DEM0010882MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 4. September 1951 Bekanntgemacht am 24. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Schießvorrichtungen für Verankerungsgeschosse,
bei denen zur Schußauslösung ein Zurückschieben des Laufes in eine ihn umgebende, am rückwärtigen
Ende mit einem Handgriff versehene Laufhülse gegen eine Vorholfeder erforderlich und zum
Spannen des Schlagbolzens eine besondere Feder vorgesehen ist, sind bereits vorgeschlagen worden,
um zu verhüten, daß.derartige Schießvorrichtungen als Waffe gebraucht werden. Die Anordnung des
ίο abgefedert verschiebbaren Laufes macht es vielmehr
erforderlich, daß die Schießvorrichtung an die. Beschußmasse angedrückt werden muß, damit
die mit dem Lauf verschiebbare Kartusche in eine Lage zu kommen vermag, in der der ausgelöste
Schlagbolzen sie erreicht.
Trotz dieser Sicherung sind die bekannten
Schießvorrichtungen nicht genügend vor Selbstauslösung dann bewahrt, wenn infolge unvorhergesehener
Bewegungen der Schießvorrichtung, wie sie beispielsweise beim Fallen, und Aufschlagen
derselben entstehen können, freie Massenkräfte wirksam werden, die zu einer Berührung zwischen
Schlagbolzen und Kartusche führen, da diese Teile gegen Auswirkung freier Massenkräfte nicht genügend
gesichert sind.
Die Schießvorrichtung ist jedoch nicht nur gegen diese Möglichkeit zu sichern, sondern es ist der
weiteren Aufgabe zu genügen, sie so auszubilden, daß die erforderliche Ausrichtung und Zentrierung
der Schießvorrichtung keine Schwierigkeiten da-
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durch macht, daß verhältnismäßig große Kräfte zur Überwindung der bei Eindrücken des verschiebbaren
Laufes unter Anlage an den Beschußwerkstoff
entstehenden hohen Federgegenkräfte 5~ aufgewandt werden müssen. Die bisherige Ausbildung
der Auslösung für den Schlagbolzen genügte dieser Bedingung deshalb nicht, weil besondere
Finger- oder Handbewegungen„erf orderlich wurden, deren Durchführung mit einer Änderung bzw.
ίο einem Nachlassen der Kräfte unabänderlich verbunden
war, die zum Anpressen der Schießvorrichtung an den Beschußwerkstoff aufzuwenden
sind. Berücksichtigt man weiter, daß die Arbeiten teilweise in liegender oder stark gebückter Stellung
oder auf Gerüsten mit schmaler Standbasis durchzuführen sind, so war das. Nachlassen dieser Anpreßkräfte
mit der Möglichkeit einer Richtungsänderung, mindestens aber Dezentrierung der
Schießvorrichtung verbunden, so daß schiefe oder versetzte Schüsse als Folge eintraten.
Die zur Lösung dieser Bedingungen und Aufgaben vorgeschlagene Schießvorrichtung für Verankerungsgeschosse,
bei der zur Schußauslösung ein Zurückschieben des Laufes in eine ihn umgebende,
am rückwärtigen Ende mit einem Handgriff versehene Laufhülse gegen eine Vorholfeder
erforderlich und zum Spannen des Schlagbolzens eine besondere Feder vorgesehen ist, kennzeichnet
sich erfindungsgemäß dadurch, daß zum Auslösen des Schusses der Handgriff zusammen mit dem in
ihm axial verschiebbar, jedoch drehsteif geführten Schlagbolzen vorzugsweise entgegen der Wirkung
einer Drehfeder um die Längsachse der Laufhülse so weit verdrehbar ist, bis ein seitlich vorstehender,
durch eine Anschlagfläche des vorderen Schlagbolzenführungsstückes
zurückgehaltener Sperrteil des durch Zurückschieben des Laufes gespannten
Schlagbolzens in eine Aussparung des vorderen ■Schlagbolzenführungsstückes einspringt, wodurch
.40 der Schlagbolgen freigegeben wird. Diese Anordnung
schließt durch die Möglichkeit, den Schlagbolzen in seiner Bewegungsrichtung an weiteren
festen Teilen der Schießvorrichtung formschlüssig anliegen zu lassen, die Gefahr der Selbstauslösung
auch dann aus, wenn freie Massenkräfte auftreten. Weiter hat die erfindungsgemäß getroffene Ausbildung
der Schießvorrichtung den Vorteil, daß die gesamte Hand- und gegebenenfalls Körperkraft des
die Schießvorrichtung Bedienenden voll aufrecht-
:5o erhalten bleiben kann, weil es nur einer Verdrehung
des Handgriffes zu der im übrigen unverändert bleibenden und ihre Lage unverändert behaltenden
Schießvorrichtung bedarf, um den Schuß auszulösen.
■55 Es ist zwar bereits bekannt, Auslöseeinrichtungen
in der Nähe des Handgriffs unterzubringen. In diesen Fällen bedurfte es jedoch der bereits erwähnten,
zum 'Handgriff relativen Bewegung des Auslösers, so daß das Nachlassen der Hand- und
ίο Körperkräfte unvermeidlich war.
Die neue Ausbildung derartiger Schießv'orrichtungen gibt die weitere Möglichkeit, sie so auszubilden,
daß Ein-, und Ausbau aller Innenteile ohne Betätigung von Schrauben oder sonstigen
Verbindungsmitteln möglich werden, die ihrerseits nur unter Verwendung von Werkzeugen in ihre
oder aus ihrer Endstellung gebracht werden können. Das hat den Vorteil, daß die Bedienung
der Schießvorrichtung jederzeit in der Lage ist, letztere ohne Anwendungsnotwendigkeit irgendwelcher
Werkzeuge von Pulverschleim oder sonstigen, etwa bei Verwendung an Baustellen leicht
eindringenden Fremdkörpern reinigen zu können, so daß das gefährliche Steckenbleiben des ,Schlagbolzen
vermieden werden kann. Damit wird eine besonders beachtliche Unfallursache ausgeräumt,
weil sich bei dem Ausbau der Innenteile einer in einem derartigen Zustande befindenden Schießvorrichtung
durchweg der Schlagbolzen selbsttätig löst, womit der Schuß in einem Zeitpunkt abgegeben
wird, in dem mit ihm nicht mehr gerechnet wird. Diese gefährliche Möglichkeit zur Entstehung
von Verletzungen und Todesfällen ist nunmehr beseitigt.
Weitere Einzelheiten der Erfindung und andere durch sie erreichte Vorteile seien an Hand eines
zeichnerisch veranschaulichten Ausführungsbeispieles beschrieben.
' Die Zeichnung zeigt in
' Die Zeichnung zeigt in
Fig. ι einen Längsschnitt durch die Schießvorrichtung
vor dem Laden und Abfeuern;
Fig. 2 gibt an Hand des gleichen Schnittes die Vorrichtung in dem Zustand wieder, in welchem
sie sich unmittelbar vor dem Abschuß eines Verankerungsgeschosses, aber bereits nach dem Anlegen
an den Werkstoff befindet, in den das Verankerungsgeschoß einzuschießen ist;
Fig- 3 gibt im gleichen Schnitt die Schießvorrichtung
in einem Zustand wieder, der unmittelbar nach dem Abschuß bei noch im Lauf befindlichem
Verankerungsgeschoß besteht;
Fig. 4 entspricht einer teilweisen Ansicht und einem tei'Weisen Querschnitt nach Linie IV-IV
der Fig. 1;
Fig. 5 zeigt den Querschnitt nach Linie V-V der Fig. ι;
Fig. 6 gibt den Querschnitt nach Linie VI-VI der Fig. ι wieder;
Fig. 7 entspricht schließlich einer Stirnansicht auf die Laufmündung.
In allen Figuren bezeichnet 1 den Lauf der Bolzenschießvorrichtung,
der bei 2 eine zur Aufnahme des Kartuschenhalters 3 bestimmte Kammer aufweist.
Der Kartuschenhalter ist demgemäß auswechselbar. Er besitzt beim Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1 eine exzentrische Ausnehmung 4 zur Aufnahme einer für Randfeuer ausgebildeten Kartusche
5. Demgemäß schließt sich an die exzentrische Ausnehmung 4 eine Übergangsausnehmung 6 an,
deren zum Verankerungsgeschoß 7 zugewandte Mündung zentrisch zum Lauf 1 angeordnet ist, so
daß die Treibgase das Bolzengeschoß 7 zentrisch beaufschlagen. Dieses Verankerungsgeschoß weist
bei 8 eine aus weichen. Werkstoffen bestehende Dichtungs- und Abscherplatte auf, die bei 9 in
eine Führung für das Bolzengeschoß 7 mit Kopf 10
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übergeht. .Der gleiche Kartuschenhalter 3 ist in Fig. 3
in einer Ausbildung gezeigt, bei der zwei Bohrungen 11, 12 nebeneinander angeordnet sind, so daß also
zwei Kartuschen 13, 14 im gleichen Kartuschenhalter
zur Aufnahme gelangen können, wenn sie beide für Randfeuer bestimmt sind. Dieser Kartuschenhalter
kann durch einen weiteren Kartuschenhalter ersetzt sein, bei dem die Bohrung 12
größer ist als die Bohrung 11, oder umgekehrt.
Schließlich sind Kartuschenhalter nach Fig. 2 verwendbar, die in üblicher Weise für eine Kartusche
15 mit Zentralfeuer vorgesehen sind. Es ist also mit Hilfe dieser auswechselbaren Kartuschenhalter
ohne weiteres möglich, den Treibgasstoß auf das Bolzengeschoß 9, 10, 7 beliebig zu dosieren, ohne
daß das Kaliber des Bolzengeschosses abgeändert und daher eine Schießvorrichtung gegen eine
andere ausgewechselt oder wenigstens ein Lauf gegen einen anderen Lauf ausgetauscht zu werden
braucht. Der Lauf 1 ist mit der Schslagbolzenführung
16 bei 17 verschraubt. Diese Verbindung ist infolge der Anwendung von Grobgewinde ohne
weiteres und ohne Anwendung von Werkzeugen zu lösen oder herzustellen, so daß dieses Gewinde
ohne Beeinträchtigung des einfachen Aufbaues und der leichten Bedienung des Gerätes in Kauf genommen
werden kann. Im übrigen könnte die Verbindung ohne weiteres durch eine Bajonettverbindung
od. dgl. ersetzt sein. Die Schlagbolzenführung 16 besitzt die zentrale Ausnehmung 18 zur Führung
des laufseitigen Schlagbolzenteiles 19. Außerdem weist die Schlagbolzenführung 16 bei 20 eine
Längsausnehmung auf, die zur Aufnahme einer Warze 21 der Laufführungshülse 22 dient. Dadurch
wird erreicht, daß die handgriffseitig eingeführte Schlagbolzenführung 16 sich gegen die
Laufführungshülse 22 nicht verdrehen kann. Bei 23 besitzt die Schlagbolzenführung 16 eine weitere
Ausnehmung, deren Ouerschnittsform aus Fig. 6 zu erkennen ist. Der laufseitige Schlagbolzenteil 19
ist von dem handgriffseitigen Teil 24 durch eine j Querplatte 25 getrennt, deren Querprofil wieder
aus Fig. 6 zu erkennen ist. In der Lage der Fig. 1 ist die Querplatte 25 gegen die Ausnehmung 23 so
verdreht, wie dies Fig. 6 veranschaulicht. Damit ist die Schlagbolzenspitze 26 gegen Eindringen in
die Kartusche 5 gesichert, gleichgültig, welche Axialbewegungen des Teiles 19, 25, 24 eintreten
und durch welche Kräfte diese Bewegungen hervorgerufen werden. Die Querplatte 25 dient zur Abstützung
der in Bandwicklung ausgeführten Schlagbolzenfeder 27, die sich an ihrem anderen Ende
gegen die Handgrifführung 28 des Schlagbolzenteiles 24 abstützt. Eine kräftige Feder 29 liegt zwisehen
Schlagbolzenführung 16 und Federbüchse 30. Zwischen dem Flansch 31 der Federbüchse 30 und
der geschlitzten Steckscheibe 32 liegt ein Rückstoßdämpfungsmittel 33, das als einfacher Gummiring
ausgeführt sein kann. Bei größeren Ausführungen könnten an die Stelle des Gummiringes andere
Mittel, wie etwa metallische Ringfedern, treten. Der Führungsansatz 28 des Handhabungsgriffes 34 ist
in einer Zwischenbüchse 35 aufgenommen. Diese Zwischenbüchse bildet mit dem Handgriff 34. bei
36 eine Ringkammer, die zur Aufnahme der Torsionsfeder 37 dient; deren handgriffseitiges Ende
ist im Handgriff 34 festgelegt, während das andere Ende in der Laufführungshülse 22 Anlage findet.
Das Ende 38 des Schlagbolzens ist bei 39 unter Bildung eines rechteckigen Steges (vgl. Fig. 4) abgesetzt.
Auf den Steg 39 ist eine Schlitzscheibe 40 aufgesetzt, deren Form aus Fig. 4 ersichtlich ist.
Das bedeutet, daß Verdrehungen des Handgriffes 34 auf den Schlagbolzen 24, 25, 19 übertragen werden,
während der. Schlagbolzen andererseits in axialer Richtung gegen die Teile 28, 34 verschoben
werden kann. Zu diesem Zwecke vermag die Schlitzscheibe 40 in der Ausnehmung 41 des Teiles
28, 34 zu gleiten. ' ·
Um den erforderlichen Zusammenhalt der in der Laufführungshülse 22 geführten Teile mit dem
Handgriff über die Zwischenbüchse 35 verschraubungslos zu erzielen, weisen die Teile 35 und 22
radial verlaufende Ausnehmungen 42 und 43 auf. Diese Ausnehmungen dienen zur Aufnahme ■ von
Stöpseln 44 und 45, die als Kupplungselemente wirken. Um ihre radialgerichtete Beweglichkeit
aufzuheben, ist auf der Laufführung 22 ein Ring 46 mit federnden Zungen 47 gleitend geführt, wobei
die federnden Zungen gegenüber den konvex ausgewölbten Kopfflächen der Stöpsel 44 und 45
entsprechende, konkave Einbuchtungen oder Ausnehmungen aufweisen können, so daß ein federnder
Schnappverschluß in der gezeichneten Kupplungslage, des Ringes 46 einzutreten vermag. Beim Aus-
bau bedarf es also lediglich einer Verschiebung des Ringes 46 zur Laufmündung zu, um die Stöpsel 44
und 45 freizulegen. Sind diese aus der Vorrichtung herausgenommen, so kann man den Handhabungsgriff 34, 28 aus der Laufführungshülse 22 mit dem
Schlagbolzen und mit der Zwischenbüchse 35 und der Steckscheibe 32 herausziehen. Dadurch werden
die Dämpfungsfeder 33, die Federbüchse 30, die Feder 29 und die Schlagbolzenführung 16 frei, so
daß diese bei entsprechender Lage der Laufführungshülse 22 aus dieser herausfallen, nachdem
vorher der Lauf von der Schlagbolzenführung 16 abgeschraubt worden war. In umgekehrter Reihenfolge
vollzieht sich der Einbau, ohne daß irgendwelche Schrauben, Muttern, Bolzen od. dgl. gelöst
oder befestigt zu werden brauchen.
Bei 48 ist der Lauf 1 gegenüber der Lauf führung 22 abgesetzt, so daß ein entsprechender Expansionsraum
gebildet wird, der Treibgase aufzunehmen vermag. Die Bohrungen 49 in der Nähe der
Laufmündung führen ohne Auftreten von Licht- und Knallerscheinungen den Rest der Treibgase in
den Expansionsraum 48 ab, in dem ihre Energie durch Wirbelbildung vernichtet wird. Auf die
Laufführungsmündung ist mit etwa senkrecht zur Laufführungshülse 22 liegendem Ansatz eine glokkenförmige
Sicherheitskappe 50 aufgezogen, die sich am Ringvorsprung 51 der Laufführungshülse
22 abzustützen vermag. An die Stelle der starren Abstützung kann auch eine federnde Abstützung
treten. Der Rand 52 der Sicherkappe 50 nimmt die
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bei 53 mehrfach gerillte Dichtung 54 auf, so daß Treibgase, Rückpraller und abgespritzte Werkstoffteile
in der Glocke 50 aufgefangen und wirkungslos gemacht werden. Für den Fall, daß das
Werkzeug in Ecken eingedrückt werden" muß, erscheint es zweckmäßig, der Sicherheitskappe 50 die
in Fig. 7 veranschaulichte Form zu geben und ihre Symmetrieebene mit derjenigen des Handgriffes
34 derart zusammenfallen- zu lassen, daß die Mantellinde 55 der Sicherheitskappe 50 etwa in der
Fluchtlinie des Teiles 56 des Handgriffes 34 liegt.
Die Wirkungsweise der so gekennzeichneten
Vorrichtung ergibt sich nach dem Gesagten ohne weiteres:
Xg Bei herausgenommenem Lauf 1 wird zunächst
einer der Kartuschenhalter 3 eingeführt, die in den Fig. ι bis 3 veranschaulicht sind, wobei die Wahl
nach Art und Kaliber der Art des Werkstoffes entspricht, in den ein Verankerungsgeschoß einzuschießen
ist, wobei selbstverständlich auch die Dimensionen und die jeweilige Form des Verankerungsgeschosses
7 für die zu erreichende Einschußtiefe von Einfluß sind. Hierauf wird Lauf 1 mit
dem Kartuschenhalter 3 und mit einer oder mehreren der Kartuschen 5, 13, 14, 15 auf den vorspringenden
. · Gewindeansatz 17 der Schlagbolzenführung 16 aufgeschraubt, wobei deren Verdrehungsmöglichkeit
durch Warze 21 ausgeschlossen ist. Damit ist das Gerät schußbereit. Es wird
hierauf aus der Lage der Fig. 1 in die Lage der Fig. 2 überführt, bei der der Lauf 1 durch Anlage
am zu beschießenden Werkstoff 57 in die Laufführungshülse 22 eingedrückt ist. Dadurch sind die
Federn 27 und 29 gespannt worden, ohne daß ein Abschuß zu erfolgen vermag, weil die Querplatte
25 an der Schlagbolzenführung 16 gemäß Fig. 6 anliegt. Erst wenn der Handgriff 34 so weit verdreht
\vird, daß sich die Querplatte 25 und die Ausnehmung 23 decken, wird der Schlagbolzen
ausgelöst. Er gelangt somit aus der Lage der Fig. 2 in diejenige der Fig. 3, in der die Schlagbolzenspitze
in die Kartuschen 13, 14 bzw. 5 bzw. 15 eingedrungen
ist. Dadurch wird der Schuß ausgelöst, und das Verankerungsgeschoß dringt in den Werkstoff
57 ein. Damit zur Herbeiführung des Abschusses der Handgriff 34 in die richtige Lage gedreht
wird, weist die handgriffseitige Schlagbolzenführung 28 eine den Drehwinkel begrenzende
segmentringförmige Ausnehmung 58 auf (Fig. 5), in die ein Anschlagstift 59 des Stöpsels 45 eingreift.
Dadurch wird sichergestellt, daß sich die Querplatte 25 und die Ausnehmung 23 zwecks
Schußauslösung genau decken.
Aus dem vorher Gesagten ergibt sich, daß jede unbeabsichtigte Auslösung eines Schusses ausgeschlossen
ist. Es bedarf sowohl der Relativbewegung der Teile 1 und 22 in axialer Richtung als
auch der Verdrehung der Teile 25 und 16 gegeneinander um ihre gemeinsame Achse und um. einen
bestimmten Winkel, um den Schlagbolzen zur Auslösung zu bringen. Dabei besitzt die Schlagbolzenspitze
26 außer in. den gleichzeitig herbeigeführten Endstellungen dieser beiden Relativbewegungen
stets einen solchen Abstand von den Kartuschen 5, 13, 14 und 15, daß auch bei nicht abgefeuerten
Kartuschen eine zufällige Berührung zwischen Kartusche und Schlagbolzenspitze ausgeschlossen bleibt.
Claims (8)
1. Schießvorrichtung für Verankerungsgeschosse, bei der zur Schußauslösung ein Zurückschieben
des Laufes in eine ihn umgebende, am rückwärtigen Ende mit einem Handgriff versehene Laufhülse gegen eine Vorholfeder erforderlich
und zum Spannen des Schlagbolzens eine besondere Feder vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß zum Auslösen des Schusses
der Handgriff (34) zusammen mit dem in ihm axial verschiebbar, jedoch drehsteif geführten
Schlagbolzen (19, 24) vorzugsweise entgegen der Wirkung einer Drehfeder (37) um die
Längsachse der Laufhülse (22) so weit verdrehbar ist, bis ein seitlich vorstehender, durch eine
Anschlagfläche des vorderen Schlagbolzenführungsstückes (16) zurückgehaltener Sperrteil
(25) des durch Zurückschieben des Laufes (1) gespannten Schlagbolzens (19, 24) in eine Aussparung
(23) des vorderen Schlagbolzenfüh- go rungsstückes einspringt, wodurch der Schlagbolzen
freigegeben wird.
2. Schießvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem vorderen
Schlagbolzenführungsstück (16) und dem Handgriff (34) ein Rückstoßdämpfungsmittel,
z. B. ein Gummiring (33), angeordnet ist.
3· Schießvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 mit einer in einem Ringraum zwischen dem
Lauf und dem vorderen Teil der Laufhülse vorgesehenen, durch Ouerbohrungen im Lauf mit
dem Inneren desselben in Verbindung stehenden Expansionskammer, dadurch gekennzeichnet,
daß die Laufhülse (22) und die Expansionskammer (48) sich so weit nach vorn erstrecken,
daß sie bei eingeschobenem Lauf (1) annähernd bis an dessen vorderes Ende reichen,
und daß die Expansionskammer an ihrem vorderen Ende offen ausmündet.
4. Schießvorrichtung nach einem der An-Sprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
am vorderen Ende der Laufhülse (22) eine vorzugsweise mit einer Gummidichtung (54) versehene,
etwa birnenförmig ausgebildete Sicherheitskappe (50) angeordnet ist, wobei die Kappeninnenwand
vorn etwa senkrecht und hinten angenähert unter 45° zur Beschußfläche (57)
verläuft.
5. Schießvorrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine zur Laufhülse exzenirische
Gestaltung der Sicherheitskappe (Fig 7).
6. Schießvorrichtung nach einem der Ansprüche ι bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Laufhülse (22) zwischen einem Anschlagbund (51) für die Sicherheitskappe (50) und
dem Anschlußteil (46) für den Handgriff (34)
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als durchgehendes Rohr mit völlig geschlossener Mantelfläche ausgebildet ist.
7. Schießvorrichtung nach einem der Ansprüche ι bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der Handgriff (34) und die Laufhülse (22) durch Stöpsel (44, 45) miteinander verbunden
sind, die radial von außen in eine zwischen der Laufhülse und einem inneren Führungsaneatz
(28) des Handgriffes angeordnete Zwischenhülse (35) eingesetzt und durch eine mit federnden
Schnappverschlußteilen über sie geschobene Sicherungshülse (46) festgelegt sind, wobei
zweckmäßig der eine Stöpsel (45) als Begrenzungsanschlag für die Verdrehung des Handgriffes
dient. ..
8. Schießvorrichtung nach einem der Ansprüche ι bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in
die Kartuschenaufnahmekammer des Laufes wahlweise Kartuschenhalter (3) mit einer oder
mehreren, vorzugsweise verschiedene Kaliber aufweisenden exzentrischen Bohrungen (13, 14)
einsetzbar sind.
Angezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 1 365 869, 1365 870,
2400878, 2518395.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Family
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