DEM0021402MA - - Google Patents

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DEM0021402MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 4. Januar 1954 Bekanntgemacht am 24. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Zur Erhöhung der Sprengwirkung bei Sprengarbeiten im Steinkohlen-, Erz- und Salzbergbau, in Stein- und Kalksteinbrüchen werden die Bohrlöcher nach dem Einbringen des Sprengstoffes und des Zünders mit der Sprengkapsel mit Besatz gefüllt. In den meisten Fällen wird ein fester Besatz aus feuchtem, schmiegsamem Letten verwandt, der entweder mit den Händen oder mit einer besonderen Maschine zu Würsten geformt. wird, sogenannte Lettennudeln oder Lettenwürste. Sie haben die Länge von etwa 15 cm und einem Durchmesser von einhalb bis drei Viertel des Bohrlochdurchmessers. Die Lehmwürste werden dann mittels eines Ladestocks einzeln in das Bohrloch eingeführt, und'festgestampft, bis das ganze Bohrloch mit Lehm ausgefüllt ist. Diese Arbeitsweise ist vor allem im Steinkohlenbergbau, bei dem oft bis zu fünfzig Schüsse angesetzt werden, umständlich, zeitraubend und teuer. Sind die Lettennudeln nicht genügend angedrückt oder kleinere Klüfte im durchbohrten Gebirge vorhanden, die bei der bekannten Arbeitsweise nicht ausgefüllt werden können, so kann die Sprengwirkung nicht groß sein.
Nach bekanntem Verfahren kann man Besatz, bestehend aus Sand oder sonstigem körnigem Material, auf Sprengladungen aufbringen, wobei die benutzten Vorrichtungen so konstruiert sind, daß zwischen Sprengladung und Besatz ein Hohlraum verbleibt.
Die heutigen Sprengstoffe, j insbesondere die Wettersprengstoffe, sind jedoch so aufgebaut, daß sie zu einer vollkommenen Sprengwirkung nur
609 527/79
M 21402 IVa/78e
dann kommen, wenn sie unter einem hohlraumfreien, festen Besatz stehen.
Der Verwendung von Sand als Material für ein Einblasen des Versatzgutes,1 wie es obige Konstruktion vorsieht, stehen sicherheitliche Bedenken entgegen (Funkenreißen, elektrostatische Aufladungen) .
Im Interesse der Grubehsicherheit erscheint es daher geboten, von solchem Besatzgut Abstand zu
ίο nehmen und statt dessen das althergebrachte plastische Material, wie Lehm, Ton, Letten u. ä., zu verwenden.
Um eine Beschleunigung der eingangs beschriebenen Besatzmethode von Hand mittels plastischem Material zu erreichen, soll nach vorliegender Erfindung ein Verfahren angewandt werden, bei dem plastisches Material durch Druck in das zu besetzende Bohrloch eingepreßt wird.
Zur Ausübung des Verfahrens kann eine Vorrichtung dienen, die aus einem Druckgefäß, einem Druckkolben und einer zum Bohrloch führenden Anschluß leitung besteht. Der obere Raum des mit einem Verschluß deckel versehenen Druckkessels ist mit feuchtem, schmiegsamem Letten gefüllt. Der unter dem Behälter befindliche Kolben kann mit hydraulischem Druck oder verdichteter Luft (Preßluft) den Behälterboden nach oben bringen und . drückt hierbei den Inhalt des Behälters, den Letten, durch die Anschlußleitung in das Bohrloch. Durch die vorliegende Erfindung wird der Vorteil erzielt, daß ein Bohrloch mit maschinellen Mitteln in allerkürzester Zeit mit Besatzgut gefüllt werden kann. Das Einführen von kurzstückigen Lettennudeln fällt fort..Ein Ladestock ist nicht mehr notwendig.
Die Arbeitszeitersparnis ist ganz enorm groß, wenn in Betracht gezogen wird, daß im Bergbau täglich zehntausende von Sprengungen durchgeführt werden. Das in das Bohrloch einzuführende Rohr kann einen kleineren Durchmesser haben als das Böhr-
40' loch selbst. Dadurch wird der weitere Vorteil erzielt, daß der Letten beim Einpressen um das Rohrende einen Kragen bildet. Dieser wirkt infolge zähklebender Eigenschaft des Lehmes stark bremsend. Die Flächendifferenz des Kreisringes, die durch den Durchmesser des Bohrloches, den Durchmesser des Einführungsrohres und dem Kreisinhalt des letzteren entsteht, gewährleistet einen absolut dichten Besatz. Aber auch bei unrunden Bohrlöchern und zerklüftetem durchbohrtem Gebirge I wird ein dichter Besatz gewährleistet, da sich das Besatzrohr nicht eher weiter zurückschiebt, bis alle Hohlräume mit Letten ausgefüllt sind.
In der Zeichnung ist eine Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach der Erfindung schematisch dargestellt.
Die Vorrichtung besteht aus dem Druckgefäß a mit dem Kolben b und dem Verschlußdeckel c. An diesem ist der Besatzabführungsschlauche angeschlossen, der zur Einführung des Besatzes in das Sprengloch g dient. Das zur Einführung in das Sprengloch einzuführende Ende des Schlauches ist als festes Mundstück / ausgebildet und . ist im Durchmesser weniger groß als der des Bohrloches. Nach dem Besetzen des Sprengloches g mit Sprengstoff d und Zünder wird das Besatzrohr mit seinem Mundstück/ in das Bohrloch g eingeführt. Der obere, über dem Druckkolben b liegende Raum des Druckgefäßes ist mit Lehm i (Letten) in zähteigiger Form gefüllt. Mit hydraulischem Druck, verdichteter Luft unter hohem atü-Druck oder durch jede andere Kraft h drückt der Kolben b die breiige Besatzmasse durch den Schlauch e in das mit Sprengstoff besetzte Bohrloch. Bei fortschreitendem Füllen des Bohrloches mit dem Besatz i schiebt sich das Mundstück / selbsttätig bis zur vollständigen Füllung des ersteren zurück. Zwischen dem Schlauch e und dem Mundstück / kann ein Absperrventil zwischengeschaltet sein.
Da das Rohr e einen kleineren Durchmesser hat als das Bohrloch g, bildet sich um das Mundstückende ein Kragen oder ein Pilz. Dieser wirkt infolge der ,zähklebenden Eigenschaft des Lehmes stark bremsend und erzeugt hierdurch einen dichten Besatz des Sprengloches-. .1

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zum Besetzen von Bohrlöchern mit plastischem Besatzgut, dadurch gekennzeichnet, daß plastisches Besatzgut in zähteigiger Form aus einem Druckgefäß mit größerem Fassungsvermögen mittels eines hydraulisch oder druckluftbetätigten Kolbens durch ein festes Gelenkrohr oder einen flexiblen Schlauch ohne Hohlraum fest auf die Sprengladung im Bohrloch aufgebracht wird.
    Angezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 494,561.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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