DEP0000745BA - Vorrichtung zum Antrieb von umzuspulenden Bändern oder Drähten - Google Patents
Vorrichtung zum Antrieb von umzuspulenden Bändern oder DrähtenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Antrieb von umzuspulenden Bändern oder Drähten mit gleichbleibender Geschwindigkeit, insbesondere für Tonaufzeichnungsträger. Die Aufgabe besteht dabei, wie dies aus der Figur ersichtlich ist, darin, ein aufgewickeltes Band 1 von der Vorratsrolle 2 auf die Vorratsrolle 3 mit gleichbleibender Geschwindigkeit umzuspulen. Dies ist nicht ohne weiteres möglich, weil sich der Radius der Vorratsrollen zwischen den Grenzen R und r ändert und die Umfangsgeschwindigkeiten beim Ablauf und Auflauf verschiedene sind. Es sind deshalb schon verschiedene Vorschläge gemacht worden, die jedoch alle zu kompliziert sind.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Ablaufspule und die Auflaufspule an einem Teil ihres Aussenumfanges von einem gemeinsamen endlosen Förderband reibungsschlüssig umfaßt werden und daß der Antrieb unmittelbar auf dieses Förderband wirkt. Dadurch wird der Vorteil erzielt, daß auch eine verhältnismässig einfache Vorrichtung ein Antrieb mit nur einem Motor erfolgen kann und vor allem das Tonband selbsttätig während des gesamten Umstellvorganges zwecks Auswertung der Tonimpulse über den Tonkopf 4 gespannt gehalten werden kann.
In der Figur ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Danach umspannt das endlose Förderband 5 einen Teil des Aussenumfangs der Ablaufspule 2 und der Auflaufspule 3. Dieses Förderband wird durch die Feder der Andruckrolle 6 unabhängig von den beim Umspulen auftretenden Längenänderungen des Umschlingungsweges in konstanter Spannung gehalten. Es liegt demnach mit einem gewissen Druck auf der jeweils obersten Lage
des Tonbandwickels auf. Ein Antriebsmotor, der auf die Rolle 7 wirkt, bewegt das Förderband 5 mit konstanter Geschwindigkeit. 8 ist eine federnde Druckrolle, die das Förderband gegen die Rolle 7 preßt, um eine schlupffreie Mitnahme zu erzielen. Das Förderband nimmt reibungsschlüssig das Tonband und die Vorratsrollen bzw. Ablauf- und Auflaufspulen bei seiner Bewegung in Pfeilrichtung mit. Das Tonband 1 läuft sodann mit gleichbleibender Geschwindigkeit an dem Tonkopf 4 beispielweise eines Magnettongerätes vorbei.
Es ist auch möglich, die Anordnung so zu treffen, daß das Tonband 1 auch selber noch über die Antriebsrolle 7 geführt wird. Man kann dem Tonband dadurch noch einmal die genaue konstante Antriebsgeschwindigkeit unmittelbar aufdrücken und dadurch gegebenenfalls noch kleine Schlupfeinflüsse beseitigen.
Wird das Förderband 5 in der gezeichneten Pfeilrichtung angetrieben, dann wächst seine Spannung längs des Umschlingungsweges. Dies hat zur Folge, daß das Band im Laufe des Umschlingungsweges um einen der Banddehnung entsprechenden kleinen Betrag hinter der durch die Antriebsrolle 7 eingeleiteten Fortbewegung zurückbleibt. Dieser Fehlbetrag der Bandbewegung wird längs des Umschlingungsweges auf der Antriebsrolle 7 durch die dort erfolgende Zurückhaltung durch die konstante Geschwindigkeit wieder aufgeholt. Er hat jedoch zur Folge, daß die Spule 2 etwa langsamer angetrieben wird als die Spule 3, so daß durch diese Maßnahme selbsttätig dafür gesorgt wird, daß das Tonband 1 während des Umspulvorganges von selber straff gezogen und straff gehalten wird. Beim Rückspulen wirkt der Effekt in gleicher Weise. Es ist lediglich darauf zu achten, daß das Tonband 1 auf diejenige der beiden Spulen aufläuft, die im Sinne der Bewegungsrichtung des Förderbandes 5 als nächste Spule auf die Antriebsstelle folgt.
Dagegen tritt ein Lockern und eine Schlaufenbildung im Tonband 1 ein, wenn es anstatt an den Punkten a und b an den Punkten c und d der Spulen auf- bzw. abläuft, wie dies gestrichelt eingezeichnet ist.
Das endlose Band 5 kann beispielsweise aus Gummiband oder einem griffigen Textilwerkstoff hergestellt sein.
Claims (5)
1.) Vorrichtung zum Antrieb von umzuspulenden Bändern oder Drähten mit gleichbleibender Geschwindigkeit, insbesondere für Tonaufzeichnungsträger, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablaufspule und die Auflaufspule an einem Teil ihres Aussenumfanges von einem gemeinsamen endlosen Förderband reibungsschlüssig umfaßt werden und daß der Antrieb auf dieses Förderband unmittelbar wirkt.
2.) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb gleichzeitig auch auf das umzuspulende Band oder den Draht wirkt.
3.) Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das umzuspulende Band oder der Draht auf diejenige der beiden Spulen aufläuft, die im Sinne der Bewegungsrichtung des Förderbandes als nächste Spule auf die Antriebsstelle folgt.
4.) Vorrichtung nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß das Förderband durch eine federnde Druckrolle unabhängig von den beim Umspulen auftretenden Längenänderungen des Umschlingungsweges in konstanter Spannung gehalten wird.
5.) Vorrichtung nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß das Förderband aus einem Gummiband oder einem griffigen Werkstoff besteht.
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