DEM0022809MA - - Google Patents

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DEM0022809MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 21. April 1954 Bekanntgeinacht am 23. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELDUNG
KLASSE 20a GRUPPE 18 INTERNAT. KLASSE B 61 b
M22809II/20 a
. Aleksander Kostenapfel, Ljubljana (Jugoslawien)
ist als Erfinder genannt worden
Mehanicno podjetje lesne proizvodnje und Aleksander Kostenapfel,
Ljubljana (Jugoslawien)
Vertreter: Dipl.-Ing. A. Bohr, Dipl.-Ing. H. Bohr, München 5, und Dr.-Ing. H. Fincke, Berlin-Lichterfelde West, Patentanwälte
Durch das Fördergewicht betätigte Klemmbacken-Seilgreifkupplung
für Einseilbahnen
Die Priorität der Anmeldung in Jugoslawien vom 23. April 1953 ist in Anspruch genommen
Bei Einseilbahnen zur Beförderung von Material oder Personen muß der die Last tragende Wagen in den Seilbahnstationen auf rasche und einfache Weise am Seil, welches die Last trägt und fördert, befestigt werden können. Zu diesem Zwecke werden besondere Befestigungsvorrichtungen, hier Kupplungen genannt, verwendet, die mittels Reibung wirken und die in den Seilbahnstationen eingekuppelt bzw. ausgekuppelt werden müssen. Die ίο bisher bekannten Vorrichtungen dieser Art wirken zwar an sich ordnungsgemäß, sind jedoch verhältnismäßig kompliziert und deshalb teuer in Herstellung und Betrieb. Bei diesen Vorrichtungen ist es auch nicht möglich, das Seil unterhalb der Leitrollen anzubringen, was oft, insbesondere bei Personenseilbahnen, erwünscht ist. Schließlich ist es bei den bekannten Vorrichtungen nicht möglich, das Seil in Kurven zu führen.
Gegenstand der Erfindung ist eine durch das Fördergewicht betätigte Klemmbacken-Seilgreif-
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kupplung zum selbsttätigen Ein- und Auskuppeln von Wagen bei Einseilbahnen mit ständig sich bewegendem Seil und mit einem in den Stationen . auf Tragschienen rollenden Laufwerk, bei welcher
. 5 die obenerwähnten Mangel der bisher bekannten Kupplungen in Wegfall kommen. Zu diesem Zweck ist gemäß der Erfindung die Klemmbacken-Seilgreifkupplung so gebaut, daß das Greiforgan der Kupplung aus zwei Backen besteht, deren eine
ίο unbeweglich und mit dem Gehäuse der eigentlichen Kupplung starr verbunden ist, während die andere Backe beweglich ist und, wenn die Last auf dem Seil hängt, gegen die unbewegliche Backe und hiermit in die eingekuppelte Lage vermittels der geneigten Fläche eines Keiles gedruckt wird, der einen Teil des· Gehänges des Seilbahnwagens bildet. Weiterhin ist erfindungsgemäß das Greiforgan frei an der einen Seite der Kupplung angeordnet, so daß der Übergang der Kupplung über Leitrollen ermöglicht wird,'die auf der freien Seite der Kupplung unter einem beliebigen Winkel gegen diese angebracht sind, wobei das Außenprofil der geschlossenen Backen derart gestaltet ist, daß es in allen Lagen der Leitrollen in deren Kranz paßt. Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen ohne Beschränkung auf dieselben an Hand der Zeichnungen.
Abb. ι zeigt eine Kupplung zur Beförderung von Material im Seitenriß, wobei die Vorderseite des Kupplungsgehäuses entfernt ist, um das Kupplungsinnere sichtbar zu machen, und die beiden Backen in geschlossenem Zustand gezeigt sind;
Abb. 2 zeigt die gleiche Kupplung vollständig im Aufriß;
Abb. 3 zeigt einen Teil der Kupplung gemäß Abb. i, jedoch mit offenen Backen;
Abb. 4 und 5 sind entsprechende Ansichten einer Kupplung für Personenseilbahnen, wobei die Backen geschlossen sind;
Abb. 6 ist eine schematische Ansicht einer Seilbahnstation.
Am oberen Ende des Hauptträgers 1 der Kupplung sind zwei Platten oder Bleche 2 befestigt, die zwei Bolzen 3 tragen, welche als Achsen für zwei Räder 4 dienen. Mit diesen Rädern kann die Kupplung auf Schienen in den Seilbahnstationen fahren, wie es weiter unten erläutert wird. Am unteren Ende des Trägers 1 ist ein Bolzen 5 befestigt, an welchem z. B. ein Kipper 6 (Abb. 6) oder ein anderer Behälter für Material bzw. bei Personenseilbahnen ein Sitz drehbar aufgehängt ist. Der Träger 1 ist in seinem mittleren Teil als einseitiger Keil 7 ausgebildet. Dieser Keil kann in der eigentliehen Kupplung auf- oder abwärts bewegt werden. Die Kupplung besitzt als Gehäuse zwei Platten 8 (in der Abb. 1 ist die vordere Platte entfernt), die miteinander mit mehreren Bolzen verbunden sind. Zwischen diesen Platten 8 ist auf der Seite, an welcher sich der Keil befindet, die eine, unbewegliche Backe 9 der Kupplung befestigt, die gleichzeitig als obere Führung fair die andere, bewegliche Backe 10 dient. Letztere besitzt an ihrer Unterseite eine Führung 11, die gleichfalls zwischen den' Platten 8 befestigt ist. Die bewegliche Backe 10 ist am inneren Ende entsprechend dem Keilanzug abgeschrägt. Auf den Bolzen zwischen den Platten 8 drehbar angeordnete Rollen 12 dienen dem Träger 1 als Führung,, wenn dieser in der Kupplung auf- oder abwärts bewegt wird. ■ Zwei Schraubenfedern 13 pressen die bewegliche Backe 10 ständig gegen den Keil 7 an. In den Abb. 1, 4 und 6 ist das Treib- und Tragdrahtseil 14 eingezeichnet.
Die Kupplung für Personenseilbahnen gemäß Abb. 4 und 5 gleicht im wesentlichen der oben beschriebenen Kupplung für Materialseilbahnen. Der Unterschied besteht darin, daß diese Kupplung mit Rücksicht auf die bei Personenseilbahnen verlangte erhöhte Sicherheit je zwei Greiforgane 9, 10 besitzt, die sich beiderseits des Sitzträgers 16 befinden.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Kupplung ist wie folgt: In der Einkupplungsstation. der. Seilbahn hängt der Wagen, d.h. die Kupplung samt Kipper bzw. Sitz mit ihren Rädern 4, auf einer Schiene 17 (Abb. 6). Die eigentliche Kupplung, nämlich die beiden Platten 8 mit allen von diesen Platten getragenen Teilen, befindet sich hierbei infolge ihres Eigengewichtes in der untersten Lage, wobei das oder die Greiforgane der Kupplung offenstehen, da die jeweilige bewegliche Backe 10 unter der Einwirkung der Federn 13 gegen diejenige Stelle des Seiles 7 ge1 drückt ist, an der dessen geneigte Fläche beginnt, λνίε dies die Abb. 3 zeigt. Die Kupplungsbewegung ist in Richtung nach abwärts durch einen Ansatz 18 am Träger 1 begrenzt. In der Station ist die Schiene 17, auf welcher der Wagen jetzt noch hängt, gegen das sich ständig bewegende Seil 14 unter einem scharfen Winkel geneigt. Die beschriebene Lage des Wagens ist in Abb. 6 mit α-bezeichnet. Wenn nun der Arbeiter den Wagen auf der geneigten Schiene 17 vorwärts schiebt, nähert sich jedes offene Greiforgan immer mehr dem Seil 14 (Lagefr), bis es schließlich auf diesem zum Aufsitzen kommt (Lagec). Da sich nun die Kupplung immer mehr der Schiene 17 nähert, beginnt sich jetzt auch die eigentliche Kupplung längs des Hauptträgers 1 nach aufwärts zu bewegen, wobei die bewegliche Backe 10 auf der geneigten Fläche des Keiles 7 gleitet, so daß sich das zugehörige Greiforgan 9, 10 schließt. Diese Schließbewegung ist in dem Augenblick beendigt, in welchem die Kupplung die Schiene verläßt (Läge d). Von hier an, wenn die Räder 4 auf der Schiene 17 keine Stütze mehr finden, hängt die gesamte Last Q am Seil 14. Die Last zieht den Träger 1 nach abwärts, und der Keil 7 drückt die bewegliche Backe 10 gegen das Seil 14, so daß die beiden Backeng und 10 dasselbe zwischen sich festhalten, wie es in den Abb. 1 und 4 gezeigt ist. Die Kupplung samt Last ist jetzt mit dem Treib- und Tragseil fest verbunden. Die Abwärtsbewegung des Trägers ι ist hierbei begrenzt durch die geneigte Fläche des Keiles in Verbindung mit der beweg-
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lichen Backe, welch letztere sich in Abhängigkeit von der Stärke des Seiles nur um.einen bestimmten Weg bewegen kann. Für alle Fälle aber ist auch oben an dem Träger ι noch ein Begrenzungsansatz 19 vorgesehen.
In der Auskupplungsstation der Seilbahn wiederholt sich der gesamte beschriebene Vorgang in der umgekehrten Reihenfolge.
Wie aus der obigen Beschreibung zu ersehen ist, erfolgt bei dieser Kupplung das Ein- und Auskuppeln selbsttätig.
Infolge der selbstbremsenden Wirkung des Keiles kann der Druck der Backen auf das Seil nicht aufhören, ohne Rücksicht darauf, ob sich das Seil in der horizontalen oder in einer steil geneigten Lage befindet, so daß die Wirkungsweise der Kupplung absolut zuverlässig ist.
Das Außenprofil der geschlossenen Backen ist erfindungsgemäß derart gewählt, daß es in den Kranz der Leitrollen 15 paßt. Dieser Umstand sowie die Tatsache, daß erfindungsgemäß das Greiforgan der Kupplung frei auf der einen Seite der Kupplung angeordnet ist, ermöglichen den Übergang der Kupplung über Leitrollen, die auf der freien Seite der Kupplung unter jedem beliebigen Winkel zu dieser angebracht sind. In Abb. 1 sind einige Lagen der Leitrollen gezeigt. So ist I die Lage der üblichen unteren Rolle, II die Lage einer oben angeordneten Rolle, die eine Annäherung des Seiles zum Gelände ermöglicht, was insbesondere bei Personenseilbahnen verlangt wird und mit den bisherigen Kupplungen nicht erreicht werden konnte. Die Lagen III und IV zeigen unter einem Winkel geneigte Führungsrollen, wodurch die Führung des Seiles auch in seichteren Kurven ermöglicht wird, . eine Tatsache, die mit den bisherigen Kupplungen ebenfalls nicht erreichbar war.
Schließlich sei noch erwähnt, daß die Konstruktion der vorliegenden Kupplung im Vergleich zu den bisher bekannten Kupplungen wesentlich einfacher und billiger ist.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Durch das Fördergewicht betätigte Klemmbacken-Seilgreifkupplung für Einseilbahnen mit einem in den Stationen auf Tragschienen rollenden Laufwerk, dadurch gekennzeichnet, daß das Greiforgan der Kupplung aus zwei Backen (9, 10) besteht, deren eine (9) unbeweglich und mit dem Gehäuse (8) der eigentlichen Kupplung starr verbunden ist, während die andere Backe (10) beweglich ist und, wenn die Last auf dem Seil (14) hängt, gegen die unbewegliche Backe und hiermit in die eingekuppelte Lage vermittels der geneigten Fläche eines Keiles (7) gedrückt wird, der einen Teil des Gehänges (1) des Seilbahnwagens bildet.
2. Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie in an sich bekannter Weise mehrere Greif organe (9, 10) besitzt, so daß sie auch für Personenseilbahnen verwendbar ist.
3. Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegliche Backe (10) mittels Federkraft (13) ständig gegen die geneigte Fläche des Keiles (7) angedrückt wird.
4. Kupplung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Greif organ (9, 10) frei an der einen Seite der Kupplung angeordnet ist, so daß der Übergang der Kupplung über Leitrollen ermöglicht wird, die auf dieser freien Seite der Kupplung unter einem beliebigen Winkel gegen diese angebracht sind, und daß das Außenprofil des geschlossenen Greiforgans derart gestaltet ist, daß es in allen Lagen der Leitrollen in deren Kranz paßt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 309291, 370137, 540977, 893657, 916059;
österreichische Patentschrift Nr. 142 408.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 58O/22 8.56

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