DEM0025299MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 27. November 1954 Bekanntgemacht am 23. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Seitenfaltenbeuteln mit einem roUennahtfreien
Boden, d. h. einem Boden, welcher frei ist von einer durch Umfalzen der betreffenden Ränder
von beiden Wänden des Beutels gebildeten Naht, insbesondere Seitenfaltenbeuteln mit einem nahtlosen
Boden, sowie die so hergestellten Beutel.
Verfahren zur Herstellung von Seitenfaltenbeuteln, bei denen der Boden gebildet wird, indem das eine
Ende eines flachen,· rohrförmigen Körpers aus dem gewünschten Material, wie z. B. Papier, regenerierter
Cellulose usw., einmalig oder mehrmalig umgelegt wird und die also gefalteten Ränder der beiden
Wände auf eine der Wände geheftet werden, sind allgemein bekannt. Es sind Verfahren zur Herstellung
von Seitenfaltenbeuteln mit nahtlosem Boden bekannt, bei denen die vordere und hintere Seite der Beutel
durch ein einziges wohl oder nicht aus einer Rolle geschnittenes Materialblatt gebildet sind und wobei
die Ränder des durchgeführten Materials in der Durchführrichtung symmetrisch nach beiden gegenüberliegenden
Seiten des Materials umgesäumt werden, worauf das Material quergefalzt wird und die Saumteile
des Materials gegeneinandergelegt und aneinandergeheftet werden. Diese Seitenfaltenbeutel mit
scharfem Boden weisen den Nachteil auf, daß sie ohne seitliche Unterstützung nicht aufrecht auf eine
Horizontalebene, z. B. einen Tisch, gestellt werden können, um sie zu füllen.
Gemäß der Erfindung wird die Herstellung von Seitenfaltenbeuteln mit einem rollennahtfreien Boden,
insbesondere mit einem nahtlosen Boden, aus Material-
509 659/403
M 25299 VII/54 b
blättern oder -streifen dadurch erreicht, daß ein ununterbrochenes elastisches flaches Material, insbesondere
in Form von Streifen oder Plättchen, gegen die Materialteile, welche später den Boden der Beutel
bilden, angeordnet wird. Dadurch ist die Erhaltung von Seitenfaltenbeuteln mit breitausstehendem Boden
möglich, so daß man diese aufrecht auf eine Horizontalebene hinstellen kann, weil der Boden ja nunmehr
durch das gegen den Boden gelegte elastische flache
ίο Material eine genügende Unterstützungsfläche für eine
Horizontalebene erhalten wird.
Das elastische Material, wie z. B. in Form rechtwinkeliger Streifen regenerierter Cellulose der
gewünschten Breite und Länge und genügender Dicke oder in Form runder Plättchen dieses Materials,
' wird zwar beim Qüerfalzen des Materials gleichzeitig mit dem Ausgangsmaterial gefalzt, jedoch wird das
Material infolge seiner Nachgiebigkeit versuchen, seine ursprüngliche flache Form zurückzuerhalten;
auf jeden Fall läßt sich diese flache Form beispielsweise von der Hand leicht wiederherstellen, so daß
sich der Boden des Beutels breitausstellen und somit dem Beutel eine genügende Unterstützung geben
wird, um ihn aufrecht auf eine Horizontalebene, wie
z. B. einen Tisch, stellen zu können, was die Füllung des Beutels erheblich erleichtert.
Das elastische Material kann man unten gegen den Boden des Beutels befestigen, jedoch wird dieses
Material vorzugsweise am Boden im Beutelinnern angeordnet. Die dem aufgelegten Material anliegenden
Teile, insbesondere Dreieckteile, der Seitenfalze werden vorzugsweise ganz oder teilweise diesem Material
angeheftet, so daß sich diese Falze im Boden der gewünschten Form, z. B. einer rechtwinkeligen bzw.
runden Form des Bodens anpassen, wenn sich dieser Boden breitausstellen wird.
Es ist klar, daß sich dieses Verfahren nicht auf die Herstellung von Seitenfaltenbeuteln mit einer Bodenrollennaht,
gebildet durch einmaliges oder mehrmaliges Umfalzen der betreffenden Ränder von beiden Wänden,
anwenden läßt, weil ja das aufgebrachte elastische Material infolge dessen Mitfalzens seine Wirkung
nicht mehr ausüben kann, ohne die Falznaht aufzureißen.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung, welche beispielsweise das Verfahren und
einen erfindungsgemäßen Beutel darstellt, näher erörtert. . .
Fig. ι veranschaulicht einen Ausgangsmaterialstreifen
in seinen aufeinanderfolgenden Bewirkungen; Fig. 2 zeigt ein von der gemäß Fig. 1 vorher in der
Durchführrichtung bearbeiteten Ausgangsmaterialbahn abgeschnittenes Materialblatt während des
Querfalzens, bei dem der kürzere Teil bereits zum Teil dem längeren Teil zugefaltet ist, wie es die Pfeile
in Fig. 2 angeben;
Fig. 3 zeigt einen nach dem durch die Fig. 1 und 2 veranschaulichten Verfahren hergestellten Seitenf altenbeutel.
In jeden Rand der Materialbahn 1 wird bei 2 ein Saum 3 symmetrisch nach der unteren Seite des
Materials, wie gezeigt, gefalzt und durch die zuvor unterbrochen aufgebrachten Klebstoffstreifen 7 gegen
das anliegende Material geheftet, worauf jeder Rand bei 4 abermals, jedoch jetzt nach der oberen Seite des
Materials, wie gezeigt, symmetrisch umgesäumt wird, wodurch die Säume 5 entstehen. Dadurch, daß man
die Materialbahn über die Linie A-A durchschneidet, wird die so gefalzte Materialbahn in Blätter geteilt,
während Seitenfaltenbeutel mit einer aus einem über den kürzeren Teil 10 hinausragenden Teil des längeren
Teiles 11 bestehenden Klappe gebildet werden, indem man die Blätter nach der Linie B-B quer umlegt, und
zwar derart, daß das Materialblatt als ein kürzerer Teil 10 und ein längerer Teil 11 gefaltet wird und
indem man mittels der aufgebrachten Klebstoffstreifen 8 die durch das Querfalzen gebildeten Teile
eines jeden Saumes 3 aneinanderheftet.
Zuvor werden jedoch an geeigneten Stellen elastische
Materialstreifen 6 auf der Materialbahn festgeklebt, wonach vorzugsweise Dreieckteile 9 dieser aufgebrachten
Streifen den anliegenden Teilen der Säume 5 angeheftet werden. Nach dem Querfalzen nach der
Linie B-B wird dieses Material 6 seine ursprüngliche flache Form oder ungefähr diese flache Form wieder
einnehmen, wodurch sich der Boden des Beutels breitausstellen wird, . die Unterstützungsflächen 12
gebildet werden und somit der Beutel aufrecht auf einen Tisch gestellt werden kann, ohne daß der
Beutel sofort umfällt, was eine bessere Füllung ermöglicht.
Auch bei der Herstellung. von Seitenfaltenbeuteln mit einer Überlappungsnaht oder Überschlagnaht im
Boden, d. h. einer Naht, welche nur durch Festkleben eines überlappenden Streifens eines Bodenteiles auf
den anderen Bodenteil gebildet wird, kann man elastisches Material nach der Erfindung gegen die
Bodenteile in geeigneter. Weise anordnen; diese Herstellung ist jedoch schwieriger als die Herstellung
der Seitenfaltenbeutel mit nahtlosem Boden.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Seitenfaltenbeuteln
mit einem rollennahtfreien Boden, insbesondere mit nahtlosem Boden aus Materialblättern
oder -streifen, dadurch gekennzeichnet, daß ein ununterbrochenes elastisches flaches
Material, insbesondere in Form von Streifen oder Plättchen, gegen die Materialteile, welche später
den Boden der Beutel bilden, angeordnet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die am Boden anliegenden Teile der Seitenfalten gegen das aufgebrachte Material
geheftet werden.
3. Seitenfaltenbeutel mit einem rollennahtfreien Boden, insbesondere mit einem nahtlosen Boden,
hergestellt nach dem Verfahren der Ansprüche 1 und 2, gekennzeichnet durch ein gegen den Boden
derart angeordnetes ununterbrochenes elastisches Material, daß der Beutel mit dem Bodenteil
aufstellbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 509 659/403 2.56
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