DEM0022853MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 26. April 1954 Bekanntgemacht am 12. Juli 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
An den Berührungsstellen von Holzteilen od. dgl. mit einem Mauerwerk, wie das beispielsweise bei
Mauerwerksleibungen und dem Fensterbrett der Fall ist, treten leicht Beschädigungen des Mauerwerkes
bzw. des Putzes auf. Es bilden sich Risse, und der Putz platzt ab. Die Risse entstehen durch'
das Arbeiten des Holzes oder durch Erschütterungen.
Erfindungsgemäß ist für den Putzanschluß an Holzteile, insbesondere an Fensterbrettern eine
winkelförmige Schutzleiste vorgesehen, deren einer Schenkel auf dem Holzteil in dem Bereich aufliegt,
in dem dieses in das Mauerwerk hineinragt, und deren anderer Schenkel die Putzkante abdeckt.
Auf diese Weise wird durch die Schutzleiste das Abplatzen von Putz an, den Anschlußstellen zwischen
Holzteilen od. dgl., insbesondere Fensterbrettern, und Putz wirksam verhindert.
Der auf dem Holzteil liegende Schenkel der Schutzleiste ist mit einer oder mehreren im Abstand
von der Winkelkante parallel dazu verlaufenen Sicken versehen, so daß beim Arbeiten
oder beim Durchbiegen des Holzes die Winkelkante der Schutzleiste nicht in Mitleidenschaft ge-
609 549/209
M22853 V/37d
zogen wird, also gerade die empfindlichste Stelle
des Maueranschlusses unbehelligt bleibt.
Es ist zweckmäßig, daß bei Putzecken der die Putzkante abdeckende Schenkel der Schutzleiste
ebenfalls über Eck geführt ist.
Um einen festen Halt der Schutzleiste an dem Mauerwerk zu gewährleisten, sind die betreffenden
Flächen der Schutzleiste rauh gehalten.
Die Schutzleiste besteht aus elastischem, gegen Feuchtigkeit unempfindlichem Material, wie z. B.
Kunststoff, auf Kunstharzbasis.
Zur näheren Erläuterung der Erfindung dienen die Abbildungen in der Zeichnung, wobei es sich
um die Anwendung der Erfindung an einem Fenster handelt. Es zeigt'.
Abb. ι eine schaubildliche Darstellung einer Fensterbrüstung, '"" . '
Abb. 2 in vergrößertem Maßstabe die Winkelleiste nach der Erfindung,
Abb. 3 einen Vertikalschnitt nach der Linie ΙΙΙ-ΠΙ
der Abb. 1.
Die Fensterleibungen 1 und 2, welche aus verputztem Mauerwerk bestehen, setzen sich auf die
Fensterbank 3 auf, die bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel aus Holz besteht. Die Fensterbank
kann auch aus beliebigem anderem Stoff, wie z. B. Marmor, Kunststoff od. dgl., bestehen. Dabei
ist zwischen das untere Ende der Leibungen und der Fensterbank je eine Winkelleiste 4 derart angeordnet,
daß sich die Leibungen auf den waagerechten Schenkel 5 der Winkelleiste aufsetzen,
während der lotrechte Schenkel 6 sich an die Wandung der Leibung anschmiegt. Der lotrechte Schenkel
ist rechtwinklig abgebogen, und der abgebogene Teil 7 begrenzt die Stirnwand der Leibung.
Wie Abb. 3 zeigt, sind die Enden der Fensterbank in eine Aussparung des Mauerwerkes 8 eingeschoben.
Dabei setzt sich die Schenkelfläche 5 mit den vorspringenden Wölbungen 9, welche durch
Anordnung von längs laufenden Rillen 10 entstanden sind, auf die Fensterbank auf. Diese Wölbungen
bzw. Rillen sind mit einigem Abstand von der Kante 11 der Winkelleiste angeordnet, so daß alle
möglichen Beanspruchungen von dieser gefährdeten
Stelle ferngehalten werden. --'■--■
Beim Arbeiten des Holzes oder beim Durchbiegen infolge Belastung wird der dabei auftretende
Druck zunächst auf die Wölbungen 9 übertragen, welche einen Ausgleich herbeiführen, so daß also
das verputzte Mauerwerk nicht in Mitleidenschaft gezogen wird, und zwar insbesondere auch dann,
wenn die Winkelleiste aus einem biegsamen Material, wie im vorliegenden Falle einer Kunstharzmassenfolie
(Vinidur), besteht.
Beim Reinigen der Fensterbank wird der Putz an der Leibung durch Anstoßen leicht beschädigt
oder angefeuchtet. .. ·,'
Alle diese Übelstände sind- durch die Winkelleiste nach der Einrichtung beseitigt.
Um eine feste Verbindung zwischen den Leibungen und den Winkelleisten zu erreichen, sind die
Flächen der Schenkel 5 und 6 der Leiste, die mit dem verputzten Mauerwerk in Berührung kommen,
aufgerauht, indem diese Flächen zunächst mit einem Anstrich aus Ölfarbe versehen sind, wonach ein
Bestreuen der Flächen mit feinem Sand stattfindet. Diese Bestreuung ist in Abb. 2 an dem einen
Ende der Winkelleiste angedeutet. Nach Trocknung sind die Flächen imstande, sich mit dem Ver-.putz
des Mauerwerkes innig zu verbinden. Auf diese Weise wird unter anderem auch ein Abklaffen
der Schenkel 6 vom Mauerwerk und es wird ein Herausrutschen der Winkelleiste verhütet.
Claims (5)
1. Putzanschluß an Holzteilen od. dgl., insbesondere
an Fensterbrettern, gekennzeichnet durch eine winkelförmige Schutzleiste, deren einer Schenkel (5) auf dem Holzteil (3) in dem
Bereich aufliegt, in dem dieses in das Mauerwerk hineinragt, und deren anderer Schenkel
(4) die Putzkante abdeckt.
2. Putzanschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der auf dem Holzteil liegende
Schenkel (5) der Schutzleiste mit einer oder mehreren im Abstand von der Winkelkante
parallel dazu verlaufenden Sicken versehen ist.
3. Putzanschluß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Putzecken der
die Putzkante abdeckende Schenkel der Schutzleiste ebenfalls über Eck geführt ist.
4. Putzanschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Flächen
der Schutzleiste, an die sich das Mauerwerk und der Putz anschließen, rauh sind.
5. Putzanschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzleiste
aus elastischem, gegen Feuchtigkeit unempfindlichem Material, wie z. B. Kunststoff,
auf Kunstharzbasis besteht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609' 54-9/209 7.56
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