DEM0027017MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 6. Mai 1955 Bekanntgemacht am 29. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
KLASSE 34b GRUPPE 9oi INTERNAT/KLASSE A 47j
M 27017 X/34b
Ernst Faber, Stuttgart
ist als Erfinder genannt worden
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zerkleinern,
und Entsaften von Früchten aller Art, beispielsweise Obst, Hackfrüchte, Gemüse u. dgl.,
die auf einer motorisch betriebenen Küchenmaschine aufgesetzt und von dieser angetrieben, werden kann,.
Es sind bereits Vorrichtungen dieser Art bekannt, bei welchen: das zu entsaftende Gut auf eine umlaufende
Reibscheibe aufgebracht und von dieser zerkleinert und unter Fliehkraftwirkung gegen
einen als Schleudertrommel ausgebildeten gelochten Mantel geworfen wird. Der Saft tritt hierbei durch
die Trommelwandung nach außen, wird in einem die Trommel umschließenden Gehäuse aufgefangen
und aus diesem abgeführt; die festen Rückstände der Früchte, also1 der Trester, werden hierbei zum
Teil gleichfalls durch die obere Öffnung der Siebtrommel abgeschleudert, wodurch der umgebende
Raum in unerwünschter Weise verunreinigt wird,, zum Teil bleiben sie innerhalb der Trommel hängen,
oder kleben; und verstopfen allmählich die Siebwand. Diese Rückstände müssen daher von Zeit zu
Zeit von der Siebtrommel entfernt werden,, was bei den bisherigen Vorrichtungen ziemlich umständlich
ist und in befriedigender Weise nur während des Stillstandes des Siebkorbes durch Abkratzen und
Herausnehmen vorgenommen werden, kann..
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung dieser Art, die gleichfalls im wesentlichen aus
einer an, sich bekannten, auf einer motorisch angetriebenen, Küchenmaschine aufsetzbaren Schleudertrommel
und einer Abstreif ervorrichtung für die sich in, dieser absetzenden Rückstände besteht, bei
609 709/34
M27017X/34b
welcher aber eine besonders wirksame, nur von Fall zu Fall in Tätigkeit zu setzende Reinigung
unter gleichzeitiger Sicherung gegen, ein Herausschleudern
der Rückstände und. eine dadurch verursachte Verunreinigung der Umgebung der Maschine
dadurch ermöglicht ist, daß im Deckel des Entsafters eine Vertiefung mit seitlicher Öffnung
vorgesehen, ist, in welche ein zur Aufnahme des Tresters dienender Behälter derart eingesetzt werden
kann, daß er mit einer als Abstreifer dienenden vorspringenden Nase durch den Schlitz des
Behälters ins Innere der Schleudertrommel reicht, wodurch die Rückstände von letzterer abgeschabt
und in das Innere des Tresterbehälters gefördert werden. Der zum Einsetzen des Tresterbehälters
dienende vertiefte Raum im Deckel des Entsafters ist hierbei um mindestens das Maß des vorspringenden
Abstreifers breiter gehalten als der einzusetzende Behälter, derart, daß letzterer mit dem
Abstreifer eingeführt und dann so' weit nach dem
Umfang zu verschoben werden kann., daß der Abstreifer durch den seitlichen Schlitz der Deckelhöhlung
bis an die Trommelwand, hindurchtritt.
Der Einsatzbehälter kann, nach Bedarf auch während des Betriebes eingebracht und wieder herausgenommen werden. Er wird zweckmäßig durch einen Deckel verschlossen, der auch auf die Aussparung des Entsafterdeckels paßt, so> daß diese bei herausgenommenem Abstreifbehälter durch den gleichen Deckel ebenfalls passend verschlossen und dadurch in beiden Betriebszuständen ein Herausspritzen, oder Herausschleudern von Rückständen verhindert werden kann.
Der Einsatzbehälter kann, nach Bedarf auch während des Betriebes eingebracht und wieder herausgenommen werden. Er wird zweckmäßig durch einen Deckel verschlossen, der auch auf die Aussparung des Entsafterdeckels paßt, so> daß diese bei herausgenommenem Abstreifbehälter durch den gleichen Deckel ebenfalls passend verschlossen und dadurch in beiden Betriebszuständen ein Herausspritzen, oder Herausschleudern von Rückständen verhindert werden kann.
Ein. Ausführungsbeispiel eines Entsafters nach der Erfindung ist in der Zeichnung in schematiseher
Form dargestellt.
Fig. ι zeigt einen axialen Schnitt durch den
Entsafter,
Fig. .2 eine Draufsicht, bei welcher der Deckel . teilweise weggenommen gedacht ist.
In. beiden Fällen, ist der Tresterbehälter mit ausgezogenen,
Linien im Betriebszustand und; mit strichpunktierten Linien in zurückgezogener Stellung
gezeichnet.
Der Entsafter besteht in an sich bekannter Weise
aus einem Gehäuse 1 und einer in diesem umlaufenden Schleudertrommel mit Raspelscheibe 2 und
durchbrochener Wand 3. Die Platte 4 der Schleudertrommel wird über eine nicht dargestellte Kupplung
mit der Welle des unterhalb' des Entsafters angeordneten Motors verbunden.
In; dem Gehäusedeckel 5 ist in ebenfalls bekamir
ter Weise ein zylindrischer Trichter 6 vorhanden, durch welchen, das zu entsaftende Gut unter dem
Druck eines Stempels 7 bis unmittelbar über die Raspelscheibe! gebracht wird. Der bei deren, Umlauf
aus dem Bearbeitungsgut sich, lösende Saft wird durch, die Siebwand 3 in den, die Trommel
umgebenden Raum 8 geschleudert, hier gesammelt und durch den Auslauf 9 abgeführt.
Gemäß der Erfindung ist in dem Deckel 5 eine Vertiefung 10 mit vorzugsweise etwas schräg nach
außen verlaufendem Boden 11 ausgespart, die an
ihrer nach der Peripherie zu liegenden Seite einen offenen Schlitz 12 aufweist.
In1 die Aussparung 10 kann von oben der zur
Aufnahme und Entfernung des Tresters dienende Behälter 13 eingesetzt werden, der einen, nach
außen, gerichteten nasenartigen Vorsprung 14 und an diesen, anschließend eine Öffnung 15 aufweist.
Der Behälter 13 wird, zunächst: in der strichpunktiert
gezeichneten Lage in die Aussparung 10 eingeführt und dann in dieser nach außen verschoben,
bis der Abstreifer der Trommelwand gegenüberliegt. In dieser Stellung werden beim Umlauf
der Trommel die Rückstände von der Siebwand abgestreift urtd durch die Öffnung 15 ins Innere des
Behälters 13 geschafft, so daß sie mit diesen aus dem Entsafter entfernt werden können. Zum Verschluß
des. Behälters 13 dient ein passend auf gesetzter Deckel 16, der nach Herausnahme des Behälters
auch zum' unmittelbaren Verschluß der Aussparung 10 auf deren Rand: aufgesetzt werden
kann.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Entsaften von Früchten,
Gemüse u. dgl. mit umlaufender, auf einer motorisch angetriebenen Küchenmaschine aufsetzbarer
Schleudertrommel und. Entfernen der Rückstände mittels eines Abstreifers, dadurch
gekennzeichnet, daß im Deckel 5 des Entsafters eine Vertiefung (10) mit seitlicher Öffnung (12)
vorgesehen, ist, in welche ein zur Aufnahme des Tresters dienender Behälter (13) derart eingesetzt
werden, kann, daß er mit einer als Abstreifer dienenden Nase: (14) durch den Schlitz
des Behälters ins Innere der Schleudertrommel reicht, wodurch die Rückstände ■ von letzterer
abgeschabt und, in das Innere des Tresterbehälters gefördert werden.
2. Vorrichtung nach. Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zum ■ Einsetzen, des
Tresterbehälters (13) dienende vertiefte Raum (10) im Deckel (5) um mindestens das Maß des
vorspringenden Abstreifers (14) breiter gehalten
ist als der einzusetzende untere· Teil des Tresterbehälters, derart, daß dieser mit dem
Abstreifer eingeführt und dann so weit verschoben, werden kann, daß der Abstreifer durch
den seitlichen. Schlitz (12) des Deckels bis an
die Trommelwand. (3) hindurchtritt.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß für die Aussparung (10) im Deckel (5) und für den Tresterbehälter
(13) ein gemeinsamer Abschlußdeckel (16) vorgesehen ist, durch welchen, nach. Bedarf
der eine oder andere dieser beiden Teile passend verschlossen werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
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