - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Blasen von Schlackenwolle

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DEP0000871MA
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Werner Dipl.-Ing. Pichler
Kurt Dipl.-Ing. Schermer
Original Assignee
Pichler, Werner, Dipl.-Ing., Donawitz
Schermer, Kurt, Dipl.-Ing., Leoben
Publication date

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Description

Beim Blasen von Schlackenwolle wurde bisher die aus dem Hochofen abgeführte Schlacke in einer Schlackenpfanne oder einem Kippgefäß zum Verblasen bereitgestellt, wobei vor dem Verblasen die Schlacke auf die der geforderten Viskosität entsprechende Temperatur gebracht wurde.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, die Erzeugung von Schlackenwolle auf einfache und rationelle Weise zu ermöglichen und besteht im Wesentlichen darin, daß die zu verblasende Schlacke dem Blasstrahl unmittelbar vom Schlackenabstichloch des Ofens, z.B. über die übliche Schlackenrinne zugeführt wird, wobei der infolge der Temperaturschwankungen und Basizitätsänderung wechselnden Viskosität der Schlacke durch Regelung des Austrittsquerschnittes, über welchen die Schlacke dem Blasstrahl zufließt, Rechnung getragen wird. Damit wird ein Transport der Schlacke und ein nochmaliges Erhitzen vor dem Blasen vermieden und die Schlacke gelangt unmittelbar in dem Zustand, in welchem sie aus den Hochofen abgeführt wird zum Verblasen. Das erfindungsgemäße Verfahren ist somit besonders für Öfen mit kontinuierlichem Schlackenablauf geeignet. Hier kann die kontinuierlich ablaufende Schlacke (Laufschlacke) oder ein beliebiger Teil derselben unmittelbar von der Schlackenrinne aus zum Verblasen gelangen, während die hierbei periodisch abgestochenen größeren Schlackenmengen (Abstichschlacke) über die Schlackenrinne in üblicher Weise abgeführt werden können. Auftretende Temperaturschwankungen der Schlacke und Schwankungen in der Zusammensetzung derselben werden hierbei durch die Regelung des Austrittsquerschnittes, über welchen die Schlacke dem Blasstrahl zufließt, unschädlich gemacht. Die Erfindung ermöglicht somit einen kontinuierlichen Blasbetrieb in einem unmittelbar an den Hochofenprozeß angegliederten Arbeitsgang.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Blasen der Schlackenwolle ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß die vom Schlackenabstichloch des Ofens wegführende Schlackenrinne, oberhalb des Blasstrahles einen regelbaren Austrittsquerschnitt aufweist. Der Austrittsquerschnitt, über welchen die Schlacke dem Blasstrahl zugeführt wird, ist in zweckmäßiger Weise im Boden der Schlackenrinne vorgesehen, während die Schlackenrinne über den Austrittsquerschnitt hinaus zur Ableitung der überschüssigen Schlacke verlängert sein kann. Durch die Anordnung des Austrittsquerschnittes im Boden der Schlackenrinne wird ermöglicht, die in schwachem Strom abfließende Laufschlacke dem Blasstrahl zuzuführen.
Gemäß der Erfindung ist die Blasdüse in axialer
Richtung, in horizontaler Richtung quer zu ihrer Achse und gegebenenfalls auch in lotrechter Richtung verstellbar angeordnet. Hierdurch kann der Blasstrahl gegenüber dem Schlackenfluß stets in die günstige Lage eingestellt und eine optimale Blaswirkung erzielt werden. Insbesondere durch die Verstellbarkeit der Düse in axialer Richtung kann wieder der in Abhängigkeit von der Temperatur wechselnden Viskosität der Schlacke Rechnung getragen werden.
In der Zeichnung ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles schematisch erläutert.
Fig. 1 stellt die Blasvorrichtung im Schnitt nach Linie I - I der Fig. 2 dar, während
Fig. 2 einen Schnitt nach Linie II - II der Fig. 1 zeigt.
An das Abstichloch des Ofens bzw. des Hochofens ist eine Schlackenrinne 1 angeschlossen, welche am Boden eine feuerfest ausgekleidete Austrittsöffnung 2 aufweist. Der Querschnitt der Austrittsöffnung ist durch einen in horizontalen Führungen 3 geführten Schieber 4 regelbar abgeschlossen, welcher durch eine in einer ortsfesten Mutter 5 verschraubbaren Spindel 6 mit einem Handrad 7 betätigt wird. Das Stirnende des Schiebers weist eine rinnenförmige Ausnehmung 8 auf, durch welche der aus der Öffnung 2 austretende Schlackenfluß geformt und zusammengefaßt wird. Mittels des Schiebers 4 kann auf diese Weise in Abhängigkeit von der Viskosität der Schlacke, welche sich bei abnehmender Temperatur und steigender Basizität erhöht, der austretende Schlackenfluß geregelt werden, indem z.B. bei abnehmender Temperatur oder steigender Basizität der Schieber 4 zurückgezogen und der Austrittsquerschnitt vergrößert wird.
Unterhalb der Austrittsöffnung 2 ist eine Blasdüse 9 vorgesehen, welcher über eine Leitung 10 das Blasmedium, z.B. Dampf, zugeführt wird. Da, je nach der Viskosität der Schlacke, der austretende Schlackenfluß senkrecht oder in leichtem Bogen herabfließen wird, ist es notwendig, die Blasdüse 9 in die günstigste Stellung gegenüber dem Schlackenfluß zu bringen, um die optimale Blaswirkung zu erzielen. Die Blasdüse ist daher einstellbar angeordnet und in einem Schlitten 11 geführt, welcher in ortsfesten Führungen 12 und 13 quer zur Richtung der Düsenachse verschoben werden kann. Durch eine in einer ortsfesten Mutter 14 geführte Schraubspindel 15 mit einem Handrad 16 kann der Schlitten 11 mit der Düse 9 in horizontaler Richtung quer zur Düsenachse verschoben werden, so daß der Blasstrahl in die Mitte des austretenden Schlackenflusses eingestellt werden kann. In der Höhenrichtung ist überdies noch eine Verstellbarkeit durch einen Schraubenbolzen 17 und eine Mutter 18 gegeben, so daß auch eine Höhenverstellung der Blasdüse 9 möglich ist. Die Entfernung der Düse von dem herabfließenden Schlackenfluß wird durch axiale Verstellung der Düse 9 gegenüber dem Schlitten 11 mittels einer Schraubenspindel 19 und eines Handrades 20 durchgeführt. Die Schraubenspindel 19 ist im Schlitten 11 abgestützt und verstellt bei ihrer Verdrehung eine an der Düse 9 bzw. an der Leitung 10 festgelegte Mutter 21.
Die Schlackenrinne 1 ist über die Austrittsöffnung 2 hinaus verlängert, so daß die Schlacke in üblicher Weise abgeführt werden kann, soweit sie nicht durch die Öffnung 2 abfließt.

Claims (6)

1.) Verfahren zum Blasen von Schlackenwolle, dadurch gekennzeichnet, daß die zu verblasende Schlacke dem Blasstrahl unmittelbar vom Schlackenabstichloch des Ofen, z.B. über die übliche Schlackenrinne zugeführt wird, wobei der infolge der Temperaturschwankungen und Basizitätsänderungen wechselnden Viskosität der Schlacke durch Regelung des Austrittsquerschnittes, über welchen die Schlacke dem Blasstrahl zufließt, Rechnung getragen wird.
2.) Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die vom Schlackenabstichloch des Ofens wegführende Schlackenrinne oberhalb des Blasstrahles einen regelbaren Austrittsquerschnitt aufweist.
3.) Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Austrittsquerschnitt im Boden der Schlackenrinne vorgesehen und die Schlackenrinne über den Austrittsquerschnitt hinaus zur Ableitung der fallweise nicht verwendeten Schlacke verlängert ist.
4.) Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Austrittsquerschnitt im Rinnenboden durch einen hori- zontal beweglichen Schieber geregelt ist, dessen Stirnende zur Formung des abfließenden Schlackenflusses rinnenförmig geformt ist.
5.) Vorrichtung nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Blasdüse in axialer Richtung, in horizontaler Richtung, quer zu ihrer Achse und gegebenenfalls auch in lotrechter Richtung verstellbar ist.
6.) Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Blasdüse in einem quer zu ihrer Achsrichtung verstellbaren Schlitten axial beweglich geführt und gegenüber diesem Schlitten in ihrer Achsrichtung verstellbar ist.

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