DEM0017987MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 1. April 1953 Bekanntgemacht am 6. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
In Notrufanlagen, wie z. B. in Feuermeldeanlagen oder Polizeitiotrufanlagen, werden eingehende
Meldungen bzw. Notrufe allgemein durch Meldelampeni angezeigt, die die Nummer des betätigten
Melders angeben. Vielfach erfolgt auch die Anzeige in der Notrufzentrale auf einem Stadtplan
od. dgl. Daneben ist in der Zentrale üblicherweise noch eine Kartei vorhanden, in der die wichtigsten
Angaben verzeichnet sind. Diese Angaben enthalten neben der Meldernummer Hinweise über Standort
des Melders, Anfahrtsweg zum Melder, besondere Einsatzbedingungen usw. Diese Meldekarten
müssen griffbereit bei derjenigen Stelle untergebracht sein, bei der die Meldungen eingehen.
Dabei ist vorausgesetzt, daß aus einer großen Anzahl von Karteikarten bzw. Kartensätzen bei Eingang
einer Meldung die richtige Karte möglichst schnell und sicher gefunden wird.
Hält man sich den räumlichen Aufbau einer solchen Notrufmelderkartei vor Augen, die in
größeren Städten einen beträchtlichen Umfang annimmt, und überlegt man, welch beschränkter
Raum hierfür im allgemeinen zur Verfügung steht, dann wird offenbar, welche Schwierigkeiten es bereitet,
die richtige Karte rasoh aus der Kartei herauszusuchen, ohne daß Verwechslungen vorkommen.
Eine Beschriftung der Kartenfächer allein hat sich als unzureichend erwiesen. Auch
eine Kennzeichnung der Kartenstapel in ihren Fächern durch Lampen, die den Blick sofort auf
609' 617/117
M 17987 VIIId/74 c
den richtigen Stapel lenken, genügt noch nicht, denn die Fächer müssen für die einzelnen Kartenstapel immerhin so groß gewählt werden, daß der
diensttuende! Beamte der Feuerwache mit der Hand in das betreifende Fach greifen und die Meldekarten
herausholen kann. Die Kartei benötigt in diesem Fall sehr viel. Raum. Baut man, um Platz
zu sparen, die Kartenfächer enger, so wird den Beamten das Entnehmen der Meldekarten sehr erschwert,
und es geht durch unsicheres Ergreifen oder durch Nachgreifen usw. wertvolle Zeit verloren,
die im Notfall sehr ins Gewicht fällt, da z. B. bei Berufsfeuerwehren der Großstadt mit Sekunden
gerechnet wird, die vom Eingang eines Alarms bis zum Ausfahren der Fahrzeuge verstreichen
dürfen. Läßt man aber die Karteikarten bei engerer Bauweise über die Kartenfächer überstehen,
um sie leichter ergreifen zu können, dann ist bei der Eile, die im Alarmfall geboten ist,
infolge des dichten Zusammenstehens der Kartenstapel die Unverwechselbarkeit der Karten keineswegs
mehr gesichert.
Es ist eine Einrichtung bekannt, bei der einzelne Karten einer Kartenregistriereinrichtung,
wie z. B. Lochkarteneinrichtung, durch elektrisch gesteuerte mechanische Hilfsmittel ausgewählt und
durch magnetische Beeinflussung aus der Vielzahl der Karteikarten herausgehoben werden. Diese
kompliziert arbeitende Einrichtung würde wohl die gewünschte Karteikarte in einer Notrufmeldekartei
sicher herausfinden, doch erfordert sie einen zusätzlichen großen Aufwand und einen weiteren
Handgriff bzw. Maßnahme des in der Notrufzentrale diensttuenden. Beamten, was wiederum
den Zeitbedarf erheblich erhöht.
Ausgehend von dem Gedanken, die gewünschten Karten aus dem Stapel der übrigen Karten hervorzuheben,
schafft die Erfindung eine Anordnung zur Kennzeichnung von Meldekarten innerhalb
einer in einer Notrufzentrale vorhandenen Notrufmeldekartei, bei der die erwähnten Übelstände einwandfrei
beseitigt sind und die sich durch ihre Einfachheit auszeichnet.
Die Erfindung besteht in der Kombination von bei Eingang einer Notrufmeildxing zusammen
mit der betreffenden Melderlampe aufleuchtenden und der Meldernummer entsprechenden Kontrolllampen
mit entsprechenden Elektromagneten, die bei Meldungseingang ebenfalls erregt werden, wodurch
einerseits in der Kartei das Kartenfach, in dem sich die zugeordneten Karteikarten bzw.
Kartensätze befinden, optisch gekennzeichnet wird und andererseits die betreffenden Karteikarten
gleichzeitig in eine derartige Lage gebracht werden, daß sie sofort unverwechselbar griffbereit
sind. Gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung ist jedem Kartenfach parallel zur Kontrollampe ein
Elektromagnet zugeordnet, der bei Meldungseingang gleichzeitig mit der Meldelampe arbeitet und
die Karteikarten um ein bestimmtes Stück anhebt. Im folgenden wird an Hand der Zeichnung ein
Ausführungsbeispiel der Erfindung näher beschrieben. Die Karteifächer für die Meldekarten sind in
den Bedienungstisch der Notruf meldezentrale eingebaut. Andeutungsweise sind die in einer Meldezentrale
vorhandenen Kennzeichnungsrelais F1, F2 . . . Fx gezeigt, von denen eines beim Einlaufen
einer Meldung anspricht und die meldende Stelle kennzeichnet. Es sei angenommen, daß der
Melder »2« betätigt wurde, weshalb das zugeordnete Kennzeichnungsrelais F2 in an sich bekannter
und hier nicht näher beschriebener Weise zum Ansprechen kam. F2 schaltet mit seinem Kontakt Z21
die Lampe ML2 ein, welche die Meldernummer »2« anzeigt. Der Kontakt /22 betätigt die Kontrollampe
KL2 und den Magnet M2. Die Kontrollampe KL2
ist unmittelbar neben dem Kartensatz des Melders »2« im Zentralentisch eingebaut. Schon allein
durch das Aufleuchten der Kontrollampe ist das Auffinden der richtigen Melderkarte sehr erleichtert
und wesentlich beschleunigt. Da aber auch der Magnet M2 anzieht, wird der ganze Satz der dem
Melder »2« zugeordneten Meldekarten K2 etwas, z. B. 10 mm, in die Höhe gehoben. Die Karteikarten
sind dadurch in eine griffbereite Lage gebracht, und ein Verwechseln der Karten bzw. ein
Fehlgreifen beim Entnehmen der Meldekarten ist dabei praktisch ausgeschlossen.
Sind mehrere Meldeschleifen vorhanden, so empfiehlt es sich, zur besseren Unterscheidung die
Meldekarten für jede Schleife verschiedenfarbig auszuführen und auch die entsprechenden Kontroll-,
lampen mit diesen Farben zu versehen. Die Kartenfächer werden vorzugsweise nach Meldeschleifen
gestaffelt in den Bedienungstisch der Zentrale eingebaut.
Der durch die Erfindung erzielte Fortschritt ist offensichtlich. Die Kartei läßt sich gedrängt aufbauen und findet bequem, z. B. in einem sohreibtischähnlichen
Pult des diensttuenden Beamten, Platz. Die Karten können in engen Fächern vollkommen
verdeckt untergebracht werden und sind dadurch im Ruhezustand vor jeder Beschädigung
geschützt. Im Alarmfall stören keine überstehenden Kartenränder anderer Kartenstapel beim Aufsuchen
der betreffenden Meldekarten, denn nur die benötigten Karten sind in eine derartige Lage gebracht,
z. B. hochgehoben, daß sie unverwechselbar griffbereit sind. Die erfindungsgemäße Anordnung
erfüllt restlos die hohen Anforderungen bezüglich Sicherheit, die an Fernmeldeanlagen zur Sicherung
von Leben und Sachwerten gestellt werden. Ihr besonderer Vorteil besteht darin, daß nicht nur die
Kartenstapel leicht greifbar sind, sondern daß die Unverwechselbarkeit auch dann gewährleistet ist,
wenn etwa die Kennzeichnungslampe am Kartenstapel unbemerkt unbrauchbar geworden ist. Es ist
also hier eine doppelte Sicherheit vorhanden.
Claims (3)
- P AT E N T A N SP RÜCHE:i. Anordnung zur Kennzeichnung von Meldekarten innerhalb einer in einer Notrufzentrale vorhandenen Notruf meldekartei, gekennzeichnet durch die Kombination von bei Eingang einer609617/117M 17987 VIIId/74 cNotrufmeldung (ζ. B. Feuermeldung oder Polizeinotruf) zusammen mit der betreffenden Melderlampe (z. B. ML2) aufleuchtenden und der Meldernummer entsprechenden Kontrolllampen (ζ. B. KL2) mit entsprechenden Elektromagneten (z. B. M2), die bei Meldungseingang ebenfalls erregt werden, wodurch einerseits in der Kartei das Kartenfach, in dem sich die zugeordneten Karteikarten bzw. Kartensätze befinden, optisch gekennzeichnet wird und andererseits die betreffenden Karteikarten gleichzeitig in eine derartige Lage gebracht werden, daß sie sofort unverwechselbar griffbereit sind.
- 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Kartenfach parallel zur Kontrollampe (KL2) ein Elektromagnet (M2) zugeordnet ist, der bei Meldungseingang gleichzeitig mit der Meldelampe (ML2) arbeitet und die Karteikarten (K2) um ein bestimmtes Stück anhebt.
- 3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kartenfächer verschiedener Meldeschleifen gestaffelt in den Bediienungstisch der Notmeldezentrale eingebaut sind und daß die Meldekarten und Kontrolllampen der verschiedenen Meldeschleiifen durch verschiedene Farben kenntlich sind.In Betracht gezogene Druckschriften:
Henning: »Die Fernbedienungstechnik im Dienste der Energieversorgung«, Verlag R. Oldetibourg, 1950;K. Scheibe und H. Wolffhardt: »Fernmeldetechnik der Telefonbau und Normalzeit«, Brückenverlag Hans Enz, Frankfurt/Main, 1949; USA.-Patentschrift Nr. 2 495 490.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609 617/117 8.56
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