DEP0000092MA - - Google Patents

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DEP0000092MA
DEP0000092MA DE1949P0000092 DEP0000092AZ DEP0000092MA DE P0000092M A DEP0000092M A DE P0000092MA DE 1949P0000092 DE1949P0000092 DE 1949P0000092 DE P0000092A Z DEP0000092A Z DE P0000092AZ DE P0000092M A DEP0000092M A DE P0000092MA
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magnesium
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DE1949P0000092
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 24. Oktober 1949 Bekanntgemacht am 16. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bekannt, daß das Einbringen von aktivem Erdalkali und Alkalimetall, vorzugsweise von Magnesium, in ein zu behandelndes Gußeisen auf dem Wege über Vorlegierungen möglich ist. Dabei haben sich vor allem Kupfer-Nickel-, Silizium-Kalzium- oder Nickel-Vorlegierungen mit niedrigen Anteilen an Magnesium bewährt. Diese Vorlegierungen werden besonders in den Vereinigten Staaten von Amerika verwendet. Unter dem Gesichtspunkt deutscher und auch für andere Staaten zutreffender Verhältnisse liegt der Nachteil dieser Vorlegierungen aber darin, daß durch sie die Zusatzelemente in meistens unerwünscht großer Menge in den Grauguß gelangen und daß daher die Gefahr besteht, daß sich über den Schrottrücklauf und den Umlauf der Betriebe immer stärkere Anreicherungen, an diesen Legierungsstoffen einstellen. Außerdem sind diese Vorlegierungen verhältnismäßig teuer.
Es ist daher zweckdienlich, das Magnesium in Dampfform in die Schmelze einzuführen, und zwar entweder direkt oder mittels poröser Preßlinge oder Tauchkörper. Da reines Magnesium aber bei etwa 1300 bis 14000 C noch einen Dampfdruck von 3,5 bis 5 atü entwickelt, so sind erfindungsgemäß die im folgenden beschriebenen Verfahren von besonderem Vorteil hinsichtlich des Legierungs- bzw. Behandlungsprozesses mit Magnesium bzw. Magnesium-Vorlegierungen.
Beispiel 1
Eine entsprechend ausgebildete Pfanne wird nach Füllung mit Gußeisen in einen Drucktopf mit als Deckel ausgebildeter Schnellverschlußvorrichtung
609 579/359
P 92 VI/18b
gestellt. Am unteren Teil des Deckels ist eine poröse oder mit Bohrungen versehene Tauchglocke angebracht, die mittels möhrgängiger Spindel schnell tief in die Schmelze oder eventuell bis zum Boden der Schmelze gesenkt werden kann. Nach dem Einfüllen des Magnesiums oder der Magnesium-Vorlegierung in die Tauchglocke und Schließen des Topfes wird der Topf an eine Preßluftleitung angeschlossen, so daß im Drucktopf und
ίο damit auch über der Schmelze ein Überdruck von 4 bis 8 atü ensteht. Dann wird die Tauchglocke schnell hineingedreht und entweder im Eisen belassen oder aber nach einiger Zeit wieder über die Oberfläche des flüssigen Eisens zurückgefahren.
»5 In jedem Falle schmilzt das Magnesium zunächst und tritt aus den Löchern der Glocke im wesentlichen dampfförmig in die Schmelze. Überschüssiges Magnesium sammelt sich auf der Schmelze oder verbrennt zu MgO. Man kann auch
so durch Abdecksalze die Reaktionszeit entsprechend verlängern. Nach der Behandlung wird der Überdruck beseitigt, die Pfanne aus dem Drucktopf herausgeholt, mit den üblichen für die Magnesiumbehandlung zweckmäßigen Stoffen, wie Ferro-Silizium, Kalzium-Silizium usw., geimpft und nach einigen Minuten vergossen.
Beispiel 2
Grundgedanke dieses Beispiels 2 ist ein seitlich blasender Magnesiumdampfkonverter. Eine drehbare Pfanne oder ein drehbarer Vorherd ist seitlich mit einer Tasche versehen, in welche das Magne-, sium oder eine Magnesium-Vorlegierung gefüllt wird. Dann wird in die schräg gestellte Pfanne das flüssige Eisen so eingefüllt, daß es zunächst mit der Magnesium enthaltenden Tasche nicht in Berührung kommt. Alsdann wird die schräg gestellte Pfanne so weit geschwenkt, daß das flüssige Gußeisen mit dem Magnesium bzw. der Magnesium-Vorlegierung in Berührung, kommt. Es bildet sich Magnesiumdampf, der mehr oder minder stark durch die darüber lagernde Eisenschicht hindurchdringt. Selbst wenn Siedeverzugsstörungen eintreten sollten, so wird bei dessen Auslösung lediglich etwas Eisen sowie ein Teil der gebildeten Kratze gegen die gegenüberliegende Wand geschleudert, nicht aber aus der Pfanne herausgeschleudert. Durch die Magnesiumdampfbehandlung wird ferner eine zweckmäßige Badbewegung der Schmelze erreicht, so daß die Magnesiumaufnahme und die gleichmäßige Verteilung des Magnesiums beschleunigt werden. Durch entsprechende Einstellung der Konverterneigung kann die Reaktion nach Belieben gesteuert werden.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Schmelzbehandlungsverfahren zur Herstellung von grau erstarrendem Gußeisen mit kugelförmiger Graphitausbildung unter Verwendung von Magnesium oder Magnesiumlegierungen, dadurch gekennzeichnet, daß das zu behandelnde flüssige Gußeisen in einen Drucktopf gestellt und bei Überdruck mit Magnesium bzw. Magnesiumlegierungen behandelt wird.
2. Schmelzbehandlungsverfahren zur Herstellung von grau erstarrendem Gußeisen mit kugelförmiger Graphitausbildung unter Verwendung von Magnesium oder Magnesiumlegierungen, dadurch gekennzeichnet, daß das flüssige Eisen in eine Pfanne, die in seitlich angebrachten Taschen Magnesium oder eine Magnesium-Vorlegierung enthält, oder in einen derartigen Konverter gefüllt und dann erst durch Kippen der Pfanne bzw. des Konverters mit der Taschenfüllung in Berührung gebracht wird. .
O 609579/359 8.56
DE1949P0000092 1949-10-24 Expired DEP0000092MA (de)

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Publication Number Publication Date
DEP0000092MA true DEP0000092MA (de) 1956-08-16

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