DEP0000808MA - Verfahren zur Herstellung von Transparentzeichenpapier. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Transparentzeichenpapier.

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DEP0000808MA
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Germany
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paper
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cellulose
plastic
tracing paper
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Herbert Dr. Brintzinger
Original Assignee
Papierfabrik Scheufelen, Oberlenningen
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Description

Bekanntlich werden Transparentzeichenpapiere (Pauspapier) entweder aus Zellstoff sehr hohen Mahlgrads oder durch Tränken von Papier mit transparentmachenden Flüssigkeiten, wie Mineralöl, Phtalsäureätern oder Kunststofflösungen hergestellt.
Die durch hohes Ausmahlen des Zellstoffs gewonnenen Transparentpapiere sind zwar gut transparent, haben aber nur geringe Festigkeitseigenschaften; ihre Doppelfalzzahlen sind meist kleiner als 100; auch geben sie beim Falten infolge ihrer geringen Elastizität in der Knicklinie weisse Striche, die auf der Lichtpause störend in Erscheinung treten.
Die mit transparentmachenden Flüssigkeiten getränkten Papiere haben im allgemeinen höhere Festigkeitswerte, z.B. Doppelfalzzahlen (200 bis 700, mit Kunststofflösungen getränkte bis zu 1 400), sie haben aber häufig schlechte Radiereigenschaften, eine Neigung zum Vergilben, zum Verschmutzen beim Zeichen und Radieren, sie geben ebenfalls weisse Knicklinien. Ein ganz besonderer Nachteil ist aber die Notwendigkeit, diese Papiere in drei Arbeitsgängen herzustellen: Fertigung des Rohpapieres, Tränken desselben mit der transparentmachenden Flüssigkeit und anschliessendes Glätten des Papiers mit Hilfe des Kalanders.
Die in Nachstehendem erläuterte Erfindung hat es nun möglich gemacht, Transparentzeichenpapier mit besonders hohen Festigkeitseigenschaften (Reißlänge über 7 000 m, Doppelfalzzahl über 2 000) und von hoher Durchsichtigkeit und hoher Lichtpaustransparenz in einem Arbeitsgang herzustellen.
Im wesentlichen besteht die Erfindung darin, dass man Zellstoff, am besten Sulfitzellstoff, mit einem oder mehreren hydrophilen Kunststoffen, z.B. Cellulosemethyläther oder /und Celluloseglykolsäureäther oder/und Polyacrylsäure, vorzugsweise im Rollständer, gegebenenfalls unter Zugabe von Farbstoff, einmahlt, im Mischholländer gegebenenfalls noch eine Kunststoffemulsion, z.B. Polyacrylsäureester oder Polymethacrylsäureester u.a., in die Mischung einarbeitet, und dann den Stoff in der gewünschten Verdünnung bei einer über 30° C liegenden Temperatur auf die Papiermaschine bringt. Auf diese Weise zieht der Kunststoff fest auf die Cellulosefaser auf, die Schmierigkeit des Stoffes ist verhältnismässig gering, die Entwässerung auf dem Sieb ist gut.
Die hohe Durchsichtigkeit und Lichtpaustransparenz des Papiers wird durch starkes Pressen der nassen Papierbahn, die vom Sieb der Papiermaschine kommt, auf mehreren Nasspressen und Offsetpressen erreicht. Hierdurch werden alle Poren des Papiers durch den auf den Fasern sich befindlichen hydrophilen Kunststoff geschlossen und man erhält eine Art Cellulose-Kuststoffolie, die nun auf der Trockenpartie der Papiermaschine getrocknet wird.
Durch ein der Trockenpartie angeschlossenes genügend schweres Glättwerk erhält das Transparentpapier zum Schluss die erforderliche Oberflächenglätte.
Beispiele:
1.) In zwei Holländern werden je 250 kg Sulfitzellstoff und 17,5 kg Cellulosemethyläther eingetragen. Die Mischung wird auf etwa 50-65° SR langfaserig gemahlen. Die in zwei weiteren Holländern befindliche Mischung von je 250 kg Sulfitzellstoff und 17,5 kg Cellulosemethyläther wird auf 80 bis 85° SR gemahlen. Der Inhalt der vier Holländer wird im Mischholländer gemischt und dieser Stoff in der üblichen Weise und Verdünnung auf die Papiermaschine aufgeführt, wobei die Temperatur über 30° C liegt und die von der Siebpartie kommende nasse Papierbahn mit mehreren Nasspressen und mindestens einer Offsetpresse sehr stark verdichtet wird, bevor sie auf die Trockenpartie und durch das sich an diese anschliessende Glättwerk geführt wird.
2. ) Die Herstellung der Zellstoff-Kunststoffmischung im Holländer und Mischholländer erfolgt wie unter 1 beschrieben. In die im Mischholländer kreisende Faserstoff-Kunststoff-Mischung lässt man noch 20 bis 30 Liter einer etwa 50%igen Kunststoffemulsion bzw. -dispersion, z.B. Polyacrylsäure- und/oder Polymethacrylsäure-Ester-Disperion einlaufen. Die Bezeichnung Dispersion soll auch Emulsionen umfassen. Es empfiehlt sich, in die Stoffmischung, am besten im Holländer, eine kleine Menge, z.B. 0,5 bist etwa 4% höchstdispersen Tonerdegels einzuarbeiten.
Diese Mischung wird dann, wie unter 1 beschrieben, auf die Papiermaschine gebracht und weiterbehandelt.
3.) Eintrag in Holländer: 250 kg Zellstoff, 15 kg hydrophiler Kunststoff, 3 000 ccm wasserblau, 3000 ccm Siriuslichtblau, 2 kg Tonerdegel höchstdispers. Je zwei Holländer auf 50 - 65° SR je zwei Holländer auf 80 - 85° SR langfristig gemahlen. Die weitere Verarbeitung wie unter 1 beschrieben.

Claims (5)

1.) Verfahren zur Herstellung von Transparentzeichenpapier, dadurch gekennzeichnet, dass aus Zellstoff oder/ und anderen Papierrohstoffen und einem oder mehreren hydrophilen Kunststoffen, z.B. Celluloseäthern, die gemeinsam eingemahlen werden, unter starkem Pressen der noch nasssen Papierbahn hergestellt wird.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung im wesentlichen durch gemeinsames Mahlen der Bestandteile hergestellt wird.
3.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stoff bei einer über 30° liegenden Temperatur auf die Siebpartie der Papiermaschine aufgeführt wird.
4.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, das in die Mischung aus Zellstoff und hydrophilen Kunststoff vor dem Aufführen auf die Papiermaschine eine Kunststoff-Dispersion z.B. Polyacrylsäureester oder Polymethacrylsäureester eingearbeitet wird.
5.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in die Stoffmischung, am bestem im Holländer, eine kleine Menge höchstdispersen Tonerdegels eingearbeitet wird.

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