DEN0008395MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 1. Februar 1954 Bekanntgemacht am 22. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltung zum Verstärken eines elektrischen Signals, die aus
der Kaskade zweier Stufen besteht, von denen die erste einen Transistor und die zweite eine Elektronenröhre
enthält. Sie bezweckt eine Schaltung, deren Gesamtverstärkung nur mit geringen Verzerrungen
verknüpft ist.
Es ist bekannt, daß man die nichtlinearen Verzerrungen
einer Verstärkerstufe grundsätzlich durch entgegengesetzte nichtlineare Verzerrungen
einer folgenden Stufe aufheben kann. Da der Anodenstrom einer Elektronenröhre bei üblicher
Einstellung des Arbeitspunktes im Raumladegebiet im wesentlichen: einem 3/2-Potenz-Gesetz folgt, benötigt
man zum Verzerrungsausgleich ein Element mit einer Kennlinie, die einem 2/3-Potenz-Gesetz
entspricht.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß bei einigen Transistortypen, insbesondere bei sogenannten
Legierungsflächentransistoren mit geerdetem Emitter und der Basis als Eingangselektrode,
eine 2/3-Potenz-Kennlinie erhalten werden kann. Somit erhält man einen vorzüglichen Verzerrungsausgleich,
wenn von zwei aufeinanderfolgenden Verstärkerstufen die eine eine Röhre enthält,
deren Kennlinien einem 3/2-Potenz-Gesetz
609 708/236
N 8395 VIIIal21 α2
folgt, und die andere einen Transistor solcher Art, daß sein Ausgangssignal einem 2/8-Potenz-Gesetz
seines Eingangssignals folgt.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert.
Fig. ι zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Schaltungsanordnung
gemäß der Erfindung und
Fig. 2 eine Anzahl Transistorkennlinien.
Die Schaltungsanordnung gemäß Fig. ι enthält ίο in Kaskade einen Transistorverstärker ι und einen
Röhrenverstärker 2. Eine Signalquelle 3 ist in den Kreis der Basiselektrode b des Transistors eingefügt,
dessen Emitterelektrode e für Signalfrequenzen an Erde gelegt ist, so daß an einer in
den Kreis der Kollektorelektrode c eingefügten Impedanz 4 ein verstärktes Signal auftritt, das dem
Steuergitter der Röhre 2 zugeführt wird, in deren Anodenkreis eine Ausgangsimpedanz 6 liegt.
Die Erfindung gründet sich auf der Erkenntnis, daß bei bestimmten Arten von Transistoren die Beziehung
2/3 (l)
wobei α eine Konstante, ic der Kollektorstrom und
% der Basisstrom des Transistors ist, verhältnismäßig genau erfüllt wird. In Fig. 2 sind für eine
Anzahl.solcher Transistoren die Werte von ic gegenüber
den von ib in doppellogarithmischem Maßstab aufgetragen. Die Kennlinien ändern sich bei
Änderung der Kollektorspannung nur wenig. Ihre Neigung ist praktisch gleich zwei Drittel, dem
Exponenten in der Beziehung (1) entsprechend.
Transistoren, die diese Eigenschaft erfüllen, lassen
sich als Legierungsflächentransistoren auf an sich bekannte Weise dadurch herstellen, daß von
einem Kristallelement der einen Leitungsart, beispielsweise einem Germaniumkristall der n-Leitungsart,
ausgegangen wird, an dem ein passend gewähltes Material, beispielsweise Indium, angebracht
wird, und nach Erhitzen während einer bestimmten Zeit bei einer passend gewählten Temperatur,
beispielsweise 5000 C, durch Diffusion und bzw. oder Segregation Zonen der entgegengesetzten
Leitungsart im Kristall erzeugt werden, die sich bis auf geringe Entfernung, die vorzugsweise
kleiner als die kennzeichnende Diffusionslänge der Minderheitsladungsträger ist, im zwischenliegenden
Kristallmaterial nähern. Das Verhalten gemaß Beziehung (1) ist vermutlich dem Umstand
zuzuschreiben, daß dieses zwischenliegende Kristallmaterial nicht überall gleich dick ist.
Bekanntlich weist eine Elektronenröhre mit gleichmäßig gewundenem Steuergitter im AnlaufStrombereich
einen Anodenstrom ia auf, der als Funktion der Steuergitterspannung Vg, von der
Sperrspannung der Röhre gerechnet, die Beziehung
8/2
ia = b-Vg ' '(2),
wobei b eine Konstante darstellt, verhältnismäßig genau erfüllt.
Die Steuergittervorspannungsbatterie 7 in Fig. 1 (die zugleich als Kollektorspeisebatterie dient) hat
nun einen dieser Sperrspannung angenäherten Wert, so daß die Verzerrung im Transistor gemäß der
Beziehung (1) dadurch ausgeglichen wird, daß die Röhre in dem durch die Beziehung (2) gekennzeichneten
Teil ihrer Kennlinie eingestellt ist.
Naturgemäß kann.der Transistor auch auf den Röhrenverstärker folgen, in welchem Falle jedoch
der Ausgangsimpedanz 6 meist eine geringere Leistung geliefert werden kann. Auch kann zur weiteren
Verringerung der Verzerrung Gegenkopplung Anwendung finden.
Claims (2)
1. Anordnung zur Kompensation der nichtlinearen Verzerrungen einer Verstärkerstufe
mit einer Elektronenröhre, deren Kennlinie dem 8/2-Potenz-Gesetz folgt, durch eine zweite Verstärkerstufe
mit entgegengesetzten Verzerrungen, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite
Stufe einen Transistor, insbesondere einen 'Legierungsflächentransistor in Emitterschaltung,
enthält, dessen Kennlinie im wesentlichen dem 2/e-Potenz-Gesetz folgt.
2. Schaltungsanordnung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das zu verstärkende Signal der Basis des Transistors zugeführt
wird und daß sein Kollektor mit dem angenähert auf die Sperrspannung vorgespannten Gitter
der Röhre verbunden ist, in deren Anodenkreis die Ausgangsimpedanz liegt (Fig. 1).
In Betracht gezogene Druckschriften: ·
K. Küpfmüller, »Die Systemtheorie der elekfrischen
Nachrichtenübertragung«, 1949, S. 202 und 203;
N. A. J. Voorhoeve, »Niederfrequenz-Verstärkertechnik«, 1952, S.30;
»Archiv der elektrischen Übertragung«, 1952 (Aug.-Heft), S. 339 und 340;
»Proc. of the IRE«, 1952 (Nov.-Heft),
S. 1512 fr. (Fig. 6 und 8).
S. 1512 fr. (Fig. 6 und 8).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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