DEM0028968MA - - Google Patents
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Description
Tag der Anmeldung: 5. Dezember 1955 Bekanmtgemacht am 6. September 1956
Vielerlei Versuche wurden bereits unternommen, um mittels des Schutzschildes, das der Elektroschweißer
gegen Blendung durch ultraviolette Strahlen vor sich hält, die beim Abschmelzen der
Elektroden entstehenden Rauchgase abzusaugen. So wurden beispielsweise Schilde konstruiert, an
deren Außenseite, die der Schweißstelle zugewendet ist, Rohre oder Kanäle mit Öffnungen die Rauchgase
absaugen sollten. Alle diese Versuche haben ίο bei praktischer Erprobung den gestellten Anforderungen
nicht entsprochen.
Die Gründe dafür sind folgende: Die Anordnung von Absaugevorrichtungen unmittelbar am Schutzschild
bedingt die Verwendung eines möglichst handlichen A.bsaugeschlauches, um den Elektro-Schweißer
bei der Verrichtung seiner Arbeit nicht zu behindern. Infolgedessen können zum Absaugen
der Rauchgase mittels des Schutzschildes nur Schläuche mit einem verhältnismäßig kleinen Querschnitt
in Anwendung kommen, deren Saugleistung — selbst unter Einsatz spezieller Hochdruckventilatoren
— eine begrenzte ist. Soll das Absaugen der
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Rauchgase mittels des Schutzschildes erfolgen, so kann dieses nur unter Berücksichtigung einer vollkommenen
Aussc'iöpfimg der zur Verfügung stehenden
Mittel, d. h. der geringen Saugkraft, geschehen. Es ist also erforderlich, mit Hilfe der von einem
Exhaustor erzeugten Saugluft und der von dem geringen Querschnitt des Absauigeschlauches ab-'
hängigen begrenzten Luftgeschwindigkeit vor dem Schutzschild, das als Rauchauf fänger dient, eine
derart intensive Luftbewegung herzustellen, daß die an der Schweißstelle sich entwickelnden, in dickem
Qualm aufsteigenden Rauchgase insgesamt erfaßt und abgesaugt werden. Diese Bedingungen wurden
von den bis heute bekanntgewordenen Geräten nicht
• 5 erfüllt, da bei diesen die lufttechnischen Belange
außer acht blieben. :
Bekanntlich ist in einem geraden Saugrohr die
Saugkraft in der Mitte am stärksten. Wird eine
; Sauigleitunig in ihrer Länge mit Öffnungen (Löchern
au oder Schlitzen) versehen, so wirkt die 'Saugkraft
sich nurmehr auf die ersten Öffnungen, die dem Saugstutzen naheliegen, wirksam aus, während bei
den entfernter liegenden keine Luftbewegung mehr festzustellen ist. Das Anordnen siebartiger, in Reihen
gelochter oder mit langen Schlitzen versehener Saugrohre, Kanäle u. dgl. am Schweißerschutzschild
hat also zur Folge, daß die Absaugung nicht, wie angenommen wird, durch die gesamte Absaugeanlage
des Schildes gleichmäßig erfolgt, sondern praktisch nur durch einige wenige, dem Anschluß-Stutzen
des Absaugeschlauches nahe liegende Öffnungen.:
Bei all diesen Versuchen war also die zur Verfügung stehende, ohnedies schon geringe Saugkraft
schlecht ausgewertet; durch die beim Anlegen der Absaugerohre bzw. Kanäle um den Schild
verursachten Bogen und Winkel wurde sie noch weiterhin geschwächt, so daß die von den ersten
Öffnungen nicht aufgesaugten Rauchgase ungehindert über das Schild hinaus entweichen konnten.
Auch diesem Übel versuchte man zu begegnen, indem man den Rauchfang möglichst nahe, ja teilweise
direkt über die Schweißstelle hielt, um die Rauchgase sogleich nach ihrer Entwicklung aufzufangen,
was sich für die Praxis jedoch als kaum durchführbar erwies. Mit dem Versuch einer
direkten Abschirmung der Schweißstelle wurde zwar eine weitaus bessere Absaugung erzielt, jedoch
war man dabei genötigt, die Elektrode zum. Verschweißen durch einen seitlichen Ausschnitt am.
Schild unter den Rauchfang zu bringen, was die Schweißarbeiten behinderte. Abgesehen davon war
damit das Verschweißen von Tiefbrandelektroden in Senkrechtstellung völlig ausgeschlossen. Nicht
zuletzt aber wirkte sich eine zu nähe an die Schweißstelle verlegte Absaugung auch auf die Schweißnaht
ungünstig aus, da die Schweißnaht durch den in unmittelbarer Nähe erzeugten Luftzug rasch erkaltet.
Durch diese mannigfachen Nachteile der bekannten Versuche blieb das Problem als solches
praktisch ungelöst.
Die Erfindung betrifft ein Schweißer-Handschutzschild
zum Absaugen der Rauchgase beim Elektroschweißen, und die Erfindung besteht darin, daß
das Schild außer den bekannten zum Schweißer hin abgekanteten Seiten- ■ und Stirnflächen noch
entsprechende zur Schweißstelle hin abgekantete Seiten- und Stirnflächen aufweist, die einen Rauchfang
bilden, und daß der obere Teil des gesamten Schildes einschließlich der vier 'Seitenflächen nach
der Schweißstelle zu um etwa .35 bis 400 abgewinkelt ist und daß am unteren Ende des Schildes
auf dessen Rauchfangseite ein trichterartiges Saugmundstück zum Ansaugen der Luft bzw. Rauchgase
angeordnet ist. Unter Berücksichtigung der vollen Bewegungsfreiheit des Schweißers und der zu verschweißenden
Elektroden. (Tiefbrandelektroden) einerseits und der vollkommenen Ausnutzung der
zur Verfügung stehenden Saugleistung eines handlichen, nicht allzuweit dimensionierten Absauge--Schlauches
andererseits wird also mit dem erfindungsgemäßen Schild bei normaler Handhabung
durch den Schweißer eine absolut einwandfreie und vollkommene Absaugung der Rauchgase, selbst bei
der Verschweißung besonders stark nebelnder, und kalkbasischer Elektroden, erzielt und auch das
Schweißen galvanisierter Materialien ohne jegliche Bedenken und Gefahren möglich gemacht.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird zum Zwecke einer gleichmäßig über
den ganzen Rauchfang sich erstreckenden Saugwirkung der Rauchfang mit Leitblechen zwischen
dam Saugmundstück und dem Oberteil ausgerüstet. Diese gleichmäßige Erfassung des gesamten unter
dem Rauchfang liegenden Luftraumes wird durch eine Dreigliederung des Soges bewirkt, von welcher
zwei Saugströmungen den rechten und linken Luftraumdes
Rauchfanges und der mittlere den unter dem Rauchfang befindlichen erfaßt.
Zur Erläuterung der Erfindung dienen die Abb. 1 too und 2, aus welchen der Schild mit dem gekröpften
Rauchfang, dem Saugmundstück sowie den Leitblechen ersichtlich ist.
Abb. ι zeigt den Schild im Schnitt. Dabei ist a
der nach vorn abgekröpfte Rauchfang mit dem Fensterausischnitt a1; dem Blendschutz «2 und Haltegriff
«3. Unten, auf der Seite des Rauchfanges, befindet
sich das Saugmundstück b, das die Rauchgase mit voller Saugkraft einsaugt, mit den darüber
angeordneten Leitblechen c, durch welche der Sog in drei Saugströme aufgeteilt wird.
Abb. 2 zeigt den Schild von vorn gesehen mildem Rauchfang α samt dem Fensterausschnitt ax,
dem Saugmundstück b und den dazwischen angeordneten Leitblechen c. Durch die Pfeile (I1, d2
und ds werden die mittels der Leitbleche erzeugten
Saugkraftlinien veranschaulicht.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Schweißer-Handschutzschild zum Absaugen der Rauchgase beim Elektroschweißen, dadurch gekennzeichnet, daß. das Schild außer den bekannten, zum Schweißer hin abgekanteten Seiten- und Stirnflächen noch entsprechende zur Schweißstelle hin abgekantete Seiten- und Stirnflächen aufweist, die einen Rauchiang bilden,617/422M 28968 VIIId/21hund daß der obere Teil des gesamten Schildes 'einschließlich der vier Seitenflächen nach der Schweißstelle zu um etwa 3 5 bis 400 abgewinkelt ist und daß am unteren Ende des Schildes auf dessen. Rauchfangseite ein trichterartiges Saugmundstück zum Ansaugen der Luft bzw. Rauchgase angeordnet ist.
- 2. Schutzschild nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Saugmundstück und dem abgekröpften Oberteil des Rauchfanges Leitbleche angeordnet sind, welche bewirken, daß die unter dem Rauchfang vorhandenen Rauchgase in einer tiefen und breiten Einwirkung vom Sog erfaßt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609 617M22 8. 56
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