DEM0015964MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 20. Oktober 1952 Bekanntgemacht am 19. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung /bezieht sich auf ein Verfahren
zum Sichten von pneumatisch geförderten Schüttgütern, bei dem eine Trennung der Förderluft vom
Fördergut stattfindet. Zweck der Erfindung ist eine Verbesserung des Sichtvorganges und Vereinfachung·
des Sicihteraufbatuis.
Beii den bekannten Anlagen mit pneumatischer Förderung,. bei denen eine Wdndsichtung vorgenommen
wird, findet diese innerhalb des Förderjo weges, und zwar in der Regel kurz vor dem Ausschleusen
des Fördergutes statt, was den Nachteil hat, daß die Sichter den besonderen Betriebsverhältniissen
entsprechend gebaut sein müssen und so umständliche und teuere Sonderbauarten erfordern.
Das ist darauf zurückzuführen, daß innerhalb solcher Sichter zwei Vorgänge durchgeführt
werden müssen, nämlich zuerst einmal das Trennen des Fördergutes vom Luftstrom und dann erst das
eigentliche Sichten.
Bei einer bekannten, mit Förderluft arbeitenden
Kohlenmühle dient der Förderluftstrom zwar zum Transport, aber auch in dem Raum hinter der
Mühle nicht zum Sichten der Kohle, da er 'sich mit der Kohle in deren Fördernichtung bewegt. Es
findet 'zwar im Raum hinter der Mühle eine Aus-Scheidung schwerer Kohlenteilchen statt, und zwar ■
609 506/130
M 15964 HI/5Od
über eine Schleuse, wobei diese schweren Kohlenteilchen
erneut der Mühle 'zugeführt weiden. Diese Ausscheidung wird lafoer nicht im Sinne eines Siicht-
.' . Vorganges bewirkt, wie er nach' der Erfindung stattfindet.
Nach der Erfindung wird die vom Fördergut
vollständig befreite Förderluft dem ausfallenden
. Fördergut entgegengeführt und dient dabei zum Sichten des Fördergutes. Im Gegensatz hierzu
ίο strömt die Förderluft befi der bekannten Anordnung
immer dn der Richtung des Fördergutes mit diesem. Die Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis,
daß eine wesentliche Verbesserung dieser Vorgänge und Vereinfachung des Aufbaus der Sichter
15- möglich ist, wenn 'man das Trennen des Fördergutes
vom Luftstrom'nicht innerhalb des Süchters neben dem eigentlic'hen Sichfvongang durchführt,
sondern schon vor diesem.
Nach der Erfindung wird deshalb so verfahren, daß die Förderluft vor ihrer weiteren Verwendung
zum Fördern zum Sichten des Fördergutes dient, dnidem das. ausfallende Fördergut der von, ihm befreiten
Förderluft. entgegenfällt. Hierdurch wird eine solche Vereinfachung des Sichtvorganges erreicht,
daß man als Sichter bekannte, einfache Windsichterbauarten verwenden kann. Ferner wird
in diesem Fall auch die volle zur Verfügung stehende Gebläseluft für das Sichten verwendet,
während bei den "bekannten Anlagen ein mehr oder weniger großer Teil der Förderluft den Sichter
durchströmt, ohne an dem eigentlichen Sichtvorgang teilzunehmen.
Das Verfahren kann in verschiedener Weise ausgeführt wenden. So können das Fördern und
das Sichten auf der Saugseite des Fördergebläses erfolgen. Fördern und Sichten können aber auch
auf der Druckseite des Fördergebläses vorgenommen wenden. Ebenso kann das Fördern saugseitig
und das Sichten d rückseitig erfolgen, oder umgekehrt.
In der Zeichnung sind diese vier Ausführungsbeispiele in den Abb. 1 bis 4 in schematischer Darstellung
veranschaulicht.
Nach Abb. 1 wird das Fördergut aus der Aufgabestelle
1 in die Förderleitung aufgegeben, und zwar angesaugt, wobei es sich mit der Förderluft
mischt und durch die Förderleitung 2 zum Fliehkraftabscheider 3 gelangt. Das Fördergut verläßt
. den Abscheider 3 durch die Abscheiderschleuse 4 und gelangt in den Sichter 5. Die Förderluft geht
durch die Luftleitung 6 in den Sichter 5 und streicht quer -durch das fallende Fördergut hindurch,
wobei dieses nach der Schwere seiner, verschiedenen Bestandteile gesichtet wind. Die Sichtgüter
verlassen den Sichter 5 durch die Sichterschleusen 7. Die Luft geht über die Leitung 8 zur
Saugseite des Fördergebläses 9. Die Förderleitung 2 und die Luftleitung 6 sowie die Abscheider-
und .Sichteranlage liegen auf der Saugseite des Gebläses 9.
Bei der Anlage nach'Abb. 2 liegt das Gebläse 9 :
vor der Aufgabestelle 1. Das Fördergut wird durch
die AufgabescbJeuse 10 in die Förderleitung 2 gebracht
und der Förderluft beigemischt. Im Fliehkraftabscheider 3 wind das Fördergut von der Luft
getrennt und gelangt durch die Abscheiderschleuse 4 in den Sichter 5. Die Luft geht über die Luftleitung
6 zum Sichter 5 und dient, in diesem zum
Sichten des Gutes. Das gesichtete Gut wird an den Sichterschleusen 7 ausgeschieden. Die Luft tritt 7a
durch die Leitung 8 aus dem Sichter 5 heraus und kann über ein Filter 11 geführt und in diesem entstaubt
werden. Die gesamte Anlage liegt in. diesem Fall auf der Druckseite des Gebläses 9.
■ Die Anlage nach Abb. 3 unterscheidet sich von 75, der nach Abb. 1 dadurch, daß das Gebläse 9 zwischen dem Abscheider 3 und dem Sichter 5 angeordnet ist, wodurch der Föndervorgang auf der Saugseite des Gebläses 9 und der Sichtvorgang auf der Druckseite des Gebläses 9 vorgenommen wird. 8a
■ Die Anlage nach Abb. 3 unterscheidet sich von 75, der nach Abb. 1 dadurch, daß das Gebläse 9 zwischen dem Abscheider 3 und dem Sichter 5 angeordnet ist, wodurch der Föndervorgang auf der Saugseite des Gebläses 9 und der Sichtvorgang auf der Druckseite des Gebläses 9 vorgenommen wird. 8a
Bei der Anlage nach Abb. 4 ist -zum Unterschied
gegenüber der Anlage nach Abb. 2 die aus dem.. Sichter 5 führende Luftleitung 8 zur Saugseite des
Gebläses 9 geführt. Ferner ist in der Luftleitung 6 hinter dem Abscheider 3 eine Öffnung 12 augebracht,
wodurch an. dieser Stelle der Nullpunkt der Anlage feistgetagt wird. Hierdurch liegt der
Fördervorgang auf der Druckseite und der Sichtvorgang auf der Saugseite des Gebläses 9. Diese
Anlage arbeitet infolge der Rückführung der Luft vom Sichter zum Gebläse im Kreislauf.
Claims (5)
1. Verfahren «um Sichten von pneumatisch
geförderten Schüttgütern, bei dem eine Trennung der Förderluft vom Fördergut stattfindet, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fönderluft vor ihrer weiteren Verwendung zum Fördern zum
Sichten des Fördergutes dient, indem das ausfallende Fördergut der von ihm. befreiten
Förderluft entgegenfällt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Fördern und das Sichten auf der Saugseite des Fördergebläses erfolgen (Abb. 1).
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Fördern und das Sichten auf der Druckseite des Fördergebläses erfolgen
(Abb. 2).
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- 11α kennzeichnet, daß das Fördern saugseitig und
das Sichten druckseitig vorgenommen wird (Abb. 3).
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Fördern druckseitig und das Sichten saugseitig vorgenommen wird (Abb. 4). ■
Angezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 1 628 294.
USA.-Patentschrift Nr. 1 628 294.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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