DEP0000780BA - Tonarm für Sprechmaschinen mit elektrischem Antrieb - Google Patents

Tonarm für Sprechmaschinen mit elektrischem Antrieb

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DEP0000780BA
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DE
Germany
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tonearm
switching element
switch
shaft
closed
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Jacobus Johannes De Boer
Original Assignee
de Boer, Jacobus Johannes, Den Haag
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Description

Bei elektrisch angetriebenen Sprechmaschinen ist es üblich, einen Schalter vorzusehen, durch den, wenn der Tonabnehmer sich dem Ende der Schallrille nähert, der Stromkreis des Antriebsmotors selbsttätig unterbrochen wird. Dieser Schalter wird bei einer bestimmten Lage des Tonarmes geschlossen und bei einer anderen Lage desselben geöffnet. Der dies bewirkende Mechanismus ist meist sehr kompliziert. Durch die Erfindung wird dieser Nachteil beseitigt.
Die Erfindung sieht einen Tonarm für eine elektrisch angetriebene Sprechmaschine mit einem Schalter vor, der durch die Bewegungen des Tonarmes ein- bzw. ausgeschaltet wird, wobei das Kennzeichnende darin zu erblicken ist, dass die Welle des Tonarmes ein Steuerorgan für ein Schaltelement trägt, das bei geöffnetem Schalter eine stabile Lage und bei geschlossenem Schalter eine nahezu labile Lage einnimmt.
Hierdurch wird in einfacher Weise ein vollkommen zuverlässiges Schliessen bzw. Oeffnen des Schalters ohne unzulässige mechanische Beanspruchung der das Oeffnen des Schalter bewirkenden Schallrille erzielt, da es sich um einen für das Oeffnen nur sehr geringe Kräfte beanspruchenden Kippschalter handelt, der in einfacher Bauart herstellbar ist. Es wird hierbei bemerkt, dass Kippschalter mit nahezu labiler Gleichgewichtslage, freilich in beiden Stellungen, bekannt sind.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, dass sich der Tonarm, das Steuerorgan und das Schaltelement leicht zu einer auswechselbaren konstruktiven Einheit vereinigen lassen.
Dadurch, dass das Schaltelement bei geoeffnetem Schalter eine stabile Lage und bei geschlossenem Schalter eine gerade nicht mehr labile Lage einnimmt, wird erreicht, dass durch das Steuerorgan nur eine ganz kleine Kraft auf das Schaltelement ausgeübt zu werden braucht, um den Schalter von der Schliesslage in die Offenlage zu bringen. Bei der erfindungsgemässen Anordnung erfolgt sowohl das Schliessen wie das Oeffnen des Schalters unmittelbar durch die Bewegung des Tonarmes. Die zum Oeffnen des Schalters erforderliche Bewegung wird der Schallrille entnommen. Um diese dabei zwecks Vermeidung ihrer Beschädigung möglichst wenig zu belasten, soll die für das Oeffnen des Schalters benötigte Kraft möglichst gering gehalten werden. Die zum Schliessen des Schalters erforderliche Kraft dagegen darf viel grösser sein, weil die Bewegung des Tonarmes, aus der diese Kraft abgeleitet wird, nicht von der
Schallrille, sondern von dem Gebraucher der Sprechmaschine mit der Hand ausgeführt wird.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Zeichnung erläutert, in der als Beispiel eine zweckmässige Ausführungsform eines Tonarmes gemäss der Erfindung dargestellt ist.
Fig. 1 ist ein Schnitt durch den Tonarm in Richtung seiner Welle,
Fig. 2 ist eine die Bauweise des Schalters veranschaulichende Ansicht von unten,
Fig. 3 ist ein Schnitt durch den Schalter nach der Linie III-III der Fig. 2,
Fig. 4 ist ein Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 1.
Der eigentliche Tonarm 1 trägt an seinem linken Ende einen nichtgezeichneten Tonabnehmer beliebiger Natur und ist im Querschnitt umgekehrt U-förmig. Er ist mittels eines Bolzens 2 an einem Block angelenkt, der drehbar durch eine Hülse 4 unterstützt wird, die am unteren Ende mit einem Flansch 5 versehen ist. Auf die Hülse 4 ist eine Mutter 6 geschraubt. Mit Hilfe dieser Mutter und des Flansches 3 ist die Hülse 4 am oberen Brett 7 des Sprechmaschinenkastens befestigt.
Das Brett 7 weist eine Oeffnung auf, durch die sich die hohl dargestellt Welle 8 des Tonarmes 1 erstreckt. Der Block 3 ist auf der Welle 8 mittels zweier Schrauben 9 befestigt, deren Enden mit einem abgeflachten Teil 10 der Welle 8 in Berührung sind. Der Zweck dieser Schrauben ist nachstehend näher erläutert.
Am unteren Ende der Welle 8 ist ein scheibenförmiges Steuerorgan 11 für den Schalter vorgesehen, der aus einem um eine Welle 13 drehbaren Schaltelement 12 und zwei Kontaktfedern 14 besteht, zwischen denen in der gezeichneten Lage des Schaltelementes durch einen Stift 15 der Kontakt hergestellt ist. Der Stift 15 wird von dem Schaltelement 12 getragen. Als Anschläge für das Schaltelement 12 dienen die beiden Schenkel 16 eines flach ausgebildeten, U-förmigen Teiles 18, der mit Schrauben 17 an dem Flansch 5 befestigt ist. Die Schenkel 16 tragen die Kontaktfedern 14. Das Schaltelement 12 und der U-förmige Teil 18 bestehen aus Isoliermaterial.
Das Schaltelement 12 steht unter dem Einfluss einer schraubenförmigen Spreizfeder 19, deren linkes Ende auf den Teil 18 und deren rechtes Ende auf das Schaltelement 12 einwirkt.
Der Schalter ist in Fig. 2 in seiner Schliesslage gezeichnet. Beim Abspielen einer Schallplatte dreht sich der Tonarm 1 und infolgedessen auch das Steuerorgan 11 in der Richtung des in Fig. 2 gezeichneten Pfeiles. Sobald die vordere Nase 21 des Steuerorganes 11 mit dem Schaltelement 12 in Berührung kommt, kippt dieses unter dem Einfluss der Feder 19 in die andere Lage um, hierdurch die Verbindung zwischen den Kontaktfedern 14 unterbrechend. Hierzu ist nur eine ganz kleine Kraft nötig, weil die Verbindungslinie zwischen den Enden der Feder 19 durch die Achse des Schaltelementes 12 hindurchgeht. Das Schaltelement befindet sich daher in einem nahezu labilen Gleichgewichtszustand. Bei der geringsten Drehung des Schaltelementes 12 erhält die von der Feder 19 ausgeübte Kraft eine Komponente, die das Schaltelement 12 um die Achse 13 zu drehen versucht, so dass es mit grosser Geschwindigkeit in die Offenlage bewegt wird.
Die Ausschaltung wird noch empfindlicher, wenn dafür gesorgt wird, dass in Fig. 2 die Verbindungslinie der Enden der Feder 19 die Längsachse des Schaltelementes 12 ein wenig unterhalb der Achse 13 kreuzt. Die Feder 19 übt dann in der Schliesslage des Schalters bereits ein Moment auf das Schaltelement 12 aus. Dieses Moment kann so gross bemessen werden, dass das von der Welle 13 und den Kontaktfedern auf das Schaltelement 12 ausgeübte Reibungsmoment gerade noch nicht überwunden wird. Ist dies der Fall, so ist die empfindlichste Einstellung des Schaltelementes 12 erzielt, sodass die Kraft, die von der Schallrille auf den Tonarm ausgeübt werden muss, um den Schalter zu oeffnen, äusserst gering ist. Durch diese kleine Kraft kann keinerlei Beschädigung der Schallrille entstehen.
Ist die Schallplatte abgespielt und der Schalter geöffnet, so kann dieser dadurch wieder geschlossen, das heiss der Antriebsmotor wieder eingeschaltet werden, dass der Tonarm von Hand in entgegengesetzter Richtung bewegt wird. Bei dieser Bewegung bringt die Nase 20 des Steuerorganes 11 das Schaltelement 12 in die gezeichnete, dem geschlossenen Zustand des Schalters entsprechende Lage zurück. Dabei muss zur Ueberwindung der Spannung der Feder 19 eine verhältnismässig grosse Kraft aufgewandt werden. Dem steht jedoch nichts entgegen, weil diese Kraft nicht durch die Schallrille, sondern durch den Gebraucher der Sprechmaschine geliefert wird, wenn er den Tonabnehmer für das Abspielen einer neuen Schallplatte in üblicher Weise von Hand nach dem Anfang der Schallrille hinbewegt.
Selbstverständlich lässt sich der Schalter auch anders ausbilden, als dies in Fig. 2 dargestellt ist. Es ist z.B. nicht nötig, eine schraubenförmige Spreizfeder zu verwenden. Es lässt sich z.B. auch eine Streckfeder oder irgend ein anderes Federsystem anwenden. Wesentlich ist nur, dass das Schaltelement bei geschlossenem Schalter gerade nicht mehr in einer labilen Gleichgewichtslage ist und infolgedessen durch eine ganz geringe Kraft ausgelöst werden kann.
Der Tonarm nebst dem Steuerorgan und dem Schaltelement lässt sich bei jeder bestehenden oder neuen Sprechmaschine leicht anbringen und bildet gemäss einer Weiterbildung der Erfindung eine selbständige, auswechselbare bauliche Einheit, einfacher Ausbildung, die wenig Platz einnimmt und billig ist. Die Kappe 22 in Fig. 1 dient zur Abdeckung der Befestigungsmutter; sie kann nötigenfalls weggelassen werden.
Bei Anwendung der erfindungsgemässen Bauweise empfiehlt es sich, die Winkellage des Tonarmes 1 zu derjenigen des Steuerorganes 11 einstellbar zu machen, da man nur bei richtiger gegenseitiger
Einstellung dieser beiden Teile die Gewähr hat, dass der Schalter tatsächlich genau dann geöffnet wird, wenn die Platte abgespielt ist.
Um diese Einstellung zu erreichen, sind die Schrauben 9 vorgesehen. Dadurch, dass die eine Schraube etwa gelöst und die andere etwas eingeschraubt wird, kann man den Tonarm 1 um die Welle 8 einstellen. Dadurch wird eine grosse Genauigkeit erreicht.

Claims (7)

1. Tonarm für elektrisch angetriebene Sprechmaschine mit einem Schalter, der durch die Bewegungen des Tonarmes ein- bzw. ausgeschaltet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle des Tonarmes ein Steuerorgan (11) für ein Schaltelement (12) trägt, das bei geöffnetem Schalter eine stabile Lage und bei geschlossenem Schalter eine nahezu labile Lage einnimmt.
2. Tonarm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltelement bei geschlossenem Schalter eine Lage einnimmt, die, abgesehen von der Reibung des Schaltelementes, labil ist.
3. Tonarm nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein drehbares Schaltelement (12), das zwischen zwei als Anschlägen dienenden Schenkeln (16) eines U-förmigen Teiles (18) hin- und herbeweglich ist, wobei die Schenkel Kontaktfedern (14) tragen, die in der Schliesslage des Schalters durch ein von dem Schaltelement getragenes Kontaktorgan (15) miteinander elektrisch verbunden sind.
4. Tonarm nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine Feder (19), die einerseits auf den U-förmigen Teil und andererseits auf das Schaltelement einwirkt und derart angeordnet ist, dass bei geschlossenem Schalter die Verbindungslinie zwischen ihren Angriffspunkten durch den Drehpunkt (13) des Schaltelementes oder ungefähr durch diesen Drehpunkt hindurchgeht.
5. Tonarm nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass er um seine Welle einstellbar ist.
6. Tonarm nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle des Tonarmes einen abgeflachten Teil (10) aufweist, mit dem die Enden zweier nebeneinander liegender, den Tonarm auf der Welle befestigender Schrauben (9) in Berührung sind.
7. Tonarm nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass er selbst, das Steuerorgan und das Schaltelement zu einer auswechselbaren konstruktiven Einheit vereinigt sind.

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