DEM0021402MA - - Google Patents
Info
- Publication number
- DEM0021402MA DEM0021402MA DEM0021402MA DE M0021402M A DEM0021402M A DE M0021402MA DE M0021402M A DEM0021402M A DE M0021402MA
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- borehole
- filled
- pressure vessel
- clay
- filling
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000002360 explosive Substances 0.000 claims description 11
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 9
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 7
- 239000004927 clay Substances 0.000 description 6
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 4
- 238000005065 mining Methods 0.000 description 3
- 230000001070 adhesive effect Effects 0.000 description 2
- 238000005422 blasting Methods 0.000 description 2
- 239000003245 coal Substances 0.000 description 2
- 235000012149 noodles Nutrition 0.000 description 2
- MFOUDYKPLGXPGO-UHFFFAOYSA-N propachlor Chemical compound ClCC(=O)N(C(C)C)C1=CC=CC=C1 MFOUDYKPLGXPGO-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 239000004576 sand Substances 0.000 description 2
- 235000013580 sausages Nutrition 0.000 description 2
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 2
- 238000009966 trimming Methods 0.000 description 2
- 235000001674 Agaricus brunnescens Nutrition 0.000 description 1
- 241000208822 Lactuca Species 0.000 description 1
- 235000003228 Lactuca sativa Nutrition 0.000 description 1
- 235000019738 Limestone Nutrition 0.000 description 1
- 238000007664 blowing Methods 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 238000005336 cracking Methods 0.000 description 1
- 230000003203 everyday effect Effects 0.000 description 1
- 239000008187 granular material Substances 0.000 description 1
- 238000003780 insertion Methods 0.000 description 1
- 230000037431 insertion Effects 0.000 description 1
- 239000006028 limestone Substances 0.000 description 1
- -1 loam Substances 0.000 description 1
- 150000003839 salts Chemical class 0.000 description 1
- 239000004575 stone Substances 0.000 description 1
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 4. Januar 1954 Bekanntgemacht am 24. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Zur Erhöhung der Sprengwirkung bei Sprengarbeiten im Steinkohlen-, Erz- und Salzbergbau, in
Stein- und Kalksteinbrüchen werden die Bohrlöcher nach dem Einbringen des Sprengstoffes und
des Zünders mit der Sprengkapsel mit Besatz gefüllt. In den meisten Fällen wird ein fester Besatz
aus feuchtem, schmiegsamem Letten verwandt, der entweder mit den Händen oder mit einer besonderen
Maschine zu Würsten geformt. wird, sogenannte Lettennudeln oder Lettenwürste. Sie haben
die Länge von etwa 15 cm und einem Durchmesser von einhalb bis drei Viertel des Bohrlochdurchmessers.
Die Lehmwürste werden dann mittels eines Ladestocks einzeln in das Bohrloch eingeführt,
und'festgestampft, bis das ganze Bohrloch mit Lehm ausgefüllt ist. Diese Arbeitsweise ist vor
allem im Steinkohlenbergbau, bei dem oft bis zu fünfzig Schüsse angesetzt werden, umständlich,
zeitraubend und teuer. Sind die Lettennudeln nicht genügend angedrückt oder kleinere Klüfte im
durchbohrten Gebirge vorhanden, die bei der bekannten Arbeitsweise nicht ausgefüllt werden können,
so kann die Sprengwirkung nicht groß sein.
Nach bekanntem Verfahren kann man Besatz, bestehend aus Sand oder sonstigem körnigem
Material, auf Sprengladungen aufbringen, wobei die benutzten Vorrichtungen so konstruiert sind,
daß zwischen Sprengladung und Besatz ein Hohlraum verbleibt.
Die heutigen Sprengstoffe, j insbesondere die Wettersprengstoffe, sind jedoch so aufgebaut, daß
sie zu einer vollkommenen Sprengwirkung nur
609 527/79
M 21402 IVa/78e
dann kommen, wenn sie unter einem hohlraumfreien, festen Besatz stehen.
Der Verwendung von Sand als Material für ein Einblasen des Versatzgutes,1 wie es obige Konstruktion
vorsieht, stehen sicherheitliche Bedenken entgegen (Funkenreißen, elektrostatische Aufladungen)
.
Im Interesse der Grubehsicherheit erscheint es daher geboten, von solchem Besatzgut Abstand zu
ίο nehmen und statt dessen das althergebrachte
plastische Material, wie Lehm, Ton, Letten u. ä., zu verwenden.
Um eine Beschleunigung der eingangs beschriebenen Besatzmethode von Hand mittels plastischem
Material zu erreichen, soll nach vorliegender Erfindung ein Verfahren angewandt werden, bei dem
plastisches Material durch Druck in das zu besetzende Bohrloch eingepreßt wird.
Zur Ausübung des Verfahrens kann eine Vorrichtung dienen, die aus einem Druckgefäß, einem
Druckkolben und einer zum Bohrloch führenden Anschluß leitung besteht. Der obere Raum des mit
einem Verschluß deckel versehenen Druckkessels ist mit feuchtem, schmiegsamem Letten gefüllt. Der
unter dem Behälter befindliche Kolben kann mit hydraulischem Druck oder verdichteter Luft (Preßluft)
den Behälterboden nach oben bringen und . drückt hierbei den Inhalt des Behälters, den Letten,
durch die Anschlußleitung in das Bohrloch. Durch die vorliegende Erfindung wird der Vorteil erzielt,
daß ein Bohrloch mit maschinellen Mitteln in allerkürzester Zeit mit Besatzgut gefüllt werden kann.
Das Einführen von kurzstückigen Lettennudeln fällt fort..Ein Ladestock ist nicht mehr notwendig.
Die Arbeitszeitersparnis ist ganz enorm groß, wenn in Betracht gezogen wird, daß im Bergbau täglich
zehntausende von Sprengungen durchgeführt werden. Das in das Bohrloch einzuführende Rohr kann
einen kleineren Durchmesser haben als das Böhr-
40' loch selbst. Dadurch wird der weitere Vorteil erzielt,
daß der Letten beim Einpressen um das Rohrende einen Kragen bildet. Dieser wirkt infolge
zähklebender Eigenschaft des Lehmes stark bremsend. Die Flächendifferenz des Kreisringes, die
durch den Durchmesser des Bohrloches, den Durchmesser des Einführungsrohres und dem Kreisinhalt
des letzteren entsteht, gewährleistet einen absolut dichten Besatz. Aber auch bei unrunden Bohrlöchern
und zerklüftetem durchbohrtem Gebirge I wird ein dichter Besatz gewährleistet, da sich das
Besatzrohr nicht eher weiter zurückschiebt, bis alle Hohlräume mit Letten ausgefüllt sind.
In der Zeichnung ist eine Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach der Erfindung schematisch
dargestellt.
Die Vorrichtung besteht aus dem Druckgefäß a mit dem Kolben b und dem Verschlußdeckel c. An
diesem ist der Besatzabführungsschlauche angeschlossen,
der zur Einführung des Besatzes in das Sprengloch g dient. Das zur Einführung in das
Sprengloch einzuführende Ende des Schlauches ist als festes Mundstück / ausgebildet und . ist im
Durchmesser weniger groß als der des Bohrloches. Nach dem Besetzen des Sprengloches g mit Sprengstoff
d und Zünder wird das Besatzrohr mit seinem Mundstück/ in das Bohrloch g eingeführt. Der
obere, über dem Druckkolben b liegende Raum des Druckgefäßes ist mit Lehm i (Letten) in zähteigiger
Form gefüllt. Mit hydraulischem Druck, verdichteter Luft unter hohem atü-Druck oder durch
jede andere Kraft h drückt der Kolben b die breiige Besatzmasse durch den Schlauch e in das mit
Sprengstoff besetzte Bohrloch. Bei fortschreitendem Füllen des Bohrloches mit dem Besatz i schiebt
sich das Mundstück / selbsttätig bis zur vollständigen Füllung des ersteren zurück. Zwischen dem
Schlauch e und dem Mundstück / kann ein Absperrventil zwischengeschaltet sein.
Da das Rohr e einen kleineren Durchmesser hat als das Bohrloch g, bildet sich um das Mundstückende
ein Kragen oder ein Pilz. Dieser wirkt infolge der ,zähklebenden Eigenschaft des Lehmes stark
bremsend und erzeugt hierdurch einen dichten Besatz des Sprengloches-. .1
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Verfahren zum Besetzen von Bohrlöchern mit plastischem Besatzgut, dadurch gekennzeichnet, daß plastisches Besatzgut in zähteigiger Form aus einem Druckgefäß mit größerem Fassungsvermögen mittels eines hydraulisch oder druckluftbetätigten Kolbens durch ein festes Gelenkrohr oder einen flexiblen Schlauch ohne Hohlraum fest auf die Sprengladung im Bohrloch aufgebracht wird.Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 494,561.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2641426A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum brechen von hartem material, wie z.b. gestein | |
| DE2015286C3 (de) | Sprengverfahren und Zündanordnung zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE2425293A1 (de) | Verfahren und mittel zum brechen eines harten kompakten materiales, insbesondere eines gesteines | |
| DE1758885B1 (de) | Vorrichtung zum Fuellen von Bohrloechern | |
| DE2031282A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Einfuhren von gelförmigen bzw gel bildenden Sprengstoffen in Bohrlocher | |
| DE3318827C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur sprengtechnischen Gewinnung von Material | |
| DE952781C (de) | Verfahren zum Besetzen von Bohrloechern mit plastischem Besatzgut | |
| DEM0021402MA (de) | ||
| DE2544411A1 (de) | Sprengverfahren und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens | |
| DE2452745C2 (de) | Verfahren zum Auseinanderbrechen von Gegenständen, zum Beispiel Betonmauerwerk, sowie Anlage zur Ausführung des Verfahrens | |
| DE494561C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Besetzen von Bohrloechern im Grubenbetriebe, in Gesteinsbruechen u. dgl. | |
| DE2120517C3 (de) | Felszerkleinerungs-Kanone | |
| DE868135C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Sprengen von bruechigen Stoffen mittels Druckfluessigkeit | |
| DE3642893C2 (de) | ||
| AT229827B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Sprengen von Mineralien, insbesondere zur Hereingewinnung von Kohle | |
| DE902963C (de) | Grubenstempel mit Vorpfaendeinrichtung | |
| DE1758939B1 (de) | Wanderndes hydraulisches Ausbaugestell fuer untertaegige Grubengetriebe | |
| DE1031215B (de) | Einrichtung zum pneumatischen Foerdern breiiger oder plastischer Massen, vorzugsweise Beton | |
| DE281865C (de) | ||
| DE1125824B (de) | Vorrichtung zum Besetzen von Bohrloechern mit plastischem Besatzmaterial | |
| DE217617C (de) | ||
| DE724420C (de) | Vorrichtung zum Besetzen von Sprengbohrloechern | |
| AT217410B (de) | Verfahren und Einrichtung zum schnellen Verfüllen von Hohlräumen im untertägigen Bergbau | |
| DE2513626C2 (de) | Verfahren und vorrichtung zur gewinnung gebrochener natursteine | |
| DE616761C (de) | Einrichtung zum Absenken von Senkbrunnen, Senkkaesten u. dgl. |