DEN0006529MA - - Google Patents

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DEN0006529MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag dter Anmeldung: 20. Dezember 1952 ßekannigemacht am 27. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Anbringung von Magnetkompassen mit unmittelbarer Ablesung in Luftfahrzeugen verursacht häufig Schwierigkeiten, die darauf zurückzuführen sind, daß der Kompaß an einer Stelle angebracht werden muß, die ein bequemes Ablesen durch den Piloten gestattet. Darüber hinaus dürfen die magnetischen Felder, und zwar das eigentliche Feld sowie auch das Induktionsfeld an der Stelle, an der der Kompaß angebracht ist, nur eine Stärke aufweisen, die durch die gewöhnlichen, im allgemeinen bei Kompassen vorgesehenen Vorrichtungen ausgeglichen werden kann.
Ferner darf das Teil, an dem der Kompaß angebracht werden soll, keinen Schwingungen von einer Stärke und Frequenz unterliegen, die das Arbeiten des Magneten stören könnten oder die nicht zumindest durch eine geeignete Aufhängung ausgeglichen werden.
Bei der Projektierung eines Luftfahrzeuges ist es aber nicht immer möglich, alle diese Umstände zu berücksichtigen. Daher ergibt sich häufig die Notwendigkeit, im Flugzeug später eine Unterbringungsmöglichkeit für den Kompaß zu suchen, die den angegebenen Erfordernissen in der bestmöglichen Weise entspricht.
Dies ist besonders bei Orientierungskompassen der Fall, die aus Sicherheitsgründen oder für zeitweise Erfordernisse zusätzlich zu den gewöhnlichen Nayigationsinstrumenten Verwendung finden.
Diese Verwendung erfordert, daß der Kompaß ohne Schwierigkeiten im Flugzeug an jedem Teil ohne Rücksicht auf seine Form, Lage oder Rich-
609 620/213
N 6529IX/42 c
tung nach reinen Zweckmäßigkeitsgesichtspunkten angebracht werden kann. Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit, daß der Träger, d. h. das Teil, auf dem der Kompaß ruht, in jede Richtung im Raum gedreht werden kann, wobei die Magnetausrüstung stets ihre Normallage annehmen können muß.
Es ist bereits ein Peilkompaß bekanntgeworden, bei welchem an dem Gehäuse eines sogenannten Kugelkompasses ein das Kompaßgehäuse von rückwärts umfassender halbkreisförmiger Bügel angelenkt ist, der seinerseits mit einem waagerecht liegenden Zapfen in einem Träger drehbar gehalten ist, wobei die beiden Bewegungsachsen senkrecht aufeinander stehen. Bei dieser Anordnung wird die senkrechte Lage in bezug auf den Horizont ohne Rücksicht auf die Lage 'des das Instrument tragenden Körpers durch Einpendeln des Kompasses in die lotrechte Stellung erreicht.
Bei einer anderen bekannten Anordnung eines Magnetkompasses ist das kugelförmige Gehäuse in einer durchsichtigen, mit einer Flüssigkeit angefüllten Hohlkugel schwimmend angeordnet. Auch dieser Kompaß stellt sich auf die senkrechte Lage in bezug auf den Horizont ein, unabhängig davon, welche Lage der das Instrument tragende Körper einnimmt.
Schließlich hat man auch schon vorgeschlagen, einen Magnetkompaß mit kugelförmigem Gehäuse und zwei diametral angeordneten Lagerzapfen in einem das Gehäuse umfassenden Bügel zum Zwecke des Ausrichtens gegenüber dem Fahrzeug dreh- und feststellbar zu lagern.
All diese Anordnungen genügen jedoch nicht, um eine den besonderen Anforderungen im Flugzeug genügende Lagerung des Magnetkompasses zu erzielen. Gemäß der Erfindung wird daher vorgeschlagen, daß der Bügel zur Aufnahme der Lagerzapfen Längsschlitze aufweist, durch die eine zusätzliche Drehung des kugelförmigen Gehäuses um eine zur Ebene des Bügele senkrechte Achse ermöglicht wird. Diese Anordnung wird vorteilhaft noch dadurch verbessert, daß der Bügel mit der Halteplatte drehbar und feststellbar verbunden ist, wobei zweckmäßig zwischen beiden Teilen ein stoß dämpfendes Mittel, wie z. B. ein Gummiring, eingebracht ist.
In der Zeichnung ist das Ausführungsbeispiel eines Kompasses gemäß der Erfindung veranschaulicht, und zwar zeigt .
-Abb. ι eine Vorderansicht des Kompasses mit , . der Aufhängevorrichtung,
Abb. 2 eine um 900 gedrehte Seitenansicht des Kompasses nach Abb. 1.
Die kugelförmige Kompaßbüchse 1 wird von einem Träger gehalten, der aus einer Anschlußplatte 6 und einem Bügel besteht, dessen Schenkel 3 mit je einem Schlitz 8 versehen sind. In diesem Schlitz sind die Schraubköpfe 4 geführt, welche die Kompaßbüchse an dem Bügel festhalten. Dieser Bügel ist mit der Platte 6 über eine schwingungssichere, aus einem Gummirings bestehende .Auf;- ;. hängung verbunden. Außerdem ist der Bügel mittels einer nicht besonders dargestellten feststellbaren Vorrichtung gegenüber der Platte 6 drehbar gehalten.
Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß der an einem Flugzeugteil beliebig angebrächte Träger 6 es gestattet, daß der Kompaß, innerhalb weiter Grenzen jede beliebige Stellung im Raum einnehmen,' kann und dabei die Drehachse der Maghetrichtung stets senkrecht und die Teilstriche zum Ablesen der Gradeinteilung 2 in einer bestimmten Ausrichtung gehalten werden können. Tatsächlich kann der Träger um eine Normalachse in seiner Ebene, ferner die Kompaßbüchse um, die zu dieser Achse senkrechte, durch die beiden Feststellkriöpfe 4 gehende Achse sowie um die zu der letzteren normal verlaufende Achse mittels der in den Schenkeln vorgesehenen Schlitze gedreht werden.
Weitere Ausführungsformen des Trägers sind denkbar, die der Kompaßbüchse eine völlige und unbegrenzte Drehungsfreiheit Jn jeder Richtung lassen, so z. B. ein käfigförmiger Träger, in dem die die Büchse bildende Kugel untergebracht ist.
An der Kompaßbüchse ist eine Ausgleichsdose 7 angebracht, die infolge ihres sehr geringen Um- -■ ■· fanges, die Ausrichtung der Kompaßbüchse nicht beeinträchtigt. Ferner besteht die Möglichkeit, die Dose am Oberteil der Kompaßbüchse anzubringen, falls aus Unterbringungsgründen die Platte 6 unten angebracht werden muß.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Magnetkompaß mit kugelförmigem Gehäuse und zwei diametral angeordneten Lagerzapfen, die in einem das Gehäuse umfassenden Bügel dreh- und feststellbar gelagert sind, dadurch gekennzeichnet', daß der Bügel (3) zur Aufnahme der Lagerzapfen Längsschlitze (8) aufweist, durch die eine zusätzliche Drehung des kugelförmigen Gehäuses (1) um eine zur Ebene des Bügels (3) senkrechte Achse ermöglicht wird.
2. Magnetkompaß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel (3) mit der Halteplatte (6) drehbar und feststellbar verbunden ist.
3. Magnetkompaß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel (3) mit der Halteplatte (6) unter Zwischenlage eines stoßdämpfenden Mittels, wie z. B. eines Gummiringes (5), verbunden ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
. Deutsche Patentschriften Nr. 300 518/491 359, 650503;
französische Patentschrift Nr. 642 695 ;
Immler, Werner, »Grundlagen der Flugzeugnavigation«, 3. Auflage, München und Berlin, 1937, S. 40. . . iao
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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