DEM0025873MA - - Google Patents

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DEM0025873MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 22. Januar 1955 Bekanntgemacht am 9. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Das Hauptpatent betrifft eine Einrichtung zur Überwachung oder Regelung des Flüssigkeitsstandes in einem offenen oder geschlossenen Behälter oder Kessel mittels eines äußerhalb des Behälters beweglich angeordneten, mit ihm verbundenen Gefäßes, dessen Höhenlage sich mit dem Flüssigkeitsstand ändert, wobei das eine Ende am Behälter in Höhe des zu überwachenden Flüssig- : keitsstandes horizontal angesetzt ist und in seiner ganzen Länge oder in dem dem Behälter zugewendeten Teil aus. einem biegsamen, am anderen Ende geschlossenen Röhr (Faltenbalg) besteht. Steigt oder fällt das Niveau im Behälter, so füllt bzw. entleert sich der Balg samt Rohrstutzen, wodurch beide durch zunehmendes bzw. abnehmendes Flüssigkeitsgewicht sich nach unten bziv. nach oben neigen und dabei einen elektrischen Kontakt öffnen oder schließen. Die Erfindung bezweckt nun Vorrichtungen zu schaffen, welche den Faltenbalg gegen Ausdehnung und Schrumpfung in der Längsrichtung sichern.
Eine einwandfreie Arbeitsweise des Flüssigkeit-. Standanzeigers erfordert, daß der Faltenbalg bei wechselndem Druck, unter welchem die Flüssigkeit steht, weder in der Längsrichtung schrumpft bzw. sich ausdehnt noch ausknickt bzw. sich strafft und
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doch in seiner Bewegung nach oben und unten nur durch die wechselnde Schwerkraft der in Balg und Rohrstutzen sich befindenden Flüssigkeit beeinflußt wird.
Die bekannten Vorrichtungen, welche die Aufgabe haben, Faltenbälge an ihrer Ausdehnung bzw. Schrumpfung zu hindern, sind mit beiderseits angeordneten, in sich starren Gestängen versehen, welche an ihren Enden mit den Balgenden beweg-Hch gelagert verbunden sind.
Diese Vorrichtungen haben bei der Aufgabeerfüllung im Flüssigkeitstandanzeiger den Nachteil, daß sie ein Ausknicken des Faltenbalges nicht verhindern, wenn der Druck im Innern des Balges ansteigt. Ebenso verhindert diese Vorrichtung nicht, daß bei zunehmendem Unterdruck im BaIginnern der Balg in gekrümmt gehaltener Lage versucht, mit zunehmender Kraft sich zunehmend geradlinig auszurichten bzw. in geradliniger Form in zunehmender Weise einer Krümmung Widerstand leistet. Die Vorrichtungen entsprechend der Erfindung seien an Hand der Abb. ι bis 3 näher erläutert.
SoH der Flüssigkeitstandanzeiger zur Niveaumeldung für unter Druck stehende Flüssigkeiten verwendet "werden, so wird der Faltenbalg 1, an dem ein Rohrstutzen 2 angesetzt ist, mit einem Seilpaar 3 oder auch Blattfederpaar gegen Ausdehnung gehalten (Abb. 1). Dieses Seilpaar 3, welches zu beiden Seiten des Balges 1 in Höhe der Balgmittellinie horizontal angelegt ist, wird an dem einen Ende mittels Anker 4 mit dem Anschlußflansch 5 verbunden. Am anderen Ende wird das Seilpaar 3 mittels Stellschraube^ durch die Brille 6 gehalten. Um zu verhindern, daß der Faltenbalg 1 bei steigendem Druck ausknickt, wird das Seilpaar 3 durch' mit Führungsschlit'zen versehene Seilführungsjoche 9, welche in die Balgfalten oben und unten eingeschoben werden, so gehalten, daß bei jeder beliebigen Krümmung des Faltenbalges 1 das Seilpaar sich genau der Krümmung der BaIgmittellinie anpaßt. Dadurch wird die Länge des Faltenbalges 1, gemessen an seiner Mittellinie, unverändert bleiben und somit sein Volumen sich weder vergrößern noch verringern. So wird erreicht, daß steigender oder fallender Druck auf die Krümmung des Balges bzw. auf die Funktion des Flüssigkeitstandaftzeigers keinen Einfluß hat. Zur Justierung des einen Endes des Seilpaares 3 in vertikaler Richtung wird die Brille 6 beiderseits mit je zwei Justierschrauben 8 ausgerüstet, durch welche Ungenauigkeiteii in der Seilführung — bezogen auf die Balgmittellinie — ausgeglichen werden können. Bei größeren Balglängen können mehrere Justierbrillen 6, auf die Balglänge gleichmäßig verteilt, aufgesetzt werden.
* Findet der Flüssigkeitstandanzeiger bei unter Vakuum stehenden Flüssigkeiten Verwendung, so werden die einzelnen Falten des Faltenbalges 1 auf Höhe der Mittellinie beiderseits gegeneinander so abgestützt, daß bei zunehmend sich verminderndem Innendruck (Vakuum) der Faltenbalg nicht schrumpfen kann bzw. das Volumen des Faltehbalges 1 unverändert bleibt, selbst wenn der Faltenbalg ι des Flüssigkeitstandanzeigers nach oben oder nach unten gebogen wird (Abb.'3). Bei zunehmendem Vakuum wird also der Faltenbalg 1 von sich aus nicht mehr das Bestreben haben, sich zunehmend geradlinig auszurichten. Wechselnder Unterdruck hat also daher auf die Arbeitsweise des Flüssigkeitstandanzeigers keinen Einfluß.
Die Abstützung der einzelnen Balgfalten gegeneinander erfolgt durch eingesetzte Profilstücke 10 und 11 mit konvexen und konkaven Flächen, welche paarweise über die Balgfalten U-förmig miteinander verbunden sind. Zur Justierung der Profilstücke 10 und 11 körinen auch hierbei Vertikalverstelleinrichtungen eingesetzt werden.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Einrichtung zur Überwachung oder Regelung des Flüssigkeitsstandes in einem offenen oder geschlossenen Behälter oder Kessel mittels eines außerhalb des Behälters beweglich angeordneten, mit ihm verbundenen Gefäßes, dessen Höhenlage sich mit dem Flüssigkeitsstand ändert, wobei das eine Ende am Behälter in Höhe des zu überwachenden Flüssigkeitsstandes horizontal angesetzt ist und in seiner ganzen Länge oder in dem dem Behälter zugewendeten Teil aus einem biegsamen, am anderen Ende geschlossenen Rohr (Faltenbalg) besteht, nach Patent 899 113, dadurch gekennzeichnet, daß ein beiderseits auf Balgmittellinie angeordnetes Seilpaar (3) eine Ausdehnung des Faltenbalges 1 verhindert.
2. Flüssigkeitstandsmelder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das beiderseits des Faltenbalges (1) angeordnete Seilpaar (3) durch Führungen (9) bei verschiedener Krümmung des Faltenbalges (1) auf Höhe der Balgmittellinie gehalten wird.
3. Einrichtung zur Überwachung oder Regelung des Flüssigkeitsstandes in einem offenen oder geschlossenen Behälter oder Kessel mittels eines außerhalb des Behälters beweglich angeordneten, mit ihm verbundenen Gefäßes, dessen Höhenlage sich mit dem Flüssigkeitsstand ändert, wobei das eine Ende am Behälter in Höhe des zu überwachenden Flüssigkeitsstandes horizontal angesetzt ist und in seiner ganzen Länge oder in dem dem ^Behälter zugewendeten Teil aus einem biegsamen, am anderen Ende geschlossenen Rohr (Faltenbalg) besteht, nach Patent 899 113, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Balgfalten auf Höhe der BaIgmittellinie beiderseits durch konvexe (11) und konkave (10) Profilstücke gegen Schrumpfung des Balges (1) abgestützt sind.
Angezogene Druckschriften: Deutsches Reichspatent Nr. 733 817.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen!
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