AT236999B - Vorrichtung zum Einblasen von fließfähigen Brennstoffen in die Blasform eines Schachtofens, insbesondere eines Hochofens - Google Patents
Vorrichtung zum Einblasen von fließfähigen Brennstoffen in die Blasform eines Schachtofens, insbesondere eines HochofensInfo
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Description
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Vorrichtung zum Einblasen von fliessfähigen Brennstoffen in die
Blasform eines Schachtofens, insbesondere eines Hochofens
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einblasen von fliessfähigen Brennstoffen, wie
Gas, Öl, in die Blasform eines Schachtofens, insbesondere eines Hochofens.
Es sind bereits Vorrichtungen zum Einblasen von Öl oder Erdgas in Schachtöfen bekanntgeworden. Bei einer gebräuchlichen Ausführungsform ist der Brenner zur Einführung des Brennstoffes in der Düsenachse des
Heisswindkanals bzw. der am Ende des Kanals angeordneten Blasform vorgesehen. Eine derartige An- ordnung bringt jedoch verschiedene Nachteile mit sich. Beispielsweise müssen die Brenner zum Abstopfen der Blasformen bei längerem Stillstand des Schachtofens entfernt und vor Inbetriebnahme des Ofens wieder eingesetzt und zentriert werden. Diese Arbeit ist umständlich und zeitraubend. Ausserdem muss das Rohr für die Brennmittelzufuhr von einem Mantelrohr aus hochhitzebeständigem Material umgeben und mit Pressluft gekühlt werden. Durch diese Pressluftkühlung des Brennstoffes wird der Heisswind in unerwünschter Weise abgekühlt.
Auch besteht die Gefahr, dass bei'einem Abfliessen von Schlacke oder Eisen in die Blasform der Brenner einschmilzt oder zumindest unbrauchbar wird. Auch bedeuten die aus dem Krümmer des Heisswindkanals ausserhalb des Ofenbrenners austretenden Zuführungseinrichtungen eine beträchtliche Behinderung für das Bedienungspersonal.
Um einige der beschriebenen Nachteile dieser Ausführungsform zu beseitigen, wurde gemäss der deutschen Patentschrift Nr. 1029 018 auch bereits eine Vorrichtung zum Einblasen von strömenden Brennstoffen, wie Öl, in die Blasformen eines Schachtofens vorgeschlagen, bei welcher ein oder mehrere der Brennmittelzufuhr dienende Blasrohre in der hinteren Wandung einer Blasform eingeführt sind und sich ganz oder teilweise über die Länge dieser Blasform erstrecken. Dabei münden die Blasrohre vorzugsweise an der ringförmigen Kopfwandung oder der Innenwandung der Blasform aus und bilden in letzterem Falle einen Winkel mit der Strömungsrichtung des Heisswindes.
Diese Vorrichtung entbindet zwar das Bedienungspersonal von der Aufgabe, beim Stillsetzen oder bei Inbetriebnahme des Ofens jeweils die Einblasvorrichtung für die beiden Stoffe zu entfernen bzw. neu einzusetzen, hat aber anderseits den Nachteil, dass der Brennstoff im Falle der Ausmündung des Blasrohres in der ringförmigen Kopfwandung der Blasform überhaupt nicht und im Falle der Ausmündung des Blasrohres in der Innenwandung nur am Rande des Heisswindstromes in denselben eintritt. Für eine wirkungsvolle Funktion einer derartigen Vorrichtung ist es indessen wichtig, den Brennstoff möglichst mitten in den Heisswindstrom zerstäubt zu entlassen, damit der Brennstoff mit der vollen Energie des Heisswindes in der Blasform ins Ofeninnere geführt und gleichmässig verteilt wird.
Erfindungsgemäss wurde eine Vorrichtung entwickelt, bei welcher ein Einführungsrohr für den Brennstoff seitlich unter einem Neigungswinkel zur Symmetrieachse der Blasform in dieselbe einmündet. Diese Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Einführungsrohr in einem geraden, als Führung dienenden Mantelrohr längsverschiebbar gelagert ist und dass sich am Ende des Einführungsrohres für den Brennstoff eine Düse zur feinen Verteilung des Brennstoffes im Innenraum der Blasform befindet. Der Brennstoff soll dabei unter hohem Druck aus dem Düsenkopf austreten. Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist daher bevorzugt mit einer für einen Betriebsdruck von etwa 5 bis 30 atü geeigneten Düse ausgestattet.
Durch die Längsverschiebbarkeit des Einführungsrohres in dem Mantelrohr hat man die Möglichkeit, das Einführungsrohr bei Betrieb soweit vorzuschieben, dass es mit seinem Düsenkopf genügend weit in
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den Heisswindstrom hineinragt, während dasselbe zum Abstopfen der Blasform bei Stillegung des Hochofens bis in die Mündung des Mantelrohres in der Blasforminnenwandung zurückgezogen werden kann.
Zweckmässigerweise wird ein Teil des Mantelrohres durch den wassergekühltenkegeligenHohlmantel der Blasform geführt, so dass eine Kühlung der Brennmittelzuführung durch das Einführungsrohr gewährleistet ist.
Da die Zuführungsleitung für den Brennstoff ausserhalb des Hochofenpanzers zwischen dem Ofenpanzer und dem Düsenstück der Heisswindzuführung verläuft, entfällt auch die eingangs beschriebene Behinderung des Bedienungspersonals für den Ofen durch die Zuführungseinrichtungen für den Brennstoff und das Kühlmittel am Krümmer des Heisswindkanals.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines in der beiliegenden Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles der Vorrichtung.
In der Zeichnung ist eine Blasform 1 im Axialschnitt dargestellt, welche von einem kegeligen Hohlmantel gebildet ist. Die kreisringförmige Stirnfläche 2 der Blasform 1 grenzt an den Innenraum 15 des Hochofens an und bildet die Mündungsöffnung 14, durch welche der in Richtung des Pfeiles 7 durch die Blasform ge- presste Heisswind indenHochofeninnenraum 15 austritt. D er Hohlraum 6 der Blasform 1 wird vorzugsweise durch Wassergekühlt. DieZu-undAbführungsleitungenfürdas Kühlwasser sind in der Zeichnung nicht dargestellt.
D as erfindungsgemässeeinführungsrohr 11 für den Brennstoff ist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel in dem geraden Mantelrohr 10 längsverschiebbar geführt. Dieses Mantelrohr tritt an der hinteren Stirnseite durch die Wandung 3 der Blasform von schräg oben in den Hohlraum 6 derselben ein und verläuft bis zur Mündungsöffnung 13 in-der Innenwandung 4 der Blasform in dem Hohlraum. Der Brennstoff wird in Richtung des Pfeiles 9 durch das Einführungsrohr 11 gepresst und durch den am vorderen Ende des Einführungsrohres angeordneten Düsenkopf 12 unter hohem Druck in den Innenraum 8 der Blasform verteilt.
Soll der Hochofen ausser Betrieb gesetzt werden oder besteht die Gefahr eines Eindringens von
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| DE236999X | 1961-04-27 |
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| AT625361A AT236999B (de) | 1961-04-27 | 1961-08-11 | Vorrichtung zum Einblasen von fließfähigen Brennstoffen in die Blasform eines Schachtofens, insbesondere eines Hochofens |
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1961
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